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Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtschaft?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon Südheidjer » Sa Aug 22, 2015 2:53

Harald hat geschrieben:Mein Eindruck war, dass die "Entwickler" dieser Container nie ernsthaft daran geglaubt haben, dass Fisch-mit-Tomate kommerziell funktionieren könnte, sondern stattdessen davon leben wollten, ihre Versuchscontainer als überteuerte "Anschauungsobjekte" an irgendwelche Institutionen zu verticken.


"Verkaufen" ist doch heutzutage alles....und wenn man dahinter schaut: Viel Luft.
Erzeugen eines Mehrwertes ist nicht das Ziel sondern maximaler Profit. Traurig aber wahr.
BWL und Jura haben großen Zulauf weil man damit eventuell viel Geld machen kann....aber was wird da erzeugt oder veredelt....nichts.
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon LUV » Sa Aug 22, 2015 9:00

Ich denke nicht, dass wir das System als Gegnerschaft diskutieren. Wir sprechen nur über die Sinnhaftigkeit. Ich sehe in dem System weder eine Ressourceneinsparung, noch eine Kosteneinsparung. Es stellt in meinen Augen lediglich einen psychologischen Faktor dar, eine urbane Unabhängigkeit in der Nahrungsversorgung. Diese Utopie steht auch im krassen Widerspruch zu den regional, nachhaltig, biologisch, - back to the roots - Erzeugungsformen.
Technokratische Denkweisen stehen im Moment nicht hoch im Kurs.
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon Welfenprinz » Sa Aug 22, 2015 9:34

LUV hat geschrieben:. Es stellt in meinen Augen lediglich einen psychologischen Faktor dar, eine urbane Unabhängigkeit in der Nahrungsversorgung. s.


Das kommt jetzt darauf an, was man unter diesem Begriff versteht.
Diese begeisterten Studenten, die ein bisschen Erde in Säcke stopfen , Kartoffeln reintun und dann begeistert sind, dass sie ihre Ernährung überall mit hinnehmen können(das wird übrigens grade von der Tochter einer bekannten grade als Projekt an der Bartenbau uni Hannover "erforscht" :mrgreen: ) oder das Anpflanzen von ein paar Salatbeeten in städtischen Rabatten zum "Selberpflücken" durch den Städter haben nichts mit Projekten wie dem Deltapark gemein.

Mit der Aussage, dass keine Ressourceneinsparung erreicht werden kann, wäre ich vorsichtig.
Die wichtigste aller Ressourcen ist der Boden. Der ist nicht vermehrbar und was bleibt , wenn er knapp wird: Die Intensivierung.
Und da gehört das Ausnutzen in der Höhe nunmal auch zu.

Die zweitwichtigste Ressource ist das Wasser. und geschlossene Systeme bieten nicht nur die Unabhängigkeit von den Schwankungen des Wetters sondern eine in Freilandwirtschaft nie zu erreichende Effizienz.(ca. 20 % des "Wasserbedarfs). Dieser zweite Punkt erscheint uns hier nicht vordergründig wichtig.......... das verhält sich aber in den meisten Gegenden der Welt anders. Nicht umsonst basieren die ganzen modernsten und besten Bewässerungs- und Düngungssysteme (netafim usw) auf Erfahrungen, die die Israelis in 100 jahren damit gesammelt haben auf Steinen in der Negevwüste Pflanzen wachsen zu lassen.

Der fragliche Aspekt bei echten !! verticalfarmingsystemen ist es , ob es gelingt die diversen geschlossenen Systeme,die es ja alle schon gibt (Gewächshäuser, Pilzzuchten, Aquakulturen) so zusammenzufügen, dass Synergien bei der Ressourcenausnutzung und Stoffkreisläufen entstehen. (Energie, Kohlendioxid, Sauerstoff ... etc).
Und da ist es einfach noch zu früh schon endgültig ablehnende Antworten zu formulieren.
In den zwanzig Jahren die zwischen dem Deltapark und den heutigen projekten liegen, hat sich z.B. die Energiegewinnung (Fassaden, Glas, Oberflächen) gewaltig weiterentwickelt.)
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon LUV » Sa Aug 22, 2015 9:42

Der Israeli schöpft den anderen Ländern das Wasser ab, trotz seiner Effizienz in der Nutzung. Dann exportiert er die so effizient erzeugten Güter nach Europa.....für vertikal Farming wird Energie benötigt und Gebäude gebaut werden müssen. Der Rebound-Effekt ist nicht zu unterschätzen. Ich glaube nicht daran, dass dieses System eine Zukunft hat. Ok, wohlhabende Länder können sich solche Systeme leisten, arme wiederum nicht.
Wir formulieren ja auch keine abschließend endgültige Antwort, wir diskutieren darüber.... :wink:
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon borger » Sa Aug 22, 2015 10:11

LUV hat geschrieben:Ich sehe in dem System weder eine Ressourceneinsparung, noch eine Kosteneinsparung.

