Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 5:01

Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sicht

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
Antwort erstellen
70 Beiträge • Seite 3 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Sep 21, 2016 7:46

flower-bauer hat geschrieben:"Die Hauptursache von Hunger und Mangelernährung ist nicht die mangelnde Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln auf der Welt – es ist vor allem die Armut. Den Menschen fehlt das Geld für gesunde Nahrung." http://www.bmz.de/de/themen/ernaehrung/ ... index.html

Die Lösung liegt also nicht darin, dass wir hier mehr produzieren.
Sondern in der "Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft" vor Ort:
http://www.bmz.de/de/themen/ernaehrung/ ... index.html

Das Land mit der "besten" Kleinbauernstruktur, Indien, hat leider auch die meisten Hungernden.
Infrastruktur, Information und eine funktionierende Wirtschaft mit halbwegs solidem Behördenwesen braucht es, da hat die "Größe" des Bauern eher weniger mit zu tun.
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
Benutzeravatar
meyenburg1975
 
Beiträge: 12878
Registriert: Mi Jun 18, 2008 15:47
Wohnort: Ostfriesland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon bauer hans » Mi Sep 21, 2016 8:02

flower-bauer hat geschrieben:"Die Hauptursache von Hunger und Mangelernährung ist nicht die mangelnde Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln auf der Welt – es ist vor allem die Armut.

es sind die politischen systeme der clans,grossfamilien und die sich daraus etablierte korruption.
wir schaffen uns :mrgreen:
bauer hans
 
Beiträge: 8059
Registriert: Mo Apr 27, 2015 7:57
Wohnort: OWL
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Mi Sep 21, 2016 8:25

@ Kathi Witt: Du wirst es schwer haben einen "Verlierer" am Bodenmarkt zu finden. Wer gibt sich schon her um bemitleidet zu werden. Einen Großbauern würdest du leichter für eine Reportage gewinnen.

Deine angesprochenen Pachtpreisobergrenzen werden nichts bringen. So was hatten wir schon mal bei der Milchquote. Da war eine Zeitlang der Kaufpreis bei 1,60 DM je kg Quote festgeschrieben. Der darüber hinaus gehende Gleichgewichtspreis wurde halt dann am Parkplatz vom Landwirtschaftsamt übergeben!

Schuld an der ganzen Misere am Bodenmarkt (oder in anderen Assetklassen wie Aktien, Immobilien, Edelmetalle, Kunst) ist das billige "Fiatgeld"! Geld wird aus dem nichts durch einen Computermausklick von Zentralbanken oder der FED (die ist aber privat...) erschaffen und überschwemmt die Welt. Dieses Luftgeld möchte natürlich in echte Werte umgetauscht werden! Wir haben bereits massive Inflation, nicht für den kleinen Mann der von der Hand in den Mund lebt, sondern das Großkapital sucht verzweifelt Anlagemöglichkeiten in Sachwerte!

Es schrieb schon Henry Ford vor 100 Jahren: Wenn die Masse begreifen würde wie unser Geldsystem funktioniert, dann hätten wir eine Revolution bevor der nächste Morgen anbricht!
Flecki_aus_Bayern
 
Beiträge: 948
Registriert: Sa Mai 05, 2007 8:18
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon LUV » Mi Sep 21, 2016 8:38

Manfred hat geschrieben:. Wer das nicht kapiert, dem ist nicht zu helfen.
Es geht nur um die Art und Weise der Produktion und um die Verteilung.



Alles richtig, sogar dein letzter Satz, der ja alles bestätigt, was bisher geschrieben wurde......es geht nur um die Art und Weise der Produktion und um die Verteilung. Mit Baumrinde-Essen wäre schon viel gelöst oder? Verteilung und Verfügbarkeit sind vielfach gegeben.... :roll:
Evtl. gibt es ja mehr als Kalorien und Biomasse zur Ernährung? Wer das nicht kapiert...usw.....
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
LUV
 
Beiträge: 9573
Registriert: Mo Jan 12, 2015 8:31
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon LUV » Mi Sep 21, 2016 8:43

