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Verschiedene Kuhfarben

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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28 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Verschiedene Kuhfarben

Beitragvon Q » Fr Sep 09, 2005 9:20

Hallo zusammen,

als erstes möchte ich mich kurz vorstellen. Ich heiße Karin, bin 22 Jahre jung und lstehe total auf Kuhflecken.

Nun zu meinem Anliegen.
Wie ergibt sich die Farbe einer Kuh?
Bei uns in und um Hamburg herum sehe ich viele Schwarzgefleckte, allerdings Richtung Süden eher Braungefleckte, ist das Zufall?

Und dann noch eine Frage, welche Kuhfarbe gab es am Anfanf?


Ich hoffe Ihr könnt mir helfen...

Liebe Grü0e, Karin
Q
 
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Beitragvon MuhKuhManager » So Sep 11, 2005 18:28

Liebe Karin,
Das mit den Unterschiedlichen Farben liegt daran das es viele einfach unterschiedliche Rassen gibt.
Die Schwarz-gefleckten sind Schwarzbunte, die Braungefleckten sind meistens Fleckvieh.
Dann gibt es noch eine grosse Anzahl an anderen Rassen: Rotbunte, Braunvieh, Blondé.... und und und...
Was die Ursprüngliche Farbe war weiss ich auch nicht, sofern es denn eine ursprüngliche Farbe gab...
warscheinlich haben sich viele Rassen einfach unabhängig voneinander entwickelt.

Gruß
MuhKuhManager
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Beitragvon Favorit » So Sep 11, 2005 20:18

Hi,

http://www.bauernhof.net/kuehe/rinderrassen/
http://www.aid.de/landwirtschaft/tiersp ... inhalt.htm
:wink:
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Auerochse

Beitragvon Hunsrückfarmer » Do Dez 22, 2005 22:20

Auerochse, so bezeichnet man das erste Rind auf Erden. Man sagt er war einfarbig braun/grau. Ansonsten gibt es Querbeet alle Rinderrassen mit verschiedenen Farbgebungen.
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Beitragvon TAHEI » Fr Jun 06, 2008 11:58

Wir haben sogar blaubunte Tiere auf unserem betrieb
Landwirtschaft dient allen!!!!!!!!
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Beitragvon SHierling » Fr Jun 06, 2008 12:33

Nachtrag: bei Kühen haben alle Tiere einer Rasse die selbe Farbe, nicht wie bei Pferden, wo es Rassen gibt bei denen die Farbe der einzelnen Tiere sozusagen "Zufall" ist.

Die Farbe "ergibt" sich also aus der Rasse, und die Flecken IN der entsprechenden Farbe sind dann mehr oder weniger "Zufall". die werden durch das Zusammenspiel verschiedener Gene und von äußeren Einflüssen bestimmt.
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Beitragvon Greenstone » Mo Jun 09, 2008 13:05

bei Kühen haben alle Tiere einer Rasse die selbe Farbe


Das glaube ich nicht ganz.
(Angus,Galloway,Highland)

Klaus
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Beitragvon SHierling » Mo Jun 09, 2008 13:16

Wo siehst Du da ein Problem? Belted wird imho extra geführt, und Parkrinder auch? Soweit ich weiß, ist Farbe beim Rind immer noch Rassemerkmal. Die Farbvererbung liegt ja bei diesen Rassen nicht auf anderen Genen als bei den RH, beim Fleckvieh oder bei oder HF auch?

Falls es da genetische Unterschiede gibt, was die Korrelationen angeht, oder die Farbe ausgerechnet bei diesen Rassen unabhängig von den anderen Merkmalen vererbt wird, würde mich sehr interessieren - das hieße dann allerdings, daß es auch Galloways in "rotbunt" gibt, oder "schwarzbunte" Highlands - hab ich für meinen Teil jedenfalls noch nie gesehen.
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Beitragvon Der Felix » Mo Jun 16, 2008 7:26

Moin,

die Farbe beim Rind ist nicht immer Rassemerkmal:

HF gibt es z.B. in zwei Farbschlägen (rot und Schwarz, schwarz mit RF nicht aussen vor)

Angus
z.B. gibt es in rot oder schwarz (da wären wir aber schon bei zwei Farben)

Highlands gibt es auch in mehreren Farben (rot, gelb, braun, brindle, weiß, dun, schwarz...)

Zwergzebus sind bspw. in allen Farben zu bekommen.

Galloways gibt es übrigens in rot- und schwarzbunt (und das auch noch HB-geführt!!!!), der sog. rigged-Farbschlag! Dazu kommen bei Galloways die anderen Farbschläge wie Black, Red, Dun, Silverdun, White Black, White-Red. (Im übrigen sollten hier White Galloways nicht mit White Park-Rindern verwechselt werden)

Man sieht nicht immer ist Farbe auch Rassemerkmal, und

nur weil man etwas noch nicht gesehn hat, heißt dass ja nicht dass es so etwas nicht gibt!

