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Ackerbau auf 20 ha rentabel

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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61 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon Alex7900 » Mi Aug 30, 2017 11:29

Falke der Wald wurde bei uns vor kurzem komplett durch Windwurf zerstört. Theoretisch könnte man Tiere auch wieder unterstellen, der Stall für 40 Kühe ist noch da und die Güllegrube auch. Kühe möchte ich nicht die sind zu pflegeintensiv. Welche Tiere wären nicht so pflegeintensiv? Ich habe selber Hühner und Hasen. Ich hatte mal für eine Woche den Stall meines Nachbarn gemacht da dieser im Urlaub war. Also mit Tieren kann ich durchaus umgehen
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Neue Vorschriften und der liebe Wolf

Beitragvon adefrankl » Mi Aug 30, 2017 15:48

Alex7900 hat geschrieben:Falke der Wald wurde bei uns vor kurzem komplett durch Windwurf zerstört. Theoretisch könnte man Tiere auch wieder unterstellen, der Stall für 40 Kühe ist noch da und die Güllegrube auch. Kühe möchte ich nicht die sind zu pflegeintensiv. Welche Tiere wären nicht so pflegeintensiv? Ich habe selber Hühner und Hasen. Ich hatte mal für eine Woche den Stall meines Nachbarn gemacht da dieser im Urlaub war. Also mit Tieren kann ich durchaus umgehen


Zweifelhaft ob das mit dem Stall überhaupt (theoretisch) ginge. Entspricht er noch den aktuellen Tierschutzvorschriften (Angefangen von dem Verbot der Anbindehaltung, Gruppenhaltung der Kälber, ....) Die Güllegrube dürfte auch nicht ausreichen für die neue Düngeverordnung.
Weniger Arbeitsintensiv wäre Mutterkuhhaltung. Aber auch da sollte man sich gut überlegen ob man damit anfängt.Spätestens wenn der liebe zarte Wolf an die Kälber auf der Weide macht und diese ganz ökologisch tot beißt dürfte sowohl die Freunde daran als auch die Rentabilität völlig dahin sein.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
adefrankl
 
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon Birlbauer » Mi Aug 30, 2017 16:32

Reich wirst Du nicht, wenn Du dafür ein Händchen hast, bleibt was über. Mein Eindruck ist, dass Du das gerne machst, also los.
Maschinen würde ich gebrauchte kaufen, ebay-kleinanzeigen ist ein ganz gute Quelle. Hast ja keine Eile.

Viel Erfolg & Freude!
Birlbauer
 
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon lama-bauer » Mi Aug 30, 2017 20:55

