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Welcher Geburtshelfer?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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30 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Do Dez 18, 2025 18:15

Wenn ich richtig recherchiert habe gibt es von Vink zwei Geburtshelfer für Milchvieh, also entweder Gleichzug oder der etwas teurere mit Wechselzug mit dazugehörigen Stangen von 1,6m, 1,8m oder 2m Länge sowie einen speziellen, vermutlich etwas stabileren, Geburtshelfer für Fleischrinder. Diesen gibt es aber nur mit der Wechselzug-mechanik und einer 1,8m langen Stange. Der Geburtshelfer für Fleischrinder wird in verschiedenen Shops als "Vink Geburtshelfer Modell Bayern" angeboten.
Für mich stellt sich jetzt die Frage ob man bei so einem Fall wie meinem, also dass das Kalb zur Hälfte raus ist, aber mit der Hüfte im Geburtskanal festsitzt, mit der Wechselzugmechanik genug Kraft aufbauen kann um das Kalb zügig herunterzuziehen. In so einem Fall muss es ja möglichst schnell gehen, da das Kalb durch die abgedrückte Nabelschnur nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird.
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Muku-Halter 2.0 » Fr Dez 19, 2025 7:12

Ich habe den Unterschied jetzt nach einer kurzen Recherche auch gesehen, habe mir meinen aber jetzt noch nicht angesehen.
Ich weiß aber, dass er eine 1,8m Stange hat.
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Sturmwind42 » Fr Dez 19, 2025 9:48

Frage , gibt es Kälber die wegen dem technischen Geburtshelfer überlebt haben ?
Ich hatte nie einen und ich kann mich an keine Geburt erinnern bei der der Geburtshelfer die Zunge an der "Waage" war .
Geht es einfach um Komfort ( weniger Kraftaufwand ) ?
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Nick » Fr Dez 19, 2025 14:20

Es geht zumindest bei mir darum das ich nicht eine Woche lang nach einer Schwergeburt Schulterprobleme hab. Ich nenn das nicht Komfortproblem sondern nötig. Und ja es war durchaus schon so das ich zuerst ohne probiert hab und dann doch das Teil geholt hab, weil es nicht mehr weiter ging. Schonend ist das nicht, aber wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft sind muß der Zug etwas stärker ausfallen. Und es ist halt nunmal so das zumindest ich im Normalfall alleine bei solchen Sachen bin.
mfg
Und der Herr sprach: "Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen. Und er lächelte und er war froh. UND es kam schlimmer.
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Stoapfälzer » Fr Dez 19, 2025 16:12

Geburtshelfer wird nur hinzugezogen wenn die Kraft auch benötigt wird.
Sind bei mir vielleicht 2 % der Kalbungen, 80% kalben ganz von allein ohne Hilfe, bei Rest stimmt meist die Lage des Kalbes nicht und muss korrigiert werden und wenn nötig ziehen wir nur per Hand leicht mit.

Es gibt aber durch aus die Fälle wo es ohne mechanische Hilfe einfach nicht geht teils dann auch mit tierärztlicher Unterstützung. Das ist zum Glück heutzutage viel seltener der Fall als früher im Anbindestall.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon AEgro » Fr Dez 19, 2025 18:44

Wahrscheinlich seit Anfang der 1990 Jahre ist zumind. bei Fleckvieh die Leichtkalbigkeit ein Teil des Zuchtwerts von Bullen.
Mit Grauen erinnere mich aber noch an die Zeit davor.
Die vom Verband empfohlenen Bullen waren ausser auf Milch nur auf Fleischleistung empfohlen.
Entsprechend oft gabs Schwergeburten.
Der ehrlichere unserer beiden top FV-züchter im Dorf sprach von 10 % Totgeburten.
Sowas war wahrscheinlich auch ein Auslöser für die geänderte Zuchtwertschätzung.
Denn immer mehr der Züchter besamten zumind. Kalbinnen und 2.Kalbskühe mit HF oder Redholstein, die damals rel. zierliche Kälber brachten.
Und wenn man den Milchleistungsunterschied der Rassen betrachtet, sahen die stolzen Herren vom FV-Zuchtverband ihre Felle davon schwimmen.
Gruß AEgro
P.S. Mir fällt gerade ein ein Mitte der 80-er stark gehypter Fleckviebulle hieß " Horror ".
Der Name war passend, die Geburten seiner Kälber waren der reinste Horror.
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Sönke Carstens » Fr Dez 19, 2025 19:39

