Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 10:48

Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
Antwort erstellen
19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
  • Mit Zitat antworten

Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Fortschritt » Mo Aug 02, 2010 7:58

Da ich nun seit 2007 Färsen für einen Milchviehhalter aufziehe,auch mit einem Vertrag über eine Zuchtorganisation besiegelt,kommen einem so allmählich Zweifel an der Rentabilität der Geschichte!
Der Vertrag ,vom Zahlenwerk her erscheint zunächst OK;300Euro fürs Kuhkalb,aus der Milch raus,10bis 13Wch.alt,das hochtragende Rind für 1200euro mit 8 monaten trg. und zwischen 24 und 26 mon. alt zurück,transport innerhalb unserer Ortschaft ,geringer Aufwand,soweit für den Außenstehenden OK.
Ich ziehe pro JAHR 65 BIS 70 auf,wovon aber,ca im Schnitt 6 bis 8 güste Tiere sind,die natürlich besamungskosten,futterkosten verursacht haben,und wirklich 400-bis 500Euro Minus bedeuten,bei 600-bis 650Euro Schlachterlös.
Außerdem habe ich Einstreukosten,für Stroh,von 6000Euro,und Sägemehl von 1800Euro,da ich nur 80Rinder auf Spalten halten kann,der Rest in großen Tieflaufställen gehalten werden muß,(Einstreu=ärgerlicher Posten),aber notwendig,ferner sind ja die Erzeugung von Grassilage auch nicht gerade günstiger geworden,Diesel und Stickstoffpreise.
Die Buchführung zeigt einen Minusgewinn aus,die Abschreibungen werden verlebt,da der Betrieb wohl noch maximal 10Jahre läuft geht das noch,aber beim Abschmelzen der Betriebsprämie wirds dann schmerzlich,da sie jetzt ja schon voll mit verbraucht werden!

Wäre dankbar für Erfahrungsberichte aus dem Bereich!


Mfg Hermann
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
Fortschritt
 
Beiträge: 955
Registriert: Fr Dez 08, 2006 13:25
Wohnort: Osterholz-scharmbeck
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Ede75 » Mo Aug 02, 2010 8:03

Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber wer glaubt, daß jemand die Färsenaufzucht auslagert, obwohl damit Geld verdient wird, der dürfte auf dem Holzweg sein. Ich betrachte mittlerweile so manche "Berateridee" als sehr seltsam. Die gehen meistens auf Kosten der Betriebe, die solche Ideen dann aufgreifen und darin ihre Zukunft sehen. Am Ende gibts dann wieder Pachtflächen für die "Zukunftsbetriebe"...

MfG
Ede
Ede75
 
Beiträge: 2597
Registriert: Sa Mär 07, 2009 13:02
Wohnort: NRW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Fortschritt » Mo Aug 02, 2010 8:23

Ja sicherlich war mir schon klar ,kaum Gewinne zu machen,aber als 54 jähriger habe ich einen Arbeitsalltag der mir durchaus entgegen kommt,nicht mehr 60kühe melken,die so bindenden Melkzeiten,es macht ja keiner weiter,insofern war die Entscheidung die Milchqoute 2007 zu verkaufen schon richtig!

Wenn man einmal bedenkt,das ich wohl über 100000Euro jetzt weniger bekommen hätte!
Jetzt hätte man gar keine Umstellung mehr finanzieren können,die Frage ist im Nachhinein aber zu spät,hätte man wirklich was rentables ,anderes finden können,wo man einen großen Teil des Milchquoten-Erlöses refinaziert?

Mein Betrieb ist aber mit 70%Dauergrünland durchaus strukturell eher für die Färsenaufzucht geeignet,auch vom Stall her,als wie zb. Bullenmast,vielleicht hätte man die Dächer voll Photovoltaik kloppen können,die Stallungen verpachten,Güllelager ectr.(sofern Nachfrage)die Flächen verpachten,und die Prämien durchreichen lassen,vielleicht würds rentabler sein ?