Servus Alex,
es ist zwar schön,das du die Flächen deines Opas bewirtschaften willst.
Aber in meinen Augen fehlt dir hier noch viel Hintergrundwissen.
Außerdem sollten zuerst noch einige Fakten geklärt werden.
Du wirst bald verstehen warum ich folgende Fragen stelle.
Wem gehört der HOF, deinem Opa ?
Warum wurde er noch nicht an seine Kinder,sprich deinen Eltern übergeben ?
Wo sind die ganzen Maschinen? Verkauft wegen Betriebsaufgabe ?
Was passiert wen der Opa plötzlich stirbt ! Wer erbt den Hof ?
Eine Erbengemeinschaft kann die Pachtpreise plötzlich erhöhen.
Wohnst du auf dem Hof ?
Wer hat die Flächen bisher bewirtschaftet und wie lange schon und noch?
Du selbst hast keine Ausbildung,keinen Sachkundenachweis,keine eigenen Maschinen,nicht mal der einzige Schlepper läuft auf deinen Namen.
Das jetzige Wissen stammt von der Aushilfe beim Nachbarn.
Bisher bist du in deiner Freizeit zur Aushilfe Traktor gefahren.
Jetzt möchtest du selbst Landwirt sein,das ist ganz was anderes.
Traktorfahren ist hier nur noch Nebensache.
Hier mußt du dich durch viel Bürokratie kämpfen,du mußt wissen was dein Boden an Dünger braucht in Verbindung mit teuren Bodenuntersuchungen.
Du mußt erkennen welche Unkräuter auf deinen Flächen wachsen und was du dagegen Spritzen kannst.
Du mußt erkennen welche Krankheiten deine Pflanzen haben und was man dagegen macht.
Du mußt erkennen welche Tierchen deine Pflanzen fressen !
Das muß alles dokumentiert werden.
Du solltest mal den Taschenrechner benützen und ausrechnen,wieviel Geld du vorstrecken mußt ,bevor du überhaupt Einnahmen hast.
zB: Diesel,Dünger,Saatgut,Spritzmittel,Pacht,Lohnunternehmer,Maschinenkosten des Nachbarn,Versicherungen,Berufsgenossenschaft usw.
Was noch dazu kommt,der bisherige Pächter besitzt die ZA (Zahlungsansprüche) für die 20ha.
Er muß sie dir aber nach Ablauf der Pacht nicht verkaufen.
Du brauchst aber welche,sonst bekommst du keine Zuschüsse vom Staat.
ZA werden hier mit 300.-/ha gehandelt,das heißt du schiebst schnell mal 6000.- über den Tisch und hast noch keinen einzigen Euro erwirtschaftet !
Du bekommst auch keinen Dieselzuschuss,weil du selbst keinen Schlepper hast.
Solltest du wirklich im ersten Jahr eine gute Ernte haben und dann etwa 30000.- an Einnahmen haben.
Dann kommt das liebe Finanzamt und dein Steuerberater und schröpfen dich gewaltig!
Wer zahlt die Reparaturen der Maschinen deines Nachbarn, wenn du gefahren bist?
Irgendwann gibt es hier Ärger,weil du die Zeit nicht mehr hast für deinen Nachbarn, für deine eigenen Flächen und für deinen Job.
Dein Chef sieht diese Freizeitaktivität vielleicht auch nicht gern.
Dein Jahresurlaub ist auch schnell, mit freien Einzeltagen zum Bewirtschaften verplempert.
Hast du ein Problem mit dem Nachbarn,dann stehst du plötzlich ohne Maschinen da.
Dann möchtest du eigene Maschinen,wovon bezahlst du die?
Mit deinem Gehalt,dann geht es schon abwärts.
Was ich hier geschrieben habe ist nur ein Teil von dem ,was wirklich auf dich zukommt.
Wenn ihr auch noch mit dem Wald betroffen seid,dann ist es besser du machst eine Motorsägenausbildung und verkaufst die nächsten Jahre Brennholz.
Die Pachtflächen kannst du später immer noch bewirtschaften.
Bis dahin machst du eine landwirtschaftliche Ausbildung und Sachkundenachweis in Abendkursen.
Rückmeldungen werden immer gern gelesen :)
Schönen Gruß aus dem Landkreis DEG
lama-bauer
 
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon Family Guy » Mi Aug 30, 2017 21:32

Eine sachliche und gute Einschätzung von Lamabauer.
Ich würde dir auch nicht empfehlen, mit 20ha einen Ackerbaubetrieb zu beginnen, jedenfalls nicht mit Roggen, Gerste, Raps.
Entweder du suchst dir die Lücke in deiner Gegend, die produziert, was eigentlich jeder haben will und es auch deswegen teuer bezahlt. Wenn du deine Marktlücke gefunden hast, wird aus dem Nebenerwerb schnell Vollerwerb, oder....
Oder du verpachtest die Fläche und befriedigst deine landwirtschaftlichen Ambitionen dadurch, das du irgendwo anfängst zu helfen, wie du es jetzt auch getan hast.
Mach die Augen auf, lerne, mach den Pflanzenschutzschein, mach Tierhaltungskurse. Auch Landwirtschaft hat mit Bildung zu tun. Je mehr du kannst, um so mehr kannst du für deine Arbeit verlangen, lerne ein wenig Landtechnik. Letzendlich werden in jeder Region qualifizierte (Teilzeit)Mitarbeiter händeringend gesucht.
Die AK wird bei uns in der Gegend über den Maschinenring mit ungefähr 17€ abgerechnet.
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon stamo » Mi Aug 30, 2017 21:45

Bis auf den Quatsch mit dem Finanzamt stimmt alles, denn wo nichts verdient wird, zahlt man auch keine Steuern.
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon marius » Mi Aug 30, 2017 22:49

Alex7900 hat geschrieben:Servus, ich werde wahrscheinlich den Hof meines Opas übernehmen er hat 20 Hektar Ackerland und 6 ha Wald. Ich spiele mit dem Gedanken Ackerbau zu betreiben. Er hat einen 110 PS starken Traktor ansonsten keine geräte, diese könnte ich mir jedoch bei meinem Nachbarn sehr kostengünstig vielleicht auch kostenlos ausleihen. Eine Ausbildung in richtung Landwirt habe ich nicht, jedoch habe ich seit ich mich errinern kann bei meinem Nachbarn mitgeholfen. ( Ich denke ich könnte mit diesen Kenntnissen einen Acker bestellen) Ich hoffe ihr könnt mir meine Frage beantworten, bzw. mich beraten.