KathrinWit hat geschrieben:Liebe Landwirte,

die Situation bei Kauf- und Pachtpreisen für Ackerland hat sich mittlerweile in vielen Regionen Deutschlands zugespitzt. Immer mehr Menschen nutzen den Erwerb als private Investitionsgrundlage, Landfraß und andere Faktoren tun ihr übliches. Durch die ohnehin schon knapp bemessenen Flächen entsteht so ein Preisschub bei dem noch kein Ende in Sicht ist. Die Situation ist mittlerweile teilweise so problematisch, dass Politiker (Christian Meyer, Landwirtschaftsminister Niedersachsen u.a.) der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bereits eine Preisbremse für Ackerland ins Gespräch gebracht haben.

Weil ich dem ganzen Thema auf den Grund gehen möchte und zwar maßgeblich mit Blick und Auswirkungen für die landwirtschaftliche Gesellschaft, suche ich einen Landwirt der aufgrund der hohen Pachtpreise gezwungen war seinen Betrieb aufzugeben oder zu verlegen, bzw. durch die Preissteigerung direkt beeinflusst ist. Ich schreibe für ein Wochenmagazin und würde die Entwicklungen in diesem Bereich gerne anhand einer persönlichen Geschichte erzählen. Vielleicht kennen Sie jemanden der sich gerne mal mit mir unterhalten möchte. Über eine positive Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Gerne unter der Mailadresse: k.witsch@vhb.de

Vielen Dank und liebe Grüße

Kathrin Witsch


Etwas mehr Ernsthaftigkeit oder wie sagt man heutzutage "Professionalität" wäre angebracht für eine derart hochwertige Zeitschrift wie der ZEIT.
Finde ich....
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
LUV
 
Beiträge: 9573
Registriert: Mo Jan 12, 2015 8:31
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon marius » Mi Sep 21, 2016 9:19

KathrinWit hat geschrieben: Landfraß und andere Faktoren tun ihr übliches. Durch die ohnehin schon knapp bemessenen Flächen


Seh ich nicht so. Der LEH argumentiert die Dumpingpreise bei Milch unf Flesich damit, dass deutlich zuviel Ware am Markt vorhanden ist.
Von derzeitiger Flächenknappheit kann somit nichtmal ansatzweise die Rede sein. Und wenn in einigen Jahren die 20 jährigen Biogasverträge auslaufen wird das Überangebot an Fläche noch deutlich grösser sein, was die Erzeugerpreiseb für Milch, Fleisch und Getreide noch weiter in den Keller treibt.
Ganz nebenbei steigen die Fleisch.-, Milchleistungen und Erträge je Einheit kontinuirlich an was zukünftig zusätzliche Überproduktionen bringt.
marius
 
Beiträge: 6653
Registriert: Do Mai 06, 2010 18:51
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Zement » Mi Sep 21, 2016 9:50

Die paar Hektar Land , die an den Biogasanlagen gebunden sind , werden nicht die Erzeugerpreisentwicklung beeinflussen .
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
Zement
 
Beiträge: 12875
Registriert: Sa Jan 21, 2006 14:20
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon marius » Mi Sep 21, 2016 10:03

Zement hat geschrieben:Die paar Hektar Land , die an den Biogasanlagen gebunden sind , werden nicht die Erzeugerpreisentwicklung beeinflussen .


Oha, wenn beim örtlichen Getreidehändler plötzlich + 10 % oder nochmehr an Getreide angeliefert wird hat das ganz sicher Auswirkung auf seine Zahlungsmoral. Dasselbe bei den örtlichen Molkereien usw.
marius
 
Beiträge: 6653
Registriert: Do Mai 06, 2010 18:51
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Estomil » Mi Sep 21, 2016 10:39

Also ich finde es durchaus gut, wenn die aktuellen Preissteigerungen beim Äcker mal genau beleuchtet werden. Wenn dabei ein ausgewogener Bericht herauskommt wäre mir das schon recht.
Ich würde mich auch durchaus als Gesprächspartner bereiterklären.

