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Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sicht

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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70 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon KathrinWit » Di Sep 20, 2016 16:39

@xyxy Das stimmt, davon sind natürlich auch schon einige parallel angefragt. Danke aber für den Tipp!
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Manfred » Di Sep 20, 2016 18:15

Ein landwirtschaftlicher Unternehmer ist (Ausnahmen bestätigen die Regel) in der Lage zwischen seiner Tätigkeit als Landwirt und seiner Tätigkeit als Bodeninvestor zu unterscheiden.
Den Landwirt tangieren Bodenpreise nicht. Ihn interessieren die Kosten für die Bodennutzung. Sind diese für seine angestrebte Art der Nutzung zu hoch, lässt er die Finger davon, selbst wenn er Eigentümer der betreffenden Fläche ist.
Der Bodeninvestor hat verschiedenste Gründe für seine Entscheidungen, von denen mögliche Pachteinnahmen für die landwirtschaftliche Nutzung (ob eigen oder fremd) nur einer ist.

Würde sich die Politik ernsthaft wegen einer ungesunden Verteilung von Grund und Boden sorgen (und dafür gäbe es gute Gründe), würde sie das Eigentum an land- und forstwirtschaftlichen Flächen (bis auf einen geringen Prozentsatz für Aufgaben der öffentlichen Hand) auf natürliche Personen beschränken und eine Obergrenze an Bodeneigentum pro natürlicher Person einführen.

Was aktuell an Vorschlägen kursiert, hat damit nichts zu tun. Dabei geht es darum, weitere Pöstchen für die eigene Wählerklientel zu schaffen, von denen aus sich gut an der Landwirtschaft und am Bodeneigentum verdienen lässt, ohne selbst Boden bewirtschaften oder beeigentumen zu müssen.
In der wuchernden, milliardenschweren Überwachungs- und Zertifizierungsindustrie rund um die Landwirtschaft sind in den letzten Jahren tausende solcher Jobs entstanden.
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Qtreiber » Di Sep 20, 2016 19:31

KathrinWit hat geschrieben:In keinster Weise. Es ist kein Ergebnis gewünscht.

KathrinWit hat geschrieben:Weil ich dem ganzen Thema auf den Grund gehen möchte,....... suche ich einen Landwirt der aufgrund der hohen Pachtpreise gezwungen war seinen Betrieb aufzugeben oder zu verlegen, bzw. durch die Preissteigerung direkt beeinflusst ist.

"Ergebnisoffen" sieht anders aus...... :roll:
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon topigs » Di Sep 20, 2016 20:12

Nur mal so:

Auf der Welt haben 795 Millionen Menschen nicht genug zu essen. 6 Millionen Kinder sterben deshalb jährlich!!!
Und unsere Politik gib uns Geld wenn wir weniger produzieren. Einfach nur traurig.
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon flower-bauer » Di Sep 20, 2016 20:24

...
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Grimli » Di Sep 20, 2016 20:39

flower-bauer hat geschrieben:795 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen, ....
obwohl oder vielmehr gerade deshalb, weil die deutsche Landwirtschaft auf Basis von Futtermittelimporten massive Überschüsse produziert ... :idea:


ich fand ja toll das europäische Überschüsse in Syrien beflaggt mit weißrussischem Ettiket gerade heute in der Tagesschau verteilt wurden. Die Welt ist schon kompliziert :o
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon flower-bauer » Di Sep 20, 2016 21:26

...
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Ferengi » Di Sep 20, 2016 21:33

Lass es, das begreifen die ich nicht!

Die Meisten hier meinen doch der deutsche Konvi ernährt die Welt. :roll: :roll: :roll:
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Todde » Di Sep 20, 2016 21:50

flower-bauer hat geschrieben:Die Lösung liegt also nicht darin, dass wir hier mehr produzieren.
Sondern in der "Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft" vor Ort:
http://www.bmz.de/de/themen/ernaehrung/ ... index.html


Die Förderung der Landwirtschaft gerade in Bedarfsgebieten werden ja von westlichen Organisationen und Kirchen massiv behindert.
Wenn man den Peruaner vor den Züchtern warnt, dann kommt es dort zur Hungerkatastrophe, während alle Länder drumherum heute mehr produzieren, wie das eigen Volk benötigt. Brasilien ist vom hungernden Importeur zum Exportweltmeister aufgestiegen, die haben kein Problem mehr 400 Millionen Menschen satt zu machen (~290 Millionen Einwohner) und noch Sojaöl in den Tank zu kippen.
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Ferengi » Di Sep 20, 2016 22:07

Todde hat geschrieben: Brasilien ist vom hungernden Importeur zum Exportweltmeister aufgestiegen...


