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Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon julius » Fr Mai 10, 2013 8:12

Ich habe neulich 2 verschiedene Meinugen zur Auswirkung von Wachstumsregler in Getreide auf das Wurzelwachstum gehört. Einer meinte CCC und Camposan würde das Wurzelwachstum anregen, ein anderer meinte genau das Gegenteil.
Was stimmt nun ?
julius
 
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon Mad » Fr Mai 10, 2013 9:14

CCC und Camposan bremsen die Wurzeln aus. Moddus und Medax Top regen die Wurzelbildung an.

MFG
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon Crazy Horse » Fr Mai 10, 2013 9:24

Camposan regt ganz sicher nicht das Wurzelwachstum an. Camposan ist was für die kühleren Regionen zur Reifebeschleunigung und zur Festigung des obersten Halmabschnitts. Dadurch lässt sich Ährenknicken deutlich reduzieren.
Mit Cycocel kürzt man den Haupttrieb ein, damit sich die Nebentriebe besser entwickeln können. Unter wüchsigen Bedingungen kann das bei gut versorgten Beständen durchaus das Wurzelwachstum stimulieren (mehr Feinwurzeln).
Bei Trockenstress kann der Schuss aber auch nach hinten losgehen. Da ist ein überzogener WR-Einsatz sicher die falsche Medizin.
Zuletzt geändert von Crazy Horse am Fr Mai 10, 2013 9:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon Mad » Fr Mai 10, 2013 9:34

Hier war es ja zuletzt mal wieder ziemlich trocken und zudem auch kühl mit schön austrocknendem Ostwind. Einige "Experten" waren der Meinung, der Liter CCC gehört in den Weizen, weil man das ja schon immer so gemacht hätte. Zu dem Zeitpunkt waren die neugebildeten Kronenwurzeln gerade mal 1,5cm lang. Ich bin wirklich gespannt, was bei denen dabei rauskommt. Meinen Weizen habe ich nur verhalten eingekürzt. Es müsste doch jedem auffallen, dass das Getreide dieses Jahr von Haus aus schon viel kürzer ist. Wenn ich meine Gerste sehe: EC 37 und knapp auf Kniehöhe.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon julius » Fr Mai 10, 2013 9:40

Mad hat geschrieben:CCC und Camposan bremsen die Wurzeln aus. Moddus und Medax Top regen die Wurzelbildung an.

MFG


Ich kenn die Voraussetzungen nicht mehr ganz genau, aber Ich hatte mal auf einer Internetseite einen Versuch gelesen wo unter etwas trockenen Umständen Wachstumsregler geprüft wurden. Das ist schon Jahre her und damals war noch Terpal C gerüft worden. Ergebnis : Bei Moddus war die Einkürzung gut aber der Ertrag am geringsten, bei Terpal C gab es nur eine geringe Einkürzung aber der Ertrag war höher.
Müßte dann nicht Moddus einen deutllich höheren Ertrag bringen aufgrund des besseren Wurzelwachstums ? An was kann der geringere Ertrag von Moddus sonst gelegen haben ? Oder ist Moddus etwas schlechter verträglich ?
Zuletzt geändert von julius am Fr Mai 10, 2013 9:49, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon julius » Fr Mai 10, 2013 9:48

Crazy Horse hat geschrieben:Camposan regt ganz sicher nicht das Wurzelwachstum an. Camposan ist was für die kühleren Regionen zur Reifebeschleunigung und zur Festigung des obersten Halmabschnitts. Dadurch lässt sich Ährenknicken deutlich reduzieren.
Mit Cycocel kürzt man den Haupttrieb ein, damit sich die Nebentriebe besser entwickeln können. Unter wüchsigen Bedingungen kann das bei gut versorgten Beständen durchaus das Wurzelwachstum stimulieren (mehr Feinwurzeln).
Bei Trockenstress kann der Schuss aber auch nach hinten losgehen. Da ist ein überzogener WR-Einsatz sicher die falsche Medizin.


Ich setz beim Weizen immer CCC mit ca 1- 1,3 Liter/ha aus Arbeitsgründen bei nur einer Anwendung in EC 29-31 ein, vorausgesetzt ein schwerer Boden und es ist genug Feuchtigkeit vorhanden.
Würdet ihr diese Menge splitten ? Welche Vorteile bringt das gegenüber nur einer Anwendung ( bei genügend Feuchtigkeit ). Da ich den Weizen meistens schon anfang Oktober drille brauch ich eigentlich keine frühe CCC Anwendung in EC 21-25 da die Bestockung nicht besonders angeregt werden muß.

Zugelassen sind bis 2,1 Liter/ha CCC.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon kalumet » Fr Mai 10, 2013 10:05

Meines Wissens bleibt das Wurzelwachstum beim Einsatz von Wachstumsreglern unbeeinflußt, es sei denn, du triffst beim frühen Einsatz von CCC direkt auch die Wurzeln. Dann wird hier das Wurzelwachstum natürlich auch negativ beeinflußt, soll heissen, auch diese werden eingekürzt.
Das kann dir durchaus in aufgeschwemmten Saaten, besonders auf anmoorigen Böden passieren.

Gruss
Hans
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon Crazy Horse » Fr Mai 10, 2013 10:41

Mad hat geschrieben:Hier war es ja zuletzt mal wieder ziemlich trocken und zudem auch kühl mit schön austrocknendem Ostwind. Einige "Experten" waren der Meinung, der Liter CCC gehört in den Weizen, weil man das ja schon immer so gemacht hätte. Zu dem Zeitpunkt waren die neugebildeten Kronenwurzeln gerade mal 1,5cm lang. Ich bin wirklich gespannt, was bei denen dabei rauskommt. Meinen Weizen habe ich nur verhalten eingekürzt. Es müsste doch jedem auffallen, dass das Getreide dieses Jahr von Haus aus schon viel kürzer ist. Wenn ich meine Gerste sehe: EC 37 und knapp auf Kniehöhe.


Die Frage ist natürlich immer, wann man den Wachstumsregler einsetzt, und was man damit erreichen will. Das Getreide wird dieses Jahr aufgrund der verkützten Vegetationszeit wohl nicht allzu lang. Das ist jetzt schon abzusehen, weshalb ich das Getreide, wenn überhaupt, dann nur sehr verhalten einkürzen würde.

Was sich aber (fast) immer lohnt, ist das "Glattziehen" der Bestände zu Schossbeginn. Bei Frühsaaten, die zu überwachsen drohen, ist das fast schon Pflicht. Man bekommt auch sehr viel homogenere Bestände. Die Aufwandmenge muss man halt der Sorte und der Bestandesentwicklung anpassen. Bei ner Kurzstrohsorte reichen unter Umständen schon 0,8l CCC, bei ner langstrohigen, lageranfälligen Sorte darf's auch gerne etwas mehr sein (1,2l).

Zur Anregung der Bestockung (bei Spätsaaten) würde ich jetzt nicht allzu viel CCC einsetzen. Da reichen 0,4-0,5l CCC normalerweise aus, zumal man auch meistens noch irgendwelche Sulfonylharnstoffe mit dabei hat. Ne etwas großzügiger bemessene N-Startgabe (70-80N) bringt da sicher mehr.

@julius
Wenn Du keine weitere Einkürzung mit Moddus oder Medax Top planst, solltest Du die CCC in EC 29/30 nicht splitten. Der Weizen/Triticale braucht ne gewisse Konzentration an schosshemmenden Wirkstoffen, damit er später auch stehen bleibt. Dadurch reduzierst Du auch ganz erheblich das Halmbruchrisiko in feuchten Jahren.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon JINGSAW » Fr Mai 10, 2013 23:52

Mein Wissen:

CCC hat definitiv negativen Einfluss auf das Wurzelwachstum; kürzt aber den Haupttrieb enorm und trägt relativ früh deutlich zur Förderung der Nebentriebe bei. Pauschale Mengenangaben zur Menge beim WR verurteile ich... Auf 500m üNN wäre 1l CCC fatal; ich fahr höchstens mit nem halben Liter rein...

Camposan: Beschleunigt die Abreife. Evtl. Auswirkungen auf das Wurzelsystem sind m.E. eher Irrelevant, da der Großteil vom Ertrag bis dahin eigentlich schon gemacht sein sollte...

Medax/Moddus setze ich normal nicht ein... Bei meinen Beständen reicht meist CCC mit der "Notbremse" Camposan... (je nach Witterung evtl. das moderatere Moddus)

Möchte einmal mehr ein altbekanntes Zitat zitieren:
"WR: Soviel wie nötig; sowenig wie möglich"; Ertrag kostet der Einsatz (egal welcher) auf jeden Fall; Hauptsache des Zeug steht zum Dreschen...
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon Crazy Horse » Sa Mai 11, 2013 7:09

JINGSAW hat geschrieben:Mein Wissen:

CCC hat definitiv negativen Einfluss auf das Wurzelwachstum; kürzt aber den Haupttrieb enorm und trägt relativ früh deutlich zur Förderung der Nebentriebe bei. Pauschale Mengenangaben zur Menge beim WR verurteile ich... Auf 500m üNN wäre 1l CCC fatal; ich fahr höchstens mit nem halben Liter rein...

Camposan: Beschleunigt die Abreife. Evtl. Auswirkungen auf das Wurzelsystem sind m.E. eher Irrelevant, da der Großteil vom Ertrag bis dahin eigentlich schon gemacht sein sollte...

Medax/Moddus setze ich normal nicht ein... Bei meinen Beständen reicht meist CCC mit der "Notbremse" Camposan... (je nach Witterung evtl. das moderatere Moddus)

Möchte einmal mehr ein altbekanntes Zitat zitieren:
"WR: Soviel wie nötig; sowenig wie möglich"; Ertrag kostet der Einsatz (egal welcher) auf jeden Fall; Hauptsache des Zeug steht zum Dreschen...



Du bist so ein gnadenloser *************!
Warum setzt Du denn dann überhaupt noch Cycocel ein, wenn es solche negativen Auswirkungen auf das Wurzelwachstum hat und man sich damit nur Ertrag wegspritzt? Dann nimm doch einfach eine Kurzstrohsorte oder eine, die so standfest ist wie der Manager oder der Edgar, verzichte am besten noch auf gräseraktive Sulfonylharnstoffe wie Broadway, Atlantis oder Attribut und Du bist alle Deine Sorgen los! Oder wart ganz einfach bis EC 31/32 und spritz dann nur noch Moddus oder Medax Top! Das soll ja angeblich das Wurzelwachstum fördern (Mad), wobei Medax Top zum Großteil aus einem dem CCC verwandten Wirkstoff mit gleicher Wirkung besteht (Mepiquat-Chlorid).

Denk immer dran - abgerechnet wird zum Schluss!
Schau Dir doch mal Wurzelbilder von Pflanzen an, die in einem wüchsigen Jahr eingekürzt wurden mit denen, die man frei hat wachsen lassen! Dann wirst Du feststellen, dass die Pflanzen, die eingekürzt wurden, 2 oder 3 mehr oder weniger gleichwertige Triebe mit gut ausgebildeten Ähren aufweisen, während die nicht eingekürzten einen dóminierenden Haupttrieb und etwas verkümmerte Nebentriebe mit schlecht ausgebildeten Ähren haben. Und auch die Wurzeln der mit einem Gibberellinhemmer behandelten Pflanzen sind idR etwas "buschiger". Wie erklärst Du Dir denn das?

