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Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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49 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon marius » So Jan 28, 2018 22:44

T5060 hat geschrieben:Bundesweit ist der durchschnittliche Preis für Rohbauland im Jahr 2017 ( vorläufig, destatis ) wieder nicht gestiegen
und verharrt auf einem Preisniveau von 1996.


....während alles andere sich im Wert in den letzten 21 Jahren mindestens verdreifacht hat !

Wieder ein Beleg mehr für die Dummheit der Landwirte bzw. dessen Berufsstandes.
Das jahrenlange eintrichtern des spottbilligen produzierens scheint halt seine Wirkung zu zeigen. Kombiniert mit einer eher schwachen Berufsvertretung.
Was vom Landwirt kommt darf nichts kosten. Das haben nun schon die Landwirte selber kapiert um setzen das um.
Ein weiteres Armutszeugnis für diesen einst stolzen Berufsstandes. Aber langel, lange ists her... das mit dem Stolz meine ich.
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon Lenkfix » So Jan 28, 2018 23:05

Alles Politisch gewollt, nirgends sind die Lebensmittel so billig wie bei uns.
Früher fuhr der Bauer Mercedes, heute VW/Opel. Der Verpächter/Sofamelker fährt den Mercedes.
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon Ferengi » So Jan 28, 2018 23:42

Lenkfix hat geschrieben: Der Verpächter/Sofamelker fährt den Mercedes.


Daran sind die Bauern aber selber schuld!
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon marius » Mo Jan 29, 2018 0:03

Naja, also ich fahr einen Sportmercedes der neu im 6 stelligen Bereich liegt.
Bin sowohl aktiver Hobbylandwirt als auch Verpächter. Der Benz wurde aber weder vom einem, noch vom anderen bezahlt.

Der OTTO - Normalsofamelker mit seinen 10 oder 20 ha Eigenland und 600 Pacht / ha in normalen Gebieten braucht die verbleibenden Pachteinnahmen ( nach bezahlter Steuern ) sowieso weitgehend um seine leerstehenden Wirtschatsgebäude zu unterhalten ( Brandversicherung sowie Reperaturen oder Abriss ). Dieser Unterhalt wird jährlich teurer.
Dann ist der Pacht bei diesen Betrieben sowieso vollständig weg.
Müssen noch die Altenteiler/Übergeber monatlich bezahlt werden reicht der Pacht nichtmal aus.
Ausgenommen natürlich Großgrundbesitzer und die Hochpreisgebiete. Ich spreche von normalen Verhältnissen.

Der Normalsofamelker kann somit nur über den Verkauf seiner ha einen ordentlichen Benz finanzieren.
Übrigens kann neben dem Verpächter auch jeder aktive Landwirt einen Benz kaufen :
Dazu muss er wie der Verpächter nur ein Teil von seinem Land verkaufen. , evtl mit Rückpachtklausel.
Kein Problem.
Also nicht jammern über Sofamelker, wenn man selber Grundstücksbesitzer ist.
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon wastl90 » Mo Jan 29, 2018 8:16

marius hat geschrieben:Naja, also ich fahr einen Sportmercedes der neu im 6 stelligen Bereich liegt.
Bin sowohl aktiver Hobbylandwirt als auch Verpächter. Der Benz wurde aber weder vom einem, noch vom anderen bezahlt.

Der OTTO - Normalsofamelker mit seinen 10 oder 20 ha Eigenland und 600 Pacht / ha in normalen Gebieten braucht die verbleibenden Pachteinnahmen ( nach bezahlter Steuern ) sowieso weitgehend um seine leerstehenden Wirtschatsgebäude zu unterhalten ( Brandversicherung sowie Reperaturen oder Abriss ). Dieser Unterhalt wird jährlich teurer.
Dann ist der Pacht bei diesen Betrieben sowieso vollständig weg.
Müssen noch die Altenteiler/Übergeber monatlich bezahlt werden reicht der Pacht nichtmal aus.
Ausgenommen natürlich Großgrundbesitzer und die Hochpreisgebiete. Ich spreche von normalen Verhältnissen.

Der Normalsofamelker kann somit nur über den Verkauf seiner ha einen ordentlichen Benz finanzieren.
Übrigens kann neben dem Verpächter auch jeder aktive Landwirt einen Benz kaufen :
Dazu muss er wie der Verpächter nur ein Teil von seinem Land verkaufen. , evtl mit Rückpachtklausel.
Kein Problem.
Also nicht jammern über Sofamelker, wenn man selber Grundstücksbesitzer ist.

Was du für Schwachsinn hier ablässt ist echt nicht mehr lustig
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon marius » Mo Jan 29, 2018 14:00

T5060 hat geschrieben:Bundesweit ist der durchschnittliche Preis für Rohbauland im Jahr 2017 ( vorläufig, destatis ) wieder nicht gestiegen
und verharrt auf einem Preisniveau von 1996.


Das wird hier nichts mehr. Da muss wieder mal marius mit seinem Fachwissen für klare Verhältnisse sorgen. :mrgreen:

Hier eine praktische Preiseinstufung.

http://www.stalys.de/data/gb01.htm

Die Preise für Bauerwartungslandes betragen im allgemeinen zwischen 25 und 60 % baureifer Flächen.

