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Arbeitsplatz anstelle von Flächensubventionen

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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49 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Beitragvon SHierling » Sa Okt 14, 2006 21:26

So was passiert, wenn keine Staatsknete mehr fliesst ? Nichts, nur der Fraß im Laden wird teurer,

Dazu müßtest Du dann aber aus der EU austreten - und den Weltmarkt aussperren. Ansonsten passiert nämlich eher das Gegenteil - die Produkte werden billiger (weil so ziemlich alles , was hierzulande wächst, anderswo billiger produziert werden kann, z.B. Getreide mit zwei Ernten im Jahr, Eiweiß ja sowieso, Gemüse haben wir einen SVG von lächerlichen 40% ....), und die Bauern wären weg vom Fenster.
Eben drum gibt es diese Zahlungen, weil sich ein normaler Staat nicht im Lebensmittelbereich von anderen Leuten abhängig machen sollte - was ja auch vernüftig ist, imho. Diskussionswürdig ist lediglich die Bemessungsgrundlage.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon Gast » Sa Okt 14, 2006 21:37

Wir haben im Moment bei Weizen einen höheren Verbrauch als wir produzieren. Weltweit könnte niemand industriell einen Käse herstellen, wenn er nicht deutsche Technik dazu hätte :roll: . Versuche dochmal aus neuseeländischem MaMiPu einen Joghurt herzustellen. Wir denken gar nicht drüber nach, wie ein Joghurt nach 6 Wochen auf hoher See im Container schmeckt. Die freien Mengen auf dem Weltmarkt sind so gering, das sie gar nicht der Rede wert sind.

Wenn wir z.B. den Chinesen verbieten Hunde und katzen zu essen und jeder Chinese statt dessen ein Hühnchen mehr essen möchte, haben wir weltweit eine Hungersnot.

In langen gesprächen habe ich mit einem Freund der beim Spiegel arbeitet, die Thematik durch gesprochen und der hat das auch ganz anschaulich in einem Buch verarbeitet über meinen Anteil am Honorar verhandeln wir noch.
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Beitragvon SHierling » Sa Okt 14, 2006 22:12

Wenn wir z.B. den Chinesen verbieten Hunde und katzen zu essen ....

Ja, ok. Wenn Du solche Maßnahmen für legitim hältst, dann kann man sich natürlich alles ausdenken ... und wenn die Chinesen uns vorschreiben würden, endlich Hunde und Katzen zu mästen, könnten die deutschen Bauern ja auch nach China exportieren.... *kopfschüttel*
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Beitragvon Gast » Sa Okt 14, 2006 22:35

Chinesen essen alles was 4 Beine hat, ausser Tisch und Stuhl. Die Hunde + Katzenfelle landen als Kragen von Anoraks wieder auf deutschen Ladentischen. Der Unterschied von einer geschlachteten Katze und einem geschlachteten Kaninchen fällt dem Laien nicht auf ( Katze hat eine Rippe mehr ). Unsere leeren PET Flaschen werden gehäckselt und in China zu T-Shirts verarbeitet, die der handel ( Bon-prix, Kik, ALDI usw. ) für 50 Cent bis max. 1 € ab Hamburg bekommt.
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Beitragvon questenberg » So Okt 15, 2006 7:01

SHierling hat geschrieben:Diskussionswürdig ist lediglich die Bemessungsgrundlage.


Über die Aufhebung der Regionalisierung kann man ja reden. Aber daß jeder Betrieb den gleichen Endbetrag erhalten soll, das halte ich für unsinnig und undurchführbar. Warum? In vielen Ackerbauregionen ist, grob gerechnet, die "Prämie" der Gewinn. Ein relativ großer Betrieb hätte also, wieder grob gerechnet, den gleichen Gewinn wie ein kleiner Betrieb. Nicht pro ha sondern absolut, versteht sich. Für rot-grüne Sozialromantiker mag so etwas ja gerecht und gut erscheinen. Aber wo ist hier berücksichtigt, daß der große Betrieb viel mehr investiert und daß neue Maschinen nicht allein aus den Abschreibungen der alten bezahlt werden, sondern dafür jedes Jahr ein erheblicher Betrag vom Gewinn in den Betrieb gebuttert werden muß um ihn am Laufen zu erhalten? Dann hätte der große Betrieb unterm Strich weniger Geld zum Leben als der kleine. Sollte ich da keinen Denkfehler drin haben, werde ich meinen jetzt schon geteilten Betrieb weiter zerhacken um den worst-case abfangen zu können. Manch einer hat das ja schon durchgezogen, aber vor allem um die Top-Ups auf seine Eigentumsflächen zu bekommen. Dann geht das Zerschlagen der Strukturen eben weiter. Die Buchstellen wird es freuen.
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Beitragvon Gast » So Okt 15, 2006 7:45

Nachfolgend mal ne englische Untersuchung, kann ich für Deutschlkand auch bestätigen :

6. Studie aus GB: Wirtschaftliche Milcherzeugung mit wenigen Kühen

Entscheidend für eine wirtschaftliche Milchviehhaltung sind die Managementqualitäten des Betriebsleiters. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Universität Exeter im Auftrag der Milchgenossenschaft Milk Link durchgeführt hat. Erfolgreiche Milchviehhalter würden Beratung in Anspruch nehmen und ihre Betriebe mit Benchmarking-Techniken optimieren. Wesentliche Erfolgsfaktoren seien unter anderem eine hohe Besatzdichte bezogen auf die Futterfläche und der effiziente Einsatz von Kraftfutter. Die Wissenschaftler weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Herdengröße nicht unbedingt die Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Milcherzeugung ist. Fast ein Drittel der Lieferanten von Milk Link bewirtschaften Betriebe mit weniger als 80 Kühen. Der Gewinnvorsprung besonders erfolgreicher kleinerer Höfe im Vergleich zu weniger erfolgreichen größeren Betrieben belaufe sich im Extrem auf mehr als 73.000 € pro Jahr.

