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Was ist aus dem BDM geworden ?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Was ist aus dem BDM geworden ?

Beitragvon gerd gerdsen » Do Jul 13, 2006 18:45

Moin Moin,
kann mir mal jemand sagen was aus dem BDM geworden ist ? Milchpreis ist immer noch schlecht, sogar noch schlechter, aber vom BDM hört und sieht man nix mehr, naja bei 60,-€ grundbeitrag und 1,- € pro milchkuh kommt sicherlich ganz schön was zusammen, die zeitschrift "MILCHPRAXIS" ist auch nicht mehr gratis, ich habs fast befürchtet, da machen sich ein paar leute mit unserem geld ein gutes leben, nach dem motto: nichts läßt sich so bequem melken wie einen bauern !
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Beitragvon borussia » So Jul 30, 2006 23:47

Also ich bekomme von denen immer Post, obwohl ich da nie Kontakt zu aufgenommen habe. Möchte ja mal wissen woher die meine Adresse haben. Ich find es gut das der schlechte Milchpreis nicht einfach so hingenommen wird, aber ich glaube nicht das ein BDM da was machen kann. Und ich denke, gerade die Privatmolkereien sind dafür verantwortlich, das wir keine guten Preise bekommen. Die richten sich nach den Genossenschaften, und was die selber mehr eingenommen haben halten die ja für sich. Wenn der Milchpreis steigen würde, würden die Genossenschaften wie Campina ja mehr an Ihre Mitglieder auszahlen. Folglich müssten das die privaten ja auch. Bei gleichen anderen Kosten hätten die ja dann weniger Gewinn. Also solange die Milch an die privaten geliefert wird, seh ich da nur geringe Chancen. Und der BMD ist ja ziemlich negativ zum Beispiel gegenüber Genossenschaften wie Campina eingestellt. Ich bin mit der Molkerei zufrieden. Der BDM hatte zum Beispiel in der letzten Ausgabe kritisiert, das bei Campina jetzt Gebühren erhoben werden wenn zum Beispiel das Milchgeld gepfändet wird. Jeder Milcherzeuger erhält die Molkereibestimmungen, worin z.B. steh das wir halt im Mai ne höhere Nachzahlung erhalten wie andere. Darauf kann sich jeder einstellen. Wer dann nicht richtig wirtschaftet und kurz vor der Insolvenz steht, kann das nicht auf Campina schieben und erst recht nicht verlangen das das auf die Kosten der anderen Mitglieder geht. Es wird ja keiner gezwungen Milch zu melken und die nach Campina zu bringen.
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Beitragvon gerd gerdsen » Do Aug 03, 2006 19:19

... und genau andersrum wird ein schuh drauss, klar die privaten könnten mehr aus der milch machen und einen höheren milchpreis erwirtschaften, machen sie ja auch, z.b. Rücker oder Müller, das Übel sind nur die Genossenschaften die den Markt mit ihren Billigprodukten überfluten, die brauchen ja auch kein Bankrating, die haben ja immer die Einlagen ihrer Genossen hinter sich und dann nochmal deren Haftung in gleicher Höhe !
und wenn dann mal wieder ne Fussion nötig wird weil schlecht gewirtschaftet wurde gibts für den Geschäftsführer der aufgenommen Molkerei zum Abschied noch den goldenen Handschlag !
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Beitragvon Egbert » Do Aug 03, 2006 20:51

wenn dann mal wieder ne Fussion nötig wird weil schlecht gewirtschaftet wurde gibts für den Geschäftsführer der aufgenommen Molkerei zum Abschied noch den goldenen Handschlag !


Genau das habe ich erlebt. Die Geschäftsführer der liquidierten Molkerei, die sind zur Nordmilch e. G. gekommen sind , können bis heute ihren gehobenen Lebensstil weiterführen. Nur die Landwirte hatten ein Problem.

Eine Frage an Gerd Gerdsen, wieviel Großvieheinheiten hälts Du pro Hektar ? Fütterst Du Kraftfutter zu ?
Kraftfutter zufüttern ist out. Es geht auch ohne und das bei einer Milchleistung wie bei Kraftfutterzufütterung.

Gruß Egbert
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Beitragvon gerd gerdsen » Do Aug 03, 2006 21:56

... so ca. 2,5 GV/ha Futterfläche, sind aber Mastbullen mit drin, ohne Kraftfutter geht es nicht ! Was meinst du denn ....TMR, oder wie ? auch in einer totalen Mischration ist Kraftfutter drinne .
...aber ist ja auch nicht das thema hier !
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Beitragvon borussia » Do Aug 03, 2006 22:13

Aber das liegt auch an den Mitgliedern selbst, die können das ja eigentlich selbst beeinflußen. Nur manchmal denke ich das es vielen einfach noch zu gut geht, wieviele Leute sind den immer bei den Molkereiversammlungen, und wieviel beschäftigen sich überhaupt damit, was in der eigenen Molkerei abgeht?
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Aug 04, 2006 9:03

borussia78 hat geschrieben:Aber das liegt auch an den Mitgliedern selbst, die können das ja eigentlich selbst beeinflußen. Nur manchmal denke ich das es vielen einfach noch zu gut geht, wieviele Leute sind den immer bei den Molkereiversammlungen, und wieviel beschäftigen sich überhaupt damit, was in der eigenen Molkerei abgeht?