Danke


Ach harje, es wird langsam mühsig immer wieder die Leute aufklären zu müssen und so aus ihren Träumen zu reissen.

Man tendiert mittlerweile fast dazu, zu sagen : lass sie mal machen und auf die Schnauze fallen nach dem Motto : aus Fehlern lernen.... :prost: :mrgreen:
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon wastl90 » Mi Aug 30, 2017 23:17

Es gibt ganz einfach zwei Fragen auf diese Frage:
1 Nebenerwerb
2. Vollerwerb

Dazu die passenden Antworten:
1 ja im Nebenerwerb kann das schon funktionieren. Du brauchst eine einigermaßen anspruchslose Fruchtfolge, die einigermaßen angepasst an deiner Arbeitsstelle ist.
2. Auch das funktioniert, dann aber nur mit Sonderkulturen bzw. entsprechender Vermarktung. Es gibt noch genügend Nischen in die man regional, national oder international einsteigen kann. Da darfst du auch nicht auf irgendwelche im Forum hören, ansonsten hätten die schon lange die Chance ergriffen.

Generell würde ich mir es schon trauen, gerade jetzt ist es eine große Chance in solchen Nischen einzusteigen. Der Einzelhandel macht gerade einen großen Umbruch mit, viele Chancen tun sich auf, man muss sie nur nutzen. In benachteiligten Gebieten wie dem bayrischen Wald wird man bei Erträgen und somit Marktleistungen bei Mais, Weizen, Roggen, Raps oder Kartoffeln nicht erreichen
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon Tinyburli » Do Aug 31, 2017 4:06

Ich habe das ja schon öfers gemacht und von meinem Beispiel erzählt.
Ich habe vor 4 Jahren mit 17 ha den sehr extensiven Nebenerwerb wieder angefangen.
Und bin ganz zufrieden.
Die Eigenbewirtschaftung hat im Vergleich zur Verpachtung den Vorteil, dass man etwa doppelte Einnahmen hat. Jedenfalls bei mir.
Ein Bekannter hat jetzt an die Tochter verpachtet und macht das mit der Fruchtfolge Mais und Triciale. Auch die 3 ha Blühfläche kann man in Betracht ziehen.
Ich mach dann noch eine Gewinn/ Verlustrechnung fürs Finanzamt mit Regelbesteuerung, weil sich das bei mir am besten rechnet.

Jedenfalls wünsche ich Dir gutes Gelingen mit Deinen 20 ha.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon Farmer79 » Do Aug 31, 2017 7:51

Tinyburli hat geschrieben:Eigenbewirtschaftung hat im Vergleich zur Verpachtung den Vorteil, dass man etwa doppelte Einnahmen hat.


:klug: Einnahmen sind nicht gleich Gewinn!
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon Harald » Do Aug 31, 2017 7:56

Hier in meiner Ecke ist gefühlt jeder zweite Aktive Landwirt (im Sinne des Gesetzes) so ein Durchhaltebetrieb, der seine paar Hektar Eigentumsfläche noch selbst bewirtschaftet, wohl wissend, dass er nicht wirklich zukunftsfähig ist.
Die wissen natürlich auch, dass sie bei einer Vollkostenrechnung von der Substanz leben.

Da aber die alten Maschinen ohnehin bezahlt sind, Gebäude eh erhalten werden müssen und kaum anders genutzt werden können und die eigene Arbeitszeit äh Freizeit nichts kostet, bleiben doch ein paar Euro mehr hängen als bei ortsüblicher Verpachtung. Zumindest wenn man sich halbwegs geschickt anstellt. Und solange die Pachtpreise nicht weiter steigen (dafür sind hier mangels Biogaser vor allem die agressiv zupachtenden Bio-Betriebe zuständig :? ).

Allerdings wird eben jeder Maschinenersatz und jede größere Reparatur zur Existenzfrage. Wenn dann auch noch der Schlepper ersetzt werden muss, driftet das Ganze endgültig in eine quersubventionierte Liebhaberei ab.

Die nächste Aufgabewelle bei den Ackerbauern erwarte ich 2020, wenn nur noch Düngerstreuer mit Grenzstreueinrichtung zugelassen sein werden. Die haben hier bisher nur wenige der Durchhaltebetriebe.

Dass Landhändler, Werkstätten usw. auch weniger werden und somit die Fahrtwege immer länger und die Logistik somit auch komplexer, und auch die spärlich vorhandenen Lohnunternehmer immer mehr auf größere Einheiten getrimmt sind, macht es auch nicht einfacher.
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon 210ponys » Do Aug 31, 2017 10:52

@ Harald genau so ist es :prost:
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon wastl90 » Do Aug 31, 2017 10:52

Harald hat geschrieben:Hier in meiner Ecke ist gefühlt jeder zweite Aktive Landwirt (im Sinne des Gesetzes) so ein Durchhaltebetrieb, der seine paar Hektar Eigentumsfläche noch selbst bewirtschaftet, wohl wissend, dass er nicht wirklich zukunftsfähig ist.
Die wissen natürlich auch, dass sie bei einer Vollkostenrechnung von der Substanz leben.

Da aber die alten Maschinen ohnehin bezahlt sind, Gebäude eh erhalten werden müssen und kaum anders genutzt werden können und die eigene Arbeitszeit äh Freizeit nichts kostet, bleiben doch ein paar Euro mehr hängen als bei ortsüblicher Verpachtung. Zumindest wenn man sich halbwegs geschickt anstellt. Und solange die Pachtpreise nicht weiter steigen (dafür sind hier mangels Biogaser vor allem die agressiv zupachtenden Bio-Betriebe zuständig :? ).

Allerdings wird eben jeder Maschinenersatz und jede größere Reparatur zur Existenzfrage. Wenn dann auch noch der Schlepper ersetzt werden muss, driftet das Ganze endgültig in eine quersubventionierte Liebhaberei ab.

Die nächste Aufgabewelle bei den Ackerbauern erwarte ich 2020, wenn nur noch Düngerstreuer mit Grenzstreueinrichtung zugelassen sein werden. Die haben hier bisher nur wenige der Durchhaltebetriebe.

Dass Landhändler, Werkstätten usw. auch weniger werden und somit die Fahrtwege immer länger und die Logistik somit auch komplexer, und auch die spärlich vorhandenen Lohnunternehmer immer mehr auf größere Einheiten getrimmt sind, macht es auch nicht einfacher.


Würde das jetzt wirklich nicht so eng sehen. Warum auch? Anscheinend müssen/sollen die Gebäude erhalten bleiben, unabhängig von der Bewirtschaftung des Betriebes.

Natürlich würden sich neue Maschinen nicht rechnen. Aber warum nicht mit den alten herumwurschteln? Solange sie noch funktionieren ist doch alles in Ordnung, wenn nicht mehr, dann muss eben geschweißt werden. Schlepper bekommt man auch noch relativ gut gebraucht, das muss sicherlich nicht der neueste Fendt für 200.000€ sein.

Düngerstreuen kann man abgeben oder man investiert eben in eine Grenzstreueinrichtung, gebrauchten Streuer oder vielleicht sogar in einen neuen.
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Do Aug 31, 2017 12:22

Wer bewirtschaftet den Hof zur Zeit?

Hast du mit deinen Opa schon Übergabegespräche geführt?

Wie hoch soll der Altenteil pro Jahr sein?

Deckungsbeiträge in einer Getreidefruchtfolge liegen so um die 400 Euro plus Prämie. Damit solltest du deine Festkosten und deine Arbeitsentlohnung bestreiten können.
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Re: Ackerbau auf 20 ha rentabel

Beitragvon Family Guy » Do Aug 31, 2017 21:41

Stellt man eine stark vereinfachte Deckungsbeitragsrechnung auf, sieht jeder, wie wenig für die ganze investierte Arbeit und das Kapital übrig bleibt. Durchschnittlicher Deckungsbeitrag in ungünstiger Lage inkl. Prämie 500,--€/ha, auf 20ha 10.000 € DB, abzüglich Festkosten mindestens 250,--€/ha. Was bleibt da übrig? Die Höhe der Pacht. Und 250€ Festkosten/ha sind niedrig angesetzt.
Wenn Tinyburly dir was anderes schönrechnen will, musst du auch bedenken, dass der Frührentner ist und deswegen sehr viel Zeit hat.
Mein Tip, nutze deine Zeit, die du neben deinem Vollzeitjob hast, effektiver und verdiene woanders noch zusätzliches Geld.
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