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Wie sind Landwirte organisiert?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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46 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Wie sind Landwirte organisiert?

Beitragvon RappStudent » Mi Mär 28, 2007 21:20

Ich studiere Soziologie und schreibe eine Hausarbeit zum Thema "Europäische Integration - Wie werden die Interessen der Landwirte auf europäischer Ebene vertreten?" (Arbeitstitel)

Ich wollte um ein wenig Unterstützung von eurer Seite bitten, vielleicht habt ihr Antworten auf meine vielen Fragen.

Seit ihr Landwirte mit der Leistung des Deutschen Bauernverbands als eurem Interessenvertreter zufrieden?
Was haltet ihr vom Agrarbündnis?
Wenn eine neue europäische Gesetzgebung in kraft tritt, wie erfahrt ihr davon, wie funktioniert das?
Habt ihr, vielleicht durch Internet Kontakt mit Landwirten aus anderen europäischen Ländern?
Seit ihr über die nationalen Grenzen hinaus organisiert?

Ich könnte noch tausend weitere Fragen stellen, aber schreibt doch einfach mal eure Erfahrungen in Bezug auf EU und eure Interessenvertretung.

Aber bitte nicht einfach auf Politik schimpfen. Das hilft niemand weiter. Ich will ja wissen was ihr tut um euch zu "wehren" oder auf euch aufmerksam zu machen.
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Beitragvon euro » Mi Mär 28, 2007 21:37

Der europäische Dachverband heisst COPA.
Der der Junglandwirte CEJA.
Such das mal mit ner Suchmaschine und glaube maximal 30% von dem was da steht.
War mal Mitglied im CEJA, die deutschen Vertreter waren eher Politiker in Lauerstellung als praktizierende Landwirte.
euro
 
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Beitragvon fendt311lsa » Mi Mär 28, 2007 23:12

Zur Rolle des Bauernverbands empfehle ich Dir das Buch "Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland" erschienen bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

http://www.bpb.de/publikationen/4IML5E, ... ewalt.html

Dort ist ein Kapitel dem Bauernverband gewidmet.
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Beitragvon Rebenhopser » Do Mär 29, 2007 6:41

Hallo,
Für die Winzer in Deutschland ist die Interessenvertretung der Deutsche Weinbauverband. Die Vertreter werden aus den Landesverbänden (badischer Weinbauverband, Württembergischer Weinbauverband ect.) heraus gewählt. Ich glaube, die Winzer fühlen sich mit ihrem Verband gut vertreten.

http://www.dwv-online.de/index.php?id=1

Der Präsident ist selbst Winzer und aus den Reihen der Landjugend gekommen. Schwierig ist natürlich die innerdeutsche Meinungsbildung, mit ihren vielfältigen, unterschiedlich strukturierten Weinbaugebieten. Kontakte zu anderen Weinbaugebieten bestehen durch Auslandspraktika, räumliche Nähe (Elsass, Österreich, Schweiz, Luxemburg) und internationale Weinverkostungen.

Bei uns in Baden plant man jetzt Partnerschaften mit anderen europäischen Weinbaugebieten einzugehen. Gerade zum deutschsprachigen Südtirol bestehen gute Kontakte. Da Deutschland international anerkannte weinbauliche Schulungs- und Forschungszentren hat, sind auf der ganzen Welt Fachleute gefragt, die hier ausgebildet wurden. Hier gibt es auch regen Erfahrungsaustausch (Weinbaupolitisch und Fachlich).
Zuletzt geändert von Rebenhopser am Do Mär 29, 2007 6:49, insgesamt 1-mal geändert.
Ich will nicht so bleiben wie ich bin, ich will besser werden!
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Beitragvon automatix » Do Mär 29, 2007 6:41

und in der Praxis kann man sagen, der Bauernverband wartet bis was beschlossen ist, das völliger blödsinnig ist, jammert dann danach furchtbar rum und wenn der ´völlige blödsinn in nur noch blödsinn entschärft wird verkauft das der Bauernverband als Erfolg.

Und wenn man Beratung z.b. bei einer Verpachtung braucht kassieren sie kräftig und lassen dann den Verpächter trotzdem alleine (ich weiß nicht, wie die vom BBV auf die Idee kommen, daß ein 70jähriger Landwirt selber Ahnung hat, wie der mit der Übertragung der ZA läuft z.b....)

Und ich bin nicht mehr dabei, weil mich unser alter Kreisobmann, der jetzt abgetreten ist persönlich verärgert hat.
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Beitragvon Rebenhopser » Do Mär 29, 2007 6:51

Aber bitte nicht einfach auf Politik schimpfen. Das hilft niemand weiter. Ich will ja wissen was ihr tut um euch zu "wehren" oder auf euch aufmerksam zu machen.


wer lesen kann ist klar im Vorteil...
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Beitragvon automatix » Do Mär 29, 2007 7:39

Rebenhopser hat geschrieben:
Aber bitte nicht einfach auf Politik schimpfen. Das hilft niemand weiter. Ich will ja wissen was ihr tut um euch zu "wehren" oder auf euch aufmerksam zu machen.


wer lesen kann ist klar im Vorteil...


ist der bauernverband jetzt schon politik? das ist dann weiter grund, warum ich froh bin da nicht dabei zu sein....
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Re: Wie sind Landwirte organisiert?