Mfg Hermann
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
Fortschritt
 
Beiträge: 955
Registriert: Fr Dez 08, 2006 13:25
Wohnort: Osterholz-scharmbeck
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Dschingis_Khan » Mo Aug 02, 2010 8:25

Letzen Winter auf einer Buchführungs- und Steuerberatungsversammlung sprach der Landwirtschaftsdirektor vom Amt an, wie ein Milchviehbetrieb kosten sparen könne. Er fand, dass bei ca.1500 Euro Vollkosten für eine Aufzuchtfärse man auch schöne Stücke am Zuchtviehmarkt kaufen könne. Da hat er wohl recht, aber wer soll dann das Minusgeschäft machen. Ein anderer dummer Bauer?
Schon mancher Färsenaufzüchter hat gesagt, dass wenn er den Stallplatz mit einen Mastbullen nützen würde, der nicht besamt werden müsse und der sich nicht gegenseitig ansaugt und der nach 18 Monaten anstatt 28 Montaten wie ein Rind den Stall wieder velässt, mehr verdienen würde.
Dschingis_Khan
 
Beiträge: 319
Registriert: Do Jun 25, 2009 13:29
Wohnort: Nordbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Aug 02, 2010 8:54

Dschingis_Khan hat geschrieben:Er fand, dass bei ca.1500 Euro Vollkosten für eine Aufzuchtfärse man auch schöne Stücke am Zuchtviehmarkt kaufen könne.

Der Haken an der Sache ist, daß die meisten Betriebe über Flächen verfügen, die für die Nutzung übers Milchvieh ungeeignet sind und irgendwie sinnvoll genutzt werden müssen. Das zweite Problem ist, das man beim Zukauf "durchsortierte" Färsen bekommt, heisst wenn jemand von 10 Färsen eine verkaufen möchte, dann die, die ihm am leichtesten abgeht.
Und für 1500 Euro bekommt man zumindest momentan nur dann ein halbwegs vernünftiges Tier, wenn mans direkt vom Ldw. kauft. Ansonsten kommt da noch einiges an Gebühren drauf, vor allem auf Auktionen.

Als Aufzüchter braucht man mindestens 1500€ netto inkl Tränkphase bzw. 1300€ netto ohne Tränkephase. Ansonsten besser Land verpachten und den Stall, falls nicht verpachtbar für Womo,Motorrad,Oldtimer unterstellen herrichten.

10% güste sind allerdings auch etwas reichlich. Nacharbeit mit DB könnte das evtl verringern??
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
Benutzeravatar
meyenburg1975
 
Beiträge: 12878
Registriert: Mi Jun 18, 2008 15:47
Wohnort: Ostfriesland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon xyxy » Mo Aug 02, 2010 9:08

Im Frühjahr konnte man ordentliche Färsen mit guten Leistungen für 1050 bis1300 bekommen. (allerdings ohne Cowfitting :wink: )
Wenn du als (Lohn-) Aufzüchter für einen Betrieb tätig bist, kannst du davon ausgehen, dass er gesteigertes Interesse an hochwertiges Material hat. Also wird er gerne jeden Aufwand bezahlen wollen, der ihm für die Zukunft Einkommen verspricht.
Das musst du ihm wissen lassen. Allerdings weiss ich nicht ob spätherbstlicher Weidegang und lange Stallzeiten auf Einstreu dazu passen?
Mit 22 Monaten sollten sie auf den Milchviehbetrieb wechseln, oder abgekalbt?
Aber warum nicht die Aufzucht ab Biestmich?
Fifty shades of green
Benutzeravatar
xyxy
 
Beiträge: 9265
Registriert: Fr Dez 23, 2005 9:08
Wohnort: Nordwestdeutschland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Ernstfried » Mo Aug 02, 2010 10:42

@Fortschritt:

Ich hatte mir das auch mal überlegt: Kühe abschaffen, und statt dessen Färsenaufzucht. Hatte das auch mit der Zuchtorganisation besprochen. Modell so ähnlich wie bei Dir. Nach erster betriebswirtschaftlicher Grobkalkuklation habe ich das Konzept ziemlich schnell als unbrauchbar verworfen, denn:
Die Gesamt-Kosten bleiben ungefähr gleich. Die nicht auszahlungswirksamen Fixkosten sowieso (Rest-afa etc.), aber auch die Fix-kosten der Flächenbewirtschaftung, und bei den variablen Kosten (Dünger,...) kannst Du nicht sooo viel einsparen. Das einzige, was Du wirklich einsparst, ist die Melkzeit und die Kosten für die Melkanlage. Leider sind die Erträge ein Bruchteil dessen, was Du mit den Kühen erzielst (Milchgeld). Letztlich geht es also um die Frage, ob Du die beim Melken gesparte Zeit so gut einsetzen kannst, dass Du die Mindereinnahmen wegen des fehlenden Milchgeldes ausgleichen kannst.
Und das ist bei Dir wohl nicht der Fall.

