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Verarmt Deutschland?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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38 Beiträge • Seite 3 von 3 • 1, 2, 3
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Beitragvon fendt59 » Do Okt 19, 2006 14:27

Hallo
Ich denke,daß die Debatte über Gehälter im öffentlichen Dienst alleine
nicht zählt.Die meisten Professoren machen noch Forschungs - und Beratertätigkeiten,neben und während ihrer eigentlichen Arbeitszeit.Dabei
nützen sie selbstverständlich die vorhandene Infrastruktur voll aus.
Personal , Räumlichkeiten etc. dafür wird wenn überhaupt ein im Verhältnis geringer Obulus entrichtet.Siehe auch Chefärzte an Kliniken.
Generell zu behaupten,Polizisten sind dumm,ist eigentlich auch nicht angebracht.Ich denke das Problem ist generell in der gesamten Einstellung
der meisten Bevölkerungsschichten zu sehen.Die Großindustrie saniert
sich durch Massenentlassungen auf Kosten der Allgemeinheit zu Gunsten
der Aktionäre oder Eigentümer,die Kleinen bekommen so lange für alles
Mögliche Kredite aufgedrängt,bis sie völlig überschuldet sind.Im privaten
Bereich wird sich ein selbstverständlicher Luxus geleistet,welcher bei
geringster Beeinträchtigung beim Einkommen sofort zur Katastrophe
ausartet.Und im großen Bereich der Subventionswirtschaft wird teilweise
das Geld verteilt,als ob man den " Gelddrucker " sein Eigen nennt.Wenn
ich überlege,daß im Kohlebereich die Kumpel unter Tage mit erreichen
des 50 ten Lebensjahres bis zum Erreichen des Rentenalters mit dem
ungekürzten Grundeinkommen nach Hause geschickt werden,fällt mir nichts mehr ein.Der gesamten anderen Bevölkerung wird ein Arbeiten
bis zum 67 ten Lebensjahr zugemutet.
Eine generelle Lösung wird es vermutlich nie geben.Ein größeres Bewußtsein jedes Einzelnen und auch der Industrie und Politik seinen ihm
möglichen Teil zum Wohle der Allgemeinheit beizusteuern,wäre in Zukunft
wünschenswert.
Gruß Ralph
Power to the Bauer,mit Fendt
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Beitragvon questenberg » Do Okt 19, 2006 16:19

fendt59 hat geschrieben:Wenn ich überlege,daß im Kohlebereich die Kumpel unter Tage mit erreichen des 50 ten Lebensjahres bis zum Erreichen des Rentenalters mit dem ungekürzten Grundeinkommen nach Hause geschickt werden,fällt mir nichts mehr ein.Der gesamten anderen Bevölkerung wird ein Arbeiten bis zum 67 ten Lebensjahr zugemutet.


Das hängt damit zusammen, daß viele Kumpel wegen der schweren Arbeit das normale Rentenalter gar nicht erreicht haben. Schon mal drüber nachgedacht?
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Beitragvon Gast » Do Okt 19, 2006 17:29

*lol* Klarstellung : Wer ab 55 jahre, 30 Jahre im Bergbau ( egal ob Kohle oder Kali ) untertage war kann auf Rente. Also meine 5 jahre als Vermesser + Geologen Assistent untertage bringen mir mehr Rente als die gesamte Alterskasse. Kalibergbau ist im Vergleich zur Kohle ein Spaziergang. Wer im Kali jedoch 8 Stunden im Abwetterbereich war, wusste auch was er geschafft hatte.
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Beitragvon questenberg » Do Okt 19, 2006 17:47

Glück auf, Reinhold! Warst Du auf Neuhof-Ellers?
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Beitragvon fendt59 » Fr Okt 20, 2006 13:08

Hallo
Ich mag nicht in Abrede stellen,daß der Kumpel früher mit Sicherheit sehr
großen Belastungen ausgesetzt war ( hauptsächlich Staub ).Dank geänderter Bestimmungen ist das heutzutage nicht mehr so.Übrigens ich
kenne einige ältere Kumpel,welche nicht unbedingt aus dem letzten Loch pfeifen, sondern denen geht es glänzend.Wenn ichnatürlich permanent unter Staubbelastung stehe und dann auch noch eifrig rauche,brauche ich mich nicht zu wundern,wenn ich krank werde.Davon abgesehen gibt es noch genug Berufe,welche unangenehmen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind.Zum Beispiel: Dachdecker,Metzger,Hochofenarbeiter etc.Leider gehören die beiden erst genannten Berufe im Normalfall nicht zu den
Industrieberufen , in denen der Personalabbau normalerweise zu Lasten
der Allgemeinheit geht.Wobei natürlich der Einzelne ganz schön blöd wäre,wenn er nicht den angenehmen Weg der Frühpensionierung wählen
würde.
Gruß Ralph
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Beitragvon Obelix » Mo Okt 23, 2006 8:10

Hallo,

im Kohlebergbau wird jeder Arbeitsplatz mit ca. 100.000 € pro Jahr subventioniert. Der arbeitende Kumpel erhält aber deutlich weniger. Wo versackt der Rest der Subvention? Außerdem verdienen die ja auch etwas an der geförderten Kohle. Wo geht das Geld hin?

Grüße
Obelix
Hans Jonas: Die gegenwärtige Generation darf ihr eigenes Lebensglück nicht damit erkaufen, das Unglück künftiger Generationen zu bewirken.
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Beitragvon fendt59 » Mo Okt 23, 2006 13:29

Hallo Obelix
Ich denke,daß bei diesen Angaben auch die Ausgleichzahlungen der
" freigestellten " Mitarbeiter,sowie die Zahlungen für die nicht unerheblichen Bergbauschäden enthalten sind.Nicht zu vergessen sind die
" Aufwandsentschädigungen " für die Mitglieder des Aufsichtsrates.
Desweiteren wurden im Laufe der Jahre paralelle Wirtschaftszweige aufgebaut,sei es im Bereich des Umweltschutz ,des Kraftwerksbau und
noch einige andere Aktivitäten.Das Schöne daran,das Risiko für die
vorgenannten neue Bereiche war gleich null,man konnte ja schön die Subventionen zum Aufbau etc. verwenden.Ist so ähnlich, wenn die Kommunen sogenannte Eigenbetriebe in Monopolbereichen gründen und
diese dann mit Steuereinnahmen starten oder am Leben erhalten.Versuche Du mal auf einer Brachfläche einen Friedhof anzulegen
Du hättest mit Sicherheit bei den heutigen Preisen eine gute Rendite.Eine
Genehmigung seitens der Behörde wirst Du aber niemals bekommen.In
Saarbrücken aber gibt es eine Friedhofs GmbH,Gesellschafter natürlich die
Stadt.Ich denke jeder könnte hier noch einige Bspl. hinzufügen.Man brauch sich also nicht zu wundern,daß bei den ganzen beteiligten " Handaufhalter " der Otto-Normalverbraucher so langsam mit dem Rücken zur Wand steht.
Gruß Ralph
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Beitragvon ZT300 » Mo Dez 04, 2006 15:18

Hallo, beim stöbern im forum habe ich diesen Thread gefunden und möchte mal dazu etwas zum besten geben:

Quelle: PM 11/2006 Seite 104

Ein Gesetz von Cyrill Northcote Parkinson (1909 - 1993)

Jede Bürokratie wächst jährlich um 5,17 bis 6,56 % unabhängig vom Bedarf.

Beispiel:

1960 in Deutschland 1,3 Mio Bauern
verwaltet von 2500 zuständigen Beamten

1980 in Deutschland 0,5 Mio Bauern
verwaltet von 4400 zuständigen Beamten



[quote]Man brauch sich also nicht zu wundern,daß bei den ganzen beteiligten " Handaufhalter " der Otto-Normalverbraucher so langsam mit dem Rücken zur Wand steht. [/quote]

War vor jahren mal in Paraguay im Urlaub. die "untere" Bevölkerungsschicht wollte Stroessner wiederhaben. Der hatte nur seinen eigenen Clan versorgt. In der jetzigen Demokratie halten viele die Hand auf und es kommt unten nichts mehr an.
Da stellt man dann doch Vergleiche an.

Gruss R.
Wer zuletzt lacht, hat´s nicht eher begriffen :-)
ZT300
 
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