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Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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39 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon TLH » Fr Aug 06, 2010 22:06

Schafe können als Zwischenwirte für die Lungenwürmer der Esel / Pferde wirken, ohne dabei selber zu erkranken (richtig: sie haben ihre eigenen Lungenwürmer - aber eben nicht nur die!

SHierling, dazu hast Du sicher einen wissenschaftlichen link für mich?

"Auch die Weidehygiene ist deutlich besser zu bewerten, da die Wurmlarven der einen Nutztierart die anderen nicht schaden, sie werden im wahrsten Sinne des Wortes im Magen-Darm-Trakt der jeweils anderen Art verdaut"
das steht so im Originalpapier unmittelbar vor Deinem Zitat......wie denn nun?
bei Borna hilft entwurmen auch nicht; heutzutage geht man weniger vom Schaf als dem Überträger aus sondern findet stumme Träger in fast allen Tierarten: jedes 3.Pferd ist positiv, jedes 3. Schaf, aber auch jede 10. Katze, und Füchse, und Vögel, und Zecken .......die müßten alle von der Weide verbannt werden.....ach ja und der Mensch, bei dem diskutieren sie noch

@peterg
trotzdem würde ich dem Wanderschäfer meine Meinung geigen :mrgreen:
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon SHierling » Fr Aug 06, 2010 22:28

is Dein google kaputt?

http://books.google.com/books?id=6_has9 ... rd&f=false

http://www2.vetmed.uni-muenchen.de/med2 ... b5-28.html

eine Diss gibts auch noch, "Vorkommen, Bedeutung und Bekämpfung von Fasciola hepatica (Leberegel) beim Pferd" , von xyzvergessen, TiHo Hannover imho

... steht aber auch in jedem halbwegs seriösen Grünlandlehrbuch.


Wolltest Du die Lungenwürmer auch noch anzweifeln, oder kannst Du auch selber was nachlesen?
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon Aemmy » Sa Aug 07, 2010 14:49

TLH hat geschrieben:
Schafe können als Zwischenwirte für die Lungenwürmer der Esel / Pferde wirken, ohne dabei selber zu erkranken (richtig: sie haben ihre eigenen Lungenwürmer - aber eben nicht nur die!


; heutzutage geht man weniger vom Schaf als dem Überträger aus sondern findet stumme Träger in fast allen Tierarten: jedes 3.Pferd ist positiv, jedes 3. Schaf, aber auch jede 10. Katze, und Füchse, und Vögel, und Zecken .......die müßten alle von der Weide verbannt werden.....ach ja und der Mensch, bei dem diskutieren sie noch

Woher weißt Du das jedes dritte Pferd positiv ist?
Die einzige Art, den Egel wirklich verbindlich nachzuweisen, ist eine Leberbiopsie.
Und des weitern, klar kann man nicht sämtliche Tiere von der Pferdeweide fernhalten aber die Gefahr halt eingrenzen, das kann man.

http://www2.vetmed.uni-muenchen.de/med2 ... b5-28.html
LG Emmy :klee:
Aemmy
 
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon TLH » Sa Aug 07, 2010 21:24

@SHierling
is Dein google kaputt?
schätze schon, weil zu Deiner These
"Schafe können als Zwischenwirte für die Lungenwürmer der Esel / Pferde wirken, ohne dabei selber zu erkranken (richtig: sie haben ihre eigenen Lungenwürmer - aber eben nicht nur die!"
findet er keine Veröffentlichung

Leberegel ist eine andere Geschichte: die Übertragung funzt bloß mit Zwischenwirt, da können die Schafe Leberegel in rauhen Mengen mitbringen: kein Zwischenwirt - keine Übertragung aufs Pferd
sollte die Pferdeweide aber Heimat für den passenden Zwischenwirt sein, stellen die Schafe auch kein wesentliches Problem mehr dar, weil dann sind Leberegel sowieso schon im Bestand und müssen entsprechend bekämpft werden

@aemmy
Woher weißt Du das jedes dritte Pferd positiv ist?

eine der Quellen zB:
http://www.animal-health-online.de/drms/pferd/borna.pdf
oder schau nach den Arbeiten von Prof. Liv Bode: vor etwa 10 Jahren gabs da nen Aha-Effekt, für die Frau Bode den Whistleblower - Preis und ne Streichung ihrer Forschungsgelder, weil nicht sein kann was nicht sein darf :wink: ; dafür finden sich weitere Infos zur Bornavirus-Infektion jetzt bevorzugt im Ausland
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon Cairon » So Aug 08, 2010 10:13

Die Schäfer sind recht dreist und dickfellig. Wir hatten da früher auch Probleme. Der Schäfer hat bei uns in der Feldmark Gründüngung abgeweidet, als er von einem Schlag zu anderen gezogen ist, hat er auf ca. 400 m 20 m unserer Wintergerste mitgenommen. Wir haben dann auch die Polizei gerufen und nach dem wir die Polizisten entsprechend motiviert hatten (wer ist ihr Vorgesetzter) wurden die auch aktiv. Viel Geld war da leide nicht zu holen, der Schäfer hat uns dann 2 aufbereitete Schaffelle als Entschädigung gebracht. Wir haben ihn dann nahe gelegt, mit seinen Schafen vorsichtiger zu sein, da wir uns sonst an seiner Herden bedienen würden. Wurde aber nie nötig. 20 Jahr lange hat der Schäfer einen großen Bogen um uns gemacht. Seit 2 Jahren lasse ich ihn meinen Ölrettich wieder ab weiden. Ich habe ihn aber noch einmal ausdrücklich auf die alte Geschichte angesprochen, an die er sich natürlich gar nicht erinnern konnte. Allerdings bewegt er seine Schafe in unserer Feldmark nur noch mit dem Viehwagen.
Würde hier ein fremder Schäfer auftauchen und wild beweiden würden wir dem die Hölle heiß machen und wenn man mit 2-3 Bauern da auftaucht sieht das schon anders aus, die Justiz kann man ihm ja trotzdem noch auf den Hals schicken und wenn mich solch ein Mensch bedrohen würde hätte der gleich noch eine Klage wegen Nötigung am Hals. Oftmals muss man diesen Menschen einmal richtig Respekt bei bringen, dann geht es.
Aber ist stellenweise schon wirklich dreist was die abziehen, denn Sonderrechte für Schäfer gibt es nicht.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon amwald 51 » So Aug 08, 2010 13:24

servus mitanand
Liberty hat geschrieben:der § zum Weidefrevel ist juristisch eindeutig. Da der 1. Kommunikationsversuch ja nicht fruchtete, würde ich auch nicht mehr kommunizieren, sondern insofern er sein Vieh unbefugt weiden läßt, die Polizei rufen. So schnell bekommt er seine Schafe nicht weg, vor ort ist es der Polizei also möglich, den offensichtlichen Tatbestand zu sehen.
Von irgendwelchen "Gegenmaßnahmen" gegen die Schafe halte ich schon allein aus tierschutzrelevanten Gründen nichts, schließlich ist der Verursacher in diesem falle zwei und nicht vierbeinig.
lg :klee:

... da muß natürlich ordentlich futter für die schafe stehen, sonst kann die polente den tatbestand des weidefrevels nicht mehr feststellen >>>> nachdem diese dann eeeeenndlliiiich am tatort angekommen sein wird. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
grüße vom alpenrand
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon euro » So Aug 08, 2010 13:31

amwald 51 hat geschrieben:... da muß natürlich ordentlich futter für die schafe stehen, sonst kann die polente den tatbestand des weidefrevels nicht mehr feststellen >>>> nachdem diese dann eeeeenndlliiiich am tatort angekommen sein wird. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
grüße vom alpenrand
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Sach ich ja -> Kupfersteine, dann hauen sie auch nicht mehr so schnell ab.
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon Aemmy » So Aug 08, 2010 20:37

euro hat geschrieben:
amwald 51 hat geschrieben:... da muß natürlich ordentlich futter für die schafe stehen, sonst kann die polente den tatbestand des weidefrevels nicht mehr feststellen >>>> nachdem diese dann eeeeenndlliiiich am tatort angekommen sein wird. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
grüße vom alpenrand
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Sach ich ja -> Kupfersteine, dann hauen sie auch nicht mehr so schnell ab.

OT
ich hab jetzt mal nach Kupferstein gesucht und nix gescheites darüber gefunden.
Was ist das genau und woher bekommt man so was?
LG Emmy :klee:
Aemmy
 
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon euro » So Aug 08, 2010 20:44

Der "solsel extra " mit 1650mg Kupfer, legt jede Geiss und jedes Schäfchen flach.
Die liegen natürlich wegen der Gäule und Muhs rum...
http://www.esco-salt.com/export/sites/e ... sel_de.pdf
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon Aemmy » So Aug 08, 2010 21:06

Und das geht, :shock: das ist doch ein ganz normaler Leckstein. Sie schreiben nix davon, dass es Schafe niederstreckt.
Danke euro gut zu wissen so was. :wink:
LG Emmy :klee:
Aemmy
 