NzW/ZMP
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Beitragvon questenberg » So Okt 15, 2006 7:57

Was willst Du in diesem Zusammenhang damit sagen?
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Beitragvon Gast » So Okt 15, 2006 8:04

Ich will damit sagen, daß nicht zwangsläufig der Gewinn mit der Größe des Betriebs ansteigt.
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Beitragvon gerd gerdsen » So Okt 15, 2006 8:19

...manchmal steigt ja auch mit der größe des betriebes der zusatz an, wir haben übrigens jetzt mit der flächenbezogenen betriebsprämie einen ganz großen vorteil zu der alten regelung, die prämien gehören nicht dem verpächter sondern dem pächter, dieses ist bei neuverpachtungen ein nicht zu unterschätzendes argument !
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Beitragvon automatix » So Okt 15, 2006 8:43

gerd gerdsen hat geschrieben:...manchmal steigt ja auch mit der größe des betriebes der zusatz an, wir haben übrigens jetzt mit der flächenbezogenen betriebsprämie einen ganz großen vorteil zu der alten regelung, die prämien gehören nicht dem verpächter sondern dem pächter, dieses ist bei neuverpachtungen ein nicht zu unterschätzendes argument !


aber auch nur aus sicht des pächters - als verpächter bist du ziemlich gearscht mit der neuen regelung - du hängst somit am pächter und wenn der dir nicht mehr passt hast du bei neuverpachtung kaum mehr möglichkeiten, dich anderweitig zu orientieren (wenn z.b. der pächter auf biogas umstellt und nur noch mais anbaut oder bei generationswechsel beim verpächter und der nachfolger würde die flächen lieber einen kumpel geben als den bisherigen pächter....)
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Beitragvon gerd gerdsen » So Okt 15, 2006 8:55

das mag aus sicht des verpächters wohl so sein, aber ich hatte schon den fall: völlig verwahrlostes land schön kultiviert und aufgekalkt, dann wurde ich es los und beinahe auch noch einen anteil an meiner milchquote, der besitzer schon in dritter generation nichtlandwirt hat dort noch nie einen tropfen schweiss vergossen !
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Beitragvon questenberg » So Okt 15, 2006 9:44

Lauschi hat geschrieben:Ich will damit sagen, daß nicht zwangsläufig der Gewinn mit der Größe des Betriebs ansteigt.


Nein, aber die Kostendegression läßt sich ja nun nicht wegdiskutieren.

Man kann nicht, wie Du das getan hast, argumentieren, der fähige Betriebsleiter erwirtschaftet auf seinem kleinen Betrieb einen höheren Gewinn als der unfähige auf seinem großen Betrieb. Der Vergleich ist unzulässig. Bei gleichem Können hat der größere Betrieb die Nase vorn, vorausgesetzt, die sonstigen Parameter lassen sich ebenfalls vergleichen.

Aber das ist ja nicht das Thema.
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Beitragvon gerd gerdsen » So Okt 15, 2006 10:19

nur gibts in der landwirtschaft noch parameter die nicht zu berechnen sind, wie zb das wetter !
und kleine betriebe, so wie meine onemanshow hier, sind nicht abhängig von fremd-ak, ein son dussel kann schon viel kaputt machen !
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Beitragvon Tyler Durden » So Okt 15, 2006 10:37

doch diese thematik spielt da schon mit rein.

gehen wir mal davon aus das ein großer betrieb gegenüber einem kleinen betrieb, unter sonst gleichen bedingungen, wesendliche kostenvorteile hat. daraus lässt sich aber auch ableiten das ein großbetrieb, bei entsprechender kapitalintensität, auch eine höhere arbeitsproduktivität hat als ein kleinbetrieb. sprich ein großer kann in der gleichen zeit mehr beackern als ein kleiner, es kann mit der arbeitsstunde des großen mehr gewinn erwirtschaftet werden als mit der des kleinen.
Und eben das wird bei einer arbeitsplatzsubvention nicht berücksichtigt, es bekommt ja jeder arbeitsplatz die gleiche zuwendung. es wird also produktive arbeit weniger gefördert als relativ unproduktivere. es käme dann wohl zu einer umverteilung des "subventionskuchens" weg von den großbetrieben hin zu arbeitsintensiven oder nicht am technischen fortschritt partizipierenden betrieben. also eher weg von den ackerbaubetrieben hin zu betrieben die sich auf arbeitsintensive spezialkulturen eingeschossen haben.

ob man das will? mhhh gute frage.................
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Beitragvon Gast » So Okt 15, 2006 13:53

Gerd, eine Pachtfläche ist so zurückzugeben wie du sie übernommen hast. Vor und nachteile die während der Pachtdauer entstanden sind, sind finanziell auszugleichen, durch Pächter oder Verpächter.
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