Dass man mit Wachstumsreglern auch gewaltigen Schaden anrichten kann (insb. im Raps), steht doch völlig außer Frage. Darüber müssen wir hier nicht streiten. Aber es ist einfach absurd, sie hier als notwendiges Übel abzutun und irgendwelche haltlosen Behauptungen aufzustellen. Natürlich bremsen WR est mal das Längenwachstum aus, aber genau DAS sollen sie ja auch tun. Gleichzeitig erhöhen WR aber die Nährstoffkonzentration (Pflanzen bleiben dunkler) und fördern das Dickenwachstum von Wurzeln und Halmwände und fördern die Bestockung (CCC). Es findet ja Wachstum statt, auch wenn man ihn optisch nicht ganz so wahrnimmt.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon JuliaMünchen » Sa Mai 11, 2013 8:45

Mad hat geschrieben:Hier war es ja zuletzt mal wieder ziemlich trocken und zudem auch kühl mit schön austrocknendem Ostwind. Einige "Experten" waren der Meinung, der Liter CCC gehört in den Weizen, weil man das ja schon immer so gemacht hätte. Zu dem Zeitpunkt waren die neugebildeten Kronenwurzeln gerade mal 1,5cm lang. Ich bin wirklich gespannt, was bei denen dabei rauskommt. Meinen Weizen habe ich nur verhalten eingekürzt. Es müsste doch jedem auffallen, dass das Getreide dieses Jahr von Haus aus schon viel kürzer ist. Wenn ich meine Gerste sehe: EC 37 und knapp auf Kniehöhe.
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Ich baue dieses Jahr erstmals selbstständig Getreide an und habe schon recht viel über die Wachstumsregler gelesen.

Im Roggen habe ich in EC 30 1l CCC gegeben, in Weizen Sorte Hermann in EC 25 0,8 Liter CCC, Triticale Sorte Agostino EC 31 0,8 Liter CCC und Wintergerste Famosa EC 31/32 0,5 Liter Moddus.
Wir haben hier im Süden seit dem der Winter weg ist ziemlich wüchsiges Wetter mit sehr viel Niederschlag. Kann ich eigentlich jetzt davon ausgehen, dass wie von Mad geschrieben duch die kürzere Vegetationszeit wie sie heuer durch den langen Winter ist, meine bisherigen Wachstumsreglereinsätze reichen (Roggen schiebt gerade das letzte Blatt und ist ca. 70 cm hoch)? Wie kann ich beurteilen ob der Wachstumsreglereinsatz reicht oder dass wie geplant eine zweite Gabe von CCC in Weizen und evtl. Moddus in Roggen und Triticale notwendig ist???
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon Hofer_Pörndorf » Sa Mai 11, 2013 9:20

Hier in Niederbayern wurde den Landwirten auf einem Feldtag durch den Erzeugerring empfohlen heuer den Wachstumsreglereinsatz an der oberen Grenze zu fahren. Der Grund der genannt wurde, ist der lange Winter. Die Getreidebestände sind extrem schnell herangewachsen und haben fast alles wieder aufgeholt. Ich habe heuer z.B. am 2. Mai in der Wintergerste in EC 39 die Fungizidbehandlung gemacht, in 2012 war es der 1. Mai! Außerdem sind die Böden vom Winter her noch wassergesättigt und jetzt regnet es auch gut. Durch das schnelle Wachstum, so der ER-Berater, seien die Halme des Getreides relativ dünn, und wer keinen 2. Wchstumsreglereinsatz macht, wird ein großes Risiko von Lager haben.
Ich habe z.B. den Weizen mit 1l CCC mitte Bestockung behandelt und in EC 32 noch 0,5l Medax Top. Zumal heuer fast der ganze Weizen auf Flächen im 2. Jahr nach Wiesenumbruch steht. Da kennt man schon nen Unterschied wie Tag und Nacht.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon Mad » Sa Mai 11, 2013 11:14

Die einkürzende, sprich Halmverdickende Einkürzung ist Pflicht und die Intensität sollte immer an der Witterung bemessen werden. Gerade bei feuchtem und wüchsigem Wetter sollte man nicht zu wenig einsetzen. Hier ist es jedoch immer noch relativ trocken und vor allem kühl. Das bremst ja schon auf natürliche Weise. Meine Wintergerste ist zwar relativ kurz, habe aber dennoch 0,6 Moddus reingefahren, weil die Halme doch sehr dünnwandig sind. Nicht zu kürzen ist immer ein Risiko. Mein Weizen hat zur Bestockung nichts und in EC30 0,5 CCC plus 0,2 Moddus gesehen. Auf den Trockenstandorten habe ich diese Mengen halbiert, auch wenn dort Julius wächst.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon NobbyNobbs » Sa Mai 11, 2013 11:24

JINGSAW hat geschrieben:Mein Wissen:

CCC hat definitiv negativen Einfluss auf das Wurzelwachstum;
"WR: Soviel wie nötig; sowenig wie möglich"; Ertrag kostet der Einsatz (egal welcher) auf jeden Fall; Hauptsache des Zeug steht zum Dreschen...




