Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 22:06

Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
Antwort erstellen
28 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
  • Mit Zitat antworten

Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Lonar » Di Sep 05, 2017 19:38

Hallo

Ich wollte gerne Wissen wie ihr über Handelsmarken denkt?
Damit meine ich die Marken der Discounter die von verschiedenen Herstellern beliefert werden, wie zum Beispiel Milbona,Jeden Tag oder auch JA!

Die Milchpreise sind ja wieder bis auf ein paar Ausnahmen gut und dementsprechend wäre es ja jetzt ein guter Zeitpunkt als Erzeuger und Mitglied einer Genossenschaft etwas Druck auf den Handel oder auf die Politik vor den Wählen auszuüben. ( Ja ich weiß das ist sehr optimistisch ;-))
Meiner Meinung nach sind die Handelsmarken nur dafür da das der Handel bequem die Molkeien gegen einander auspielen kann ohne veränderung im Regal. Das kenne ich so nur aus dem Lebensmittelbereich.
Klar kann man jetzt sagen das der Deutz auch nur ein grüner Same ist, aber der ist nicht innerhalb von ein paar Wochen ein grüner Case.
Die Haftung hat auch die Molkerei/ der Erzeuger und die stehen auch mit ihrem Namen für die Produkte gerade.
Welchen Vorteil bieten die Handelsmarken den Erzeugern/ Molkereien?
Benutzeravatar
Lonar
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi Jul 08, 2015 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon T5060 » Di Sep 05, 2017 23:48

Ein gute Frage, wie auch ein interessantes Problem.

Bei Milch steht immer der Hersteller drauf und da ist Milbona-Sachsenmilch was anderes wie Milbona-Gropper bzw. Milbona-NÖM.
Da wird die Handelsmarke wieder zur Marke, nur es ist halt schwerer wahrnehmbar. Wenn sie wahrnehmbar ist,
haste den gleichen Effekt wie bei einer Marke. Der Sahne Kefir von Zott bei LIDL ist halt auch nicht austauschbar.
Qualitativ schlägt jede Handelsmarke, Bärenmarke-Produkte von Hochwald. Hingegen ist gerade die Fruchtbuttermilch von DMK spitze.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35372
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Lonar » Mi Sep 06, 2017 11:59

Das die Qualität der Handelsmarken stimmt habe ich nicht bezweifelt. Mir ging es um den Fall das ein Labor jetzt zb. Spuren von Dioxin in Milbona-Milch findet.
Die Zeitung schreibt: Dioxinexzess in Milbona Milch!
Der Laborant weiß das er die Probe von Milbona Lieferant xy bekommen hat aber der Imageschaden ist dann für die ganze Milbona-Milch da.
Die Eg Kennzeichnug kenne ich. Die ist allerdings auch sehr undurchsichtig wenn jetzt Molkerei xy der Käse nach Holland in den Aufschnitt schickt steht das Nl davor obwohl die meiste Produktion in D gewesen ist.
Ich weiß nicht ob das alles so richtig ist, bei mir hat jedenfalls noch kein Aldi Mensch den Milbona Anteil der Milch gemolken.:mrgreen:
Ich denke wir verzichten so einen großen Teil der Wertschöpfung, zumal unsere Milch international mit höheren Preisen gehandelt wird, sonst hätte man in den letzten Jahren nicht den Export so ausbauen können. ;-)

Liefert Kerry eigentlich auch Handelsmarken in Irland ?
Benutzeravatar
Lonar
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi Jul 08, 2015 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Lonar » Do Sep 07, 2017 12:15

Anscheinend kein spannendes Thema.

Vielleicht wird ja intressanter wenn die Neuseeländische Milbona Butter ankommt und die Interventionsbestände auf eine wieder wachsende Milchanlieferung treffen. :mrgreen:
Benutzeravatar
Lonar
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi Jul 08, 2015 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon LUV » Do Sep 07, 2017 12:21

Lonar hat geschrieben:Anscheinend kein spannendes Thema.

Vielleicht wird ja intressanter wenn die Neuseeländische Milbona Butter ankommt und die Interventionsbestände auf eine wieder wachsende Milchanlieferung treffen. :mrgreen:


??? Wieso Interventionsbestände?: Frau Dr. Keuneke, AMI, gestern im DLF - Interview:..."Zurzeit lagert die EU keine Butter ein; auch, weil sich die Marktsituation verändert hat...."
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
LUV
 
Beiträge: 9573
Registriert: Mo Jan 12, 2015 8:31
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Lonar » Do Sep 07, 2017 13:16

LUV hat geschrieben:
Lonar hat geschrieben:Anscheinend kein spannendes Thema.

Vielleicht wird ja intressanter wenn die Neuseeländische Milbona Butter ankommt und die Interventionsbestände auf eine wieder wachsende Milchanlieferung treffen. :mrgreen:


??? Wieso Interventionsbestände?: Frau Dr. Keuneke, AMI, gestern im DLF - Interview:..."Zurzeit lagert die EU keine Butter ein; auch, weil sich die Marktsituation verändert hat...."

Mmp ist aber noch satt da. ;-)
Benutzeravatar
Lonar
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi Jul 08, 2015 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon cerebro » Do Sep 07, 2017 13:54

Ich finde das Thema schon sehr interessant !

Ab wie die Handelsmarken eindämmen ? Da müssten sich alle Molkereien einig sein...., und mal ehrlich für viele Molkereien ist die Handelsmarke ein risikoarme Absatzmöglichkeit, ohne Werbung, Design, Verantwortung usw usw,
cerebro
 
Beiträge: 1374
Registriert: Fr Mär 05, 2010 13:54
Wohnort: Süddeutschland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon LUV » Do Sep 07, 2017 13:58

Also, wenn sich alle einig sind, dass sie keine Handelsmarken bedienen, dann könnte ja ein Mehrwert entstehen... Sind denn alle einig?
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
LUV
 
Beiträge: 9573
Registriert: Mo Jan 12, 2015 8:31
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon T5060 » Do Sep 07, 2017 14:18

Handelsmarken ist ja nichts neues, gibts ja schon ewig. Und wenn man heute ein gutes Produkt hat, kopiert es Gropper innerhalb 6 Wochen für LIDL.
Karwendel und HochLAND fahren kpl. zweigleisig, wie Zott und Ehrmann auch. Oberfranken gibt seinen Käse eigentlich als Standardware in den Handel.
Bei Snackprodukten aber als Handelsmarke mit klarer Oberfranken-Kennzeichnung.

Zott, Friesland, ARLA und Kerry kommen auch mit Handelsmarken aber unter anderem Herstellernamen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35372
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Grimli » Do Sep 07, 2017 19:09

bei Friesland Campina geht nahezu ~ 40-50 % Milch in die Käseschiene davon ist
13 % Markenkäse der Rest ist Handelsmarke oder Folienkäse
Der Käsemarkt wächst Europaweit/Weltweit um 0,5 % pro Jahr ,alle anderen Absatzschienen (Frischprodukte, Pulver) haben nahezu gar kein Wachstum bis maximal 1% pro Jahr.
An diesem Wachstum sollte sich auch die Milchproduktion ausrichten und immer ein Stück darunter bleiben nur das bringt gute Preise.

A-Ware, produziert 30% eigenen Käse , 60% wird für andere aufgeschnitten
Friesland Campina hat mit Zijerveld den selben Schritt angegangen und endlich mal einen guten Kauf getätigt der auch richtig Geld in die Kasse bringt
DOC Kaas und DMK ziehen gerade mit dem Kauf von UNIE KAAS nach.

Auch dieses Jahr ist wieder der Anteil Handelsmarke steigend während die Markenprodukte stagnieren oder zurückgehen und das trotz aller gegenteiligen Behauptungen die vor dem Ende der Milchquote getätigt wurden. Und während die Milcherzeugung dieses Jahr sogar rückläufig ist.
Da will ich gar nicht wissen wie die den Anteil Markenprodukte mit hoch ziehen wollen sollte einmal die nächste Produktionsausdehnung seitens der Erzeuger Fahrt aufnehmen...Grundfutter ist ja im Grunde genommen wieder reichlich vorhanden und Leistungsfutter auch weit von 30 € /dt btw 50 € /dt beim Soja entfernt :x
Grimli
 
Beiträge: 953
Registriert: So Jul 04, 2010 13:29
Wohnort: Westmünsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Lonar » Do Sep 07, 2017 19:31

cerebro hat geschrieben:Ich finde das Thema schon sehr interessant !

Ab wie die Handelsmarken eindämmen ? Da müssten sich alle Molkereien einig sein...., und mal ehrlich für viele Molkereien ist die Handelsmarke ein risikoarme Absatzmöglichkeit, ohne Werbung, Design, Verantwortung usw usw,

Es ist auch einfach überzählige Färsen zum Schlachter zu bringen. Dann muss man die nicht Halfterführig machen und mit der Schermaschine ran. ;-)

Aus der Verantwortung kommt man auch mit der Handelsmarke nicht. Die klebt dir immer an den Fingern solange du ein Macher bist. Die Schnacker haben das einfacher, die können sich rausreden :-)
Benutzeravatar
Lonar
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi Jul 08, 2015 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Lonar » Do Sep 07, 2017 19:54

LUV hat geschrieben:Also, wenn sich alle einig sind, dass sie keine Handelsmarken bedienen, dann könnte ja ein Mehrwert entstehen... Sind denn alle einig?