Gruß vom Felix
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Beitragvon SHierling » Mo Jun 16, 2008 8:13

Ich denke, wir reden da einfach aneinander vorbei.

Es ist auch in Deutschland meines Wissens nicht so, daß - wie bei Tieren, bei denen die Farbe kein Rassemerkmal ist, "querfeldein" gezüchtet wird, und die Nachkommen dann pi mal Daumen, was gerade herauskommt, zu einer Abteilung gehören und im Herdbuch eingetragen werden obwohl sie mischerbig sind, sondern es wird auch innerhalb der "Farbschläge" / Abteilungen auf diese Kennzeichen im Phänotyp / Genotyp geachtet - zumindest solange das möglich ist..

Natürlich passiert es im Laufe der Zuchtgeschichte, daß aus Farbschlägen Rassen entstehen - so sind die Schwarzbunten und Rotbunten mal aus dem "Niederungsvieh" entstanden, und danach die HF aus den Schwarzbunten, und umgekehrt werden immer mal wieder ähnliche Tiere mit dem selben Zuchtziel in einem Herdbuch zusammengefaßt - einfach weil bei denen die Genetik so arm geworden ist (oder das ganze sowieso nur "Spielerei"*), daß eine Unterscheidung nicht mehr "für eine Rasse" reicht (wie bei den Holsteins oder bei einigen Hühnerrassen).
Trotzdem sind die Gene aber nicht unabhängig!

Wenn Du belted Galloways züchtest, dann nimmst Du eben nicht einen schwarzen Bullen, nur weil der auch "Galloway" heißt, und "schwarzbunte Galloways" hab ich nicht nur nie gesehen, sondern auch nirgends eingetragen gefunden, hast Du da mal eine Quelle? Würde mich wirklich interessieren wie DIE Gene (für "schwarz/bunt", also große Flecken, nicht die Zeichnung wie sie auch z.B. Dtsch.Shorthorn haben) da reingekommen sein soll ohne den Typ ganz wesentlich zu verändern (das ist nämlich hier normalerweise eher mit einem ausgesprochenen Milchleistungstyp korreliert), während "belted" oder "Sattel" sogar gleich bei mehreren Tierarten (Rind Schwein und sogar Huhn) eher zusammen mit "Fleisch" vererbt wird.

Was (meiner Meinung nach leider!) stimmt, ist allerdings, das vor allem in privaten und kleinen Beständen da immer weniger drauf geachtet wird, auch bei den Vereinen und Verbänden, nicht umsonst ist die Zahl der Rinderrassen in den letzten 100 Jahren von über 200 auf weniger als 30 geschrumpft - das muß man ja aber nicht befürworten.

Bei den Schweinen gibts übrigens - auch im Hobbybereich - eine ähnliche Auseinandersetzung, da sind es die Wollschweine, die ursprünglich als 3 Rassen vererbt werden (schwalbenbäüchig, rot, blond) und hier in D von vielen Leuten einfach wild gekreuzt, Hauptsache Wollschwein.
Sattelschweine das selbe - Deutsches Sattelschwein (war mal Angler) hat jetzt zwei "Abteilungen", da sind die Rotbunten Husumer als Abteilung dazugekommen - aber deswegen ist eine F1 Sattelschwein x Husumer noch lange nicht "sinnvoll gezüchtet" oder gar herdbuchfähig!

*wobei auch aus Spielerei natürlich irgendwann wieder Rassen entstehen können, wenn die Farben lange genug _reinerbig_ weitergezüchtet werden, z.B. bei Bunten Bentheimer, oder bei einigen Pferderassen, oder es wird anhand der Kombination Farbe & Leistung eine Rasse erhalten, wie bei den Deutschen Schwarzbunten.

Und ZEBUS sind von unseren Hausrindern genetisch soweit entfernt, daß sie sogar eine eigene Abteilung in der Systematik bekommen haben - warum sollte deren Farbvererbung vergleichbar sein ?
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Beitragvon SHierling » Mo Jun 16, 2008 11:35

PS (ich sollte meine Bücherei hier echt mal sortieren, dann fände ich die Quellen auch schneller - ein Jammer, daß sich so ein Gehirn noch nicht direkt verlinken läßt ;) ) Guckst Du z.B. da
http://www.tiho-hannover.de/einricht/zu ... htm#Cattle da ist sehr schön zu sehen, daß die Rinderrassen und deren Gruppen nach Farben eingeteilt werden

