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Wenn der Lebenstraum sich nicht erfüllt...

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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37 Beiträge • Seite 3 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Wenn der Lebenstraum sich nicht erfüllt...

Beitragvon Freakshow » Sa Okt 11, 2014 20:31

Mal bitter nötig, dass dieses Thema offen angesprochen wird.

Für viele Betriebsleiter/Familien trifft eines oder mehreres der von tiger angesprochenen Probleme zu, so ist meine Beobachtung. Zumindest in meiner Gegend zahlen 95% der Betriebsleiterfamilien im Vergleich zum "Durchschnittsbürger" drauf und zwar nicht nur in finanzieller Hinsicht: Mehr Arbeit, mehr Risiko, weniger vom Leben, und am Ende ihrer Kariere sind die Meisten auch ärmer wie am Anfang.
Wenn allenthalben vom tollen und glücklichem Leben auf dem Lande gesprochen wird liegt das nur daran, dass die Meisten die das sagen, die Alternativen nicht kennen.
Und das größte Problem ist, dass die allerwenigsten Menschen von Ihren Voraussetzungen her in der Lage sind heutzutage auf allen Ebenen erfolgreich Landwirt zu sein, ähnlich wie es auch Nordhesse beschrieben hat. Und das ist nicht wertend gemeint.
Haupterwerbsbetriebe die sowohl betriebliche-, als auch die personellen Voraussetzungen erfüllen ein wirtschaftlich und privat erfolgreiches Leben zu führen kann man an einer Hand abzählen. Nach meiner Einschätzung höchstens 10, eher 5%.
Es ist so, dass für den Großteil der Hof kein Segen sondern ein Fluch war oder ist.
Im Zweifelsfall ist es besser den ganzen Krempel hinzuschmeißen.
Murphy´s law: "Everything that can go wrong will go wrong!"
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Re: Wenn der Lebenstraum sich nicht erfüllt...

Beitragvon Todde » So Okt 12, 2014 21:23

Turbomäster hat geschrieben:Die Wirtschaftsberatung kann nur rechnen. Die Power muss vom Betriebsleiter kommen. Dann ist vieles möglich. Aber bei den Pachtpreisen ... :regen:


Wenn die Pachtpreise so enorm sind, warum dann nicht unternehmerisch handeln und verpachten?
Es hat anscheinend lange gedauert, bis in der breiten Masse der Landwirtschaft das unternehmerische Denken ankommt.
Warum soll man sich den Buckel krumm machen, wenn man 1500€/ha Pacht bekommt? Mit welchen Kulturen will man das erzielen?

Machen wir uns nichts vor, >50% der Betriebe heute würde es nicht mehr geben, wenn es keine Beihilfe geben würde.
Und wie benehmen sich viele? Wie Angestellte des Staates...
Fordern Regelungen vom Staat, damit die wirtschaftlich arbeiten können...
Der Staat hätte sich lange raushalten sollen, heute kommt es wieder in Mode, dass er sich mehr einmischen soll...
So weit weg vom Unternehmertum wie heute war die Landwirtschaft in Deutschland sicher lange nicht.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Wenn der Lebenstraum sich nicht erfüllt...

Beitragvon tiger24 » So Okt 12, 2014 21:37

Da kommt ja mal was ans Licht...
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Re: Wenn der Lebenstraum sich nicht erfüllt...

Beitragvon Manfred » So Okt 12, 2014 21:45

Bei einem seriösen Pachtangebot über 1500 Euro müsste ich auch nicht lange überlegen.

Neulich habe ich doch tatsächlich ein Angebot von einem Makler für Ackerland in den Niederlanden erhalten. 50.000 Euro pro ha und 3% Pachtrendite mit langfristigem Vertrag.
Es scheint solche Pachtpreise also wirklich zu geben, wodurch auch immer sie erwirtschaftet werden.
1500 Euro sind immerhin 10 Tonnen bester Weizen oder 12,5 Tonnen Körnermais.
Vermutlich fahren die dortigen Pächter jedes Jahr durch Nichtstun (also ohne Kosten) Weltrekordernten ein und verraten es nur niemandem.
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Re: Wenn der Lebenstraum sich nicht erfüllt...

Beitragvon Tinyburli » Mo Okt 13, 2014 6:27

Pachtpreise von 1500,- das ha halte ich hier in Nordbayern eher utopisch. Da muss es sich um spezielle Interessenten handeln, die das ausgeben können.
Meine Vergleiche haben bis zu 650,- bei mir hier ergeben.
Aber mit dem hier verfügbaren KULAP- Einsaats- und Dügeverzichtsprogramm kommt man auf ca. 1000,- für Äcker und 600,- für Wiesen rund gerechnet.
Man muss das dann halt selbstverantwortlich betreiben.
Ich halte es auch wesentlich sicherer, es selbst zu machen. Man hört immer wieder von unzuverlässigen Pächtern, die sich überschätzt haben und dann den hohen Pachtpreis nicht bezahlen können.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Wenn der Lebenstraum sich nicht erfüllt...

Beitragvon Ferengi » Mo Okt 13, 2014 9:06

Todde hat geschrieben:
Wenn die Pachtpreise so enorm sind, warum dann nicht unternehmerisch handeln und verpachten?


In den Landkreisen Vechta und Cloppenburg ist Landwirtschaft, vom Erdbeer- und Gemüsebau mal abgesehen, defakto wirklich nur noch Hobby. :roll: :roll: :roll:
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