Beitragvon Davin » Do Mär 29, 2007 8:19

Aber auch:

RappStudent hat geschrieben:Seit ihr Landwirte mit der Leistung des Deutschen Bauernverbands als eurem Interessenvertreter zufrieden?

... schreibt doch einfach mal eure Erfahrungen in Bezug auf EU und eure Interessenvertretung.


Ich denke das gehört schon zum Thema

Bauerverband ist Politik, aus was besteht Politik denn sonst ?

Ich stimme Rebenhopser insoweit zu, dass der dt. Weinbauverband gute Arbeit leistet. Bei den regionalen sieht es das schon etwas anders aus. Die Arbeit steht und fällt eben mit den Personen. Eine berufsständische Vertretung braucht der Berufsstand allerdings.
Ich stimme auch automatix zu. Im Bauernverband verbreitet ist schon eher oft eine Wortwahl, die vor allem bei den Bauern ankommt. Man will ja uch wieder gewählt werden.
Bin ich zufrieden mit den Verbänden? Naja, was wäre ohne sie? Verbesserungsvorschläge gibt es immer,... selber was machen.
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Beitragvon IHC1255XL » Do Mär 29, 2007 11:22

automatix hat es auf den Punkt gebracht.
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Beitragvon H.B. » Do Mär 29, 2007 12:36

automatix hat geschrieben:und in der Praxis kann man sagen, der Bauernverband wartet bis was beschlossen ist, das völliger blödsinnig ist, jammert dann danach furchtbar rum und wenn der ´völlige blödsinn in nur noch blödsinn entschärft wird verkauft das der Bauernverband als Erfolg.


Ja, aber man bedenke, daß der BV auch erst vom Thema erfährt, wenn das Kind schon in den "Brunnen" gefallen ist!
Langfristig sollte schon versucht werden, in wichtige Ämter Leute zu bringen, die wissen, daß die "hornlose Kuh nicht an den Hörnern gemolken wird"

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Beitragvon SHierling » Do Mär 29, 2007 15:42

Hallo,
Aber bitte nicht einfach auf Politik schimpfen. Das hilft niemand weiter

Ach nein? Wie soll den Bauern denn sonst geholfen werden? Willst Du die NGO die Gesetze machen lassen? Oder soll man nicht schimpfen, weil "die Politik" irgendwie heilig ist? Unantastbar? Allwissend & Allkönnend? Unveränderlich?

Wenn man sich als Bauer "wehren" muß, dann doch als erstes gegen die Politik, oder gegen wen oder was? Die Politiker sind es doch wohl, die "Volkes Wille" gegen die Bauern ausspielen, oder wer? Und DA sitzen auch die Hohlbirnen - nirgends sonst, Juristen, Geschichtswissenschaftler, Berufspolitiker, Soziologen (sorry) - alles Leute, die KEINERLEI Ahnung haben, aber trotzdem Fachpolitik "gestalten". Die einzig fähige Tierärztin in der CDU ist ihres Zeichens ja auch gerade Fachfrau für Atompolitik - die kann sich um Bauern nicht kümmern, dafür betreut die Gentechnik - immerhin lebenswichtige Entscheidungen für unser aller Zukunft - eine Dame, die katholische Theologie studiert hat. Und darauf soll man nicht schimpfen? Das ist hahnebüchener Leichtsinn, mit dem da an unser aller Lebensgrundlagen herumgepfuscht wird!!!

Das ist immer so ein schönes modernes Schmalz-Gerede von Markt und Kommunitarismus, Selbstverantwortung,. und Non-Government-Organisationen die angeblich irgendwelche Dinge bewegen könnten, aber sieh es mal so: selbst wenn sich ALLE Bauern zusammenschließen würden in EINEM Verband, und die hätten auch ALLE eine Meinung - die wären bei der nächsten Wahl nicht mal ein Achselzucken wert, und genau so werden sie auch behandelt. Jeder Tierschützer bekommt Dinge in der EU durchgesetzt, da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln so bescheuert sind die (z.B. völlig fehlernährte vegane Schweine, erfrorene Freiland-Küken-Aufzucht, Puten verrecken, weil man ihre Krankheiten nicht mehr behandeln darf - alles hohlbirnig bis zum abwinken), und wieso?? Weil schlicht und ergreifend die Mehrheit aller Bürger keine Ahnung mehr hat, warum eine Kuh Milch gibt, und in der Folge die auf Wählerstimmen angewiesene Politik Gesetze beschließt, die manchmal wirklich an Blödheit nicht mehr zu übertreffen sind.