Wenn es die gäbe, dann würden solch Systeme an jeder Ecke stehen, ist ja nicht so, dass alle anderen nur zu blöde sind.
Die kleine Fischfarm auf dem Supermarktdach: Dachlast? Ich vermute mal, beim Bau hat man einfach nicht dran gedacht, dass da einer tausende to Wasser auf dem Dach stapeln könnte.
Und dann die Fische, die werden lebend zum selbstschlachten verkauft? Das läuft bestimmt super – in Timbuktu, aber nicht in deutschen Großstädten. Da müsste schon die Fischstäbchenfabrik mit aufs Dach.
Vermutlich passt die optimale Nährstoffversorgung von Tomaten und Fischen ebenso wenig.
Wenn es ernsthaft um urbane Selbstversorgung ginge: Gerade die urbanen Nahrungsempfänger wollen die Landwirtschaft doch unbedingt 50 Jahre zurück werfen. Sie sollten sich selbst rückbesinnen, vor 50 Jahren wurde auch in deutschen Großstädten noch ein beträchtlicher Teil an Lebensmitteln selbst erzeugt. Schrebergärten, Hühner, Karnickel und selbst Schweine im Hinterhof waren nicht selten.
Heute sind die Schrebergärten zum Rasenmähertestgelände verkommen und es werden nur noch nutzlose Heimtiere gehalten, die nie geschlachtet werden.
Man muss nicht über ein Hochhaus nachdenken, wenn man noch nicht einmal die unterste Ebene voll nutzen kann. Solange die nicht voll genutzt ist, wird mit solchen Hirngespinsten nur die eigene Faulheit kaschiert.
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon LUV » Sa Aug 22, 2015 11:03

borger hat geschrieben:
LUV hat geschrieben:Ich sehe in dem System weder eine Ressourceneinsparung, noch eine Kosteneinsparung.

Wenn es die gäbe, dann würden solch Systeme an jeder Ecke stehen, ist ja nicht so, dass alle anderen nur zu blöde sind.
Die kleine Fischfarm auf dem Supermarktdach: Dachlast? Ich vermute mal, beim Bau hat man einfach nicht dran gedacht, dass da einer tausende to Wasser auf dem Dach stapeln könnte.
Und dann die Fische, die werden lebend zum selbstschlachten verkauft? Das läuft bestimmt super – in Timbuktu, aber nicht in deutschen Großstädten. Da müsste schon die Fischstäbchenfabrik mit aufs Dach.
Vermutlich passt die optimale Nährstoffversorgung von Tomaten und Fischen ebenso wenig.
Wenn es ernsthaft um urbane Selbstversorgung ginge: Gerade die urbanen Nahrungsempfänger wollen die Landwirtschaft doch unbedingt 50 Jahre zurück werfen. Sie sollten sich selbst rückbesinnen, vor 50 Jahren wurde auch in deutschen Großstädten noch ein beträchtlicher Teil an Lebensmitteln selbst erzeugt. Schrebergärten, Hühner, Karnickel und selbst Schweine im Hinterhof waren nicht selten.
Heute sind die Schrebergärten zum Rasenmähertestgelände verkommen und es werden nur noch nutzlose Heimtiere gehalten, die nie geschlachtet werden.
Man muss nicht über ein Hochhaus nachdenken, wenn man noch nicht einmal die unterste Ebene voll nutzen kann. Solange die nicht voll genutzt ist, wird mit solchen Hirngespinsten nur die eigene Faulheit kaschiert.



