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Winterfestigkeit bei Raps

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20 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Winterfestigkeit bei Raps

Beitragvon Crazy Horse » So Okt 10, 2010 20:29

Wini hat geschrieben:Ich spritze meinen Raps im Herbst übrigens überhaupt nicht mit Wachstumsreglern.
Die alljährlichen Landessortenversuche in Bayern zeigen, daß in den wenigsten Fällen
eine Fungizidbehandlung wirtschaftlich ist.


Du kannst doch nicht die Landessortenversuche auf Kleinstparzellen und bestem Boden mit Praxisschlägen vergleichen!
Du wirst bei wechselnden Bodenverhältnissen ohne Einsatz eines Wachstumsreglers nie einen schönen gleichmäßigen Bestand hinbekommen. Der Raps sieht nach einem Wachstumsreglereinsatz viel dunkler und vitaler aus. Vor allem aber bleiben die Sprossachsen kurz, was die Blattverluste über Winter reduziert, und der Raps bleibt am Boden und bildet eine schöne Rosette aus.
Eine Wachstumsreglerbehandlung fördert auch die Wurzelentwicklung und die Stickstoffeffizienz.
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Re: Winterfestigkeit bei Raps

Beitragvon NobbyNobbs » So Okt 10, 2010 21:52

Eicher Königstiger 2 hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:
Eicher Königstiger 2 hat geschrieben:Die Kosten pro Hektar bleiben immer die gleichen oder sinken sogar mit zunehmender Fläche.
.



Falsch. Die Maschinenkosten, ja. Diesel und Arbeitszeit nicht oder rechnen wir hier jetzt keine Vollkosten mehr?


Die Arbeitszeit rechne ich nicht. Wenn ich 100ha habe, dann muss ich auch Zeit für diese Fläche haben, denn es ist mein Beruf.
Wer das zeitlich nicht gebacken bekommt, sollte überlegen, einige Fächen zu verpachten und den Rest vernünftig zu bewirtschaften. Manchmal ist weniger eben mehr.

Diesel, Maschinen, Dünger und Pflanzenschutz kauft jemand für 100ha garantiert günstiger ein als jemand, der nur 5ha hat.

Lies dir meinen Satz oben nochmal durch, nichts anderes habe ich behauptet. Kosten/ha gleich oder sogar geringer. :D

P.S. Mit einer Anhängerspritze (breites hydraulisches Gestänge, großer Tank schafft man bestimmt das dreifache an Fläche in der Stunde, als jemand, der eine 600 l mit 12 Meter Arbeitsbreite für sein 5ha hat. Also ist das mit der Arbeitszeit auch widerlegt.





Meiner Meinung nach ist es definitiv der falsche Weg die Arbeitszeit NICHT zu rechnen. Ich muss doch nachher genau wissen, mit wie viel Intensität und KOSTEN, BZW. ZU WELCHEM STUNDENLOHN ich meinen Umsatz erwirtschaftet habe. Wenn ich irgendwas arbeite, muss ich auch immer bedenken, was ich zur gleichen Zeit irgendwo anders ( beispielsweise für Lohnarbeiten oder oder oder ) bekommen würde. Man kann nicht sagen: " Ich habe 100 ha, die mein Beruf sind und habe grade nichts Besseres zu tun, deswegen fahre ich mal wieder die Feldwege grade, weil´s mir Spaß macht und Traktor fahren ja irgendwie was mit meinem Beruf zu tun hat, ´ne...Ist ja egal mit wie viel Aufwand ich nachher die 5 t runter hole." Und ja, deine Kosten sinken mit steigender Fläche, Technik ( usw. ), aber das hat doch rein gar nichts mit dem zu tun, was ich oben probiert habe zu schildern?! Deine Kosten PRO ÜBERFAHRT sind geringer, aber die Überfahrt kostet trotzdem noch. Gut, du hast jetzt meinetwegen 100 ha und kaufst deinen Diesel 2 cent günstiger...SCHÖN. Das ändert noch lange nichts daran, dass dich eine zusätzliche Überfahrt trotzdem MEHR DIESEL- den du ja so günstig gekauft hast - kostet, als KEINE ÜBERFAHRT. Das Ganze wird erst dann wirtschaftlich, wenn durch das, in diesem Falle, splitting, so viel mehr gedroschen wird, dass deine zusätzlichen Kosten getilgt werden. Das sind Fakten.Du kannst nicht einfach sagen: "Ob ich jetzt 3 mal oder 5 mal drüber fahre- das ist nachher egal, denn meine Kosten sind ja die gleichen.." Das ist ABSOLUT falsch. :-) Eine Maßnahme wird IMMER erst dann wirtschaftlich, wenn der Mehrertrag MINDESTENS die Kosten der Überfahrt ( inkl. Allem ) deckt. :klee:
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Re: Winterfestigkeit bei Raps

Beitragvon NobbyNobbs » So Okt 10, 2010 22:13

Wini hat geschrieben:Wenn der Raps erst 2-3 Laubblätter hat, dann nützt auch Spritzen und Düngen nix mehr.

Hier sollte man lieber nach dem Grundsatz verfahren:

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Noch ist Zeit für einen Umbruch und eine Wintergetreidesaat.
Ich würd noch 2 Wochen zuwarten, vielleicht richtet es noch ein goldener Oktober.
Wenn der Raps dann immer noch nicht aus den Startlöchern kommt, dann den Pflug rausholen.

Ich spritze meinen Raps im Herbst übrigens überhaupt nicht mit Wachstumsreglern.
Die alljährlichen Landessortenversuche in Bayern zeigen, daß in den wenigsten Fällen
eine Fungizidbehandlung wirtschaftlich ist.





Na ja, mit Raps umbrechen wäre ich vorsichtig. Das,was er dich gekostet hat, bis er aufläuft, muss eine andere Kultur erst mal an Mehrertrag bringen. Raps im Herbst ist so ´n Ding... da sollte man gar nicht so genau hinschauen. Im Frühjahr steht doch oft mehr da, als man erwarten konnte.

Das mit dem Wachstumsregulator kannst du auch nicht so genau sagen. Das ist wirklich sehr stark abhängig von:
-der Region
-der Sorte
-der Bestandesentwicklung
-...
In manchen Regionen, die häufig unter Kahlfrösten leiden (wie beispielsweise bei mir), geht´s ohne meist gar nicht. Da siehst du die Spritzfenster im Frühjahr ganz genau: Dort, wo Fungizid hinkam, ist der Raps vital und grün; da, wo keins hinkam, abgefault.
Generell gilt´s immer zu unterscheiden zwischen Maßnahmen, die direkten Mehrertrag bringen, wie zum Beispiel die Abschlussbehandlung im Getreide ( Behandlung = erhoffter Mehrertrag ) oder der RGK-Bekämpfung im Raps ( keine Schädlinge = mehr Schoten = mehr Ertrag ) und Maßnahmen zur Absicherung ( 0,5l CCC + 0,3l Moddus => du hast, wenn sowieso alles stehen bleibt, keinen direkten Mehrertrag. Ist aber stürmisches Wetter und alles legt sich, außer die behandelte Variante, schützt sie dich eventuell vor einem Totalausfall; Bravo zur Septoriavorbeugung...) - und Letzteres ist eben auch zum großen Teil die Fungizidbehandlung im Herbst beim Raps: Kommt Kahlfrost und friert alles Unbehandelte ab, schützt sie vor dem Totalschaden. Außerdem machen Fungizide Rapsbestände homogener, wie Crazy Horse schon genauer und zudem völlig richtig erläutert hat.
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Re: Winterfestigkeit bei Raps

Beitragvon 818er » Mo Okt 11, 2010 11:22

chef-bauer hat geschrieben:
818er hat geschrieben:Mach doch ein Splitting in dem du jetzt mit 0,4 l Folicur durchfährst, verkürzt das Hypokotyl und vitalisiert.
Im 6 Blatt nochmal mit 0,4 -0,5 l Folicur, bei jedem mal 0,5 l Bor und 2 kg Bittersalz mit rein nehmen.


Gestern hab ich den 1ten Step des vorgeschlagenen Splittings durchgezogen. Was es wirklich bringt wird sich zeigen, aber ich glaube dass das die richtige Entscheidung für meinen Bestand ist. 818er nochmals Vielen Dank für den Tipp.
mfg,


Bitte. Kannst ja mal berichten wie sich dein Raps noch entwickelt hat.
Die Menschen glauben eine große Lüge eher als eine kleine ,
und wenn man sie häufig genug wiederholt, werden diese Menschen sie irgendwann glauben!
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Re: Winterfestigkeit bei Raps

Beitragvon Nordlicht73 » Mo Okt 11, 2010 17:33

So, 0,5 Caramba, 0,1 Trafo WG, 1,0 Phosfik und 1,5 kg Bittersalz sind auf'm Raps drauf, auf das er sich entwickelt :!: Versteht sich alles je Hektar, falls jemand drüber nachdenkt :lol:
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