In meinen Augen ist es eine Frechheit, wenn Politiker so tun, als sei "diese oder jede Volksgruppe für sich selber verantwortlich" - wer so redet, der hat irgendwie nicht begriffen, wozu er da oben rummgammelt und sich die Taschen vollsteckt. Und das der Bauernverband - so wie es oben schon beschrieben wurde - hinterher dann "die Kohlen aus dem Feuer holen darf", wenn man ihm überhaupt eine Zange gibt, das ist das allerwenigste. Mit "vertreten fühlen" hat das in meinen Augen nichts zu tun!

Grüße
Brigitta
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Beitragvon H.B. » Do Mär 29, 2007 18:37

Volltreffer, und es gibt keine andere Möglichkeit, mit so wenig Worten so viel zu sagen.
Und es ist SCHEISSEGAL ob die Gestze von Links, Rechts oder aus der Mitte stammen, sofern das nötige Fachwissen mit eingebracht wird!


H.B.
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Danke, echt nett.

Beitragvon RappStudent » Di Apr 03, 2007 21:57

Vielen Dank an alle die was geschrieben haben.
Ich hab überhaupt noch nie an einem Forum teilgenommen und war mir nicht sicher ob das so klappt wie ich's mir vorstelle.
Besondern Dank auch an fendt311Isa (ich war ja auf 'nem Agrarwissenschaftlichen Gymnasium in Ettlingen, Baden und ein Fendt war damals auch unsere Traumkarre) für den Buchtipp auf die Publikation wär' ich wohl sonst nicht aufmerksam geworden.

Toll auch die Info über die Winzer.

Und an SHierling.
Klar gehört ordentlich motzen immer zur Politik dazu und mein "Das hilft niemand weiter" war nicht korrekt. Aber ich wollte vermeiden, daß ein paar Leute ihren Frust ablassen, was ja durchaus wichtig ist, jedoch damit anderen Usern suggerieren das was unter diesem Thema geposted wird hat keine Inhalte.

Ich wollte, ganz egoistisch, einfach möglichst viel Info die mir weiterhilft.

Die Hausarbeit, die ich schreibe, falls sie irgendwann fertig wird, werd ich natürlich ins Netz stellen. Falls es jemanden interessiert.
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Beitragvon SHierling » Do Apr 05, 2007 18:50

Hallo,
Die Hausarbeit, die ich schreibe, falls sie irgendwann fertig wird, werd ich natürlich ins Netz stellen. Falls es jemanden interessiert.

Klar interessiert sowas, wenn nicht jetzt dann später vielleicht irgendjemand, der eine ähnliche Arbeit vorhat, oder irgendeinen Journalisten!

Und ich wollte auch nicht "nur motzen, weil das zur Politik dazu gehört" - ich wollte halt vermeiden, das an den Schulen mal wieder so getan wird als hätte die ganze Organisations~ und Verbandsmeierei irgendeinen Sinn (im Sinne von "Auswirkung"). Das ist - im Bezug auf Landwirtschaft - Beschäftigungstherapie und Ruhigstellen, nichts weiter, und das sollte man halt auch bedenken, wenn man drüber schreibt ;)

Grüße
Brigitta
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Beitragvon SHierling » Fr Apr 06, 2007 14:14

Brigitta, denkst du ein Landwirt würde für seine Kollegen mehr erreichen zum Wohle aller ? Für wen soll er sprechen für den Milchviehhalter, für den Schweinehalter, für den Biogasbetreiber, für den Ackerbauern, für den Direktvermarkter.....?

Auch mit einer kompetenten Fachperson gäbe es die gleichen Probleme.[/quote]
Nimm mal die Gesetzgebung zur Vogelgrippe, und lies sie Dir durch, zuerst den Kopf. Die VOen da sind WÖCHENTLICH!!! geändert worden, alles auf Kosten der Steuerzahler, und weil die "erstauflage" fachlich völlig sinnlos war.

Es ist egal, wo Du hinguckst, kein Mensch würde auch nur sein Plumpsklo von jemandem reparieren lassen, der fachlich so wenig Ahnung von seinem Job hat wie ein Politiker. Jemand, der Landwirt gelernt hat, kann für alle diese Leute sprechen, DESWEGEN MACHT ER EINE AUSBILDUNG. Was glaubst Du denn, warum es Fremdlehrjahre und Berufsschulen gibt? Oder hast Du Kuhstallbauer studiert und kannst deswegen keine Garagen konstruieren?

Und bei den Wählern ist es doch genau das selbe. Jeder meint, er muß alles beurteilen können - Du z.B. maßt Dir anderswo ein Urteil über "die Landwirtschaft" an, und hast noch nie Feldblockdaten gesehen, wie oberpeinlich ist sowas denn???

Ob es Dir nun einleuchtet oder nicht - keine Firma, kein Werk, kein Betrieb, nicht mal eine Familie funktioniert per ständiger Abstimmung - und ich möchte halt nicht, das mein Staat über kurz oder lang den Bach runtergeht zugunsten irgendwelcher Rechten Hoschis, nur weil seine Betreiber nicht kapieren, daß "Abstimmen per Volk" mit den inzwischen angewachsenen Problemen nicht fertig werden kann.
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