Ich denke, dass die Grundideen immer aus Stadtplanerischer Sicht betrieben werden. Ein Art "Nachhaltigkeit" in der Planung wird von den Kollegen angemahnt. Nun meinen sie, dass vertikal gardening/farming ein notwendiger Inhalt der nachhaltigen Planung sein muss.....
Hat es in den letzten 100 Jahren der Idealstadt-Planung immer wieder gegeben, wurde aber fast nie umgesetzt, weil der Mensch nicht so tickt, wie Stadtplaner es sich wünschen und weil die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen oft ganz andere sind.
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon 038Magnum » Sa Aug 22, 2015 11:08

Servus,

Die kleine Fischfarm auf dem Supermarktdach: Dachlast?


dass diese Vision heute und morgen nicht kommen wird, war klar. Bis es soweit ist, wird es schon geeignete Konstruktionen geben.

Diese Konzepte sind sicherlich kontrovers, und von ausgefeilt noch weit entfernt, aber... es hat immer eine Entwicklung gegeben und es wird auch in der Zukunft eine Entwicklung stattfinden. Ob diese jetzt jedem recht ist oder ob diese Entwicklung in die richtige Richtung geht, steht zwar in den Sternen, aber fest steht, dass es in eine andere Richtung gehen wird.

Ohne neue Ideen und Konzepte würden wir noch immer in Höhlen leben. Ich finde es gut, dass solche Konzepte und Ideen ausprobiert werden.


P.S.: ich habe im alten Hof einen Aquaponik Eigenbau stehen, funktioniert seit zwei Jahren tadellos, ohne Zugabe von Zusatzstoffen wie Dünger etc.
Es funktioniert nicht mit allen Fischsorten, auch (noch) nicht mit allen Pflanzen, aber als stabiles Kreislaufsystem ist´s durchaus funktional. Mutter und Oma sind begeistert und würden das ganze gern erweitert sehen.
"Die Gedenktafel für die Zweiten hängt unten in der Damentoilette."
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon LUV » Sa Aug 22, 2015 11:16

Magnum, wir diskutieren doch nur,....ich sehe lediglich eine Städtebauliche Ideenerweiterung darin. Ich sehe keine nachhaltige Nahrungserzeugung.
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon Mondbauer » Sa Aug 22, 2015 13:20

So verkehrt sind die Denkansätze gar nicht,wenn ich an den Salatturm denke.da kann man auf der Bodenfläche von einem Salatkopf durchaus 10 - 20 Salatköpfe pflanzen.Ich probiere im Garten auch mit urban farming und Permacultur herum,grundsätzlich ablehnen würde ich die Ideen nicht.Auch so Sachen wie der Kartoffeturm mit alten Autoreifen oder Palettenrahmen funktionieren.Es gibt so viele Möglichkeiten auf kleiner Fläche nennenswerte Erträge zu erzielen das man sich schon mal Gedanken machen sollte wie man z.B Mischkulturen anlegen kann.
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon LUV » Sa Aug 22, 2015 13:27

Mondbauer hat geschrieben:So verkehrt sind die Denkansätze gar nicht,wenn ich an den Salatturm denke.da kann man auf der Bodenfläche von einem Salatkopf durchaus 10 - 20 Salatköpfe pflanzen.Ich probiere im Garten auch mit urban farming und Permacultur herum,grundsätzlich ablehnen würde ich die Ideen nicht.Auch so Sachen wie der Kartoffeturm mit alten Autoreifen oder Palettenrahmen funktionieren.Es gibt so viele Möglichkeiten auf kleiner Fläche nennenswerte Erträge zu erzielen das man sich schon mal Gedanken machen sollte wie man z.B Mischkulturen anlegen kann.


Der Titel des threads impliziert eine Abschaffung der konventionellen Landwirtschaft...DAS ist eben nicht der Fall und wird es nie sein. Die von dir angesprochenen Dinge sind Einzelmaßnahmen, die es im privaten Gartenbau immer gegeben hat. Nenne es einen Trend, eine Mode, etc.
Die arbeitsteilige Welt wird weiterhin die Erzeugung von Nahrungsmitteln anderen überlassen, auch wenn einige wenige davon träumen, sich selbst versorgen zu wollen oder zu können....
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon T5060 » Sa Aug 22, 2015 13:37

Hätte für das System einen anderen Begriff parat ....... Reactor farming
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon Welfenprinz » Sa Aug 22, 2015 17:07

borger hat geschrieben:
LUV hat geschrieben:Ich sehe in dem System weder eine Ressourceneinsparung, noch eine Kosteneinsparung.

Wenn es die gäbe, dann würden solch Systeme an jeder Ecke stehen, ist ja nicht so, dass alle anderen nur zu blöde sind.
.