Und trotzdem hat das Volk nix zu fressen aufem Teller! :roll: :roll: :roll:
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Todde » Di Sep 20, 2016 22:12

Ferengi hat geschrieben:
Todde hat geschrieben: Brasilien ist vom hungernden Importeur zum Exportweltmeister aufgestiegen...


Und trotzdem hat das Volk nix zu fressen aufem Teller! :roll: :roll: :roll:


Ist das so?
Die Einkommensentwicklung vom Volk hat sich um ein vielfaches von dem entwickelt als in Russland, denen geht es heute besser als vor 25 Jahren.
Die Sojaindustrie ist der 2. größte Arbeitgeber des Landes geworden.
Das sich Armut nicht einfach in Luft auflöst, ist nicht ein Problem der Landwirtschaft.

In Peru haben die nicht nur nix auf dem Teller, die haben auch kein Geld.
Und in Afrika wird wieder Gorilla gefuttert, dank Misereor, das löst das Einkommensproblem und die fehlende Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln teilweise.
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Ferengi » Di Sep 20, 2016 22:24

Todde hat geschrieben:
Ferengi hat geschrieben:
Todde hat geschrieben: Brasilien ist vom hungernden Importeur zum Exportweltmeister aufgestiegen...


Und trotzdem hat das Volk nix zu fressen aufem Teller! :roll: :roll: :roll:


Ist das so?



Ja!
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Todde » Di Sep 20, 2016 22:27

Ferengi hat geschrieben:Ja!


Dann hast Du dafür ja sicher Daten, würde mich mal interessieren, wie viele Menschen dort vor 25 Jahren gelebt und gehungert haben und wie viel heute.
Du scheinst Dich da ja auszukennen.
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon elchtestversagt » Mi Sep 21, 2016 6:40

Es wird vor allen Dingen in Deutschland nie zu einer massiven Preissenkung kommen, denn die wirklichen Landbesitzer haben da etwas gegen.
Und das sind nicht die Landwirte.
Das sind die Fielmanns, die Rethmanns und andere, aber auch der grösste Grundbesitzer, die Kirchen, haben etwas dagegen.
Der einzige Ausweg der Landwirte ist die Veredelung, der Sonderkulturenanbau.
Grade ersteres wird massiv degradiert, ein Schelm, wer "böses" dabei denkt.
Ein Industrieller Grossbauer im Osten mit 30 Leute steht hier gegenüber umgerechnet 100 Familienbetrieben mit 200000 Schweinemastplätzen samt nachgelagertem Bereich gegenüber...( oder 8 Mill. Hähnchen oder 2 Mill. Hühner oder 10000 Kühen...)
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Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Manfred » Mi Sep 21, 2016 7:15

Wenn wir von 7,5 Mrd. Menschen ausgehen und ein eher hoch gegriffenes (viele davon sind ja Kinder und kleine, magere Leute)Durchschnittsgewicht von 70 kg ansetzen, wäre das eine Biomasse von 525 Mio Tonnen. Fachleute schätzen eher 425 bis 450 Mio Tonnen.
Die Gesamt-Biomasse auf der Erde hat ca. 3500 Milliarden Tonnen.
Alleine die Ameisen wiegen mit ca. 400 Mio Tonnen fast so viel wie die Menschheit.
Die Fische wiegen 10 Milliarden Tonnen.
Die Mikroorganismen im Boden ca. 800 Milliarden Tonnen.

Wir kratzen bisher nur ganz zart an der Oberfläche der möglichen Nahrungsnutzung für die Menschheit auf diesem Planeten.
Die mögliche Menge an Nahrung ist keinster Weise ein begrenzender Faktor. Wer das nicht kapiert, dem ist nicht zu helfen.
Es geht nur um die Art und Weise der Produktion und um die Verteilung.
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