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Wintergetreide Totspritzen???????

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon franki mf3060 » So Jul 01, 2012 16:11

hallo leute

wollte mal eure Meinung zum thema ernte helfer Roundup hören.was haltet ihr von der sache?tue mich da son bischen schwer mit.
man hat zwar viele vorteile (gleichmässige abreife,unkrautfrei)aber ist das wirklich richtig???????
was meint ihr dazu???

mfg
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon automatix » So Jul 01, 2012 16:38

frag deinen Lohnunternehmer, ob er dir Rabatt gibt, wenn du totspritzt.
Ich würds nur als Notfallmaßnahmen machen, wenn wirklich viel Unkraut, Nachschuß etc drin ist.
Badaboom
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon Schnortz » So Jul 01, 2012 18:59

Hi,

Ich halte Sikkation nur in Ausnahmejahre für richtig.
Letztes jahr war es zum Teil im Raps nötig, um wegen dem Zwiewuchs überhaupt noch was ernten zu können.

Grundsätzlich sollte aber jeder schauen das es nicht so weit kommt.

Gruß
Schnortz
 
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon TomDeeh » So Jul 01, 2012 19:16

Hi ,

die WG -Bestände hier in Hohenlohe die noch stehen sind tw. schon richtig verunkrautet.Distel,Melde,Winde und dann noch dazwischengesäte Sommergerste die noch lange braucht zur Abreife. Für diese Bestände , die eigentl. alle besser umgebrochen worden wären , seh ich keine andere Möglichkeit als sie Sikkation . Das Stroh dieser Bestände ist mMn auch nicht wert heimgefahren zu werden , das ist eine Umkrautschleuder sonders gleichen . Beim Raps wird es wohl auch darauf rauslaufen. Viele dieser Bauern wären wohl mit ner Erbse o.ä. besser gefahren.
Gruß Tom
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon Crazy Horse » Mo Jul 02, 2012 7:22

Der Titel ist eigentlich schon falsch, denn es geht nicht darum, das Getreide, das man ernten will, totzuspritzen, sondern darum, das Unkraut und den Zwiewuchs abzutöten. Das Getreide soll zum Zeitpunkt des Glyphosat-Einsatzes bereits weitestgehend abgestorben sein und nach Möglichkeit keinen Wirkstoff mehr aufnehmen (wird nur über grüne, physiologisch aktive Pflanzenteile aufgenommen).

Ein Problem ist natürlich auch die Wartezeit, die man einhalten muss, weil das Gerstenstroh zunehmend mürber wird je länger es draußen steht. Wenn dann noch ein Gewitter mit starkem Platzregen folgt, war's das fast schon mit der Wintergerste. Dann sind schnell mal Druschverluste von 30% und mehr drin. 7 Tage kann man zur Not noch zuwarten, aber 14 Tage sind fast schon zu lang, insb. dann, wenn durch den Verzicht auf Fungizide und Wachstumsregler und einem hohen Krankheitsdruck die Strohstabilität ohnehin nur noch sehr gering ist.

Wenn das Wetter nicht mitspielt, würde ich im Zweifel eher die Gerste mit 17% Feuchte dreschen, mit dem Vorreiniger den größten Unkrautbesatz rausreinigen und die Gerste dann mit Propionsäure konservieren.
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon Stoapfälzer » Mo Jul 02, 2012 11:32

Ich hab am Freitag dem Durchwuchsweizen im meiner WG den finalen Todestroß mit 4,0ltr Glyfos supreme gegeben.
Ab nem bestimmten Fremdbesatz bleibt einem nichts anderes mehr übrig netter Nebeneffekt die Quecken sind auch bestens hinüber da sie noch ihr volles Blattwerk haben und ich kann hinterher sofort mit dem grubber drauf und die Gründüngung anbauen.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon Wini » Di Jul 03, 2012 20:49

Vorsicht vor dem Einsatz von Glyphosat in Getreide meine Herren !

Hält nämlich die Wetterlage an, (Alte Hasen haben sich das Wetter am Siebenschläfertag gemerkt)
zieht sich die Ernte heuer noch einige Tage hinaus. (Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen) :regen:

Dann stirbt nämlich auch auch das behandelte Getreide, Halmknicken und die Ähren fallen zu Boden noch ehe der Drusch
bei dem anhaltenden Regenwetter erfolgen kann.
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon Heinrich » Di Jul 03, 2012 21:41

Wini hat geschrieben:Vorsicht vor dem Einsatz von Glyphosat in Getreide meine Herren !

Hält nämlich die Wetterlage an, (Alte Hasen haben sich das Wetter am Siebenschläfertag gemerkt)
zieht sich die Ernte heuer noch einige Tage hinaus. (Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen) :regen:

Dann stirbt nämlich auch auch das behandelte Getreide, Halmknicken und die Ähren fallen zu Boden noch ehe der Drusch
bei dem anhaltenden Regenwetter erfolgen kann.


Genau das ist das Problem Deshalb sollte das genau überlegt werden.
Das Zeitfenster für die Ernte wird sehr eng. Nach 7 Tag muss mach möglichkeit umgehend gedroschen werden. Die Ähren knicken sehr schnell ab, und dann mus mglichst schnell gedroschen werden da das Korn sehr schnell ausfällt.
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon Stoapfälzer » Mi Jul 04, 2012 11:56

Wini hat geschrieben:Vorsicht vor dem Einsatz von Glyphosat in Getreide meine Herren !

Hält nämlich die Wetterlage an, (Alte Hasen haben sich das Wetter am Siebenschläfertag gemerkt)
zieht sich die Ernte heuer noch einige Tage hinaus. (Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen) :regen:

Dann stirbt nämlich auch auch das behandelte Getreide, Halmknicken und die Ähren fallen zu Boden noch ehe der Drusch
bei dem anhaltenden Regenwetter erfolgen kann.

An Siebenschläfer hatten wir pralle Sonne bei 35 Grad (Traumdruschwetter) :lol:

5 Tage ists jetzt her und der Weizen wird sichtlich heller haben aber täglich Regen zur Zeit.
Halmknicken ist meiner Ansicht nach mehr sortenabhängig als behandlungsabhängig, bis jetzt steht alles wie ne Bürste es liegt kein einziger Quadratmeter.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon casefan65 » Do Jul 05, 2012 21:44

ich habe grade 20ha gerste totgespritzt, wir machen das auch relativ oft weil es eigentlich ganz gut klappt
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon ackerking » Mi Jul 11, 2012 23:50

@stoapfälzer: Bei welchen Sorten ist das Ährenknicken eher ein Thema und bei welchen nicht? Wenn man mit Camposan behandelt hat dürfte meiner Meinung nach auch bei anfälligen Sorten nicht so schnell was passieren.

@casefan: Quasi als Standartmaßnahme? Davon würd ich abraten, außer der Bestand ist extrem "zwiezeitig" oder der Unkrautbesatz ist extrem hoch. Abgesehen trägt es nicht zu einem guten Image der Landwirtschaft bei, wenn eine Woche vor der Ernte nochmal mit der Spritze übers Feld gefahren wird! Für Sikkation gibt es für mich keinen Grund, außer in Ausnahmefällen.

Schöne Grüße
ackerking
 
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon JueLue » Do Jul 12, 2012 6:50

ackerking hat geschrieben:@stoapfälzer: Bei welchen Sorten ist das Ährenknicken eher ein Thema und bei welchen nicht? Wenn man mit Camposan behandelt hat dürfte meiner Meinung nach auch bei anfälligen Sorten nicht so schnell was passieren.


Doch, bei Gerste (im Gegensatz zu Weizen) hast du bei Sikkation immer das Problem, dass die relativ bald nach der Wartezeit in sich zusammenbricht (wie z.B. im Moment bei uns in OWL :( ). Wenn dann kein Erntewetter ist, kanns durchaus erhebliche Verluste geben.

ackerking hat geschrieben:@casefan: Quasi als Standartmaßnahme? Davon würd ich abraten, außer der Bestand ist extrem "zwiezeitig" oder der Unkrautbesatz ist extrem hoch. Abgesehen trägt es nicht zu einem guten Image der Landwirtschaft bei, wenn eine Woche vor der Ernte nochmal mit der Spritze übers Feld gefahren wird! Für Sikkation gibt es für mich keinen Grund, außer in Ausnahmefällen.


Seh ich genauso.
Aber: Gerade in diesem Jahr, wo in lückigen (Frostschäden) Stellen in den Gerstenschlägen teilweise extrem Zwiewuchs und Unkraut (Kamille) zu finden ist, ist das schon ne super Sache für Teilflächen. Der Drescher kann dann problemlos auch das abgestorbenen Kraut verarbeiten, und man muss ja auch an die nachfolgende Stoppelbearbeitung denken, die dann sehr gut funktioniert.

Die Kamillenester könnte man sonst mit dem Mähdrescher garnicht bearbeiten, da fährt man dann nochmal mit dem Mulcher los und trotzdem wäre die Stoppelbearbeitung an diesen Stellen "suboptimal".

Ein anderer Punkt ist die Queckenbekämpfung. Ich habe die Erfahrung, dass durch einmalige Sikkation die Quecke im Normalfall besiegt ist, was (auch nach dem Warten auf neue Blätter) bei Behandlung auf den Stoppeln nicht so gelingt.

Meine Meinung: Die Sikkation ist für soche Fälle ein Segen, man sollte sich die Sache durch unüberlegte Anwendung aber nicht verscherzen.

Schöne Grüße
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon Agrotron » Do Jul 12, 2012 12:17

Seh ich ähnlich. Dieses Jahr, wo in vielen Beständen, die an der Grenze zum Umbruch waren, ganze grüne Teppiche stehen, ist das tot spritzen sicher ne super Sache. Sowohl als Hilfe für Ernte und Bodenbearbeitung, als auch als allgemeine Unkrautbekämpfung und um die Qualität des Erntegutes zu steigern.
Wenn man allerdings standardmäßig mit Glypho durchfährt um die grünen Reste in den Fahrgassen wegzubekommen, dann hab ich da kein großes Verständnis für... :x
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon Nordlicht73 » Do Jul 12, 2012 12:29

Ich werde dieses Jahr Teile der Sommergerste auch vor der Ernte abtöten müssen, weil auf den sandigen Stellen Ende Mai die Gerste in die Knie ging, und jetzt nach dem vielen Regen fröhlich neu ausgeschossen ist. :evil: Sind zum Glück nur die sandigen Teilflächen, aber trotzdem ärgerlich...
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Re: Wintergetreide Totspritzen???????

Beitragvon Kyoho » Mi Jul 31, 2013 12:44

Bonde: http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Bonde-fordert-Verbot-des-Totspritzens-von-Getreide-mit-Glyphosat-1210949.html
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