Zu überlegen wäre, ob Du die Preise nachverhandeln kannst, Dein Vieh evt. anders (über Auktionen ?) vermarktest etc.
Oder die Futterkosten der Rinder runter: den ersten Schnitt an Michvieh-leute verkaufen, für die Rinder dann nur 2. und 3. Schnitt.

Evt nur noch auf Spalten Rinder großziehen, die Tiefställe anders nutzen.

Wie verwertest Du den Mist ? Verkaufsmöglichkeiten ?

Kannst Du an der Strohmenge sparen ? Ich habe Kälber bis 1/2 Jahr auf Stroh. Streue nur im Liegebereich ein, im Fressbereich bleibt´s dreckig. Stört keinen.

Die Güst-quote ist mit 10 % extrem hoch. Bei mir im nicht messbaren Bereich (so um 0,1 %).

Was machst Du in der eingesparten Zeit, in der Du bisher gemolken hast ?
Mir sind Leute lieber, die "mir" und "mich" verwechseln, als "mein" und "dein"
Ernstfried
 
Beiträge: 926
Registriert: Do Mär 29, 2007 14:04
Wohnort: Nähe Bremen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Dschingis_Khan » Mo Aug 02, 2010 12:01

Solche auslaufende Betriebe kenne ich auch. Die beantragen dan für den Betrieb die höchsten Ausgleichszahlungen und Pramien. In dem Fall wäre das z.B. eine Umstellung auf ökologischen Landbau, die Ausgleichszahlungen fürs Grünland kommen dann auch noch dazu. Kein Dünger, kein Pflanzenschutz. Die Rinder werden da nur gehalten, um die Raufutterfresservorschrift einzuhalten. Wachsen tut da nicht viel auf den Wiesen, besonders in dem Umstellungsjahren. Zwei mal im Jahr gemäht. Fertig.

Also wenn ich erst 54 Jahre bin, würde ich momentan die Färsen nicht mehr hergeben und selber MELKEN. Sag danke beim Kälberlieferanten und freu dich über die Tiere. Der Milchquotenverkauf 2006 oder 2007 war doch goldrichtig! Jetzt wo die Quote nichts mehr wert ist, kann man für einen Apel und ein Ei ein paar hunderttausend Liter kaufen. Du hattest jetzt 4 Jahre weniger zu tun. Jetzt kannst wieder durchstarten, bis 2015. So was wär 2015 mein Plan gewesen. Milchkühe weg, Färsen aufziehen, ein paar Jahre kuhlose Zeit, und wenn sich nach dem Quotenende die Lage wieder beruhigt hat wieder durchstarten.
Dschingis_Khan
 
Beiträge: 319
Registriert: Do Jun 25, 2009 13:29
Wohnort: Nordbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Fortschritt » Mo Aug 02, 2010 12:39

@ Ernstfried,mal gleich vorweg,die eingesparte Zeit ist Lebensqualität,wenngleich das Geld auch knapp ist!
Außerdem bin ich gesundtheitlich doch schon ,nach so knapp 40JAHREN im Beruf angeschlagen,die Kniegelenke,der Rücken,all das läßt mich nicht mehr frohlocken ,wenn mir einer eine Melkstelle für 6 Euro die Stunde anbietet,versuche sparsam zu leben,meine Lebensgefährtin hat ihre Frührente,so reicht es mal soeben,und man kann auch mal Ausflüge machen,ohne gleich wieder ans Melken zu denken!Übrigens mache seit Aufgabe der Milchviehhaltung,75% der Außenwirtschaft,mit 36ha Grünland und 15ha Ackerland selber,insofern komme ich schon bei 7tg. Verügbarkeit auf immer noch ca. 45 Std..

Denke mal das ,das eine vernünftige Arbeitszeit für einen (Teilzeitler ist )...................

Das Problem,liegt in der 2.Klasse Tierhalter,als der man sich nach Aufgabe der Milchviehhaltung manchmal vorkommt,es ist unterbewertet,diese Färsenaufzucht,sollte vielleicht doch an den Milchpreis gekoppelt sein.........
Mfg Hermann
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
Fortschritt
 
Beiträge: 955
Registriert: Fr Dez 08, 2006 13:25
Wohnort: Osterholz-scharmbeck
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Fortschritt » Mo Aug 02, 2010 13:06

Dschingis_Khan hat geschrieben:Solche auslaufende Betriebe kenne ich auch. Die beantragen dan für den Betrieb die höchsten Ausgleichszahlungen und Pramien. In dem Fall wäre das z.B. eine Umstellung auf ökologischen Landbau, die Ausgleichszahlungen fürs Grünland kommen dann auch noch dazu. Kein Dünger, kein Pflanzenschutz. Die Rinder werden da nur gehalten, um die Raufutterfresservorschrift einzuhalten. Wachsen tut da nicht viel auf den Wiesen, besonders in dem Umstellungsjahren. Zwei mal im Jahr gemäht. Fertig.

Also wenn ich erst 54 Jahre bin, würde ich momentan die Färsen nicht mehr hergeben und selber MELKEN. Sag danke beim Kälberlieferanten und freu dich über die Tiere. Der Milchquotenverkauf 2006 oder 2007 war doch goldrichtig! Jetzt wo die Quote nichts mehr wert ist, kann man für einen Apel und ein Ei ein paar hunderttausend Liter kaufen. Du hattest jetzt 4 Jahre weniger zu tun. Jetzt kannst wieder durchstarten, bis 2015. So was wär 2015 mein Plan gewesen. Milchkühe weg, Färsen aufziehen, ein paar Jahre kuhlose Zeit, und wenn sich nach dem Quotenende die Lage wieder beruhigt hat wieder durchstarten.


Also bischen viel Bla, Bla,ich denke ,was du schreibst kannst ja wirklich nicht auf das Bundesgebiet beziehen,deine Erfahrungen mit Exentiv -Leuten,also ich muß 3Schnitte machen,um 85Gv satt zu kriegen,manchmal auch 4,ich brauche mehr Grundfutter-Grassilage,als zu Milchkuhzeiten,und du willst mir doch wirklich nicht erzählen,das man nach Jahren ohne Milchkühe mal so eben wieder auch ohne Quotenkosten in die Melkerei einsteigt,womöglich mit 60Jahren,weil man sich ja so ausgeruht hat....

Die Prämien braucht jeder,erst recht der Färsenaufzüchter,versteh nicht wie sich dein erster Betrag noch positiv darstellt,dein letzterer,total nur nach dem Motto,draufkloppen ,und nicht differenzieren ,kann ich so nicht stehen lassen
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
Fortschritt
 
Beiträge: 955
Registriert: Fr Dez 08, 2006 13:25
Wohnort: Osterholz-scharmbeck
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Quattrodevil » Mo Aug 02, 2010 15:34

Wenn du 51 ha eigen hast verpachte sie höchstbietend vielleicht 500€ dann hast du 25000€ du keinen Finger gekrümmt
Quattrodevil
 
Beiträge: 696
Registriert: Do Mär 02, 2006 13:35
Wohnort: Allgäu
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Fortschritt » Mo Aug 02, 2010 15:50

Quattrodevil hat geschrieben:Wenn du 51 ha eigen hast verpachte sie höchstbietend vielleicht 500€ dann hast du 25000€ du keinen Finger gekrümmt


Das wär schön,nein unser Siedlungshof hat man nur 34ha,davon 9ha Acker,sicher sind die Preise hier auch angestiegen,aber beim ACKERLAND so 260 bis 280,und beim Grünland maximal 200 bis 220,macht im Schnitt vielleicht 2430 EURO beim Acker ,und ca.5250 beim Grünland=7680 geschätzt,damit kommste auch nicht weit!

Aber es stimmt schon,es gehen ein schon Gedanken durch den Kopf,aber bis jetzt ohne konkrete Lösungen!