Die Gründe für die preissteigerungen sind ja vielfältig mit teils massiven selbstverstärkenden effekten. Wenn zb wenig Fläche angeboten wird, steigen die Preise was dazu führt, dass potentielle Verkäufer weiter abwarten was die Preise weiter erhöht.

Ich will mal einige weitere Gründe nennen:

1. Viele Landwirte haben mit besseren preisen gerechnet und haben sich somit auf Hörer pachten eingelassen bzw wollten Kollegen das Land streitigmachen.
2. In den veredelungsregionen gibt es einen hohen nährstoffüberschiss der es in Teilen sinnvoll macht höhere pachten zu zahlen. Das wird allerdings bei bis zu 1300€ pro ha völlig übertrieben denn das kann niemals quersubventioniert werden. Da fehlt es wohl immernoch an passender verteilungslogistik

3. Viele Betriebe verdienen tatsächlich trotz hoher pachtpreise gutes geld. Vor allem Betriebe mit sonderkulturen oder zb biogass.

4. Es gibt einen enormen flächenfrass zb durch ausgleichsmassnahmen oder bebauung.

5. Es gibt einen enormen anlagenotstand wegen den geringen zinsen. Oftmals haben grade grössere Betriebe die gutes geld verdient haben keine andere Möglichkeit als in acker zu investieren. Es gibt immer betriebe die Geld verdienen. Teils auch ausserlandwirtschaftlich was investiert werden will. Wenn im energiebereich, in tierhaltungsbereich und am Aktien oder Kapitalmarkt nichts zu machen ist, dann bleiben nur acker und mietwohnungen.

6. Es gibt einen unheimlichen Strukturwandel vor dem alle Angst haben. Jeder Betrieb will wachsen um am ende nicht auf der Strecke zu bleiben. Fast überall gibt es Grösse betriebe die fast alles an Land aufsaugen. Hier bei mir um die ksrtoffelbauern die jeden qm für Summen anpachten die mir getreide garnicht bezahlbar wären.

7. Einige Betriebe brauchen zb steuerlich als Landwirt zu gelten noch eine kleine Menge an ha. Um 5ha wie in meinem fall. Für diese 5ha könnte ich auch 2000€ bezahlen wenn es sein müsste. Das hat halt steuerliche gründe. Pro Dorf können allerdings allein aus diesem Grund dann schon mal 100ha zusammenkommen. Teils auch deutlich mehr. Das erhöht den marktdruck natürlich massiv. Stallbauförderungen die eine flächenanbindung in gewisser Höhe erfordern wirken hier ähnlich.

8. Die gab Prämien werden eins zu eins auf die Pacht umgelegt. Höhe Forderungen für blühstreifen oder ähnlich wirken da auch nicht grade dämpfend.

Es gibt sicherlich noch ettliche weitere gründe. Viele die ich grade genannt habe korrelieren teils miteinander. Oftmals treten betriebsindividuell mehrere in erscheinung. Fehlende proffessionalität und Entscheidungen aus dem Bauch heraus wirken sich bei meinen Kollegen sicherlich ebenfalls negativ aus. Stolz, sturheit sowie Scham vor Kollegen sorgen ebenfalls dafür, dass viele Kollegen unüberlegt Flächen pachten.


Im übrigen korrelieren die kaufpreise oftmals eins zu eins mit den pachtpreisen. Heute erhält man oft ein Prozent des Kaufpreises als pacht. Wenn in Regionen also 1300€ pacht bezahlt wird, dann liegt der Kaufpreis schnell über 7€.

Man sollten die Risiken für eine preisblase allerdings auch mal durchleuchten. Diese ist enorm gross.
Wenn die Zinsen steigen, massenhaft keine beteiebsnachfolger mehr nachkommen, die anbaukosten zb durch neue Steuern steigen, die gapprämien wegfallen oder die Marktpreis einfach schlecht bleiben könnte es schnell mal zu fallenden pachten und damit kaufpreisen kommen.
So was haben wir in Dänemark vor einigen Jahren erlebt als acker sich im Wert halbiert hat.

Gruss
Estomil
 
Beiträge: 4094
Registriert: So Dez 19, 2010 16:06
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Manfred » Mi Sep 21, 2016 12:13

meyenburg1975 hat geschrieben:Das Land mit der "besten" Kleinbauernstruktur, Indien, hat leider auch die meisten Hungernden.
Infrastruktur, Information und eine funktionierende Wirtschaft mit halbwegs solidem Behördenwesen braucht es, da hat die "Größe" des Bauern eher weniger mit zu tun.


Wesentlich ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und die Kreativität. Mit gärtnerischen Mitteln lässt sich halt bei sonst gleichen Voraussetzungen pro Fläche ungleich mehr Nahrung erzeugen als das die industrialisierte Landwirtschaft vermag. Und das auch auf Flächen, die maschinell schlecht nutzbar sind. Und es lässt sich dezentral Vielfalt erzeugen und verarbeiten, was Stabilität und Ausfallsicherheit bringt und die Notwendigkeit von Transporten minimiert. Man darf halt nicht den Fehler machen, einen schlecht qualifizierten Kleinbauern ohne chemisch Hilfsmittel mit einem Intensivbetrieb zu vergleichen.
Dieses in Sachen Menge effektive Gefüge wird halt dadurch unser Wirtschaftssystem zerschossen, wo nur die Effektivität hinsichtlich des Preises zählt. Ob das so bleiben wird, darf zumindest bezweifelt werden. Die gesamte Komplexität der Anforderungen an die Landwirtschaft wird zukünftig mehr in den Vordergrund rücken und einiges verschieben.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
Manfred
 
Beiträge: 13540
Registriert: Di Jun 13, 2006 18:26
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Manfred » Mi Sep 21, 2016 12:16

Estomil hat geschrieben:So was haben wir in Dänemark vor einigen Jahren erlebt als acker sich im Wert halbiert hat.


Auch die Agrarland-Preisblasen in einigen Regionen in D werden platzen. Die Frage ist nur wann.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
Manfred
 
Beiträge: 13540
Registriert: Di Jun 13, 2006 18:26
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Ferengi » Mi Sep 21, 2016 12:28

marius hat geschrieben:
Zement hat geschrieben:Die paar Hektar Land , die an den Biogasanlagen gebunden sind , werden nicht die Erzeugerpreisentwicklung beeinflussen .


Oha, wenn beim örtlichen Getreidehändler plötzlich + 10 % oder nochmehr an Getreide angeliefert wird hat das ganz sicher Auswirkung auf seine Zahlungsmoral. Dasselbe bei den örtlichen Molkereien usw.



Das begreifen die hier nicht.
Die meinen wenn der Mais nicht in die Biogasanlage wandern würde,
könnten sie ihr Milchvieh aufstocken,
und mit steigender Überproduktion gegen niedrige Preise kämpfen. :roll: :roll:
Ferengi
 
Beiträge: 8328
Registriert: Mi Jul 18, 2012 17:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Sep 21, 2016 12:41

Manfred hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Das Land mit der "besten" Kleinbauernstruktur, Indien, hat leider auch die meisten Hungernden.
Infrastruktur, Information und eine funktionierende Wirtschaft mit halbwegs solidem Behördenwesen braucht es, da hat die "Größe" des Bauern eher weniger mit zu tun.


Wesentlich ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und die Kreativität. Mit gärtnerischen Mitteln lässt sich halt bei sonst gleichen Voraussetzungen pro Fläche ungleich mehr Nahrung erzeugen als das die industrialisierte Landwirtschaft vermag. Und das auch auf Flächen, die maschinell schlecht nutzbar sind. Und es lässt sich dezentral Vielfalt erzeugen und verarbeiten, was Stabilität und Ausfallsicherheit bringt und die Notwendigkeit von Transporten minimiert. Man darf halt nicht den Fehler machen, einen schlecht qualifizierten Kleinbauern ohne chemisch Hilfsmittel mit einem Intensivbetrieb zu vergleichen.
Dieses in Sachen Menge effektive Gefüge wird halt dadurch unser Wirtschaftssystem zerschossen, wo nur die Effektivität hinsichtlich des Preises zählt. Ob das so bleiben wird, darf zumindest bezweifelt werden. Die gesamte Komplexität der Anforderungen an die Landwirtschaft wird zukünftig mehr in den Vordergrund rücken und einiges verschieben.