Sturmwind42 hat geschrieben:Frage , gibt es Kälber die wegen dem technischen Geburtshelfer überlebt haben ?


Natürlich gibt es die, in der Mutterkuhhaltung muss ein Geburtshelfer öfters mal ran.
Mit den Händen kommt man da nicht weit.

Ich habe auch den Geburtshelfer von Vink, das schön ist das man da quasi nur bei absoluter Fehlbedienung zu stark ziehen kann.
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Sturmwind42 » Fr Dez 19, 2025 19:48

Das ist natürlich verständlich wenn körperliche Leiden dahinterstehen, das technische Hilfsmittel zu nehmen !
Und löblich finde ich , wenn man das Gerät nicht immer pauschal verwendet ( obiger Grund mal aussen vor ) , ich finde es wird mit der Technik zu früh und zu grob eingegriffen, jedenfalls hab ich das mehrfach mitbekommen .
ich weiss noch einen Kollegen im Anbindestall, der hatte hinter jeder zweiten Kuh an der Wand einen Ring und benutzte diese strikt mit einem Seil-flaschenzug ! Da wurde einfach mit Gewalt rausgerissen , grauenvoll .

Das leichtere Abkalben hat m M auch viel die Umstellung von Anbinde in Laufställe gebracht ! Ständige Bewegung hilft da natürlich ungemein .
Ich meine der Name Horror ist mir auch bekannt, gabs den auch in Bayern ? Ich kann mich nur an ganz wenige richtige Schwergeburten erinnern, hatte aber auch sehr schweres Vieh (Fleckvieh natürlich von ein paar Ausnahmen abgesehen ) , wie ein bekannter Züchter mal sagte.
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Sturmwind42 » Fr Dez 19, 2025 19:50

Sönke Carstens hat geschrieben:[
Natürlich gibt es die, in der Mutterkuhhaltung muss ein Geburtshelfer öfters mal ran.
Mit den Händen kommt man da nicht weit.
Welche Rasse ist das ? Gerade bei Mutterkühen in Freilandhaltung sollte doch das kaum mehr vorkommen -- so jedenfalls mein Nachbar mit Aubrac .
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Sönke Carstens » Fr Dez 19, 2025 20:37

Fleckvieh mit Limousin gekreuzt, grad bei der 1. Abkalbung gibt das gerne mal Probleme.
Richtig schlimm sind Belgier, da bringt auch der Geburtshelfer nichts mehr.
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Fr Dez 19, 2025 22:14

Sturmwind42 hat geschrieben:Frage , gibt es Kälber die wegen dem technischen Geburtshelfer überlebt haben ?
Ich hatte nie einen und ich kann mich an keine Geburt erinnern bei der der Geburtshelfer die Zunge an der "Waage" war .
Geht es einfach um Komfort ( weniger Kraftaufwand ) ?


In dem von mir beschriebenen Fall hätte der Geburtshelfer auf jeden Fall der "Gamechanger" sein können. Gerade wenn man alleine ist und keine zweite Person vor Ort ist führt bei Schwergeburten meiner Meinung nach kein Weg daran vorbei.

