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Zuckerrübenanbau Zukunft?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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56 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon strokes » Do Mai 14, 2026 12:40

Ich habe ZR Kontingent bereits zur Hochpreisphase verkauft, da waren alle wild auf Kontingent. Heute wohl schwer verkäuflich, zumindest nicht zu dem Niveau.
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon strokes » Do Mai 14, 2026 12:42

ackerer hat geschrieben:Aber Mal ehrlich was habt ihr im Jahr 22-24 für die Rüben bekommen? Ich hab selber keine und es wurde erzählt es habe mit allen Zuschlägen netto bis zu 60 €/to gezahlt. Stimmt das denn?
Mit welchen Erträgen rechnet ihr im Raps und in der Rübe?
90to zu 50dtoder?

Das kommt preislich schon hin. Fabriksdurchschnitt ist glaube ich 86to
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon Zeppi » Do Mai 14, 2026 13:55

Ich habe Lieferrecht zum Selbstkostenpreis gekauft. Wird sich zeigen ob falsch oder richtig. Das Geld war frei, was in 10 Jahren ist weiß niemand
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon ackerer » Do Mai 14, 2026 19:59

Dann mal den ganz kleinen TR angeworfen.
86to/ha * 60€/to= 5160€/ha netto.
Das ist schonmal eine Hausnummer. Da hat sich niemand bei der ZF beschwert dass man dann soviele Steuern bezahlen muss, und man dann lieber weniger haben möchte.

Anders gerechnet bekommt ihr dann doch bei der ZF etwa im Schnitt über dienJahre 43€ netto.
86to/ha*43€/to=3698€/ha Im Schnitt.
Da muss man jetzt aber nicht anfangen zu weinen…..
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon AEgro » Do Mai 14, 2026 21:25

Den Rübenbau muss man langfristig sehen !
Wer vor 20 Jahren einen Milchviehstall gebaut hat, wurde auch für verrückt erklärt.
Und die gleichen waren den Milchbauern vor 2 Jahren dann neidisch.
Aus dem Rübenbau wg. momentaner Bedingungen ( Preis, Kosten, Krankheiten ) aussteigen geht leicht und schnell.
Wenn man aber mal draus ist, ist eine Rückkehr zumindest wenn das Lieferrecht weg ist, schwer.
Bei Raps, Getreide kann ich mich jährlich über den Umfang neu Entscheiden, Rübenbau braucht mehr Ausdauer.
Es ist noch nicht lange her, da gabs für Weizen auch bloß 12 € und der Rapspreis war unter 30 €.
Zu dem Zeitpunkt gabs aber 3,50 € /dt Rübengrundpreis.
Es war schon immer ein Auf und Ab, besonders seit der Aussenschutz de EU runtergefahren wurde.
Und die relative Vorzüglichkeit der Ackerkulturen bzw. der ganzen landw. Betriebszweige ändert sich.
Allerdings blieb bis jetzt in den klassischen Rübenbaugebieten der Erlöß langfristig gesehen immer vorn -
Ausnahmen vielleicht bei hohen Erträgen, der Vertragsanbau von Stärkekartoffeln ? Davon habe ich allerdings keine Ahnung.
Ich bin im Moment mit der Erlößsituation im Rübenbau auch nicht zufrieden.
Aber mit Raps, Getreidebau oder anderen "einfachen" Ackerkulturen erreiche ich trotzdem die Rübendeckungsbeiträge nicht.
Jetzt aber bitte keine Neiddebatte gegenüber Rübenbauern.
Wir, bzw. unsere Vorfahren haben zumindest bei der Südzucker auch jahrzente lang durch Zeichnung von Aktien über die SZVG den Einfluss am Unternehmen erhöht. Das hat viel Geld gekostet.
Z.B. sind allein die BW-Rübenanbauer mit über 100 Millionen € an der Südzucker AG beteiligt - ich allein mit über 30 000 €.
Die Anlagen sind seither rel. gut verzinst, aber das Geld hat trotzdem schon einige Male auch im Betrieb gefehlt.
Von daher leidet nicht nur das Zuckerunternehmen an der jetzigen Lage, sondern direkt die Rübenanbauer über den Preis, sowie über die
Verzinsung und Sicherheit des eingesetzten Kapitals.
Und eines muss auch klar gesagt werden, wenn viele Rübenbauer aus der jetzigen Situation herraus, den Rübenbau aufgeben und mangels Auslastung ein Werk geschlossen wird, dann wars das für den Rübenbau in der betroffenen Region.
Rüben sind ein massereicher Rohstoff, und der Transport war schon immer ein großer Kostenfaktor der Zuckergewinnung.
Also bedarf es transportnahe Zuckerwerke in den Anbauregionen, sonst wird noch unwirtschaftlicher.
Bezieht auch das in eure Überlegungen ein, wenn ihr über den zukünftigen Rübenanbau eurer Betriebe entscheidet.
Gruß AEgro
P.S. Ich bin kein Funktionär, weder bei SZ, Anbauverband oder Bauernverband.
Nur ganz einfacher Landwirt und Rübenbauer
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon ackerer » Do Mai 14, 2026 22:42

Hallo AEgro,
danke dafür. Gerade mit den kurzen Transportwegen muss bleiben. Hier bei uns haben sie vor ein paar Jahren die Fabrik zu gemacht. War auch schon sch.... für die Anbauer.
Und ja welche DB hat man bei anderen Feldfrüchten?
Kartoffeln vllt, aber ein ganz schwieriges Geschäft glaub ich.
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon juliusjr » Fr Mai 15, 2026 7:15

Was mir Sorgen macht:
Der Aufsichtsrat von Südzucker ist ähnlich dem der Baywa und die bisherigen zurückliegenden Entscheidungen des Managements sind auch beschissen....
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon T5060 » Fr Mai 15, 2026 10:19

juliusjr hat geschrieben:Was mir Sorgen macht:
Der Aufsichtsrat von Südzucker ist ähnlich dem der Baywa und die bisherigen zurückliegenden Entscheidungen des Managements sind auch beschissen....


Gut beobachtet ....

Bei uns in der Bürgerinitiative wegen Salzberg haben wir solide Großbanker usw. in der zweiten Reihe,
die arbeiten mit einer anderen Systematik, planen sorgfältig ihre Strategien und Verhandlungsführung.
Der Untergang eines Unternehmens beginnt, wenn man was demokratisch regeln möchte.

Wirklich demokratisch ist nur ALDI: Wenn da ein Artikel im Regal liegt und keiner den kauft, fliegt der schnellst möglich raus und wird ersetzt.
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon Franke54 » Fr Mai 15, 2026 12:22

Um auf die unterirdische Bezahlung zurückzukommen, ich bin der Meinung wenn man schon keinen großen Betrag an Rübengeld auszahlen kann/will, hätte man wenigstens mal ein Jahr auf den zwangsweisen Abzug von A und R Mittel verzichten können. Was nutzt es mir, wenn ich Geschäftsanteile anstatt Geld bekomme. Hab eh größte Bedenken dass sich der Wert dieser Anteile irgendwann in Luft auflöst. Bin da auch sechsstellig dabei.
Irgendwann sind die Regale leer
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon juliusjr » Fr Mai 15, 2026 13:12

Das mit die A+R mittel sehe ich genauso. Heuer gibt es keine Dividende dann werden die Beteiligungen ganz anders gesehen.
Aber zur Bezahlung - das sind ja noch gute Preise und wer da jammert hat hoffentlich heuer keine Rüben im Anbau und die Nichtanbauprämie mitgenommen.....
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon Franke54 » Sa Mai 16, 2026 12:32

Julliusjr, so wie du schreibst könnte man meinen du hast Geld in Südzucker Aktien investiert, dicht stört die Geschäftsführung und bist der Meinung 3 Euro ist ein guter Preis, aber die Dividende ist scheiße. Mal salopp zusammengefasst.
Ein Bauer muss ja bescheuert sein, wenn er einen schlechten Preis als Gut darstellt, selbst wenn man extrem Pachtgeil ist und hofft, dass der Nachbar durch so doofe Kommentare aufhört (gibt es ja alles in der Landwirtschaft).
Wenn ich für Raps eine ähnliche Marktleistung (ca. 200 Euro Unterschied) wie für Rüben erreiche, dann mach ich mir schon meine Gedanken, ob das was ich mache zukünftig das richtige ist.
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon 240236 » Sa Mai 16, 2026 12:45

juliusjr hat geschrieben:Das mit die A+R mittel sehe ich genauso. Heuer gibt es keine Dividende dann werden die Beteiligungen ganz anders gesehen.
Aber zur Bezahlung - das sind ja noch gute Preise und wer da jammert hat hoffentlich heuer keine Rüben im Anbau und die Nichtanbauprämie mitgenommen.....
Was sind A+R Mittel?
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon juliusjr » Sa Mai 16, 2026 12:48

Wir reden von einem sozusagen all in Preis von 3,7euro bei Kontraktrüben bei 18% Zucker und wenn er heuer keine Rüben angebaut hat, dann hat er 1 euro dafür bekommen. Sozusagen hat sich Südzucker (30 cent davon zahlt Südzucker und 70cent aus dem all in Preis von 2027 aller aktiven Rübenbauern im Anbaujahr 2027) aus dem Vertag gekauft
Zuletzt geändert von juliusjr am Sa Mai 16, 2026 13:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon juliusjr » Sa Mai 16, 2026 12:51

240236 hat geschrieben:
juliusjr hat geschrieben:Das mit die A+R mittel sehe ich genauso. Heuer gibt es keine Dividende dann werden die Beteiligungen ganz anders gesehen.
Aber zur Bezahlung - das sind ja noch gute Preise und wer da jammert hat hoffentlich heuer keine Rüben im Anbau und die Nichtanbauprämie mitgenommen.....
Was sind A+R Mittel?


Davon kauft die Szvg früher oder später Aktien. Für Dividenden oder szvg ausschüttungen muss ich aber steuern bezahlen und die neuen Aktien kann ich nicht abschreiben, deshalb ist es mir lieber südzucker zahlt keine Dividenden und wir streichen die A+R mittel
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Re: Zuckerrübenanbau Zukunft?

Beitragvon juliusjr » Sa Mai 16, 2026 12:56

Leider liegt die Aufsichtsratvergütung lt älterer Geschäftsberichte die ich gelesen habe auch an der höhe der Dividende. Beim neuen Geschäftbericht müsste man danach suchen, weil wenn die Dividende gestrichen wurde - ja vielleicht wird das jetzt anders geregelt ;-)

Auch deshalb wurde wohl bisher, auch wenn südzucker rote Zahlen geschrieben hat, Dividende ausbezahlt.
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