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Weniger Gifte in der Landwirtschaft!

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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47 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Beitragvon forenkobold » Fr Mai 23, 2008 16:58

Ach Franz.. es ist immer wider rührend, wie Du uns thumben Bauern die Landwirtschaft erklären willst.
Die vom Westfälischen Wochenblatt sind nicht die ersten, die sich Gedanken um effiziente Biogasfruchtfolgen machen.

http://www.dlr-rnh.rlp.de/Internet/glob ... enDocument

In klimatisch weniger guten Gebieten als in der Pfalz hinken Sonnenblumen, Zuckerhirse und Sudangras noch weiter hinter dem Mais her.
Die Züchtung macht zwar Fortschritte (ja.. Franz.. die bösen Saatgutmultis haben schon Dollarzeichen in den Augen und wollen (ich trau mich kaum, das zu schreiben) mit effizienten biogaspflanzenarten- und -sorten GELD VERDIENEN (Pfui, pfui.. und nochmals pfui).
Aber das dauert eben Jahre..

Sonneblumen sind wesentlich empfindlicher gegen Krankheiten und Schädlinge als Mais. Ungebeizt Sonnenblumen säen? Vergiss es!

Grünroggen? Ich hab das westf. Wochenblatt nicht gelesen, aber ich wage zu behaupten, dass sie diesen als Zwischenfrucht als Vorfrucht zu Mais sehen..
Und das geht in der Mehrzahl der Jahre in die Hose! Man hat zwar oftmals gigantische Erträge.. aber wenn man den zusätzlichen Aufwand und den Minderertrag beim nachfolgenden Mais berücksichtigt, ists meist ein Draufleggeschäft.

Nachwachsende Energie vom Acker bedeutet: Möglichst viel Biomasse pro Hektar = möglichst viel CO2-Bindung pro Hektar = möglichst viel Umsetzung von Sonnenenergie pro hektar.
Und da führtt derzeit kein Weg am Mais vorbei.
forenkobold
 
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Beitragvon Mad » Fr Mai 23, 2008 21:34

forenkobold hat geschrieben:Grünroggen? Ich hab das westf. Wochenblatt nicht gelesen, aber ich wage zu behaupten, dass sie diesen als Zwischenfrucht als Vorfrucht zu Mais sehen..
Und das geht in der Mehrzahl der Jahre in die Hose! Man hat zwar oftmals gigantische Erträge.. aber wenn man den zusätzlichen Aufwand und den Minderertrag beim nachfolgenden Mais berücksichtigt, ists meist ein Draufleggeschäft.


Unsere hisigen Biogasanlagenbetreiber haben das bzw. sind gerade dabei, das dieses Jahr zu praktizieren. Gestern und vorgestern wurde der Grünroggen ins Silo gefahren und heute haben die ordentlich Mais gelegt.
Ich bin ja mal gespannt, wie der Mais im Herbst aussieht.

Achso, Forenkobold: Ist es nicht so, dass Quantität bei Biogasanlagen-Mais wichtiger als die Qualität ist? Demnach könnte das ja doch was werden..

Irgendwie traue ich mich fast nicht zu sagen, dass in der unmittelbaren Nähe von Franz wohne. :cry:

In gewisser Weise bin ich froh, dass er mir noch nicht über den Weg gelaufen ist. Oder vielleicht ja doch. Gott sei Dank ist das Internet weitestgehend anonym.

MFG
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Beitragvon forenkobold » Fr Mai 23, 2008 22:10

Mit der Maissaat Ende Mai hat man schonmal gehörig Ertragspotential verschenkt.
Jetzt noch schwere Böden und Trockenheit..
der keimt womöglich erst im Juni. Nicht auszudenken, wenns bei der Grünroggenernte RICHTIG nass gewesen wäre...
fahrspuren, Bodenverddichtungen..
und dann mit 30 Liter Dieselaufwand das Maissaatbett bereiten...
Nein danke!
Klar.. es gibt auch Direktsaatmaschinen mit Streifenfräsen.
aber auch das geht nicht auf allen Böden und bei jeder Witterung.
forenkobold
 
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Beitragvon Mad » Fr Mai 23, 2008 23:10

forenkobold hat geschrieben:Nicht auszudenken, wenns bei der Grünroggenernte RICHTIG nass gewesen wäre...
fahrspuren, Bodenverddichtungen..



Naja trocken war es ja..

Aber wenn man mal wirklich an den Diesel denkt... Die haben den ja Grünroggen nicht direkt Gehäckselt, sondern am Montag von nem Big-M 2 Mähen lassen, dann in riesige Schwaden gepackt und am Mittwoch/Donnerstag gehäckselt. Dann Dünger und Substrat drauf, gegrubbert und heute kam der mit dem Mulchsaatmaislegegerät und hat den Mais reingedrückt.