Einig werden sich nie alle sein.
Aber das wäre mal eine Mainstream Meinung mit der man sich als Landwitschaftsminister profilieren könnte.
Unser Verbraucher will doch ganz klar wissen wo es herkommt und wo die Kuh vor drei Jahren auf die Weide geschissen hat ;-)
Benutzeravatar
Lonar
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi Jul 08, 2015 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Lonar » Do Sep 07, 2017 20:03

T5060 hat geschrieben:Handelsmarken ist ja nichts neues, gibts ja schon ewig. Und wenn man heute ein gutes Produkt hat, kopiert es Gropper innerhalb 6 Wochen für LIDL.
Karwendel und HochLAND fahren kpl. zweigleisig, wie Zott und Ehrmann auch. Oberfranken gibt seinen Käse eigentlich als Standardware in den Handel.
Bei Snackprodukten aber als Handelsmarke mit klarer Oberfranken-Kennzeichnung.

Zott, Friesland, ARLA und Kerry kommen auch mit Handelsmarken aber unter anderem Herstellernamen.


Das ist ein guter Punkt.
Machen wir uns so nicht den Anreiz kaputt möglichst leckere, gut nachgefragte Produkte im oberem Preissegment zu entwickeln?
Gut Milch ist kein High End Produkt aber der Müller hat mit seinem Joguhrt mit der Ecke auch satt Geld verdient.
Benutzeravatar
Lonar
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi Jul 08, 2015 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Lonar » Do Sep 07, 2017 20:35

Grimli hat geschrieben:bei Friesland Campina geht nahezu ~ 40-50 % Milch in die Käseschiene davon ist
13 % Markenkäse der Rest ist Handelsmarke oder Folienkäse
Der Käsemarkt wächst Europaweit/Weltweit um 0,5 % pro Jahr ,alle anderen Absatzschienen (Frischprodukte, Pulver) haben nahezu gar kein Wachstum bis maximal 1% pro Jahr.
An diesem Wachstum sollte sich auch die Milchproduktion ausrichten und immer ein Stück darunter bleiben nur das bringt gute Preise.

A-Ware, produziert 30% eigenen Käse , 60% wird für andere aufgeschnitten
Friesland Campina hat mit Zijerveld den selben Schritt angegangen und endlich mal einen guten Kauf getätigt der auch richtig Geld in die Kasse bringt
DOC Kaas und DMK ziehen gerade mit dem Kauf von UNIE KAAS nach.

Auch dieses Jahr ist wieder der Anteil Handelsmarke steigend während die Markenprodukte stagnieren oder zurückgehen und das trotz aller gegenteiligen Behauptungen die vor dem Ende der Milchquote getätigt wurden. Und während die Milcherzeugung dieses Jahr sogar rückläufig ist...

Das Angebot und Nachfrage zueinander passen müssen ist ja der normale Markt. Jeder Händler hat das Ziel den Markt zu schlagen, sonst hätte er ja nichts in den Taschen. Aldi und LIDL sind anscheinend die besten da drin :mrgreen:

Aber du sprichst was interessantes an, nämlich die 13% Markenkäse.
Wenn wir jetzt mal den annehmen das die Politik morgen zu Aldi geht und sagt: " Die Milbona Tetra Packs kannst du abbestellen ab morgen muss die Molkerei die Marke sein!"
Würde das die jetzige Premiummarke so schwächen das unterm Strich weniger über bleibt als vorher?
10-20 % Markenware sind für ne Molkerei normal. Rest ist Handelsmarke oder geht ins Ausland
Benutzeravatar
Lonar
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi Jul 08, 2015 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Wie denkt der Erzeuger über Handelsmarken?

Beitragvon Welfenprinz » Fr Sep 08, 2017 10:58

Kerry ist ein Markenname der irischen Milcherzeuger /verarbeiter insgesamt.

Lonar geht es,wenn ich das richtig verstanden habe,um Handelseigenmarken wie Landliebe oder eben milbona
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
Benutzeravatar
Welfenprinz
 
Beiträge: 5854
Registriert: So Mär 27, 2011 10:22
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
28 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

Zurück zu Rinderforum

Wer ist online?

Mitglieder: agrarflächendesigner, Bing [Bot], Role0815, Tobi2005

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki