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Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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48 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon rubiwahn » So Jan 06, 2019 15:18

Hallo liebes Forum,

ich habe einen Teil eines Aussiedlerhofs geerbt, er besteht aus Wohnhaus inklusive Nutzgebäuden (große Scheuer, Kuhstall, Hühnerstall, Geräteschuppen, etc.).
Ich würde gerne die Chance nutzen und auf diesen Hof ziehen, mit Familie. Ich selber betreibe keine Landwirtschaft und habe es auch nicht vor.

Das Wohngebäude ist leider in einem Zustand, dass man es mindestens kernsanieren, besser noch neu bauen müsste. Da der Aussiedlerhof natürlich kein Baugebiet ist, frage ich mich nun was man denn da machen darf. Würde ich eine Baugenehmigung bekommen wenn ich das Haus neu baue? Oder wenigstens einen Teilfreigabeschein, damit ich z.B. das Dach anheben kann? Wie würdet ihr denn da vorgehen, ist das überhaupt realistisch?
Bundesland ist Baden Württemberg

Danke schonmal
rubiwahn
 
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon T5060 » So Jan 06, 2019 15:26

Bespreche das mit deinem Architekten, den du sowieso brauchst.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon Tinyburli » So Jan 06, 2019 16:17

Rubiwahn, hast vielleicht auch paar Äcker geerbt oder nur die Gebäude?
Denn eine Landwirtschaft zu betreiben, wenn vielleicht nur ganz extensiv, hat viele Vorteile.

Z. B. im Außenbereich zu bauen darfst Du nur als Landwirt, wenn es Deiner Landwirtschaft dient.
Mit freundlichen Grüssen
Tinyburli
 
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon Falke » So Jan 06, 2019 16:38

rubiwahn hat geschrieben:ich habe einen Teil eines Aussiedlerhofs geerbt ...


Ja genau - welchen Teil hast du geerbt? Und wer hat die anderen Teile geerbt?
Wenn z.B. jemand anders (und wenn das auch ein Bruder ist) die Zufahrt oder das Wegerecht geerbt hat, kann das riesige Probleme geben.
War alles hier schon Thema ...

willkommen im Forum
Falke
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon rubiwahn » So Jan 06, 2019 17:07

Zu dem Hof gehört auch ein Feld (ca 1,5 ha, momentan wird nur das Gras als Futtermittel geerntet).

Ich habe ein viertel des gesamten Hofes inkl. Acker etc. geerbt. Wenn ich das Projekt weiter verfolge würde ich die anderen Erben natürlich auszahlen, damit mir das Anwesen alleine gehört, das ist mit den anderen auch schon so besprochen.

Eine Grundvoraussetzung ist allerdings dass ich irgendwie dieses Wohnhaus renovieren oder neu bauen kann, und jetzt suche ich einen Weg wie das funktionieren kann.

Was wäre denn wenn ich eine Landwirtschaft betreibe? Dürfte ich dann neu bauen?
Und ab wann zählt es als Landwirtschaft? Reicht es da ein paar Eier oder Äpfel zu verkaufen, oder muss das größer sein?
Und gibt es da nicht eine Art "Meisterpflicht"? Ich habe schließlich nichts in diese Richtung gelernt.
rubiwahn
 
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon Tinyburli » So Jan 06, 2019 17:28

Das schaut dann ja gar nicht so schlecht aus.
Ich habe auch einen Aussiedlerhof geerbt. Sind bei mir 17 ha. Aber warum sollten 1,5 ha nicht auch reichen?

Ich habe auch überwiegend Wiesen und verkaufe das Gras am Halm.
Da das der Käufer mäht, hab ich weiter nichts zu tun. Nur vielleicht mal die Ränder und Drainagen pflegen.

Für das Gras bekomme ich nicht viel, so 20,- das ha. Letztes Jahr war bei uns sehr trocken!

