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5000 Ha Betrieb führen, aber wie?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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98 Beiträge • Seite 2 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 7
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Beitragvon Kim Olivier Reme » Mi Mär 19, 2008 11:32

O.k klar das es mit der Landwirtschaft nicht mit paar Tabellen getan ist, aber es müsste doch möglich sein zu sagen

wie viele Traktoren man braucht um 1700 ha zu bearbeiten? (laut meiner Meinung nicht weniger als 10)

Welche Marke und wie viel Leistung zu empfehlen sei? (dachte an New Holland oder MF, 8 Traktoren um die 100 PS und 2 um die 150)

Welche Erntemaschinen zu empfehlen sein? (Mais, Kartoffeln) (dachte an Claas für Mais und AVR für Kartoffeln)

Welche Aufsatz brauche ich um nur die Maiskörner zu erhalten?(bei Claas habe ich was von Conspeed gelesen)

Wie viel Ha oder Tonnen man pro Tag ca. ernten kann? (Mais, Kartoffeln) (mit 1,5 Ha pro Tag wäre ich schon zu frieden)

Wie viel Ha man pro Tag sähen oder pflanzen kann? (Mais, Kartoffeln) (mit 1,5 Ha pro Tag wäre ich schon zu frieden)

Welche Maschinen man für die Bodenbearbeitung braucht und wie viel Ha pro Tag machbar sind? (Mais, Kartoffeln) (mit 1,5 Ha pro Tag wäre ich schon zu frieden)

Wie viel Tonnen man pro Ha im Durchschnitt erntet? (Mais, Kartoffeln) (gehe von 8 bei Mais und 15 bei Kartoffeln aus)

Und wo bekommt man die Neupreise für die Maschinen her auf den Sites stehen sie nicht, und antworten tun Sie auch nicht wirklich

Ich meine wenn jemand mir sagt, er möchte in seinem Büro oder in der Firma ein Netzwerk einrichten, und wissen möchte was er dafür braucht kann ich ihm ja sagen welche Hardware er dafür benötigen wird, selbst wenn er sie nicht einrichten kann, aber er hat schon mal eine Preisvorstellung. Später wenn er die Hardware, richtet man sie ein.

Und es ist genau das was ich brauche eine Preisvorstellung von der Hardware die ich brauchen werde

Ja um BWL habe ich immer einen Bogen gemacht, bereue ich jetzt schon ein wenig, aber ehrlich gesagt muss ich doch im Grunde nur meine Produktions- und Transportkosten mit den Verkaufsumsatz verrechnen und Steuersysteme wie in D-Land gibst hier eh nicht, ich zahle 1 % Steuern auf meinen Gewinn, das war’s. Oder habe ich da irgendwas verpeilt?

Und das mit dem verwalter stimme ich total zu, aber den kann ich mir derzeitig noch nicht wirklich Leisten, denn die hier Vorort sind mit den ganzen Hi-Tech Maschienen nicht vertraut und einen Einfliegen, kostet doch schon was. Aber wenn ihr mir ungefaehr schreiben wuerdet was zu beachten sein kann, ich versuchen mit den Leuten vorort daran zu werkeln.

Und veraeppeln will ich hier ganz bestimmt niemanden.
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Beitragvon hans g » Mi Mär 19, 2008 11:36

schau mal in deine PM box und nimm mal kontakt auf mit dem typ---der hat wirklich kenntnisse über die aktuelle situation in afrika.
hans g
 
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Beitragvon 251at » Mi Mär 19, 2008 13:46

Kim Olivier Reme hat geschrieben:< snip >Ich meine wenn jemand mir sagt, er möchte in seinem Büro oder in der Firma ein Netzwerk einrichten, und wissen möchte was er dafür braucht kann ich ihm ja sagen welche Hardware er dafür benötigen wird, selbst wenn er sie nicht einrichten kann, aber er hat schon mal eine Preisvorstellung. Später wenn er die Hardware, richtet man sie ein.
< snip >


Wenn Du aber das Büro nicht kennst kannst Du auch keinen Preis nenne.