Ich bin mal gespannt, wie der "Versuch" ausgeht, die Biogasanlage mit Zuckerrüben zu füttern. ;)

Wer weiß ob dann Hilfsarbeitskräfte eingestellt werden, die jede einzelne Rübe blitz-blank putzen.

MFG
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Re: Weniger Gifte in der Landwirtschaft!

Beitragvon Hoschscheck » Fr Mai 23, 2008 23:48

Franz Henneken hat geschrieben:
"Weniger Gifte in der Landwirtschaft"

Eigentlich finde ich es ja ganz gut, wenn man auf eins dieser Mittelchen verzichten kann. Denn ohne Risiken und Nebenwirkungen auch für den Menschen geht die Anwendung sowieso nicht vonstatten, denke ich mal.



Hallo Franz,

soll sich der Maiswurzelbohrer nun etablieren in unserer Lebensgemeinschaft oder nicht?

Noch ist die Frage so zu stellen und von dir zu beantworten.

Nur wenn wir in D keinen Maisanbau betreiben würden (egal ob Bio oder Konventionell, ob für Biogasanlagen oder Bio-Milchproduktion), würde er nicht zu uns kommen wollen.

Ansonsten versucht sich die Natur doch nur durch Evolution den Standortbedingungen anzupassen.
Nicht mehr aber auch nicht weniger.
Die Hybridzucht der vergangenen Jahrzehnte hat uns hier einen zeitlichen klimatischen Vorsprung zu Gunsten des Maisanbaues verschafft.
Durch die amtliche Bekämpfung des Maiswurzelbohrers soll dieser Vorsprung möglichst lange erhalten bleiben.

Willst du diesen Vorteil für alle durch "Weniger Gifte in der Landwirtschaft" jetzt opfern oder nicht?

Es ist Hoschscheck, der fragt.

Franz Henneken hat geschrieben:… , denke ich mal.

Das glaube ich zunehmend weniger.
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Beitragvon Hoschscheck » Sa Mai 24, 2008 10:40

Hallo in die Runde,

um die wahnwitzigen Verschwörungstheorien gleich mit aufzunehmen:

Der Maiswurzelbohrer ist wohl bestimmt von Monsanto gezielt ausgesetzt worden.
Ziel:
Abhängigkeiten generieren!

Mit möglichst großem Kollateral-Schaden versucht die Bundesregierung, natürlich auch im geldlichen Auftrag von Monsanto, die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers so unpopulär wie nur irgend möglich zu gestalten.
Vordergründiges Ziel ist es, unter lauten Beifallsrufen der gebeutelten Imker, die gegen den Maiswurzelbohrer genetisch resistente BT-Maissorte Herculex zur Zulassung im Anbau zu peitschen (Herculex gehört aber Pioneer, kleiner, aber wirklich nur kleiner Fehler, der in der Logik der Gentechnikgegner nicht weiter auffallen sollte :wink: ).

Unter allgemeinen Hosianna rufen und lauten Beifallsgesängen der gesamten eigentlich gentechnischfeindlichen Bevölkerung hält die viel gescholtene Gentechnik nun durch weit geöffnete Tore doch auf deutschen Äckern Einzug.
Zum Vorteil der Bienen. :mrgreen:

Hurra.

Und Schuld haben die Imker, weil Sie es in deutscher Vollkaskomanier nicht ertragen konnten ihren Anteil an der Bekämpfung des eine Milliarde Dollar Käfers still beizutragen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Maiswurzelbohrer


Das war jetzt Ironie.

War das Ironie? :mrgreen:

Hoschscheck grüßt.
Hoschscheck
 
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Beitragvon KarlGustav » Sa Mai 24, 2008 17:00

Bist schon nen dollen Kerl, Hoschie .. aber echt jetzt.
Karl
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Beitragvon Franz Henneken » Sa Mai 24, 2008 18:00

Tja, wenn ich immer nur etwas daherlabere. . .

Wahrscheinlich liegt alles aber auch daran, dass ich nicht so hoch wie Ihr alle studiert habe, vor allem Landwirtschaft, Biochemie und Betriebswirtschaftslehre. Oder liegt es daran, dass ich manche Dinge unbefangener angehe?