Die Bewertung der Produktionsfaktoren ist relativ und kann sich ändern.
ich Blödmann hab ja in Zusammenhang mit Wasser das Wort Israel benutzt und damit gleich wieder der Diskussionszersetzung Tür und Tor geöffnet.

Aber am Beispiel wasser-mit dem wir hier luxuriös mit verschwenderisch in unserer Zufallsgeneratorfreilandlandwirtschaft umgehen- kann man das eben deutlich machen.
In dem Moment, indem das (Produktions)gut knapp ist, sein Preis steigt, kann es eben rationell sein, das Wasser , was der eine Produktionszweig abgibt (verdunstet etc.) aufzufangen und einem anderen wieder zuzuführen.
In unseren Regionen wäre wohl eher "Boden" das knappe Gut, was derartige Ansätze rentabel machen könnte.

Und das ganze eben vor dem noch gegbenen Faktor "steigende Weltbevölkerung". :)
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon LUV » So Aug 23, 2015 8:46

Welfenprinz hat geschrieben: Die Bewertung der Produktionsfaktoren ist relativ und kann sich ändern.
ich Blödmann hab ja in Zusammenhang mit Wasser das Wort Israel benutzt und damit gleich wieder der Diskussionszersetzung Tür und Tor geöffnet.

Aber am Beispiel wasser-mit dem wir hier luxuriös mit verschwenderisch in unserer Zufallsgeneratorfreilandlandwirtschaft umgehen- kann man das eben deutlich machen.
In dem Moment, indem das (Produktions)gut knapp ist, sein Preis steigt, kann es eben rationell sein, das Wasser , was der eine Produktionszweig abgibt (verdunstet etc.) aufzufangen und einem anderen wieder zuzuführen.
In unseren Regionen wäre wohl eher "Boden" das knappe Gut, was derartige Ansätze rentabel machen könnte.

Und das ganze eben vor dem noch gegbenen Faktor "steigende Weltbevölkerung". :)


Möglich ist alles, aber eben auch Spekulation. Vor Wochen gab es einen Beitrag auf 3Sat zum Thema Entwicklung der Menschheit, Ernährung, Klima etc. Die Wissenschaft ist sich nicht einig, wie sich die Bevölkerungszahl entwickeln werden wird. Unterschiedlichste Szenarien gehen von völlig unterschiedlichen Größenordnungen aus. Eine mögliche ist die Reduzierung der Bevölkerungszahl auf ca. 4 Milliarden in ca. 300 Jahren....dann sind die Ernährungsprobleme jedenfalls nicht mehr das Hauptproblem.
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Re: Vertical Farming abschaffung konventionellen Landwirtsch

Beitragvon borger » So Aug 23, 2015 9:08

Welfenprinz hat geschrieben:Aber am Beispiel wasser-mit dem wir hier luxuriös mit verschwenderisch in unserer Zufallsgeneratorfreilandlandwirtschaft umgehen- kann man das eben deutlich machen.

Ja, Wasser ist wirklich ein gutes Beispiel – wie man mit künstlich geschürter Hysterie ein im Überfluss vorhandenes Produkt zu überhöhten Preisen verkaufen kann. Die dekadente Wohlstandsgesellschaft kauft dann noch zusätzlich teure Gerätschaften zum Wassersparen und zahlt über Steuern und Abgaben für die Beseitigung der Folgeschäden dieser Wassersparerei.
Derweil fließen über 97% des auf D herabregnenden Wassers ungenutzt in die Meere ab. Aber wir wollen unbedingt die 98% voll haben – mindestens. Wegen der armen Neger in Afrika, die ja so schrecklich wenig Wasser haben. Was denen diese sinnlose Wassersparerei bei uns bringen soll, wird grundsätzlich nicht hinterfragt.

Meinetwegen können diese Aquanauten gerne ihre Anlagen auf Supermarktdächern bauen. Wäre durchaus möglich, dass es sich trotz ökonomischer Unsinnigkeit rentiert, wenn es als Erlebnis vermarktet wird. Allerdings sehe ich bei den Protagonisten dieser Technik keinerlei ernsthafte Bestrebungen zur eigenverantwortlichen Umsetzung. Könnte gut sein, dass man auf eine mit staatlichem Zwang durchgeprügelte „Lebensmittelwende“ wartet – und genau die möchte ich nicht.
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