Ich hatte die letzten 5 Jahre das Kulturlandschaftsprogramm abgeschlossen. Da gibt es für die extensive Wirtschaftsweise und den Düngeverzicht so 350,- das ha.

Dann kommt noch die normale Greeningprämie und benachteiligtes Gebiet dazu. Ca. 300,- das ha.

Wenn Du sie noch nicht hast, mußt sie noch besorgen, die ZaHLUNGSANSPRÜCHE. Vielleicht werden sie Dir auch zugesprochen.

Geh mal zum Landwirtschaftsamt und lass Dich beraten.

Was es in Baden Würthenberg für Programme gibt, weiß ich allerdings nicht.

Meister brauchst nicht sein. Bin auch nur Elektriker.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon AEgro » So Jan 06, 2019 17:49

Hallo rubiwahn,
T5060 hat recht.
Laß dich zuerst beraten.
Aber nicht von irgend einem Architekten. Der muss sich schon gut in der Materie " Bauen im Aussenbereich " auskennen.
Oder gleich von einen Fachanwalt für Baurecht und Landwirtschaft.
Leider ist es so, daß es zwar feste Regeln und Gesetze dafür gibt, aber die werden von verschiedenen Gemeinden/Städten und Landrtsämtern höchst unterschiedlich ausgelegt.
Im schlimmsten Fall darfst du maximal eine Renovierung durchführen, ohne irgend eine sonstige Änderung oder gar Vergrößerung.
In unserer Gemeinde verlangte das Landratsamt/ Baurechtsamt von der Gemeinde die Aufstellung eines Bebauungsplans " Sondergebiet Gehöfte im Aussenbereich " damit ein aktiver Landwirt
auf seinem Aussiedlerhof eine Dachaufstockung für seine Tochter mit Familie durchführen konnte.
Das dauerte mehrere Jahre.
Sicher hätte der Kollege mit Angabe von falschen Tatsachen ( die Tochter sei Betriebsnachfolgerin, oder Scheinpachtvertrag ) das ganze umgehen können,
aber es ist leider so, Ehrlichkeit wird bestraft.
Bevor du dich selbst direkt mit dem Baurechtsamt wg. einer Anfrage in Verbindung setzt, wäre es gut du kennst die Vorraussetzungen, unter denen die
solch ein Vorhaben genemigen.
Denn unvorsichtige Angaben, wie " ich werde keine Landwirtschaft betreiben, oder ich will dort nur bauen, weil mir wonders die Bauplätze zu teuer sind,
können sonst schnell zum Scheitern führen.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon Family Guy » So Jan 06, 2019 18:16

Man muss aber vorsichtig sein, wie Tinyburli richtig schreibt, ermöglicht die Landwirtschaft viele Privilegien,fällt sie weg, hat man dann aber keinen Anspruch auf Umänderung oder einen Freibrief, das heißt, eine priviligierte Scheune im Außenbereich kann nach Aufgabe der Landwirtschaft nicht einfach z.B. in eine landschaftlich schön gelegene Schrauberwerkstatt umgewandelt werden, die Scheune muss in landwirtschaftlicher Nutzung bleiben.

Ist alles kein Geheimnis, lass dich neutral bei eurem Amt für Landwirtschaft beraten, ist meines Wissens nach kostenlos und gibt dir die Grundinformationen, die du brauchst.
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon T5060 » So Jan 06, 2019 18:37

Mir haben hier die Architekten Gensler und Wiederhold im Raum Nord-Mittel und Osthessen,
die sind bei den Baubehörden gut verdrahtet. Mit denen spricht man seine Pläne durch.
Die kennen das Baurecht vom BImsch, Denkmal bis Außenbereich und dann komm ich zu einem vernünftigen Planentwurf.
Dann kann man vorfühlen wie weit die Bauaufsicht mitgehen will.
Vorher braucht man keinen Anwalt, aber ohne abgestimmten Planentwurf von einem in diesen Dingen erfahren Planer
brauch ich erst gar nicht zur Bauaufsicht gehen.

Mit ein wenig Charme und List kann man das Baurecht schon zu seinen Gunsten ausdehnen.
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon Tinyburli » So Jan 06, 2019 19:06

Ach, ich sehe es auch bei meinem Fertighausbauprojekt:
Vor einem halben Jahr hab ich wegen Bau von Blechgaragen angefragt. Da war mein Standort, nachdem ich ihn etwas verlegt hatte noch Innenbereich und ich hätte bauen dürfen.

Jetzt hab ich genau an dem gleichen Ort mein Fertighaus angefragt. Jetzt soll dort plötzlich Außenbereich sein.
Ein Hausbauwerk würde anders behandelt als ein Garagenbauwerk. Die Sachbearbeiter wollen sich den Bauplatz nun persönlich anschauen. Ich bin gespannt.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon Schoofseggl » So Jan 06, 2019 19:56

Wenn da noch andere Erben da sind die falls Du das ganze doch mal ganz haben willst ausbezahlt werden dann überlege dir jeden Handschlag an der Immobilie. Am Ende hast Du alles schön renoviert, einen haufen Geld reingesteckt und genau dieser Zustand wird dann hergenommen um den Wert der Immobilie zu schätzen und den Auszahlungsbetrag festzusetzen. Wenn Du die anderen auszahlst dann jetzt wenn das noch einen wertlose Bruchbude ist, später ist zu teuer.
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon rubiwahn » So Jan 06, 2019 20:27

Schoofseggl hat geschrieben:Wenn Du die anderen auszahlst dann jetzt wenn das noch einen wertlose Bruchbude ist, später ist zu teuer.

Auszahlen werde ich die anderen erst wenn ich weiß ob ich das Haus umbauen kann. Ansonsten habe ich einen nicht bewohnbaren Hof, davon hab ich nichts.

Ich werde jetzt mal beim Landwirtschaftsamt nachfragen. Danke schonmal für die Hilfe!
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon Family Guy » So Jan 06, 2019 20:32

Schoofseggl hat geschrieben: Am Ende hast Du alles schön renoviert, einen haufen Geld reingesteckt und genau dieser Zustand wird dann hergenommen um den Wert der Immobilie zu schätzen und den Auszahlungsbetrag festzusetzen.


Stimmt, weichende Erben fühlen sich grundsätzlich benachteiligt.
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon AF85 » So Jan 06, 2019 22:39

rubiwahn hat geschrieben:Auszahlen werde ich die anderen erst wenn ich weiß ob ich das Haus umbauen kann. Ansonsten habe ich einen nicht bewohnbaren Hof, davon hab ich nichts.

Ich werde jetzt mal beim Landwirtschaftsamt nachfragen. Danke schonmal für die Hilfe!

Hallo
Ich versteh das Problem nicht ganz, da ist eine Hofstelle mit Wohnhaus und dieses Haus darf mit Sicherheit auch bewohnt werden und solange es nicht unter Denkmalschutz steht darfst du es auch umbauen, oder abreißen und ein neues hinstellen. So ist zumindest meine Einschätzung. Wie schaut es mit Kanal und Wasser aus.
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Re: Aussiedlerhof renovieren / neu bauen

Beitragvon rubiwahn » So Jan 06, 2019 22:59

AF85 hat geschrieben:Hallo
Ich versteh das Problem nicht ganz, da ist eine Hofstelle mit Wohnhaus und dieses Haus darf mit Sicherheit auch bewohnt werden und solange es nicht unter Denkmalschutz steht darfst du es auch umbauen, oder abreißen und ein neues hinstellen. So ist zumindest meine Einschätzung. Wie schaut es mit Kanal und Wasser aus.


Das ist auch meine Hoffnung, es ist aber eben kein Bauland.

Frischwasser kommt von einem Tiefbrunnen, Abwasser wird über einen Fäkalientank entsorgt. Wobei die nächste Kanalisation nur ca. 250m entfernt liegt, ggf. könnte man das auch noch anschließen.
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