Inzwischen benutzt man die Farbgene beim Rind auch zur Identifizierung von bestimmten Produkten einer Rasse bzw. als Kriterium, ob ein bestimmter Käse, Fleisch oder andere als "rasserein" erwartete Spezialitäten auch tatsächlich von Tieren dieser bestimmten Rasse stammen.
Die Erkennbarkeit der Rasse wird zur Pflicht, wenn für Erzeugnisse garantiert werden soll, die nur von Tieren einer besonderen Rasse gewonnen werden können - und für die aus logistischen, wirtschaftlichen oder technischen Gründen eine individuelle Rückverfolgung nicht möglich ist. Ein besonderes Beispiel ist mit den, aus der Milch einer einzigen Rasse erzeugten Käsespezialitäten gegeben, für die es in Italien bereits einige Beispiele gibt. Genannt sei hier der Parmigiano Reggiano von der Reggiana-Rasse sowie die “disolabruna”-Käsesorten.

und
Um reinrassige Erzeugnisse, z.B. bei Käsesorten für die eine individuelle Erkennung nicht in Frage kommt, garantieren und fördern zu können , erscheinen Genmarker für die Fellfarbe sehr vielversprechend. Mit den Daten zum MC1R Gen ermöglichen bereits die Erstellung von Versuchsprotokollen, auch wenn noch weitere Studien zu anderen Rassen nötig sind, um sie effizienter und genauer zu gestalten.
(FARBENANALYSE BEIM FELL: RÜCKVERFOLGBARKEIT DER RASSE, Prof. Vincenzo Russo, Prof. Luca Fontanesi)
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Beitragvon Der Felix » Fr Jun 20, 2008 10:40

Moin,

ich denke nicht dass wir aneinander vorbei reden.
Nur wird eben nicht bei jeder Rasse im Herdbuch die Farbe als Rassemerkmal geführt und abhängig von dieser eine Aufnahme ins Herdbuch befürwortet oder nicht.

Vor einigen Jahren waren z.B. Highlands vorrangig im roten Fabrschlag in Deutschland zu sehen. Mittlerweile sind durch reinrassige HB-Importtiere die Herden bunter geworden. Aber auch hier kann ich einen HB-Bullen mit einer HB-Kuh verpaaren egal welche Farbe diese Tiere haben. Die Nachkommen sind so oder so HB-fähig.

Du hast recht dass dies bei Galloways und Belted Galloways nicht der Fall ist - diese werden aber auch in zwei unterschiedlichen HB geführt!!! Aber auch hier kann problemlos ein dunfarbener HB-Bulle mit einer schwarzen HB-Kuh verpaart werden und der Nachkomme bekommt Papiere!!!!

Recht gebe ich dir dass zweifarbige Gallways keine schwarzbunten mit großen weißen bzw. schwarzen Flecken sind!
Rigged Galloways sind zweifarbig: eine der sonst zugelassenen Farben mit weiß. Allerdings handelt es sich hierbei um ein Zeichnungsmuster wie bei Pinzgauern, Pustertalern, Telemarkvieh, Tröndervieh, Linebacks und British Longhorn. (Das Zeichnungsmuster gibt es im übrigerrn auch in sehr vielen deutschen, asiatischen und afrikanischen Zebuherden)!

Des weiteren sind White Galloways ja auch zweifarbig. Und auch dieser Farbschlag ist ja nicht ausschließich auf diese Rasse beschränkt (White Park, Britisch White, Vaynol, Kuri, div. Zeburassen).

Gruß vom Felix
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Beitragvon estrell » Fr Jun 20, 2008 11:29

Nun sind aber bei den Galloway und den Highlands die Farben genetisch fixiert -
hab ich einen roten Galloway Bullen, den ich auf ein schwarzes Galloway Muttertier lasse, hab ich ein schwarzes Kalb - dito umgekehrt.
Schwarz ist dominanterbig bei Galloway - ich vermute daher, das schwarz die ursprüngliche Gallowayfarbe war.
Umgekehrt ist es beim Highland - dort ist rot dominant - und die ursprüngliche Farbe wird dabei das rot gewesen sein.
Weitere Farben wie dun, white, belted... sind züchterische Spielarten, die regionale kleinrassen hatten - die sofort verschwinden, wenn man ein Elterntier der Ursprungsfarbe einsetzt.

Gescheckte "Galloways" oder "Highlands" sind dann kreuzungen(F2) zB unter F1 Tieren aus HF/RB x G/H - diese sind keine reinrassigen G/H mehr!
Auch verlieren sie die rassemerkmale wie zB das Agressionsarme Verhalten bei den Highlands - nett wenn son Hornträger dann massiv auf einen losgeht :evil:

Bei Hühnern, wo man in kurzer Zeit viele Kreuzungsprodukte erzeugen kann sieht man "Mischlinge" und deren "Ertrag" dann auch sehr schön - wo wild gekreuzt wurde, gibts dann irgendwann nur noch Hungerharken ohne Legeleistung.

