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Auch als Bio ist man nicht sicher....

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Auch als Bio ist man nicht sicher....

Beitragvon Djup-i-sverige » So Mai 13, 2012 18:18

Pass auf Brigitta, er schickt dich gleich an die Mistgabel.
weil im Forstforum wollte er auch alle an die Säge schicken, die seine verqueren Ideen nicht teilen wollten... :lol:

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Re: Auch als Bio ist man nicht sicher....

Beitragvon SHierling » So Mai 13, 2012 18:25

Das hab ich ja schon extra überlesen. Aber wenns denn sein soll...

Nicht "schicken". Führen. Steht doch da: "zurückFÜHREN".
Es gibt also Leute, die "führen" und andere, die was?
Geführt werden? Und von wem? Mit welchem Recht? und mit welcher Sachkunde?

(ja, ich weiß, da steht "wir" - aber "uns" will er ja nicht lassen)
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Re: Auch als Bio ist man nicht sicher....

Beitragvon Cairon » So Mai 13, 2012 18:40

Der Führer ist ein armes Schwein, wenn er hat keinen Führerschein.

Tut mir leid, der musste jetzt raus. Von wegen Führung ohne Qualifikation.
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Re: Auch als Bio ist man nicht sicher....

Beitragvon Jochens Bruder » So Mai 13, 2012 20:10

Cairon hat geschrieben:
Gehen wir doch mal einen Schritt in der Agrar-Geschichte zurück. In den 80er Jahren türmten sich Agrar-Überschüsse in den Lägern. Darauf reagierte die Politik mit Flächensteillegung. Dann wurde der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen (meist Raps) für RME erlaubt. So wurde dann Energie von landwirtschaftlichen Flächen gewonnen. BGAs usw. folgten.
Wenn man nun aus dieser Produktion aussteigen würde, würden auf den Flächen wieder Lebensmittel produziert und es käme wieder zu Überproduktion und Preisverfall, was den Strukturwandel weiter beschleunigen würde. Angesichts geringer werdender Ölreserven und steigender Energiekosten halte ich die BGAs nur für ein Zwischenspiel. Ich denke die Energiegewinnung wird langfristig eher im Bereich Photovoltaik erfolgen. Mit schwindendem Öl wird es interessant Kunststoffel, Farben, usw. aus Agrarrohstoffen zu erzeugen und irgendwann wird es einfach lohnender sein, seine Rohstoffe in diese Schiene zu geben.


Das Kernproblem liegt m.M. nach darin dass sich in den Industrieländern sowohl Nahrungsmittel als auch EE nur durch Subventionen produzieren lassen. Es wird auch in 50 Jahren billiger sein Strom aus Kohle zu produzieren und Autos bei evtl. schwindende Ölförderungen durch Erdgas statt mit Strom zu betreiben. Kohle und Erdgas sind noch für hunderte Jahre relativ billig verfügbar. Genaugenommen müsste man also die Subventionen für die Landwirtschaft und EEG zusammenaddieren.

Die wirkliche Zeitbombe tickt ganz woanders und möglicherweise viel schneller als manche denken: Ca. 70% der Agrarflächen weltweit werden derzeit noch suboptimal genutzt. Wenn die Weltmarktpreise einige Jahre relativ hoch bleiben wird die Produktion massiv ansteigen. Das ist fast überall nur eine Geldfrage und die Regierungen der Entwicklungsländer fürchten nichts mehr als Hungeraufstände. Deshalb wird dort seit 2008 viel mehr als früher in die Landwirtschaft investiert und die Hektarerträge steigen langsam aber sicher an.

Ich sage voraus dass es nur noch wenige Jahre dauert bis diese neuen Kapazitäten die Weltmarktpreise purzeln lassen. Dann würden in den Industriestaaten die Agrarsubventionen expoldieren müssen um die heimische Landwirtschaft am Leben zu erhalten. Vermutlich wäre das überhaupt nicht finanzierbar. Keine Ahnung wie die Regierungen darauf reagieren würden. Wie gesagt, diese zusätzlichen Mengen können auch nicht zur Energieerzeugung eingesetzt werden weil dann die EEG Subventionen unfinanzierbar werden.
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Re: Auch als Bio ist man nicht sicher....

Beitragvon Frankenbauer » So Mai 13, 2012 22:11

Jochens Bruder hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:
Gehen wir doch mal einen Schritt in der Agrar-Geschichte zurück. In den 80er Jahren türmten sich Agrar-Überschüsse in den Lägern. Darauf reagierte die Politik mit Flächensteillegung. Dann wurde der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen (meist Raps) für RME erlaubt. So wurde dann Energie von landwirtschaftlichen Flächen gewonnen. BGAs usw. folgten.
Wenn man nun aus dieser Produktion aussteigen würde, würden auf den Flächen wieder Lebensmittel produziert und es käme wieder zu Überproduktion und Preisverfall, was den Strukturwandel weiter beschleunigen würde. Angesichts geringer werdender Ölreserven und steigender Energiekosten halte ich die BGAs nur für ein Zwischenspiel. Ich denke die Energiegewinnung wird langfristig eher im Bereich Photovoltaik erfolgen. Mit schwindendem Öl wird es interessant Kunststoffel, Farben, usw. aus Agrarrohstoffen zu erzeugen und irgendwann wird es einfach lohnender sein, seine Rohstoffe in diese Schiene zu geben.


Das Kernproblem liegt m.M. nach darin dass sich in den Industrieländern sowohl Nahrungsmittel als auch EE nur durch Subventionen produzieren lassen. FALSCH die Verbraucherpreise würden ansteigen, was politisch nicht gewollt ist! Es wird auch in 50 Jahren billiger sein Strom aus Kohle zu produzieren und Autos bei evtl. schwindende Ölförderungen durch Erdgas statt mit Strom zu betreibenWenn wir dann noch Autos brauchen, weil der Klima GAU eingetreten ist.. Kohle und Erdgas sind noch für hunderte Jahre relativ billig verfügbar. Genaugenommen müsste man also die Subventionen für die Landwirtschaft und EEG zusammenaddieren.

Die wirkliche Zeitbombe tickt ganz woanders und möglicherweise viel schneller als manche denken: Ca. 70% der Agrarflächen weltweit werden derzeit noch suboptimal genutzt. Wenn die Weltmarktpreise einige Jahre relativ hoch bleiben wird die Produktion massiv ansteigen. Das ist fast überall nur eine Geldfrage und die Regierungen der Entwicklungsländer fürchten nichts mehr als Hungeraufstände. Deshalb wird dort seit 2008 viel mehr als früher in die Landwirtschaft investiert und die Hektarerträge steigen langsam aber sicher an.Schon in den Sechzigern hat man solches versucht, scheiterte aber reglmäßig an der Mentalität der Urbevölkerung.

Ich sage voraus dass es nur noch wenige Jahre dauert bis diese neuen Kapazitäten die Weltmarktpreise purzeln lassen. Dann würden in den Industriestaaten die Agrarsubventionen expoldieren müssen um die heimische Landwirtschaft am Leben zu erhalten. Vermutlich wäre das überhaupt nicht finanzierbar. Keine Ahnung wie die Regierungen darauf reagieren würden. Wie gesagt, diese zusätzlichen Mengen können auch nicht zur Energieerzeugung eingesetzt werden weil dann die EEG Subventionen unfinanzierbar werden.


Gruß

Werner
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Re: Auch als Bio ist man nicht sicher....