Das ist Quatsch. Wachstumsregler können Ertrag kosten, müssen aber nicht. Der entscheidende Punkt ist einfach die Wasserversorgung. Allerdings hängt auch Vieles am Kulturzustand und der Sorte. Es gibt erhebliche Sortenunterschiede bezüglich der Verträglichkeit von Wachstumsreglern. Gott sei Dank sind diese weitestgehend mit der Lageranfälligkeit korreliert. Die meisten etwas lageranfälligeren Sorten sind nun einmal auch etwas länger (muss nicht!) und kommen mit Einkürzungsmaßnahmen besser zurecht als die extrem kurzstrohigen, lagerunanfälligen Typen.

Der Einsatz ist ja in der Regel eine Versicherungsmaßnahme. Wer Wachstumsregler einsetzt weil er sich durch deren reine Wirkung Ertragssteigerungen erhofft, der hat was falsch verstanden. Die Wahrscheinlichkeit sich Ertrag weg zu spritzen ist sehr viel höher als (im Vergleich zur 0-Parzelle) Ertragssteigerungen hin zu bekommen. Ich sehe das Ganze eher ähnlich wie die Blütenbehandlung. Tritt die Krankheit auf (oder in diesem Fall Lager ein, das mit WR hätte vermieden werden können), dann hat man gleich einen so erheblichen Schaden, dass in der Summe unter Umständen 5 Jahre "unwirtschaftliche Maßnahmen" mal ganz rasch weit übertroffen werden. Ich verschenke lieber 5 Jahre 1 dt/ha Ertrag, aber hab nicht dieses hohe Risiko und Ernte im 6. Jahr (xdt-1)/ha, als dass ich 1x in der Periode 20 dt/ha verschenke, die Scheiße vom Boden aufsammeln und krasse Qualitätseinbußen hinnehmen muss...

Ich für meinen Teil bin durch mit WR im Weizen. Mitte- Ende der Bestockung gab es 0,5l CCC/ha, in EC 31 nochmal 0,4-0,5 l/ha CCC + 0,15-0,2l /ha Moddus. Bei meinen durchweg mittel lageranfälligen Sorten (Tobak, JB Asano, Smaragd) und der Stickstoffversorgung wie sie dieses Jahr in den Beständen zu beobachten ist, waren die sehr sehr nötig.
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Re: Wachstumsrelger Wurzelwachstum

Beitragvon julius » Sa Mai 11, 2013 15:28

JINGSAW hat geschrieben:Möchte einmal mehr ein altbekanntes Zitat zitieren:
"WR: Soviel wie nötig; sowenig wie möglich"; Ertrag kostet der Einsatz (egal welcher) auf jeden Fall; Hauptsache des Zeug steht zum Dreschen...


Nicht unbedingt. Hier ein Auszug aus einem Versuch einer Landesanstalt. Ist zwar schon ein älterer Versuch, aber damals hat z.b. Terpal C ( CCC + Camposan ) den Ertrag positiv beeinflußt.

Überraschend gut behauptete sich das Terpal C, dass zweijährig geprüft wurde. Die Einkürzung
war zumeist eine nur geringe, aber der Ertrag wurde zumeist noch positiv beeinflusst (gute
Verträglichkeit ? ).


Deshalb meine Ausgangsfrage, ob bestimmte Wachstumsregler das Wurzelwachstum anregen, bzw andere wiederum einkürzen. Denn ein Mehrertrag muß ja irgendwelche Ursachen haben.
julius
 
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