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Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Hier ist Platz für alles was an den Reben wächst.
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47 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon Agrohero » Mo Mai 25, 2026 18:02

Ich hätte nie gedacht das ich als norddeutscher Abstinenzler mal etwas im weinforum schreiben werde , aber die Neugier bzw . Das fehlende Fachwissen treibt mich etwas um .
Meine Frau kauft die deutschen Weine für ihre Eventlocation direkt beim Produzenten, der Lieferung durch eine Spedition, fährt er uns schon seit beinahe 30 Jahre zwei bis drei Mal im Jahr persönlich an und unsere Gespräche drehen sich natürlich um Landwirtschaft und Winzerei.
Neben dem Weingut hat er auch ein Lohnunternehmen für den Weinbau aber keinen familiären Nachfolger.
Durch seinen Erzählungen und aus den Medien habe weiß ich das es um den deutschen Weinbau nicht gut bestellt ist , vereinzelt lese ich das der Weinbau in der schwersten Krise seit dem zweiten Weltkrieg ist .
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage, warum zum Teufel wird/wurde dann bei uns im Norden auf Landwirtschaftlichen Betrieben verstärkt Reben gepflanzt ?
Ich meine wenn es dort wirtschaftlich eng ist wo der Wein hingehört und die gesamte Infrastruktur vorhanden ist wie soll es sich dann in Niedersachsen, nördlichen Sachsen-Anhalt , Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpolen rechnen ?
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon Fendt 308 ci » Mo Mai 25, 2026 18:27

Ist das wirklich so, dass im Norden verstärkt gepflanzt wird?
Ich denke, die paar wenigen die pflanzen, werden es verstärkt über die Medien kundtun....

Ohne geeignete Lagen und Klima wird das qulitativ nicht der Renner, vielleicht mit Piwi Sorten wie Solaris oder Muscaris, kauft aber nicht jeder.

Mit entsprechendem Engagement in der Vermarktung kann aber was draus werden, denn in der Hinsicht haben sich die traditionellen Weinbaugebiete zu sehr auf ihren Lorbeeren ausgeruht bzw tun dies immernoch.
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon 2810 » Mo Mai 25, 2026 20:29

Haben die sich um ein Pflanzrecht beworben?
Ist in der EU nichts verwunderlich, dass Unsinn gemacht wird :roll:
In D selber werden doch jährlich noch 300 ha Pflanzrechte ausgegeben :?: :shock:
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon NH-T6.140 » Mo Mai 25, 2026 21:10

Gibt noch genug die meinen mit den doppelten ha geht's vorwärts.

Letztes Jahr meinte einer er Pachtet jetzt im großen Stil... wenns in 3-5 Jahren wieder aufwärts geht ist er gerichtet und gehört zu den Gewinnern :D
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon Holder 7.74 » Mo Mai 25, 2026 22:30

Agrohero hat geschrieben:Ich hätte nie gedacht das ich als norddeutscher Abstinenzler mal etwas im weinforum schreiben werde , aber die Neugier bzw . Das fehlende Fachwissen treibt mich etwas um .
Meine Frau kauft die deutschen Weine für ihre Eventlocation direkt beim Produzenten, der Lieferung durch eine Spedition, fährt er uns schon seit beinahe 30 Jahre zwei bis drei Mal im Jahr persönlich an und unsere Gespräche drehen sich natürlich um Landwirtschaft und Winzerei.
Neben dem Weingut hat er auch ein Lohnunternehmen für den Weinbau aber keinen familiären Nachfolger.
Durch seinen Erzählungen und aus den Medien habe weiß ich das es um den deutschen Weinbau nicht gut bestellt ist , vereinzelt lese ich das der Weinbau in der schwersten Krise seit dem zweiten Weltkrieg ist .
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage, warum zum Teufel wird/wurde dann bei uns im Norden auf Landwirtschaftlichen Betrieben verstärkt Reben gepflanzt ?
Ich meine wenn es dort wirtschaftlich eng ist wo der Wein hingehört und die gesamte Infrastruktur vorhanden ist wie soll es sich dann in Niedersachsen, nördlichen Sachsen-Anhalt , Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpolen rechnen ?


Das rechnet sich solange wie es noch etwas Besonderes ist. Wein von der Ostsee ist eine Nische. Da wird dann auch in Kauf genommen, dass es z.B. "nur" ein Müller-Thurgau oder eine eher unbekannte PIWI Sorte ist. Wenn dort mal 10000ha stehen sieht die Welt ganz anders aus.

Ich habe eine gebrauchte Weinbaukreiselegge in die Gegend verkauft. Er meinte sie hätten von RLP mal etwas Pflanzrechte bekommen und seit neue Rechte ausgegeben werden geht es scheinbar auch auf normalem Wege. Das ist jetzt vielleicht 4-5 Jahre her. Weinbau, Erdbeeren, Himbeeren, Hofcafé.
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon freddy55 » Mo Mai 25, 2026 23:50

NH-T6.140 hat geschrieben:Gibt noch genug die meinen mit den doppelten ha geht's vorwärts.

Letztes Jahr meinte einer er Pachtet jetzt im großen Stil... wenns in 3-5 Jahren wieder aufwärts geht ist er gerichtet und gehört zu den Gewinnern :D


Solche haben wir auch in der WG, sogar vom Kazentisch :mrgreen:

.
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon allgaier81 » Di Mai 26, 2026 6:43

warum zum Teufel wird/wurde dann bei uns im Norden auf Landwirtschaftlichen Betrieben verstärkt Reben gepflanzt ?


Moin, verstärkt ist glaube ich übertrieben.
Da gibt es einen auf Amrum und einen Betrieb im Harzer Vorland die jeweils auch in den Medien sehr präsent sind.
Wie viele Betriebe denn sonst noch?

Die beiden genannten Betriebe haben einen Hofladen mit Direktvermarktung von Fleisch und Eiern, Gemüse und Nudeln. Da passt ein Wein super ins Regal und der Preis spielt überhaupt keine Rolle.
Ich denke auch nur so macht es Sinn bzw. anders geht es gar nicht denn es gibt ja keine Vermarktungsstrukturen für Wein/ Trauben in Niedersachsen.

Was für eine Förderung gibt es denn wenn ich aus Ackerland einen Weinberg mache?
Außer ÖR1c zwischen den Reihen geht nicht viel oder?
Gruß, allgaier
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon burgunder » Di Mai 26, 2026 6:51

Dieses Jahr geht ÖR1a/b. 1500€/ha. Ab kommenden Jahr soll die Rotationsbrache Weinbau 2500€/ha bringen.
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon allgaier81 » Di Mai 26, 2026 9:12

kannst du ÖR1a/b zwischen den Reben machen?
Die Streifen benötigen doch eine Mindestbreite von 5m?

So wie ich das lese geht ÖR1a auf Ackerland aber nicht in Dauerkulturen.
Gruß, allgaier
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon burgunder » Di Mai 26, 2026 18:09

Geht auf gerodeten Flächen
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon allgaier81 » Di Mai 26, 2026 18:24

Meine Frage lautete:
Was für eine Förderung gibt es denn wenn ich aus Ackerland einen Weinberg mache?

Da steht nicht: Welche Förderung gibt es denn wenn ich aus einem Weinberg Ackerland mache.
Gruß, allgaier
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon Juwel » Di Mai 26, 2026 18:42

allgaier81 hat geschrieben:Meine Frage lautete:
Was für eine Förderung gibt es denn wenn ich aus Ackerland einen Weinberg mache?

Da steht nicht: Welche Förderung gibt es denn wenn ich aus einem Weinberg Ackerland mache.


Du darfst Dir ein Anpflanzrecht besorgen. :lol:
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon allgaier81 » Di Mai 26, 2026 19:24

Ja, das muss man sogar in Niedersachsen bei mehr als 500m2. Wusste ich gar nicht das es reglementiert ist.
Gruß, allgaier
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon Agrohero » Mi Mai 27, 2026 5:20

allgaier81 hat geschrieben:
warum zum Teufel wird/wurde dann bei uns im Norden auf Landwirtschaftlichen Betrieben verstärkt Reben gepflanzt ?


Moin, verstärkt ist glaube ich übertrieben.
Da gibt es einen auf Amrum und einen Betrieb im Harzer Vorland die jeweils auch in den Medien sehr präsent sind.
Wie viele Betriebe denn sonst noch?

Die beiden genannten Betriebe haben einen Hofladen mit Direktvermarktung von Fleisch und Eiern, Gemüse und Nudeln. Da passt ein Wein super ins Regal und der Preis spielt überhaupt keine Rolle.
Ich denke auch nur so macht es Sinn bzw. anders geht es gar nicht denn es gibt ja keine Vermarktungsstrukturen für Wein/ Trauben in Niedersachsen.

Was für eine Förderung gibt es denn wenn ich aus Ackerland einen Weinberg mache?
Außer ÖR1c zwischen den Reihen geht nicht viel oder?

Ok verstärkt mag übertrieben sein , aber es sind weit mehr als diese beiden von dir genannten !
Ich kenne zei Betriebe in Ostholstein , selbst bei uns im Landkreis hat jemand gepflanzt.
Bei dem Betrieb auf Amrum ist es nicht der Landwirt, sondern ein winzer aus Rheinhessen oder dem Rheingau der dort gepachtet hat und die Trauben in seinem Betrieb verarbeitet.
Die anderen Betriebe mussten bzw müssen Tanks weinpressen und was weiß ich nicht alles haben .....
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Re: Was anstellen mit verpachteter Rebfläche?

Beitragvon burgunder » Mi Mai 27, 2026 14:56

@allgeier ok sorry das hab ich tatsächlich falsch rum verstanden. War mir im ersten Moment wahrscheinlich absurd, daß jemand Reben auf Ackerland pflanzen will.
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