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Ärger mit Imkern

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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50 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Beitragvon Rohana » Mo Mär 03, 2008 10:24

Frag mich obs was bringt die Bienen gegen Varroa immun zu machen weil das ja (anscheinend) nicht der Hauptgrund fürs derzeitige überproportionale Bienensterben ist. Und nein, ganz reibungslos läufts ja alles nicht, wenn sogar der grosse Eishersteller Häagen-Dasz sage und schreibe 200.000 Euro für Forschung über Bienen ausgibt, weil sie Angst haben, dass ohne die Bienen ihre Aromastoffe fürs Eis nicht mehr hergestellt werden können.. :roll: (So gelesen im Spiegel Online -> http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 76,00.html )
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Beitragvon Obelix » Mo Mär 03, 2008 11:09

Hallo,

der Umgang mit der Varroa-Milbe ist für viele Imker kein Problem. Die große Frage ist halt, was nach Varroa kommt bzw. wie diese sich mit den Jahren veränderen wird?

Das Hauptproblem besteht darin, dass es viele Gründe sind, die im Zusammenwirken ein "Bienenstocksterben" verursachen (Varroa, Gentechnisch veränderte Pflanzen, Insektiziede, Händystrahlung, Zuchtauslese hin zu sanften Bienen, usw.).

Vereinfachten Darstellungen wie: "Da wird eben mal die Varroa-Resistente Biene gezüchtet, die schnell nachzüchtbar ist, wenn Bienen benötigt werden" halte ich für sehr gefährlich.

Grüße
Obelix
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Beitragvon gerd gerdsen » Mo Mär 03, 2008 12:45

ich möchte hier nochmal auf das bienenmonitoring hinweisen, hier konnte bislang kein ausgewöhnliches bienensterben beobachtet werden, die verluste liegen im langjährigen mittel zwischen 5 und 10% .

... nur einige imker nehmen halt daran nicht teil, weil es vom bauernverband und der chemischen industrie mitbezahlt wird (irgendeiner muß es ja bezahlen, die imker sind ja ach so arm)
auffallend das die imker die beim monitoring nicht teilnehmen die angeblichen großen verluste haben, meine vermutung geht daher in eine andere richtung, diese imker machen vermutlich erhebliche fehler bei der hygiene und der varroa bekämpfung, bienenhaltung ist massentierhaltung, bei schweinen oder kälbern wären diese imker längst mit einem tierhaltungsverbot belegt worden, aber bei insekten schaut scheinbar keiner so genau hin .
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Ich bin Imker

Beitragvon henry » Mo Mär 03, 2008 13:25

Moin,
gerd gerdsen hat geschrieben:...aber bei insekten schaut scheinbar keiner so genau hin .
Na Du ja offensichtlich doch. :roll: Warum darf man sich aufregen über Imker, die keine Ahnung von anderen Bereichen der Landwirtschaft haben? Weil die sich auch über Landwirte aufregen dürfen, die keine Ahnung von Imkerei haben! Doch bringt das jemanden weiter?

Wenn der Bauer keine Bienen an seinem Felde dulden mag - kein Problem. Meine Bienen jedenfalls fliegen innerhalb eines Kreises von etwa 4 km ganz ohne jede Bauern-Erlaubnis wohin sie wollen und dürfen das auch. Daß Bienenbeflug die Erträge in einigen wesentlichen Kulturen steigern kann, ermitteln übrigens in aller Regel ackerbauliche Institute und Forschungseinrichtungen. Den Imkern kann das egal sein. Es gibt derzeit so wenige Imker, daß die sich gegenseitig nicht ins Gehege kommen. Und wenn sie dann noch Geld von einem Landwirt kriegen, damit sie ihre Bienen an dessen Rapsfeld stellen, warum dann meckern? Der Bauer wird schon wissen warum eine zügige und gleichmäßige Ausreifung beim Raps wichtig für ihn ist. Dem Imker kann das egal sein. Wenn der Bauer erntet steht der Imker ohnehin nicht mehr da (also auch keinem Mähdrescher im Weg) denn da ist der Raps aus Bienensicht schon wochenlang eine einzige nektarlose Agrarwüste. Außerdem blüht dann anderswo die Robinie.