Die Mitglieder und selbst die Kontrollgremien wie Vorstand und Aufsichtsrat sind schon lange damit überfordert diese entzwischen Riesenkonzerne zu durchschauen und zu überwachen !
Das ist heute ganz etwas anderes wie noch vor 30 jahren, als die Meiereigenossenschaften noch klein und überschaubar waren, ja oft noch auf Dorfebene vorhanden waren , jedes einfache Mitglied auf den Versammlungen seine Meinung sagen konnte (und durfte) !
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Beitragvon borussia » Fr Aug 04, 2006 12:19

Also, bei uns , bei Campina darf jeder seine Meinung sagen, und es hat auch jeder die Chance sich in den Mitgfliederrat wählen zu lassen und dann immer weiter nach oben. Den einzigen Nachteil in einer Genossenschaft sehe ich darin, daß sie sehr langsam ist in Ihren Entscheidungen. Als großen Vorteil sehe ich aber auch, das eine Genoßenschaft bei jedem Mitglied die Milch hohlt, egal wieviele Liter und egal wo man wohnt. Was passiert den, wenn die Quote fällt, und noch mehr Milch produziert wird? Müller und Kollegen suchen sich dann die größten und best gelegensten aus, und der Rest kann gucken wohin mit der Suppe.
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Aug 04, 2006 19:37

also ich hab nur eine kleinere milchquote und wohne 400 km von der molkerei entfernt und trotzdem wird meine milch geholt .
über campina weiß ich nichts, aber ich weiß das die nordmilch eg gerade eine aktiengesellschaft gegründet hat, angeblich nur für das operative geschäft, aber in meiner nachbarschaft haben sehr viele zum 01.01.07 ihre mitgliedschaft bei der nordmilch eG gekündigt, diesen hat man jetzt angeboten zukünftig die milch über die nordmilch AG abzunehmen, bei voller auszahlung der geschäftsanteile :!: nachtigall ick hör dir trapsen :idea:
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Beitragvon Geronimo » So Sep 03, 2006 10:59

Hallo,

ich möchte das Thema "Was ist aus dem BDM geworden?" nochmal aufwärmen. Außer ein paar Plakaten mit der Forderung nach einem Milchpreis von 40 cent hört und sieht man vom BDM nicht mehr viel.

Außerdem würde mich interessieren, wie man 40 cent, die meiner Meinung nach ohnehin nur Utopie sind, in einem europäischen Markt durchsetzen will?

In rund 10 Jahren wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Milchquotenregelung abgeschafft, was auch der BDM nicht verhindern wird. Die Frage ist nur, was kommt dann?

Viele haben wie wir Hunderttausende Euro für Quote ausgegeben, Geld das für andere Investitionen fehlt. Außerdem übersteigt die Europäische Quote den Bedarf innerhalb der EU, macht sie denn überhaupt noch Sinn?
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Beitragvon gerd gerdsen » So Sep 03, 2006 18:26

was den milchpreis anbelangt sähe es im moment auch garnicht so schlecht aus, käse und magermilch wird sehr gut nachgefragt und die milchanlieferung ist stark hinter der vorjahresline, einzig fett macht probleme, obwohl hier nur etwas mehr fantasie bei der vermarktung gefragt wäre, die dänen machen es uns vor; streichfähige butter in der magarinebox, schlagsahne mit einem höheren fettgehalt, die auch beim schlagen steif wird ... Lecker !
ein grundpreis von 0,30 cent wäre schon möglich ... der verbraucher würde es mitmachen, nur leider leider .... :(
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Beitragvon Gast » Sa Sep 16, 2006 19:38

Der BDM ( Bund Deutscher Mädels ) wurde 1945 von den Allierten als nationalsozialistsche, verbrecherische Organisation aufgelöst.

Zitat Wikepedia ( http://de.wikipedia.org/wiki/Bund_Deutscher_M%C3%A4del )

"Die Mädchen wurden so zu einem großen, flexibel einsetzbaren und lenkbaren Arbeitskräftereservoir, das im Kriegsfall die landwirtschaftliche Produktion aufrecht erhalten sollte."

Ach was hatten die früher ein schönes Leben ........ :lol:
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Beitragvon Geronimo » So Okt 01, 2006 21:34

Die Bayern MEG hat mit bei ihren Preisverhandlungen einen Milchpreis zwischen 29,5 und 30 cent ausgehandelt (incl. S-Zuschlag), was sicher nicht zu viel ist.

Der BDM hat bislang nur heiße Luft erzeugt.
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Beitragvon gerd gerdsen » Mo Okt 02, 2006 10:16

der BDM wäre sicher besser beraten gewesen wenn er erstmal 30 cent gefordert hätte, das ist realistisch, damit hätten wir erstmal leben können, ich fürchte die haben solch populistische Forderungen nur gestellt um möglichst viele Mitglieder zubekommen, so kostet der Mitgliedsbeitrag 60 euro Grundbeitrag plus 1 euro pro Kuh, da kommt ganz schön was zusammen, war ja immer besser Bauern zumelken als Kühe .
Ich bin da wieder ausgetreten :cry:
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Beitragvon Geronimo » Mo Okt 02, 2006 20:28

Ich bin froh, gar nicht erst eingetreten zu sein, wobei ich auch schon das Anmeldeformular zu Hause liegen hatte.

40 cent je Liter Milch wären zwar nach Vollkosten gerechtfertigt, sind aber derzeit am Markt nicht durch zu setzen.

Ein interessantes Detail am Rande: Der Milchkuhbestand hat sich in Deutschland innerhalb eines Jahres um drei Prozent verringert. Gleichzeitig sank die Quotenausnutzung.
Welche Auswirkungen eine Angebotsverknappung auf den Preis haben kann zeigt der Rindfleischmarkt ja sehr deutlich. Eventuell ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Milchmarkt ähnlich reagiert.
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