----

Landwirtschaft ist extrem von der Region abhängig, selbst innerhlab Deutschland schanken die durchschnittlichen Erträge regional abhängig bei eigentlich eher unkritischen Pflanzen wie Mais oder Weizen schon im 2-Stelligen Prozentbereich (hat da jemand genauere Zahlen?). Dazu kommt das oft mit durchaus anderer Technik gearbeitet als in Europa (ich kenne es nur von Videos aus den USA z.B.). Das ist z.b. sehr stark abhängig ob Kapital oder Arbeitskraft billiger ist, in Afrika vermutlich Arbeitskraft daher wird man da vermutlich einfache technik verwenden dafür eben Personalaufwendig. In Deutschland (und auch anderne "westlichen" Länder) hingen ist Kapital billiger, man versucht deshalb mit möglichst wenig Arbeitskräften auszukommen, was dann aber hochkomplizierte und Teurer Maschienen bedeutet. einen andere Saache ist das Du auch Früchte anbauen willst die hier mehr oder weniger unbekannt sind. Deutsche Landwirte werden auch eher wenig erfahrung mit dem urbanmachen von Buschland haben und noch gerniger wird der Erfahrungschatz beim beseitigen von Minen und Blindgängern sein.

Deinen bisheriegen Beiträge sagen eigentlich nur das Du von Landwirtschaft praktisch keine Ahnung hast (Sorry wenn ich das jetzt so platt ausdrücke). Selbst wenn Du in Deutschland den 5000Ha Betrieb hättest würdest Du niemals nur mit Informationen aus Internetforen einen Geschäftsplan aufstellen können, das das ganze in Angola ist macht das ganze nochmla deutlich schwieriger.

Schau Dir an was Deinen Nachbarn so an Technik haben und noch wichtiger stell ein paar fähige Leute ein die wissen was zu tun ist.
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Beitragvon 309C_crasher » Mi Mär 19, 2008 16:58

Kim Olivier Reme hat geschrieben:O.k klar das es mit der Landwirtschaft nicht mit paar Tabellen getan ist, aber es müsste doch möglich sein zu sagen

wie viele Traktoren man braucht um 1700 ha zu bearbeiten? (laut meiner Meinung nicht weniger als 10)

Welche Marke und wie viel Leistung zu empfehlen sei? (dachte an New Holland oder MF, 8 Traktoren um die 100 PS und 2 um die 150)

Welche Erntemaschinen zu empfehlen sein? (Mais, Kartoffeln) (dachte an Claas für Mais und AVR für Kartoffeln)

Welche Aufsatz brauche ich um nur die Maiskörner zu erhalten?(bei Claas habe ich was von Conspeed gelesen)

Wie viel Ha oder Tonnen man pro Tag ca. ernten kann? (Mais, Kartoffeln) (mit 1,5 Ha pro Tag wäre ich schon zu frieden)

Wie viel Ha man pro Tag sähen oder pflanzen kann? (Mais, Kartoffeln) (mit 1,5 Ha pro Tag wäre ich schon zu frieden)

Welche Maschinen man für die Bodenbearbeitung braucht und wie viel Ha pro Tag machbar sind? (Mais, Kartoffeln) (mit 1,5 Ha pro Tag wäre ich schon zu frieden)

Wie viel Tonnen man pro Ha im Durchschnitt erntet? (Mais, Kartoffeln) (gehe von 8 bei Mais und 15 bei Kartoffeln aus)

Und wo bekommt man die Neupreise für die Maschinen her auf den Sites stehen sie nicht, und antworten tun Sie auch nicht wirklich

Ich meine wenn jemand mir sagt, er möchte in seinem Büro oder in der Firma ein Netzwerk einrichten, und wissen möchte was er dafür braucht kann ich ihm ja sagen welche Hardware er dafür benötigen wird, selbst wenn er sie nicht einrichten kann, aber er hat schon mal eine Preisvorstellung. Später wenn er die Hardware, richtet man sie ein.

Und es ist genau das was ich brauche eine Preisvorstellung von der Hardware die ich brauchen werde

Ja um BWL habe ich immer einen Bogen gemacht, bereue ich jetzt schon ein wenig, aber ehrlich gesagt muss ich doch im Grunde nur meine Produktions- und Transportkosten mit den Verkaufsumsatz verrechnen und Steuersysteme wie in D-Land gibst hier eh nicht, ich zahle 1 % Steuern auf meinen Gewinn, das war’s. Oder habe ich da irgendwas verpeilt?

Und das mit dem verwalter stimme ich total zu, aber den kann ich mir derzeitig noch nicht wirklich Leisten, denn die hier Vorort sind mit den ganzen Hi-Tech Maschienen nicht vertraut und einen Einfliegen, kostet doch schon was. Aber wenn ihr mir ungefaehr schreiben wuerdet was zu beachten sein kann, ich versuchen mit den Leuten vorort daran zu werkeln.