Beitragvon Cairon » So Mai 13, 2012 22:50

@Jochens Bruder

Du hast nur vergessen, dass wenn man das Öl aus dem System nimmt, die Nachfrage nach Substituten z.B. Kohle explodiert. Du darfst nicht die heutigen Vorbräuche zu Grund legen, ersetze doch mal die aus Öl gewonnene Energie und Produkte durch Kohle. Am einfachsten wäre es wohl, wenn man auch die Kurstoffproduktion usw. in Terrawatt umrechnen würde. Dann nimmst Du den steigenden Energieverbrauch der Entwicklungsländer dazu und nimmst das Erdöl aus dem System heraus und ersetzt es komplett mit Kohle und Gas, da wirst Du sehen, dass es verdammt schnell gehen wird, bis auch in diesem Bereich die erreichbaren Ressourcen aufgebraucht sind. Und wenn sich die Entwicklungsländer selber mit Lebensmittel versorgen können, dann können wir doch super auf unseren Flächen Rohstoffe für die Industrie produzieren. das Problem wird nur darin liegen, dass sich viele in den Entwicklungsländern auf Grund ihres Einkommens die Lebensmittel nicht werden leisten können und sie lieber gegen Devisen auf den Weltmärkten verkauft werden. Hungeraufstände werden doch eher niedergeschlagen als die Ursachen bekämpft, schau doch nach Afrika was da los ist.
Dann noch die Flächenversiegelung, den steigenden Meeresspiegel, die Ausbreitung der Wüste, Klimaänderung usw. ich denke nicht dass der Weltmarkt ein Problem sein wird, dafür müsste in den Ländern erst einmal politische Stabilität herrschen und dass ist in vielen Ländern nicht der Fall.
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Re: Auch als Bio ist man nicht sicher....

Beitragvon SHierling » Mo Mai 14, 2012 9:54

Ich glaube, nachdem es heute schon etliche Ansätze zur Reduktion von CO2 in der Umwelt gibt, werden wir die so schnell auch nicht wieder los. Und das bedeutet nun mal: alles, was *zusätzliches* CO2 produziert, und dazu gehören nun mal Öl und Kohle, wird auf Dauer nicht mehr zu tolerieren sein. Es ist ja auch schlichtweg Blödsinn, CO2, das die Natur über mehr als 20.000 Jahre aus der Atmosphäre genommen, mit viel Mühe konzentriert und unter der Erde gelagert hat, in 100 Jahren wieder in die Luft zu pusten. Und erst recht ist es das, wenn man die Möglichkeit hat, Energie auch CO2-neutral (oder auch nur CO2-reduziert) zu bekommen.

Und was die rein rechnerische Seite des Ganzen angeht: mir ist kein wie auch immer geartetes Gesetz irgendeiner Wirtschaft bekannt, nach dem knappe oder gar endliche Güter billiger werden. Meiner Ansicht nach wird uns das beim Dünger aber eher erwischen als bei der Energie: es wird den Leuten nix nutzen, wenn sie mit ihren Autos weiterhin überall hinfahren können, wo es dann auch nix mehr zu essen gibt. Leider haben bisher nur wenige Menschen begriffen, das man Autos, Öl und Kohle genausowenig essen kann wie Geld.
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Re: Auch als Bio ist man nicht sicher....

Beitragvon Jochens Bruder » Mo Mai 14, 2012 13:04

Frankenbauer hat geschrieben:Deshalb wird dort seit 2008 viel mehr als früher in die Landwirtschaft investiert und die Hektarerträge steigen langsam aber sicher an.Schon in den Sechzigern hat man solches versucht, scheiterte aber reglmäßig an der Mentalität der Urbevölkerung.


Das ist so pauschal gesagt nicht richtig. In vielen Ländern Asiens und Südamerikas hat die Grüne Revolution sehr wohl die Erträge drastisch und dauerhaft erhöht. Es gibt aber noch Luft nach oben weil einige Kernprobleme wie Vorfinanzierung, Infrastruktur und Nacherntebehandlung vielerorts noch nicht so sind wie es sein sollte. Das ist aber nur eine politische und finanzielle Frage und hat nichts mit Klimawandel zu tun.

In Schwarzafrika war die Grüne Revolution weitestgehend ein Fehlschlag. Aber dort ist auch in allen anderen Bereichen Hopfen und Malz verloren.
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Re: Auch als Bio ist man nicht sicher....

Beitragvon Hetzer » Di Mai 15, 2012 15:43

Irgendwo soll es hier einen Top geben, der sich mit den vermeintlichen Vor- und Nachteilen von Bio-Produktion beschäftigt.
Mit der Suchfunktion findet sich da aber nichts entsprechendes.
Bräuchte mal nen Tip.
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