Ich persönlich halte überhauptnichts von Mischlingserzeugung, ausser von F1 zum Verzehr oder kontrolierter F2(dreirassenkreuzungen) zum gleichen Nutzen - aber das wilde Kreuzen... bäh!

Kuhfarbe beim Ur (Auerochse) ist aber nicht einfach zu erklären! Die Ursprungstiere hatten eine sehr unterschiedliche Farbe im Winter und im Sommer, und zudem waren Stier und Kuh sehr unterschiedlich gezeichnet.
Die Farben der Rinder des Südens (zB in Ägypten) waren wie deren Körperform sehr unterschiedlich, und die dritte Spielart - deren Hauptvertreter Brahmas sind, waren davon wieder verschieden.
Heute wird zunehmend davon ausgegangen, das das (Europäische)Ur bei der Entstehung unserer Hausrindrassen sogut wie keine Rolle gespielt hat.

Bei der Farbfleckenvererbung handelt es sich bei den "Kuhflecken um eine Mutation, die genetisch mitvererbt wird - diese Mutation ist auch an Wesens- und Leistungsänderung gebunden.
Schön sieht man das bei den F1 eines zB rotbunten Tieres mit einem einfarbigen - die rotbunten vererben dominant eine Weißzeichnung um den Nabel/Unterbau und sei sie noch so klein.
Dominant wird auch die an die Farbveränderung gekoppelte Wesensart vererbt. Sehr gut sieht man das auch beim Einkreuzen von BBB in RB -> Stichelharigkeit des BBB, Weißbauch vom RB, Wesen vom RB
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon SHierling » Fr Jun 20, 2008 11:35

also um das mal ganz kurz zusammenzufassen, Felix: das, wovon Du redest, ist in meinen Augen keine Zucht im Sinne des Tierzuchtgesetzes ( http://www.bundesrecht.juris.de/tierzg_2006/index.html ) sondern Hobby und Spielerei.
Und gerade bei den Rindern, wo aufgrund der Zuchtgeschichte die Farben an erheblich mehr andere Eigenschaften gekoppelt sind als bei anderen Tierarten bringt so eine Spielerei den Rassen mehr Schaden als Nutzen, weil Du über jede "zusätzliche Farbe" eben auch andere Fremdgene einschleppst, die wieder andere Wechselwirkungen haben, nicht reinerbig sind etc etc etc.
Insgesamt , krass ausgedrückt - versaut man sich damit bloß die Zucht, auch wenn sich sowas heutzutage "gut verkauft" und "bunte Tiere" oder sogar Mischlinge modern sind, sowas gehört in den Hobby- und Heimtierbereich, oder in die reine Ausstellungszucht, und nicht in die Nutztierzucht, erst recht nicht bei Rindern!

Die Züchter haben Rinder jahrhundertelang nach Farbe UND Leistung selektiert, und dabei sind die einzelnen Genpools der einzelnen Rassen entstanden. Wenn Du jetzt umgekehrt wieder auf "Bunte Herden" setzt, betreibst Du genau das Gegenteil - so eine Art "Anti-Zucht"
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Beitragvon Der Felix » So Jun 22, 2008 15:56

Moin,

irgendwie kommt man hier auf keinen Nenner.

Aber wenn man sich hier so gerne auf rechtliche und z.T. historische Fakten beruft, sollte man dies gründlich tun
Andersfarbige Tiere gab es in allen möglichen Rassen immer mal (z.B. historisch belegt für Highlands: www.frithphotos.com/search/scotland/inv ... 6%26sa%3DN)

@ Shierling:
Wenn jemand für Ausstellungen züchtet ist das neben der anderweitigen Vermarktung von Tieren, durchaus auch eine geeignete Quelle zum Broterwerb. Die Ausstellungszüchter sind nicht alle NUR Ausstellungszüchter, sondern eben auch Nutztierzüchter.

@estrell:
Rigged Galloways sind ebenso wie White Galloways aber eben HB anerkannt (auch im Ursprungsland) und daher auch reinrassig. Wenn man davon ausgeht dass es sich bei Belted Galloway und Galloway um zwei Rassen handelt (wie seitens der HB-Züchter ja betrieben) gebe ich dir mit der Farbvererbung recht. Wenn nicht, ist die Aussage dass die "ursprüngliche Farbe" sofort verschwindet nicht korrekt. Nach Einsatz eines Belted Bullen auf schwarze G bekommst du in in der Regel keine einfarbig schwarzen Tiere sondern welche mit Weißzeichnung (wenn auch keine vollständige Gürtelung). Das gleiche kann man zu einem geringeren Anteil beim Einsatz eines reinerbigen White G-Bullen auf reinerbig schwarze G erzielen (nur dass eben Käölber in weiß und nicht belted dabei rumkommen).

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