Und veraeppeln will ich hier ganz bestimmt niemanden.



Zu 1. die Anzahl der Schlepper hängt ja von der Anzahl der Angestellten ab und von der Leistung der Schlepper.

Zu 2. von hier aus eine Marke zu bestimmen ist nicht so einfach, für mich wäre es wichtiger, dass der Händler in der Nähe ist und der Service stimmt. John Deere müsste auch vertreten sein.

Zu 3. Da gilt das gleiche wie bei den Schleppern, der Service muss stimmen.Nützt ja nix wenn du Top Maschinen hast, der Händler aber 500km weit weg ist.

Zu 4. Für Mais gibt es Pflückvorsätze, den bietet aber jede Firma die Mähdrescher verkauft mit an.

Zu 5. das kommt auf den Ertrag und die Leistung deiner Maschinen/ Mitarbeiter an. Bei den ha Zahlen die du genannt hast wirst du übrigens mit 1,5ha/Tag nichts gewinnen.Wie lange willst du denn an den 500ha Kartoffeln arbeiten? :wink:

Zu 6.Das kommt mal wieder auf die Maschinen an. Wir haben zuhause eine 4 Reihige Maissähmaschine damit kommt man je nach Bedingung auf knapp 1,5ha/h oder mehr, wir haben aber kleine Flächen. Für Maissähmaschinen guck mal unter www.monosem.com oder auch www.deere.com Zu Kartoffeln kann ich dir grad nix sagen, dürfte aber im gleichen Bereich liegen.

Zu 7. was für eine Bodenbearbeitung machen denn die Nachbarn? Pflügen die oder wird nur gegrubbert? Guck dir das ab, denn die meisten hier werden von den Böden in Angola keine Ahnung haben.

Zu 8. bei Mais liegst du für deutsche Verhältnisse im Schnitt Kartoffeln werden hier durchschnittlich 370dt/ha geerntet. Quelle: www.destatis.de

Fazit: Geh zu den Nachbarn und erkundige dich welche Anforderungen der Boden stellt, wo man die Produkte verkaufen kann und so weiter. Bei Maschinen würde ich eine Firma die als Fullliner agiert, bevorzugen. Das heist die Firma hat fast alle Geräte im Angebot die gebraucht werden.
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Beitragvon Komatsu » Mi Mär 19, 2008 17:26

Angola ist nicht Franken oder Westfalen. Ein Schwarzer zum Arbeiten ist billiger als z.B. ein Kratzboden auf dem Ladewagen

achso das Projekt geht schief ....... Erfahrung fehlt
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Beitragvon jak » Mi Mär 19, 2008 22:32

Hallo

Ich hab keinerlei Ahnung von Afrika, aber wenn ich das richtig verstehe willst Du in Afrika einen 5000 ha Betrieb aufbauen, nach westlichen Gedankengut und Möglichkeiten. Gibt es das dort schon? Oder bist Du der Erste in diesem Gebiet?
Ein entfernter Bekannter hat dort irgendwo eine Kaffeeplantage aufgebaut. Zunächst als Entwicklungshelfer, dann blieb er dort. Das ist 100% Handarbeit!
Wo bleibt Deine soziale Komponente in bezug auf die einheimische Bevölkerung?
Du willst (brauchst) moderne, leistungsfähige Maschinen. Wer soll die bedienen? Wer übernimmt die Wartung? Gibt’s die Menüführung von Claas, Fendt ect. auch auf afrikanisch?
Wie schaut es mit der Dieselversorgung aus? Ersatzteilversorgung? Motoröl der passenden Qualität? Saatgut? Dünger? Der Infrastruktur, alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben?
Ich denke Du musst mit der einheimischen Bevölkerung arbeiten. Was die können und wie die arbeiten entscheidet wie Du das ganze aufziehen kannst. Wenn bei uns einer allein einen 100 ha Betrieb betreibt, dann sag ich mal ist er gut beschäftigt! Bedeutet Du brauchst min 50 Leute die so arbeiten als wäre es ihr Eigentum, mit entsprechender Technik und Arbeitseinstellung.
Was war mit der Fläche bis jetzt? Alles Ödland? Wie sieht das Gelände aus? Leben da Leute? Wie verlaufen Deine Feldgrenzen? Stell mal Bilder rein!

Sg Jak
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Beitragvon Dirk 76 » Do Mär 20, 2008 2:37

komm laß es lieber , wer keine ahnung hat der fährt sein betrieb an die wand,wenn ich schon lese das du mit 10 schleppern arbeiten willst ! kann ich nur mit den kopf schütteln ,bzw noch kartoffeln anbauen möchtest .
und das ist doch wohl arbeit für experten.

mein tipp :nimm die 500 ha und planz regenwald .

gruß dirk
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Beitragvon Kim Olivier Reme » Do Mär 20, 2008 15:34

Vorweg mal dieser Betrieb wird nicht an die Wand gefahren,
denn wenn ich was will schaff ich das auch, deshalb koennt ihr alle Komentare dieser Art unterlassen. Ich suche nach Hilfeleistungen oder konstruktiver Kritik.
Ich sage nicht, das ich dieses Vorhaben alleine bewaeltgen kann, aber hey wozu sind wir denn mehr als 6 Millarden ****** auf diesem Planeten?
Also lasst mich mal nicht hängen!!!

O.K

Desweiteren, ich möchte nicht 5000 Ha anbauen.
Da die Jahrestemparatur realativ konstant ist, müsste es doch haupsächlich vom Niederschlag abhängig, wann ich etwas pflanzen kann. Oder sehe ich das falsch?
Denn wenn dem so wäre könnte ich jeden Monat 45Ha anbauen und 45Ha ernten, demnach bräuchte ich eine Gesamtackerfläche von 2500 Ha, um die jeweiligen Parzellen nur alle 4 Jahre mit Kartoffeln zu bepflanzen. Die Jahre Unterbrechung würde ich dann Mais anbauen können auch 45Ha pro Monat( Wobei hier 2 mal pro Jahr Mais angebaut wird, weiss aber nicht ob das für den Boden nicht zu viel ist).Somit würde ich pro Tag 1,5 Ha Kartoffeln pflanzen und ernten. Beim Mais müsste ich auf 5,5 Ha pro Tag kommen um die restlichen 2000 Ha zu bepflanzen.
Denn ich kann mir vorstellen das Kartoffeln und Manjok nich auf dem selbem Acker geht.

Zu meinen Nachbarn ist es 50 km entfernt und die liegen schon bei 1100 m überm Meeresspiegel, deshalb denk ich mal ist es schlecht zu vergleichen.

Eine Niederlassung, soweit ich weiss hat hier nur New Holland, wobei das immer noch 250 km entfernt von meiner Farm ist. Doch als Fullliner wäre es wohl am geeignesten, habe mir den T 8050(324Ps) T7520(154 Ps) und den T6010(101Ps) rausgeguckt, morgen werde ich mal zum Händer hin und fragen ob sie die hier führen und wie es mit Ersatzteilen aussieht. Da New hollnd ja auch Mähdrescher führt würde ich mich auch da für ihre serie entscheiden. Obwohl ich immer noch nicht weiss, ob man für die Maisernte einen Mähdrescher oder einen Feldhäcksler benutzt.( Ich möchte ganze Körner ernten)
Bei der Kartoffeltechnik scheint grimme als Fullliner geeignet sein, wobei die hier nicht vertretten sind, was bedeutet ich müsste schon einiges an Ersatzmaterial im vorraus kaufen.

Die Dieselversorgung ist gegeben
Bei Dünger und Saatgut müsste man den Jahresverbrauch wissen und dann Container kommen lassen kommen(was man sich auch teilen kann).
Motoröl der passenden Qualität weiss nicht was ihr da benutzt, aber in mein Auto kommt nur Castrol.
Zur Infrastruktur, die kann man auf keinen Fall mit D-Land vergleichen, aber die Straße zur Haupstadt(Luanda) ist Asphaltiert.
Falls jemand mehr Infos zur Angola möchte.

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de ... chaft.html

Das größte Problem sehe dadrin, wer die Maschinen fahren wird, es gibt ganz bestimmt keine Anleitung auf afrikanisch genau so wenig wie es Sie auf europäisch gibt :wink: .
Aber auf portugiesisch wird es Sie auf jeden fall geben.

Ach und Regenwald schlecht ist der nicht, aber wachsen tut der hier nicht.

War bei google earth, wollte mal meine Gegend checken, aber scheint so als interressiere sich die NASA nicht für meine Farm, denn es bleibt alles schwarz.
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Beitragvon Komatsu » Do Mär 20, 2008 16:06

1. Du musst die Landessprache lernen
2. Du solltest dir professionelle Beratung nehmen
3. Den Betrieb an eine Investmentgesellschaft verpachten, wegen Risikokapital
4. Du brauchst einen Verwalter
Komatsu
 
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Beitragvon 251at » Do Mär 20, 2008 16:20

Kim Olivier Reme hat geschrieben:< snip > Obwohl ich immer noch nicht weiss, ob man für die Maisernte einen Mähdrescher oder einen Feldhäcksler benutzt.( Ich möchte ganze Körner ernten)< snip >


Für Körnermais brauchst Du einen Mähdrescher mit Maispflücker als Vorsatz. Das ist sowas hier:
http://www.youtube.com/watch?v=Cf1Ofi1rlJI
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Beitragvon derkarsten » Do Mär 20, 2008 21:13

Intressant ..vor allem, was sich du dir selber zurechtdenkst!

Du schreibst ja selber, das der Anbau dort in der Hauptsache vom Niederschlag abhängt ..das widerspricht sich dann doch mit dem Gedanken, über das ganze Jahr kontinuirlich & liniear jedern Tag eine Fläche X bestellen zu wollen. Ich kenne mich mit Angolo nicht aus, aber auch in solchen Ländern ist das so, das z.B. wegen der Regenzeit, milderen Temperaturn wärend der Entwicklung der Pflanzen oder was auch immer bestimmte Ziten im Jahr gibt, in denen binnen 3-4 Wochen alles geschehen muss. Kartoffeln sind da, beim großflächigen Anbau, noch weit sensibler als Mais oder Hirse.
Kartoffeln sind aber, im großen Still angebau, sowieso ein Business für sich! Da ist so viel Knowhow in der Pflege des Bestandes, viel Logistik & auch ein absatz gefordert, das sich da selbst ein "eigeflogener Experte" kaum rantrauen wird, ohne 2,3 Jahre die Dinge vor Ort gesehen zu haben.
Und nicht zuletzt muss das Land ja auch erst wieder in Kultur kommen, da an Kartoffeln zu denken, ist sehr Risikoreich!
In einem solchen Land auf Neumaschinen zu setzen, muss man auch durchdenken. Solche Schlepper zu lenken, werden die Leute dort vor Ort sicher können, aber man muss sie auch "im Nirgendwo" repariert bekommen. Gerade für eine erste Urbarmachung, und auch später bei der Bodenbearbeitung währen 2-3 Knicklenker von Versatile, John Deere 8650/8850 oder vieleicht noch Case 9180/9280 (Kosten-) günstiger -da von jeden Mechaniker schnell reparabel.[nach solchen Maschinen könntest du mal im Netz suchen, ob z.B. in Südafrika welche derer ersetzt werden] Ähnliches gilt für die Mähdrescher. Was bringt dir einer der Beschen Kabinen auf dem Drescher, wenn der steht, und du 3 Stunden auf jemanden warten sollst.
Und wo man geade schon so tief in der Technik steckt ..die "Dieselversorgung" ist dort auch eine andere. Selst in Nordamerika, wo alles ja ähnlich wie hier zu sein scheint, haben die von dir aufgezählten Traktoren alles ein paar PS weniger, weil selbst da schon der Schwefelgehalt im Diesel höher ist -und das kann ich mir da noch schlimmer vorstellen. Ob arg schadet, kann ich nicht beurteilen, andererseits haben solche Motoren dort auch nocht keine 10, 12T Stunden machen müsen. So kommen halt Kleinigkeiten zusammen, um die man erst nicht nachdenkt.
Um einen "Experten" kommst du aber so oder so nicht!
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Beitragvon Piet » Do Mär 20, 2008 21:22

@ Dirk 76: wer 500 und 5000 nicht unterscheiden kann, braucht sich nicht zu äußern. Oder war es schon ein bisschen spät? Und wie geht eigentlich planzen?

@ Kim Oliver: Mutig! Ich denke du solltest tatsächlich auf die Stimmen hören, die nach einem Verwalter rufen, denn sparst du an diesem, kann es sehr teuer werden!

Daran, dass du hier so wenige Antworten bekommst, die tatschächlich auf den Punkt kommen, siehst du, dass dein "Fall" wirklich sehr speziell ist. Sicher fährst du am besten wenn du dich an den ansässigen Bauern- oder Farmerverband wendest! Auch die Auskünfte aus amtlichen Stellen sind nicht zu verachten!

Ich wünsche dir viel Ausdauer und Glück!

Gruß, Piet.
http://www.jagtnorden.de
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Beitragvon hans g » Do Mär 20, 2008 22:02

mir fällt noch ein,dass du dich auch an die zeitschrift TOPAGRAR wenden könntest,das ist DIE fachzeitung hier in D :!:
die haben sicherlich verbindungen zu anderen internationalen redaktionen,die dann möglicherweise mit informationen weiterhelfen könnten.
www.topagrar.de
hans g
 
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Ein Schritt nach dem anderen

Beitragvon preussenglanz » Fr Mär 21, 2008 13:57

Hallo,

ein Unternehmensberater erzählte mir mal:

Ein Kopf (Betriebsleiter) und 2 Muskelkräfte (fest angestellte) + ein paar Saisonkräfte können 500ha bewirtschaften.

Das ist natürlich auf DE bezogen.

An deiner Stelle würde ich so vorgehen, bevor du Maschinen kaufst oder Leute einstellst:

1. Ermitteln, was angebaut werden kann. Welche Erträge sind dort mit den möglichen Kulturen zu erwarten? Wie werden die einzelnen Kulturen dort vermarktet: Gibt es Großhändler, "Landhandel", ist Direktvermarktung nötig? Mit welchen Erzeugerpreisen kann man rechnen?

Hierzu benötigt man einen (ortsansässigen) Unternehmensberater aus dem Agrarbereich. In diesem Rahmen kann man ja auch Bodenproben nehmen etc.

2. Daraus lässt sich der Bedarf an Maschinen ermitteln. Dazu musst du wissen, wieviel Zeit dir für die jeweiligen Bestell- und Erntearbeiten zur Verfügung stehen. Bsp.: 500ha sollen mit einer bestimmten Kultur in 14Tagen bestellt werden. 500 : 14 = 35,7 ha/T. Du musst dann mit deinen Maschinen ca. 36 ha pro Tag schaffen. Was schafft eine Masch./Tag? Unternehmensberater haben da Richtwerte.
Je mehr Kulturen, desto gleichmäßiger kannst du deine Maschinen übers Jahr auslasten, je besser die Auslastung (insbesondere der großen, teuren Maschinen wie z. B. Schlepper), desto niedriger deine Kosten je ha.

3. Nun kann man den Kapitalbedarf abschätzen, der kurz- und mittelfristig nötig ist, wobei man vielleicht auch auf Maschinen-Miete setzen sollte. Dazu kommt natürlich Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel...
Die Herstellermarke der Masch. ist doch völlig Banane. es kommt drauf an,wer vor Ort die Sachen in Schuss halten kann.

4. Daraus solltest du bzw. der Berater einen Gewinn (wann? wieviel?) prognostizieren. Vielleicht kommt man auch zum Ergebnis, dass das Projekt nicht wirtschaflich ist! Dann: verpachten, verkaufen???

5. Lohnt sich die Sache voraussichtlich, dann Finanzierung klären, einen "Verwalter" einstellen, natürlich mit landbaulichen und betriebswirtschaflichen Kenntnissen und loslegen.

Das ist hier nur eine grobe Beschreibung. Falls das mit den 5000ha wirklich kein joke ist, dann schreib doch mal, wie es sich so entwickelt.
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Beitragvon take_it_1999 » Fr Mär 21, 2008 16:49

Mutig, aber ich unterstütz dich voll.

"Aber wenn man keine Ahnung vom Baugeschäft hat, baut man dann gleich als erstes eine Villa?" Ich denke eine Hütte wäre angebrachter.

Ich hoffe man versteht den Vergleich! Aber solltest Du nicht mal versuchen ersteinmal 100ha zu bewirtschaften und dann jedes Jahr langsam wachsen? Dann wächst dein Personal mit dir und du erwirbst nebenbei noch reichlich landwirtschaftliches Wissen.

Technik: Ja kannst Du kaufen. Einige Firmen bieten auch Technik für Entwicklungsländer (speziell Traktoren). Da fehlt dann der ganze Schnickschnack, der fern einer Werkstatt nur zu Problemen führen kann. Entweder "New Holland" oder "Case" hat einen mal auf ner Agritechnika (Bemerkung: große Landtechnikmesse in Hannover) vorgestellt. Alternativ bleibt Belarus: Die haben mal eine Entwicklungshilfe-Traktor, vorgestellt, der mit Hydraulik und Druckluft, ... ca 3.000 Dollar kosten sollte. Das wäre echt preiswert, da kann man gleich noch einen als Ersatz hinstellen. Außerdem sind Belarus in der Wartung recht einfach und sicherlich schon dort vorhanden, da Angola ja irgendwann mal Sozialistisch war.
take_it_1999
 
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