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon Malte » So Aug 08, 2010 21:15

@ Emmy:

http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm ... oxiwdk.htm
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon thunderstruck » So Aug 08, 2010 21:58

Mein Lehrherr hat mich immer vor diesem Wanderschäfergesocks gewarnt. Die Schafe scheißen alles aus, was sie anderswo gefressen haben. Auch Hundspetersilie und dergleichen übles Zeug. Viel Spaß beim Herbizideinsatz...
Die Erinnerung ist das einzige Gefängnis,
aus welchem wir nicht fliehen können.
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon peterg » Mo Aug 09, 2010 6:54

So, zunächst mal vielen herzlichen Dank für die vielen Antworten.
Es gab ein sehr herzliches Gespräch mit dem Schäfer - wir konnten ihn letztlich überzeugen, dass es besser ist, weiter zu ziehen, was er gestern auch tat.
Beim nächsten Mal bin ich besser vorbereitet!
Nochmal danke
Peter
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon Fassi » Mo Aug 09, 2010 12:15

Der Weidefrevel ist gut, aber nützt im Saarland wenig, da Bay. Landesstrafrecht.

Allgemein ist es in jeden Diebstahl (das Gras wird ja im Magen abtransportiert und somit beweglich gemacht) und Sachbeschädigung (die Schafsködel), da gibts auch einige Vergleichsurteile zu. Bei den allermeisten Schäfern hilft der Hinweis darauf eigentlich. Ok, die vom alten Schlag sind da im Laufe der Zeit ziemlich abgehärtet. Aber ca. 90% der Berufsschäfer die ich so kenne sind eigentlich ziemlich umgänglich.

Bevor man allerdings ein Faß aufmacht, sollte man sich vorher schlau machen, ob die Gemeinde nicht die Winterweiderechte verpachtet (solls ja vereinzelt noch geben). Da muß dann halt den Strohwisch/Reiserbesen aufstellen, ansonsten geht der Schäfer da recht legal drüber, weil er eben dieses Recht gepachtet hat. Aber ein Allgemeines Weiderecht wie früher gibts für Schäfer nicht mehr.

Und Kupfersteine sind relativ. Kupfer ist toxisch für Schafe, allerdings wenn die nur einen Tag dran lecken und sagen wir mal um 700- 1.000Schafe sich ein paar Steine teilen, dann tut man ws dem Schäfer noch einen Gefallen (vor allem, wenn die Schafe unter Kupfermangel leiden). Wenn man allerdings schaft die sofort toxische Dosis zu erreichen, dann fallen die Schafe um (bei der latenten Dosis nimmt nur die Leber einen vorrübergehenden Schaden).

Gruß Christian
PS:
Mein Lehrherr hat mich immer vor diesem Wanderschäfergesocks gewarnt.
Hier muß ich doch etwas grinsen, wie es sich mit der Zeit ändert. Früher waren Schäfer begehrt wegen natürlicher Düngung und Unkrautvernichtung (nicht umsonst sind die früher alle in die Ackerbaugebiete auf die Stoppeln gewandert).
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Wie weit gehen die Rechte von Wanderschäfern?

Beitragvon thunderstruck » Mo Aug 09, 2010 12:36

Fassi hat geschrieben:
Mein Lehrherr hat mich immer vor diesem Wanderschäfergesocks gewarnt.
Hier muß ich doch etwas grinsen, wie es sich mit der Zeit ändert. Früher waren Schäfer begehrt wegen natürlicher Düngung und Unkrautvernichtung (nicht umsonst sind die früher alle in die Ackerbaugebiete auf die Stoppeln gewandert).

Was ist "früher"? Meine Lehre liegt mehr als 20 Jahre zurück. Ich komme aus einer Zuckerrübenregion. Da hatte bis in die 60er Jahre nahezu jeder Betrieb seine Merinofleischschafherde, die Güter hatten teils international bekannte, ansehnliche Stammherden. Das war kein Hobby. Man konnte nämlich mit den Schafen die abgeernteten Rübenflächen "abweiden". Es wäre aber niemandem eingefallen, einen Wanderschäfer auf die Flächen zu lassen. Ich habe während meiner Lehrzeit auf einem befreundeten Betrieb ausgeholfen, der den Wanderschäfer auf seinen Flächen hatte. Teilweise waren die danach nicht mehr rübenfähig wegen der Hundspetersilie, die man nicht so gut chemisch bekämpfen konnte. Das Zeug kam eindeutig von den Schafen, denn überbetrieblich rodete man seinerzeit dort nicht.
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