Arbeitsgemeinschaft zur
Förderung des
Zuckerrübenanbaues
VERBAND BAYERISCHER
ZUCKERRÜBENANBAUER E.V.
Ring südbayerischer
Zuckerrübenanbauer e.V.
Abruffax: 09401/93 04 57 Infotel: 09401/93 04 51 http://www.bayernruebe.de
Freitag, 14. Oktober 2011 Rübenfax 29/2011
Witterung
Viele Landwirte werden die freundliche Witterung der nächsten Tage zur Weizenaussaat nutzen.
Für das Wochenende ist erster Bodenfrost angekündigt. Mitte der kommenden Woche
kann die Hochdruckphase wieder abflauen.
Proberodungsergebnisse
In dieser Woche fanden die letzten Proberodungen für dieses Jahr statt. Es wurde nochmals
eine leichte Erhöhung des Rübengewichtes festgestellt. In beiden Werken brachten die Rüben
mit 1.188 g das gleiche Gewicht auf die Wage. Dieser Wert liegt gut 20 % über dem Durchschnitt
und sogar ca. 100 g über dem bisherigen Rekord des Jahres 2009.
Nach wie vor sind große Blattmassen auf den Feldern. In Rain wog der Blattapparat vermutlich
durch den Altweibersommer angetrieben mit 750 g nochmals mehr als in den bisherigen Proberodungen
und liegt - ebenso wie in Plattling - ca. 40 % über dem Normaljahr. In Plattling
bedeutete dies 639 g Blatt/Rübe.
Mit dem Zuckergehalt liefern sich die beiden Regionen derzeit ein Kopf-an-Kopf Rennen und
liegen an den Proberodungsstandorten mit 17,8 und 17,9 % Polarisation fast gleichauf. Allerdings
liegt Plattling damit noch 0,2 und Rain 0,7 Prozentpunkte unter dem Durchschnittswert
der letzten fünf Jahre.
Die Rüben weisen einen sehr geringen Gehalt an Nichtzuckerstoffen auf, wodurch in den letzten
Tagen auch in den Werken ein Standardmelasseverlust von teilweise unter 1,2 ermittelt
wurde.
Äußerst beachtlich ist der rechnerische Ertrag der per Hand gerodeten Rüben, der mit 111 t/ha
in beiden Werken die letzten fünf Jahre durchschnittlich um 25 % übertrifft. Verbunden mit dem
Zuckergehalt würde sich ein bereinigter Zuckerertrag von 17,9 bis 18,0 t/ha ergeben. Trotz
eines etwas niedrigeren Zuckergehaltes wird der fünfjährige Schnitt um gut 20 % übertroffen,
das bisherige Rekordjahr 2009 um 6 % in Plattling bzw. 9 % in Rain.
In Rain am Lech wurde wegen dieser Ergebnisse und der ersten Schlagfertigmeldungen die
Ertragserwartung nochmals angehoben und beträgt jetzt 87 t/ha. In Plattling bleiben die 88 t/ha
weiter bestehen.
In den anderen Werken der Südzucker AG werden für diese Kampagne ebenfalls hohe Erträge
erwartet.
Wabern Warburg Offenau Offstein Ochsenfurt Brottewitz Zeitz Æ Südzucker
76 t/ha 76 t/ha 82 t/ha 71 t/ha 80 t/ha 74 t/ha 74 t/ha 79,4 t/ha
VSZ Presseerklärung
Der Verband süddeutscher Zuckerrübenanbauer reagierte vorgestern mit einer Presseerklärung
auf die neusten Vorschläge der EU-Kommission zur Weiterführung der Zuckermarktordnung.
Darin heißt es, die jetzige Zuckermarktordnung sei ein Garant für die Versorgungssicherheit
der europäischen Union und gewährleiste eine nachhaltige, Ressourcen schonende
Erzeugung. Zudem würden die starken Preisschwankungen auf dem sehr volatilen Weltmarkt
abgefedert.
Zu den Vorschlägen der Kommission heißt es, diese beruhten ganz offensichtlich auf einem
Rechenmodell, dessen Annahmen und Ergebnisse nicht plausibel seien.
Der VSZ und seine Landesverbände stellen daher eben so wie das Europäische Parlament die
Notwendigkeit zur Fortsetzung des gegenwärtigen zuckerpolitischen Instrumentariums bis
mindestens 2020 fest.
Die nächste Aktualisierung erfolgt voraussichtlich am Freitag, den 21. Oktober 2011.

du hast wahrscheinlich bei den Rüben gesessen udn hast die an den Ohren gezogen, damit die größer werden