Ein Miteinander von Imker und Landwirt ist wichtig. Da es aber mehr Landwirte als wandernde Imker gibt, findet noch jeder Imker einen Bauern dem er willkommen ist. Ob allerdings auch jeder Obst- oder Rapsbauer einen Imker findet ...?
Mit freudlichen Grüßen
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Beitragvon Obelix » Mo Mär 03, 2008 13:47

gerd gerdsen hat geschrieben: ... ich möchte hier nochmal auf das bienenmonitoring hinweisen ...

Immer das gleiche "bla bla bla". Da kannst Du auch auf dem Mopp Deiner Oma hinweisen - der hat vermutlich mehr Gewicht.

gerd gerdsen hat geschrieben: ... meine vermutung geht daher in eine andere richtung, diese imker machen vermutlich erhebliche fehler bei der hygiene und der varroa bekämpfung ...

Genau, Frechheit siegt. Ist das guter Stil, langjährige Imker mit Dreck zu bewerfen? Wenn Du bei Bienenhaltung nicht sauber und akkurat arbeitest, kommst Du über die ersten 1-2 Jahre gar nicht hinaus.

gerd gerdsen hat geschrieben: ... aber bei insekten schaut scheinbar keiner so genau hin .

Super Wissen Gerd!
Jeder der mit Bienen wandert, muß diese vom Kreisverterinär 1 x jährlich untersuchen lassen. Und das machen die meisten Imker so. Ferner guggt ein Imker dem nächsten ziemlich genau auf die Finger, denn wenn einer Unfug treibt, bekommen es die Nachbarimker (die Völker der Nachbarimker) auch ab.

Grüße
Obelix
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Beitragvon gerd gerdsen » Mo Mär 03, 2008 18:32

Obelix hat geschrieben:Immer das gleiche "bla bla bla". Da kannst Du auch auf dem Mopp Deiner Oma hinweisen - der hat vermutlich mehr Gewicht.


ja auf so ein schlagendes argument habe ich natürlich keine antwort :shock:
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Beitragvon KarlGustav » Mo Mär 03, 2008 19:19

gerd gerdsen hat geschrieben:
Obelix hat geschrieben:Immer das gleiche "bla bla bla". Da kannst Du auch auf dem Mopp Deiner Oma hinweisen - der hat vermutlich mehr Gewicht.


ja auf so ein schlagendes argument habe ich natürlich keine antwort :shock:


Schadt nix, die Provokation liegt Dir eh besser.

Ich hab nach einigen schönen Jahren meine kleine Hobbyimkerei (5 Völker) nun sein gelassen, da nach den letzten zwei Wintern die Stöcke jedesmal leer waren. Keine toten Bienen, keine Varroamilben, keine lebenden Bienen. Einfach nur leer.

Da hab ich keine Antwort drauf und kann daher auch nicht dagegen ankämpfen.

Schade das. Ich schätze die fleissigen Honigmädels sehr.
Karl
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Beitragvon Malte » Mo Mär 03, 2008 19:28

KarlGustav hat geschrieben: Ich hab nach einigen schönen Jahren meine kleine Hobbyimkerei (5 Völker) nun sein gelassen, da nach den letzten zwei Wintern die Stöcke jedesmal leer waren. Keine toten Bienen, keine Varroamilben, keine lebenden Bienen. Einfach nur leer.

Da hab ich keine Antwort drauf und kann daher auch nicht dagegen ankämpfen.

Schade das. Ich schätze die fleissigen Honigmädels sehr.

Ach, bei Dir auch? Einige Zeit im Spätherbst nicht nachgeschaut, weg waren's. :shock:
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Beitragvon gerd gerdsen » Di Mär 04, 2008 9:07

wenns denn stimmt sind das die selben symptome wie in den usa, kann es also gentechnik nicht gewesen sein

.... liegts evtl. am klimawandel ?
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Beitragvon Malte » Di Mär 04, 2008 9:29

Ich weiß es nicht. Aber den Honig haben sie auch mitgenommen. Wir haben bei den Abgängern den richtigen Termin zum Schleudern verpasst und ihnen ihre etwas zu fest gewordene Ausbeute für den Winter lassen wollen. Ich habe keine Erklärung, warum die weg sind.
Schlecht ging es denen eigentlich nicht.
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Beitragvon Panic » Di Mär 04, 2008 9:30

KarlGustav hat geschrieben:
gerd gerdsen hat geschrieben:
Obelix hat geschrieben:Immer das gleiche "bla bla bla". Da kannst Du auch auf dem Mopp Deiner Oma hinweisen - der hat vermutlich mehr Gewicht.


ja auf so ein schlagendes argument habe ich natürlich keine antwort :shock:


Schadt nix, die Provokation liegt Dir eh besser.

Ich hab nach einigen schönen Jahren meine kleine Hobbyimkerei (5 Völker) nun sein gelassen, da nach den letzten zwei Wintern die Stöcke jedesmal leer waren. Keine toten Bienen, keine Varroamilben, keine lebenden Bienen. Einfach nur leer.

Da hab ich keine Antwort drauf und kann daher auch nicht dagegen ankämpfen.

Schade das. Ich schätze die fleissigen Honigmädels sehr.


Vieleicht hat so´ne Biene auch Ihren Stolz.
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Beitragvon Obelix » Di Mär 04, 2008 9:34

Hallo,

bei uns sind absoluten Profi-Imkern, die das seit 50 Jahren und länger machen, große Völkerzahlen abgestorben.

Das Problem von KarlGustav "Ich hab nach einigen schönen Jahren meine kleine Hobbyimkerei (5 Völker) nun sein gelassen, da nach den letzten zwei Wintern die Stöcke jedesmal leer waren. Keine toten Bienen, keine Varroamilben, keine lebenden Bienen. Einfach nur leer. " ist ein sehr erstes, da viele der wenigen Jungimker aus diesen Gründen in den ersten 5 Jahren resigniert aufgeben. Daher gibts auch fast keine Nachwuchsimker mehr.

Grüße
Obelix
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Beitragvon henry » Di Mär 04, 2008 19:59

Jungens,

ich bilde pro Jahr so 2-3 Jungimker (Jungimker ist jeder unter 50 :roll: ) aus und betreue die auch in den folgenden Jahren. Bislang sind bei wirklich konsequenter Varroakontrolle (auch in der Tracht) Totalausfälle oder auch so drastische 50%-Stand-Ausfälle ausgeblieben. Sicher gehen einige Völker ein, aber Schuld daran ist immer und ausschließlich der Imker. Möglicherweise schon deshalb, daß er Gefahren für seine Bienen nicht erkannt oder abgewendet hat. Die allerhäufigste Ausfallursache, und das sage ich hier als untersuchender Bienensachverständiger, ist die Varrose. Dagegen sind alle anderen Ursachen Ruhr, Nosema, Faulbrut so deutlich nachrangig, daß man sie völlig vergessen könnte, wenn nur die Verlustrate durch Varroa ausgeschaltet würde. Viel ist Schlamperei und viel ist Selbstbetrug. Es ist allerdings schwer über eine Gen-Ursache zu schwadronieren oder über Pflanzengift, wenn das Labor an 100 toten Bienen im Bodensatz 36 Milben findet. Oder wenn bei völlig abgeflogenen Völkern die abgestorbene Brut 1:1 parasitiert ist. Sind Völker völlig leer, spielt oftmals Räuberei eine entscheidende Rolle. Varroa schädigt das Bienengleichgewicht, die Verteidigung bricht zusammen und schließlich zieht das ganze Volk mit samt den Vorräten und auch den Milben bei den Räubern ein, worauf diese kurze Zeit später auch zusammenbrechen. Dominoeffekt am Stand. Erst stirbt ein Volk, dann Ruck-Zuck der ganze Stand und dabei werden kaum Bienen gefunden. Das ist nichts ammerikanisches, gentechnisches, erdbetrahltes das ist schlicht Varroa.

Es gibt einen Bedarf an Ausbildern in der Imkerei, denn es gibt inzwischen wieder ein deutliches Interesse. Meine Nachwuchsquote ist mehr als übererfüllt. Dennoch habe ich Freude daran, Menschen aus den ganz unterschiedlichsten Hintergründen zu den Bienen zu führen. Bislang mit nicht einem einzigen Austeiger. Denn einmal Imker - immer Imker!
Mit freudlichen Grüßen
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Beitragvon Altländer » Di Mär 04, 2008 20:44

Endlich mal eine verständliche und schlüssige Erklärung und nicht immer
nur das ewig gleiche Geseiber und Gejammer.Vielen Dank Henry.
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Beitragvon Jonesen » Di Mär 04, 2008 21:05

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