Ich vergleiche nicht. Wenn fast die Hälfte verloren geht, spielt es keine Rolle, wer es ergärtnert oder erwirtschaftet hat, im Nachhinein ist da einiges schief gelaufen.
In Indien schrumpft der durchschnittliche Betrieb übrigens nach wie vor durch Teilung. Ohne jetzt eine Grenze nennen zu wollen, wird kaum jemand abstreiten, dass es eine reale Grenze nach unten gibt, von der eine Familie davon leben kann.
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
Benutzeravatar
meyenburg1975
 
Beiträge: 12878
Registriert: Mi Jun 18, 2008 15:47
Wohnort: Ostfriesland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Sep 21, 2016 12:43

Ferengi hat geschrieben:
marius hat geschrieben:
Zement hat geschrieben:Die paar Hektar Land , die an den Biogasanlagen gebunden sind , werden nicht die Erzeugerpreisentwicklung beeinflussen .


Oha, wenn beim örtlichen Getreidehändler plötzlich + 10 % oder nochmehr an Getreide angeliefert wird hat das ganz sicher Auswirkung auf seine Zahlungsmoral. Dasselbe bei den örtlichen Molkereien usw.



Das begreifen die hier nicht.
Die meinen wenn der Mais nicht in die Biogasanlage wandern würde,
könnten sie ihr Milchvieh aufstocken,
und mit steigender Überproduktion gegen niedrige Preise kämpfen. :roll: :roll:


Die Niederlande haben massiv ausgeweitet und trotzdem im Vergleich zum Nordwesten deutlich bessere Auszahlungspreise. Wie hängt das mit Biogas zusammen?
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
Benutzeravatar
meyenburg1975
 
Beiträge: 12878
Registriert: Mi Jun 18, 2008 15:47
Wohnort: Ostfriesland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackerland-Rasante Preisentwicklung und kein Ende in Sich

Beitragvon Bremerland » Mi Sep 21, 2016 13:17

Also ich finds geil, wenn die Landpreise abrauschen in alle Pappelbäume. War die beste Art mein Erbe (Geldbetrag) in etwas anzulegen, das mehr als Null Zinsen bringt.
Allerdings hatte ich vorher noch die Illusion, daß mir das Land dann auch gehört. Werch ein Illtum! Auf Grünland was pflanzen? Nö, darfste nich. Also da sind sehr enge Grenzen gesetzt in der Vorschriftenrepublik Deutschland. Aber wir wursteln uns so durch (Pferde). Wenn da noch 3 ha mit höherem Grünzeug stehen (war so dabei), kommt da gleich die Berufgenossenschaft für Forst- und Dingenskirchen. Wald kann man das irgendwie noch nicht nennen, aber Kohle dafür wollnse schon haben. Wenn da mal jemand verunglücken würde. Ist Privatgrundstück, da hat keiner was verloren. Aber wenn ich da mal arbeiten würde und verunglücken würde. Ich arbeite da nicht, das ist alles Wildnis, da kann man fast nicht durchkommen. Am Ende finde ich im Brombeerverhau noch das Schloß von Dornröschen oder so. Dann wird vielleicht ja noch alles gut (Prinzessin vernaschen und so).

Wenn sich der Bodenpreis verdoppelt, können meine Erben einen guten Schnitt machen, wenn ich den Mors dichtgekniffen habe und die das alles verticken wollen.

Schöne Grüße
Michael
Wir können nicht einfach von unseren Naturschutzregeln abweichen, nur weil das ein paar hunderttausend Menschen vor dem Hungertod bewahren könnte.
Bremerland
 
Beiträge: 425
Registriert: Do Jul 16, 2015 12:20
Wohnort: Bremen, Hof in Seebergen
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
70 Beiträge • Seite 3 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5

Zurück zu Agrarpolitik

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], flash

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki