Mein Vater hat 60 Ar Rebfläche ca. 15 Km entfernt (War damals erschwinglich und er musste den Betrieb vergrößern, da mein Opa auch noch da war).
Jetzt ist Vater 75 (extrem fit), die Fläche ist Verpachtet und der Pächter zahlt (momentan) sogar noch etwas dafür, was sich aber ziemlich sicher bald erledigt hat. Der Pächter ist auch schon um die 60.
Heute sind wir mal die Möglichkeiten durchgegangen:
1. Im beste Fall bewirtschaftet der Pächter die Fläche für umsonst noch 10 Jahre. Was dann ist kann eh keiner sagen.
2. Momentan bekommt man Weinberge wohl noch für 1 Euro/m2 los. Traurig, aber sorgenfrei.
3. Pächter will nicht mehr, wir roden, so lange mein Vater noch mit anfassen kann.
Dass ich die restlichen Flächen um den Wohnort herum 1-2x im Jahr mulchen werde ist schon ausgemacht. Ich will mich auch nicht um die Verantwortung für mein vermutliches Erbe drücken. Aber dass alles, wofür mein Vater (und oft auch ich) sein Leben lang gearbeitet hat plötzlich wertlos oder sogar belastend ist, will ich noch nicht ganz hinnehmen.
Gruß Flo