Mfg Hermann
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
Fortschritt
 
Beiträge: 955
Registriert: Fr Dez 08, 2006 13:25
Wohnort: Osterholz-scharmbeck
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Linzgauer » Mo Aug 02, 2010 21:27

Hallo

Hab keine Erfahrungen in der Färsenaufzucht aber in der Mast. Und denke bei deinen genannten Daten wirst dun nach der Tränkezeit
fast auf Futterkosten von ca 1€ pro Tag kommen wenn du aber die nicht auf das Produkt umlegen kannst, machst das nicht Lange.
Überlege mal die Ausmast von weiblichen Mutterkuh absetzern von der Weide zuerst aufs Stroh und dann nach der Umgewöhnung auf deine Spalten.
Mit guter Umstellung hast du die nach 340 Tagen wieder los wenn die mit 270-300kg zu dir Kommen. Informier dich vorher ob du nicht ein Qualitäts Programm
findest das dazu passt.
Hab selber 2009 mit Melken aufgehört Lebensqualität + 200 Prozent wärs nicht glaubt hat entweder noch geländegängige Altenteiler oder Kinder die mithelfen oder sonstige
Hoftrottel
Milchviehhaltung als alleiniger Melker oder mit der Frau zusammen ist eine andere Form von " Lebenslänglich"

Grüße aus dem Linzgau
Linzgauer
 
Beiträge: 116
Registriert: Mo Jan 04, 2010 20:21
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Panic » Di Aug 03, 2010 7:16

Wenn der Milchviehhalter an der Färsenaufzucht kein Geld verdient, kann es ein anderer auch nicht. Alle Färsenaufzüchter die ich kenne ( i.d.R auslaufende Betriebe) machen das 1 bis 2 Jahre und stellen dann um auf Mast, da das die einfachere und kostengünstigere von zwei unrentabelen Nutzungsmöglichkeit des Restgrünland ist!
Benutzeravatar
Panic
 
Beiträge: 1335
Registriert: Mo Jun 25, 2007 18:06
Wohnort: Münsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wer hat Erfahrungen in der Vertrags-Färsenaufzucht?

Beitragvon Fortschritt » Di Aug 03, 2010 8:13

Panic hat geschrieben:Wenn der Milchviehhalter an der Färsenaufzucht kein Geld verdient, kann es ein anderer auch nicht. Alle Färsenaufzüchter die ich kenne ( i.d.R auslaufende Betriebe) machen das 1 bis 2 Jahre und stellen dann um auf Mast, da das die einfachere und kostengünstigere von zwei unrentabelen Nutzungsmöglichkeit des Restgrünland ist!


Kann man so pauschal auch nicht stehen lassen,wie schon geschrieben,haben wir 70% Dauergrünland,was sich gut zur Schnittnutzung eignet,wir machen ausschließlich Stallhaltung!
Die Güstrate ist wohl zu hoch,wir machen 3Mischungen(Mischwagen aus der Milchviehhaltung noch vorhanden),so daß wir nach Futterberechnung,Empfehlung die Gruppen füttern,natürlich die tragenden dann nur noch mit 10% Mais zu 90%Grassilage,die Absetzer natürlich energiereicher...................
Es sind dann trotzdem immer einige,die wohl doch leicht verfetten,und es dadurch wohl auch mal sterilitäten gibt,wir haben eben auch mal Färsen die mit 23Mon. verkauft werden und besser in Kondition stehen wie einige mit 26mon.!
Insgesamt können wir doch konzentrierter die Sache betreiben,als die doch meist arbeitsmäßig überlasteten Milchviehhalter,normalerweiser auch Geld mit verdienen...
Es ist nun so das die Abschreibungen zwar drauf gehen,Gewinn minusrunden da sind,und ein geringer Geldüberschuß bleibt.

Es stellt sich schlicht und ergreifend die Frage,sollte ich es in KAUF nehmen weiter von den Abschreibungen zu leben,oder doch mindestens 100 oder 150Euro pro Färse mehr einzufordern,würden die Betriebsprämien bei mir auf null fallen,müßt ich sofort 350Euro mehr einfordern,oder aufgeben!

Die Alternative Mast paßt nicht zum hohem Grünlandanteil,einsparungen der Besamung,durch einen Deckbullen passen nicht zur Erwartungshaltung des Milchviehhalters,ectr.

Mfg Hermann
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
Fortschritt
 
Beiträge: 955
Registriert: Fr Dez 08, 2006 13:25
Wohnort: Osterholz-scharmbeck
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

Zurück zu Rinderforum

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Deutz DX 50V, Marian

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki