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Vorpächter hat vermutlich Grenzsteinei selber gesetzt

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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19 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Vorpächter hat vermutlich Grenzsteinei selber gesetzt

Beitragvon T5060 » So Okt 29, 2017 22:35

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

das korrekte Hinbauen von Grenzsteinen ist nicht verboten, nur das Wegnehmen.

§ 274 StGB (Anm. 9-10) folgende Bestimmungen: „Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft,
wer einen Grenzstein oder ein anderes zur Bezeichnung einer Grenze oder eines Wasserstandes bestimmtes Merkmal in der Absicht,
einem anderen Nachteil zuzufügen
, wegnimmt, vernichtet, unkenntlich macht, verrückt oder fälschlich setzt.


Olli


Dann beweise mal, dass der seinem Nachbarn mit seiner Handlung einen Nachteil zufügen wollte. Ich würde in meiner Einlassung dazu gegenüber der StA schreiben, dass ich den Grenzstein hilfsweise für die eigene Orientierung bei der Bodenbearbeitung gesetzt habe, weil den irgendjemand vorher entfernt hatte und ich "der Erinnerung nach, den Stein so gesetzt habe, dass ich nicht übervorteilt werde."

Wird nach 14 Tagen sang - und klanglos eingestellt.
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Re: Vorpächter hat vermutlich Grenzsteinei selber gesetzt

Beitragvon Neo-LW » Mo Okt 30, 2017 4:30

Moin,

genau so ist es.

Wenn da in der Feldmark ein Stein liegt, auf dessen Krone ein Kreuz eingemeisselt ist,
könnte es ein Grenzstein sein.
Aber wer den dorthin verbracht hat, kann niemand feststellen.
Es gibt doch auf dem Katasteramt keine Protokoll-Liste, wo drin steht, wann wer welchen Grenzstein eingebuddelt hat.
Ob der Stein aus 1871, von 1650, oder aus der Nacht vom 30.10.2017 ist, kann niemand feststellen.

Allerdings ist die Bedeutung von Grenzsteinen im Zeitalter von GIS stark gefallen.

Wenn ich Zweifel an der Position eines Grenzsteines habe,
kann ich die Lage doch selbst prüfen.
Ich besorge mir vom Katasteramt, oder von meinem Haus- und Hofvermesser eine digitale Flurkarte.
In meinem PC lese ich die Längen bekannter Strecken aus.
Dann nehme ich mir mein Tachymeter (oder notfalls mein Bandmaß), und messe die Strecken in der Wirklichkeit.
Je Kontrollpunkt brauche ich eine ungerade Anzahl von gemessenen Strecken.
Bei 3 Meßstrecken wird sich ein Fehlerdreieck bilden.
Dann vergleiche ich den Dreiecksmittelpunkt mit dem gefundenen Grenzstein.
Ist die Lagedifferenz (in der Ebene) kleiner, als mein persönlicher Genauigkeitsanspruch (z.B. 15 cm), ist die Sache erledigt.
Ist die Lagedifferenz größer (z.B. 1,80 m), werde ich stutzig, und lasse mir mit einer Grenzanzeige die offizielle Position
des Grenzsteines zeigen.

Wo ist das Problem ?


Olli
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Re: Vorpächter hat vermutlich Grenzsteinei selber gesetzt

Beitragvon Neo-LW » Mo Okt 30, 2017 4:49

Moin,

in dem Zusammenhang eine Begebenheit mit einem meiner Nachbarn:

Er war als Landwirt sehr extrovertiert.
Also hat er seinen Acker selbständig abgemarkt.
Mit deutlichen, weißen Wasserrohren hatte er es gekennzeichnet.

Ich habe es dann geprüft.

Ergebnis:
Hinten hat er ca. 1,00 m auf meinem Acker gewirtschaftet.
Vorne hatte er mir (unwissentlich) ca. 3,00 m von seinem Grund und Boden überlassen.
Beide privaten Abmarkungen standen ca. 200 m auseinander.
Nun rechnen wir mal nach.
Nach dem Strahlensatz gingen zu meinen Lasten: 200/4 x 1 x 0,5 = 25 m²
Zu meinen Gunsten: 200/4 x 3 x 0,5 = 75 m²
In der Summe hatte er mir über Jahre also 50 m² unentgeltlich überlassen.
Da habe ich mich nicht beschwert.


Olli
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Re: Vorpächter hat vermutlich Grenzsteinei selber gesetzt

Beitragvon T5060 » Mo Okt 30, 2017 12:47

Mir gukke uff´s Luftbild und streiten uns garantiert nicht um 30 cm.
Der eine hat 30 cm von mir, vom anderen hab ich 30 cm. :mrgreen:
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