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Zwischenfrucht Ramtillkraut

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Di Jul 21, 2026 21:09

Caramba hat geschrieben:Schod füa dei Arbäd! Dia Arbes druckeln bloß an Boda aus! Soa Krambf!
Schade für deine Arbeit ! Die Erbsen trocknen nur den Boden aus! So ein Krampf!


Arbeit war's gar nicht so viel. Bei 5-6 Hektar pro Stunde war das auf ne knappe Nacht erledigt.
Diesel auch wenig verbraucht und Saatgut waren Reste...
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Mi Jul 29, 2026 4:46

Die Angst von Einigen, dass die Erbsen den Boden austrocknen, ist bisher unbegründet.
Sobald man ein Büschel Gerstenstoppel rausreißt, ist schöne feuchte Erde an den Wurzelballen. Die Strohauflage konserviert das knappe Gut Wasser.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Marian » Mi Jul 29, 2026 11:33

Noch mehr Wasser spart ein flacher Stoppelsturz :wink:
Seit 20 Jahren Moderator beim Landtreff :prost:
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Mi Jul 29, 2026 11:39

Marian hat geschrieben:Noch mehr Wasser spart ein flacher Stoppelsturz :wink:


Damit redzuiert sich aber der Effekt der Strohauflage deutlich. Ich wäre mir da nicht so sicher, was mehr Wasser spart. Hast Du da irgendwelche offiziellen Untersuchungsergebnisse, die man sich diensbezüglich ansehen könnte?
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon fischerwast » Mi Jul 29, 2026 11:52

Hast du denn offizielle Ergebnisse, dass es nicht so ist? Ist schließlich gängige Art, also Stand der Technik.

Wenn die flache Bearbeitung die Strohauflage zerstört, war das definitiv nicht flach. Das ist der eigentliche Kompromiss, da flach und trotzdem vollflächig geschnitten werden soll.
Das perfekte Gerät dazu hab ich bisher leider auch noch nicht gefunden.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Geisi » Mi Jul 29, 2026 11:53

Dazu gibt es durchaus etwas "offizielles" vom DWD.

DWD.jpg
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon fischerwast » Mi Jul 29, 2026 12:05

Hallo Geisi,

Interessant wäre aber auch, wie die Bodenbearbeitung ausgesehen hat. Der Effekt mit dem Wassersparen setzt sehr flaches arbeiten und den Erhalt der Bedeckung voraus. Wenn da auf 10 - 15 cm alles durchmischt wurde und wenig Auflage zurück geblieben ist, ist die Verdunstung natürlich höher.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Mi Jul 29, 2026 12:25

Geisi hat geschrieben:Dazu gibt es durchaus etwas "offizielles" vom DWD.

DWD.jpg


Danke für das Bild. Leider kann ich hier nicht entnehmen, ob nach der Weizenernte das Stroh flächig gehäckselt am Feld veblieben ist oder ob Strohabfuhr erfolgte. Das war ja der Kern meiner These.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Geisi » Mi Jul 29, 2026 14:03

Vielleicht für den ein oder anderen interessant:

Ich hatte vorhin Kontakt mit dem Herrn Böttcher vom Deutschen Wetterdienst, der diesen Versuch schon seit 2014 begleitet.
Grundsätzlich wurde versucht die bisherige Behauptung (Wasser sparen durch Brechen der Bodenkapillaren) in etlichen Versuchen zu stützen bzw. zu belegen. Der Versuch läuft in Cunnersdorf seit 14 Jahren sowie auch in vielen Orten in Sachsen und Sachsen-Anhalt schon mehrere Jahre.
Auf der Fläche wird nach der Ernte das Stroh geräumt und anschließend eine flache Bodenbearbeitung (bis 5cm) mit einer Scheibenegge durchgeführt.

Zu den Ergebnissen: Auf allen Standorten und in allen Jahren wurde immer ca. der gleiche Unterschied in der Bodenfeuchte gemessen. Selbst bis zum Winter war keine Wassereinsparung ersichtlich.
@Höffti: Parallel dazu laufen jetzt auch Versuche mit Mitscherlich-Gefäßen um die Bodenbedeckung zu simulieren. Bisher hat die Bodenbedeckung die Evaporation um 20-50% gesenkt.

Am Ende konnte in all den Jahren an den verschiedenen Standorten kein anderes Ergebnis erzielt werden. Herr Böttcher hat mir klar gesagt: Bodenbearbeitung spart niemals Wasser durch das Brechen der Kapillaren.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Mi Jul 29, 2026 14:31

Geisi hat geschrieben:
Am Ende konnte in all den Jahren an den verschiedenen Standorten kein anderes Ergebnis erzielt werden. Herr Böttcher hat mir klar gesagt: Bodenbearbeitung spart niemals Wasser durch das Brechen der Kapillaren.



Hey, das deckt sich auch voll mit meiner Philosophie. Keine Bodenbearbeitung plus Stroh auf die Fläche häckseln. In Jahren wie diesen zahlt sich das richtig gut aus. :D
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » So Aug 02, 2026 19:43

So sehen aktuell die Erbsen aus. Sind jetzt schon über die Stoppeln drüber, was die Höhe anbelangt.
Regen wäre tatsächlich wieder mal ne Sache...
Das Wachstum ist jetzt doch deutlich gehemmt.
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1785695992370.jpg
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Quereinsteiger13 » So Aug 16, 2026 9:49

Da ich noch Sommerhafer zuhause habe, habe ich überlegt diesen als Zwischenfrucht vor Mais und Erbsen zu säen. Eventuell würde ich noch etwas Phacelia darunter mischen. Welche Saatstärken würdet ihr bei Hafer solo und welche bei der Mischung nehmen?
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon 240236 » So Aug 16, 2026 10:13

Quereinsteiger13 hat geschrieben:Da ich noch Sommerhafer zuhause habe, habe ich überlegt diesen als Zwischenfrucht vor Mais und Erbsen zu säen. Eventuell würde ich noch etwas Phacelia darunter mischen. Welche Saatstärken würdet ihr bei Hafer solo und welche bei der Mischung nehmen?
Ich habe heuer auch nur Hafer gestreut, auf meinen Zwischenfruchtäckern. Habe das schon mehrmals gemacht und streue 50-60kg/ha in Reinsaat. Meine gesäten Erbsen, die ich eigentlich dreschen möchte, werden heuer auch nur Zwischenfrucht werden, da sie sich aufgrund der Trockenheit nicht entwickeln
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Marian » So Aug 16, 2026 11:44

Reinsaat zur Silierung im Anbaujahr 180-200kg.
ZF würd ich nicht unter 100kg gehen.
Ich hab zuletzt wenn's nicht sicher war ob ich es Ernte immer 150kg mit dem Düngerstreuer geworfen und flach eingekratzt. So hat man einen Bestand der auch ordentlich dicht macht. Wenn da nachher Melde raus ragt wie Telefonmasten das kann ich nicht ab.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » So Aug 16, 2026 16:25

240236 hat geschrieben:
Quereinsteiger13 hat geschrieben:Da ich noch Sommerhafer zuhause habe, habe ich überlegt diesen als Zwischenfrucht vor Mais und Erbsen zu säen. Eventuell würde ich noch etwas Phacelia darunter mischen. Welche Saatstärken würdet ihr bei Hafer solo und welche bei der Mischung nehmen?
Ich habe heuer auch nur Hafer gestreut, auf meinen Zwischenfruchtäckern. Habe das schon mehrmals gemacht und streue 50-60kg/ha in Reinsaat. Meine gesäten Erbsen, die ich eigentlich dreschen möchte, werden heuer auch nur Zwischenfrucht werden, da sie sich aufgrund der Trockenheit nicht entwickeln



Hattest Du nicht Anfang August über 60l Regen abbekommen?

Meine Erbsen haben letzte Woche das Blühen begonnen.
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