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Worauf kommt es als Fahrer beim Stoppelgrubbern an?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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58 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Worauf kommt es als Fahrer beim Stoppelgrubbern an?

Beitragvon Richard de Florennes » So Jul 29, 2007 11:58

Hallo,

werde am Dienstag die Chance haben, als Quereinsteiger ohne praktische Vorerfahrung als Traktorfahrer (nur Grundkenntnisse) mein Talent als Fahrer beim Stoppelgrubbern unter Beweis zu stellen.

3 Stunden wird der Landwirt neben mir sitzen - danach entscheidet sich, ob er mich als Aushilfe nimmt oder nicht.

Da mir sehr viel daran liegt, in der Landwirtschaft zumindest als Aushilfe Fuß zu fassen, möchte ich keine unnötigen Fehler machen: Könnt Ihr mir da Tipps geben?

Was sind typische (vermeidbare) Anfängerfehler bei Traktorfahren bzw. beim Stoppelgrubbern?

Was ist wichtiger: Geschwindigkeit oder Qualität? Muss es ganz exakt sein. Sind gerade Reihen wichtig oder exaktes Anschlussfahren oder darf auch Überlappung sein. Welche Geschwindigkeit, Drehzahl, Gang?

Fragen über Fragen ...

Zur Info: Es handelt sich um ein 16 Ha Weizenstück, schwerer LößLehmboden, wahrscheinlich feucht; Stroh wurde gepresst, es wurde Hühnertrockenkot zur Düngung aufgebracht.

Traktor: John Deere 6820; Getriebe mit vier Lastschaltstufen
Grubber: weiß ich nicht genau; es scheint ein Gerät von Rabe oder Lemken, 3 Meter Arbeitsbreite, wahrscheinlich ein Kurzgrubber, zweibalkig, mit Nachlaufkrümelwalze und vorgebauten Tiefenlockerern zu handeln ...

Die Fragen mögen zwar für Experten sicher daneben klingen, aber lieber blamiere ich mich hier anonym im Forum als am Dienstag in der Wirklichkeit ...

Vielleicht mache ich mich aber auch nur zu viele Gedanken und es ist ganz einfach???
Richard de Florennes
 
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Beitragvon Bauerntrampel » So Jul 29, 2007 12:15

ich weiß ja nicht wie das sonst so ist, aber bei uns ist das egtl eine der leichtesten und idiotensichersten Sachen ( darum darf ich es ja auch machen :D )
Hauptsache du fährst einiegermaßen Anschluss, so dass nichts unbearbeitet bleibt aber du trotzdem nicht die Hälfte doppelt machst.
Denk mal der Grubber wird eingestellt sein und dir wird gesagt wie schnell du in etwa fahren sollst, außerdem is das Anpassen der Geschwindigkeit durch die Lastschaltstufen nun wirklich nich allzu schwer.
Wenn das Stroh weg ist, ist die Gefahr, dass es schiebt auch noch geringer, also steht einem erholsamen Nachmittag doch nichts im Wege :)
Achso, du solltest vll noch aufpassen wenn du durch eine Sprizspur fährts, da kanns ganz schön schaukeln :?
Mfg Bauerntrampel
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Beitragvon Waschlappen » So Jul 29, 2007 12:17

am besten schräg grubbern.

da suchste dir dann beim anderen ende ein punkt (baumstamm oder busch) und dann grade dadrauf zu. und dann etwas überlappen, is besser wie einen schreifen stehen lassen.

am besten gruppe C bei so 12-14km/h. meinetwegen auch mit vollgas....
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Beitragvon Richard de Florennes » So Jul 29, 2007 12:22

vielen Dank Euch schon mal für die ersten Hinweise, hilft schon mal! Weitere Beiträge willkommen!

(vielleicht darf ich dann nach dem Stoppelgrubbern weitere Aufgaben übernehmen; vielleicht schaffe ich es dann bis nächstes Jahr zum Zuckerrüben-Drillen ;-))
Richard de Florennes
 
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Beitragvon New Holland » So Jul 29, 2007 12:24

Hallo, so schwer wird es denke ich mal nicht sein, denn der Landwirt wird den Grubber schon eingestellt haben, von wegen Oberlenkerlänge, gegrubberte Tiefe,.... Bei 3 Meter Arbeitsbreite fährst du einfach so, dass deine Reifen grade noch auf dem unbearbeitetem Land sind, das ist ein wenig Überlappung (weiß nich wie breit der John deere ist).
Den Grubber kenn ich zwar auch nicht, aber ich würde mit dem nicht um enge Kurven fahren.
Dann würde ich mich entscheiden ob du in Beeten, vllt. weißt du was ich mein, arbeiten willst oder von links nach rechts, oder von rechts nach links arbeitest.
Beet:

|Runter|Runter|Runter|Runter|Runter|Hoch|Hoch|Hoch|Hoch|Hoch
Anfang............................................Anfang
Vllt. könnte ich das ein wenig "erklären".
Ich fahr immer neben der einen Fahrgasse hoch und neben der daneben runter, so hat man einen gleichmäßigen Abstand.

Das andere:

|Runter|Hoch|Runter|Hoch|Runter|usw...
1.fahrt|2.fahrt.....
Geschwindigkeit....hm...12 km/h?? ist das ok da kann ich dir nich so genau weiterhelfen, das musst du selber merken.
M.F.G.
New Holland
Gruß
Philipp
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Beitragvon tracer700 » So Jul 29, 2007 12:38

hi,

würde dir auch empfehlen in Beeten zu grubbern, da man besser wenden kann und so.

Was ich immer wichtig find ist die Fahrgasse. Nicht die Ganze Fahrgasse auf einmal Grubbern sondern lieber 2 mal (Da hier der Boden natürlich stärker verdichtet ist)

Lieber etwas ins gegrubberte fahren als einen Streifen stehen zu lassen.

Vielleicht erkennt man auf dem Bild wie das mit den Beeten gemeint ist:
(Draufklicken) Man fährt gradaus runter und auf der anderen Seite wieder hoch

Hoffe ich konnte helfen.

MFG Chris
Dateianhänge
DSC00382.JPG
http://www.youtube.com/watch?v=LUAsezl3yJY
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Beitragvon Fendt412 » So Jul 29, 2007 12:46

14 km/h ist schon arg schnell (Verschleiss...)

Wir grubbern mit etwa 10 bis maximal 12 km/h.

Am besten mit wenig Drehzahl in hohen Gang fahren, somit kann man Sprit sparen.

Ich weiß zwar nicht wieviel Lesistung der JD hat (kenn mich mit den bezeichnungen bei JD kaum aus) aber mit Vollgas muss man kaum fahren, da hier der Spritverbrauch normal am höchsten ist.
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Beitragvon Waschlappen » So Jul 29, 2007 12:50

also ich komme aufs feld, klappe aus, stell mich etwas schräg,
und dann such ich mir einen punkt, gebe volles handgas (beim 5150)
lass den grubber runter und lass lansgam die kupplung kommen.

dann acker ich immer an einen stück immer weiter nach rechts bzw links, je nach dem. und am vorgewende mit vollgas in einem zug rumm
(geht mit 4,6m besser als mit 3m...)

das schafft dann. :D
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Beitragvon Richard de Florennes » So Jul 29, 2007 12:51

abermals vielen Dank; ja, das Beetsystem ist klar und macht wohl weniger "Stress" beim Wenden im Vorgewende.

Achja, Grubbern etwas schräg zur Saatrichtung der Vorkultur oder sogar im rechten Winkel dazu (dann kann ich mich natürlich nicht mehr an den Fahrgassen orientieren)?

Der John Deere hat um die 120 PS so viel ich weiß.
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Beitragvon Waschlappen » So Jul 29, 2007 12:54

so ca 30° schräg, bei 90° bekommst ja nen springwurm. :shock:
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Beitragvon Casedriver » So Jul 29, 2007 13:04

Hallo,

wie seit ihr denn drauf? 30° zur Drillrichtung? Im meiner gegend tut niemand so nen schwachsinn. Was soll das bringen?

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Beitragvon Waschlappen » So Jul 29, 2007 13:06

schwachsinn?
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Beitragvon Casedriver » So Jul 29, 2007 13:08

Tach,

na dann sag mir doch mal "Waschlappen" was das bringen soll?

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Beitragvon Waschlappen » So Jul 29, 2007 13:14

-so bekommt man mehr stoppeln um
-in die fahrgassen wird erde reingezogen
-das ausfallgetreide und stroh wird auch nochmal etwas verteilt
-und bei langen stoppeln wie bei raps und sonnenblumen
verstopft der grubber nicht so schnell.
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Beitragvon Fendt412 » So Jul 29, 2007 13:19

meistens sind unsere Felder etwas trapezförmig, da wird dann beim einen mal Bearbeiten auf der einen Seite und beim anderen mal auf der anderen begonnen-somit arbeitet man immer schräg zur Vorkultur.

90° zur Vorkultur ist kaum möglich, wenn man bei einigermaßen Geschwindigkeit noch aufm Sitz bleiben will.

Beim Wenden (wenn man nicht in Beeten arbeitet sondern auf und ab nebeneinander) immer zum bearbeiteten hin wenden. Das heisst, ich fahre, z.B. rechts ist schon bearbeitet,links unbearbeitet, am Feldende dann nach rechts, tut man sich beim Wenden leichter.
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