Dann werde ich wohl den Vink mit der Wechselzugmechanik nehmen in der Hoffnung, dass man dennoch genug Kraft aufbauen kann und so eine Situation wie bei der letzten Geburt, also ein "Steckenbleiben" nicht wieder vorkommt. Die Frage ist ob sich der Aufpreis für das stabilere "Modell Bayern" lohnt oder die Milchviehversion ausreicht.
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Sturmwind42 » Sa Dez 20, 2025 8:56

Wuestenfuchs00 hat geschrieben:In dem von mir beschriebenen Fall hätte der Geburtshelfer auf jeden Fall der "Gamechanger" sein können. Gerade wenn man alleine ist und keine zweite Person vor Ort ist führt bei Schwergeburten meiner Meinung nach kein Weg daran vorbei.
Was macht dich da so sicher, dass das Kalb mit Geburtshelfer danach gelebt hätte ? Glaub ja nicht das du mit Geburtshelfer keine Totgeburten mehr hast ! Es wird wohl kaum jemand wissen an was das Kalb wirklich verendet ist ,oder vielleicht vor der Geburt schon war .
An Luftnot wird es kaum gelegen haben, sofern nicht die Atemwege von Schleim blockiert und letzteres passiert auch mit G-helfer .
Wenn es wo hackt dann an der Hüfte des Kalbes , hast du auch die Zugrichtung verändert ? Meist hilft dann abwechselnd Richtung unten zu ziehen .
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Sönke Carstens » Sa Dez 20, 2025 10:16

Das ein Kalb mit der Hüfte hängen bleibt hatte ich zum Glück nur einmal, sowohl Kalb und Kuh haben das nicht überlebt.
Normalerweise sollte die Hüfte kein Problem sein.
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Sa Dez 20, 2025 12:58

Sönke Carstens hat geschrieben:Das ein Kalb mit der Hüfte hängen bleibt hatte ich zum Glück nur einmal, sowohl Kalb und Kuh haben das nicht überlebt.
Normalerweise sollte die Hüfte kein Problem sein.


Das war bei mir auch das erste Mal denn normalerweise "flutschen" die Kälber ja sozusagen raus wenn Kopf und Schulter ausgetreten sind. Das Problem war in meinem Fall einfach das viel zu große Kalb. Mir ist es immer noch ein Rätsel wie ein Färsenbulle wie Heim PP für so große Kälber sorgt denn normalerweise habe ich bei Färsengeburten Geburtsgewichte von 35 bis maximal 45kg, so dass selbst die Erstkalbenden in der Regel alleine kalben.


Sturmwind42 hat geschrieben:
Wuestenfuchs00 hat geschrieben:Was macht dich da so sicher, dass das Kalb mit Geburtshelfer danach gelebt hätte ? Glaub ja nicht das du mit Geburtshelfer keine Totgeburten mehr hast ! Es wird wohl kaum jemand wissen an was das Kalb wirklich verendet ist ,oder vielleicht vor der Geburt schon war .
An Luftnot wird es kaum gelegen haben, sofern nicht die Atemwege von Schleim blockiert und letzteres passiert auch mit G-helfer .
Wenn es wo hackt dann an der Hüfte des Kalbes , hast du auch die Zugrichtung verändert ? Meist hilft dann abwechselnd Richtung unten zu ziehen .


Du hast den Ausgangspost von mir glaube ich nicht gelesen, denn es war keine Totgeburt. Nachdem Kopf und Schulter ausgetreten waren habe ich natürlich wie es sich gehört in Richtung Euter gezogen, aber es ging in keinster Weise voran und der Geburtshelfer rutschte immer wieder ab. Nach 5-10 Minuten war ich dann erfolgreich, leider aber zu spät, da die Nabelschnur zu lange abgedrückt war.
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Re: Welcher Geburtshelfer?

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Do Jan 08, 2026 21:38

Ich habe mir nun den Vink Geburtshelfer Modell Bayern für Fleischrinder mit Wechselzug gekauft. Ich hoffe, dass er mir wenn ich ihn einsetzen muss gute Dienste leistet. Danke für eure Antworten!
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