Und ganz nebenbei, nun haben wir einerseits den Maiswurzelbohrer am Halse bzw. im Mais drinne. Andererseits wäre es ganz fein, wenn man ihn los würde. Aber was mein Gedankengang war und ist, am Besten ginge es (rein theoretisch!), wenn ihn kein Futter, also Mais, anbieten würde. So sehe ich die Alternativen wie Grünroggen oder Sonnenblumen, von denen im Westf. Landwirtschaftlichen Wochenblatt in dieser Ausgabe zu lesen sein wird. Es wäre zu wünschen, wenn hier die Forschung endlich flottere Fahrt aufnehmen würde, damit es für den Betrieb von Biogasanlagen endlich zu einer Fruchtfolge kommt, die verschiedene Schädlinge etwas hungern lassen und so knapp halten.

Klar, ein seinerseits krankes Hirn aus Quickborn wird jetzt gewiss seinen eigenen Senf dazu geben. :oops: Weil ich wie gesagt keine Landwirtschaft studiert habe, ist mir sein zitierter Text ein wenig wie Bahnhof :oops: :oops: :oops: .

Es grüßt - 8) Franz
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Beitragvon ohmeyer » Sa Mai 24, 2008 21:15

Ich würde mir ja gerne einen Zustand wünschen wie mein Vorredner, Das dumme ist bloß Landwirtschaft hat auch was mit Geldverdienen zu tun.
Wenn ich an die Erzählungen meiner Großeltern zurückdenke wie die alles versucht haben das Saatgetreide mit allen möglichen Miittelchen zuschützen sprich zu beizen dann müssten wir wohl totumfallen, ich kann mich noch an Funde als Kind erinnern wo wir cadmiumhaltige Nassbeizen in die Finger bekamen. Sehr zum Entsetzen der Verwandschaft!

Bevor es sowas gab, war das Ernten ein reines Monoplyspiel mit Erträgen zwischen 10 und 15 Dezitonnen/ha. Vielleicht sollten mal einige im Geschichtsbuch ernsthaft bLättern, zur besonderen Lektüre sei Irland empfohlen ca. vor 170 Jahren. Da ist das damalige Irische Volk fast verhungert weil die Kartoffelernet zur Missernte geriet. Oder wollen die Deutschen mal wieder alles 200% machen und im Notfall im Ausland auf Einkaufstour gehen? javascript:emoticon(':P')
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Beitragvon Meini » Mo Mai 26, 2008 22:20

hallo zusammen also wenn man hier so liest könnte man meiner unser super seehofer wäre hier gewesen im übriegen das hauptproblem war kleine schläge in süddeutschland und dadurch eine starke kontermination der umgebung mit den bekanten folgen. wie wäre es da mit n´ganz simplen Lösung abluftfilter :wink: .

so und jetzt zum eigentlichen Problem der obengenante Fuchs ( nicht schlau aber stink..) verbietet gleich alle insektizieden Beizen also kein mantaplus gegen Läuse kein Elado gegen Rapserdfloh usw. Kann mir hier mal ein klugscheiser sagen was das eine mit dem anderen zutun hat ???????????????? :evil: oder was daran ökologisch ist wenn nächsten herbst ein großteil des saatraps nicht verkauft werden darf weil schon falsch gebeitzt und anschließend mindestens eine insekticidmasnahme mehr gefahren werden muß .

So und jetzt mal zur sonnenblume vergesst es endgültig wer raps anbaut braucht keine sonnenblumen die kriegen genauso Weißstengeligkeit wie der Raps ja sogar noch schlimmer also was für ne alternative soll das sein :?: :?: s vieleicht Futterrüben oder zuckerrüben wären Alternativen allles andere vergesst es
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Beitragvon euro » Mo Mai 26, 2008 22:53

Du schreibst zwar ohne Punkt und Komma, aber Recht hast du. :klee:
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Beitragvon Meini » Mo Mai 26, 2008 22:58

bei so einer schei... geht mir punkt und komma ab :evil:
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Beitragvon Mad » Mo Mai 26, 2008 23:56

Da fällt mir doch glatt mal eine Frage ein:

Welche Bürokrat hat da eigentlich mal keine Ahnung von der Rübensaat?

Hier geht es doch um ein Problem, das mit pneumatischen Drillmaschinen auftritt.

Legt hier irgend jemand seine Rüben pneumatisch? Gibt es das überhaupt?

Aber natürlich sind alle Beizen, die ein Insektizid beinhalten betroffen.

Und nun zu meiner 2. Frage:

Wieso dürfen immer die Leute Entscheidungen treffen, die gar keine Ahnung haben?


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Beitragvon forenkobold » Di Mai 27, 2008 8:03

Ja.. das gibts.
ICH zum Beispiel lege meine Rüben pneumatisch (mit unverdächtigem Gerät, weil Becker und Druckluft).
Bei der Pillierung besteht auch bei Sauggeräten keine Gefahr des Beizabriebs.
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Beitragvon gerd gerdsen » Di Mai 27, 2008 12:24

ich habe auch nicht gehört das jemand etwas verbieten möchte
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