Die Preise für Rohbauland schwanken in der Regel zwischen 50 und 80 % jener von baureifen Grundstücken.

Hier kostet der Bauplatz derzeit 100 Euro / m². In der nahen Stadt 200 Euro / m².
Nehmen wir unsere 100 Euro/m² vom Dorf :
Bauerwartungsland : 25- 60 % von 100 = 42,5 Euro / m²
Rohbauland : 50 - 80 % von 100 Euro = 65 Euro / m²

Sowas könnt ihr als Maßstab hernehmen. Dann sollte 1 m² Bauerwartungsland schon 9 m² Ersatzfläche ( Grünland/Acker ) geben
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon T5060 » Mo Jan 29, 2018 17:15

Marius, da dran orientiert sich niemand mehr.
Es wird sondiert, wieviel bereit ist zum billigsten Preis zuverkaufen, klappt das nicht wird das Baugebiet dort gemacht, wo das so ist.
Sind welche dabei, die nicht billig verkaufen wollen, wird man dessen Fläche im Zuge der Baulandumlegung ans Ende legen
und dem gleich die Erschließungskosten draufballern.

Marius an die deduktive Wertermittlung solltest du dich besser nicht ran wagen, das mag passen in Gegenden mit Bodenrichtwert epf bis 30 €,
ansonsten muss man sich schon ein wenig genauer mit den Abgaben nach KAG, Flächenabzug und Entwicklungsdauer beschäftigen und ganz besonders mit den zugrundegelegten Zinssätzen.

Der Standardkommentar zur Verkehrswertermittlung hat 4.000 eng bedruckte Seiten, die aktuelle Marktdatensammlung dazu noch mal 3 m im Regal.

Genauso wie Bodenrichtwerte schon gar nicht mehr das aktuelle Marktgeschehen mehr abbilden oder innerhalb einer Bodenrichtwertzone um ein Mehrfaches streuen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon 4911 » Mo Jan 29, 2018 17:43

Hallo,

mal eine Frage an die Fachleute.
Ich habe momentan den Fall, daß die Stadt einen Acker von mir erwerben will. Den Acker wollte die Stadt auch schon vor
20 Jahren kaufen, damals wurde ein Optionsvertrag gemacht (Stadt hatte 6 Jahre Zeit zu kaufen), weil kein Bauwerber in Sicht war,
wurde seitens der Stadt auf den Kauf verzichtet. Für die Fläche lag damals wohl ein genehmigter Bebauungsplan für ein
Gewerbegebiet vor. Gesetzt den Fall, ich will nun nicht mehr verkaufen - Könnte ich mich dann gegen Erschließungskosten wehren mit dem Argument, die Stadt habe damals ihr Kaufrecht aus dem Optionsvertrag nicht wahrgenommen ?

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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon T5060 » Mo Jan 29, 2018 17:56

Nehme dir einen Anwalt für Verwaltungsrecht von weiter her,
der im zweiten Satz dir nicht erklärt, dass er 700 € / Std. Honorar braucht,
sondern von Gewerbegebieten und Baulandumlegung Ahnung hat.
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon marius » Mo Jan 29, 2018 18:09

Gegen Erschließungskosten kann man sich nicht so einfach wehren, weder im Baugebiet noch im Gewerbegebiet.
Da ist wie T5060 beschrieben hat schon ein Expertenanwalt nötig und selbst dann hat man schlechte Karten.

Wenn bei 1 ha Erschliessungskosten anstehen, sind über eine halbe Million Euro zur Zahlung fällig.
Und wenn der Bebauungsplan steht könnten diese Kosten auf die Nichtverkäufer umgelegt werden und der Bescheid geht raus.
Da haben die Gemeinden natürlich ein Druckmittel und so mancher Grundstücksbesitzer wird deshalb unter Wert verkaufen müssen.
Und sollte er innerhalb 4 WJ den Gewinn nicht reinvestieren kassiert 50 % der Staat.
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon T5060 » Mo Jan 29, 2018 18:28

Anwaltskosten gehen natürlich zu Lasten des Vorhabenträgers, aber nur in Höhe des Betrags nach RVG.
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon T5060 » Mo Jan 29, 2018 19:05

Normal ist es so : Wenn man ein Hektar Gewerbegebiet verkaufen kann, verliert man gleich noch ein Hektar Pachtfläche dazu.
Durch die Maßnahme an sich steigt der Grundstückspreis im Umfeld bis 5 km um mind. 50 Cent - ein Euro für ldw. Flächen.

Die Flächen die man dann dazu bekommt, wenn überhaupt sind dann meist weiter weg.
Es entsteht vorneweg ein Nachteil am Betrieb, der sich finanziell in Zukunft auswirkt.
Dieser nachteil kann man auf Dauer schon mal ruhig mit 50.000 € ansetzen.

Das muss man irgendwie im Hinterkopf haben. In den wenigsten Fällen, was man so sieht, haben sich Bauplatzbetriebe über die Dauer der jahre nie besser entwickelt, als die ohne.
Nach 10 Jahren ist meist das Land weg und das Geld auch. Dann wird wieder mit Wasser gekocht
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon 4911 » Mo Jan 29, 2018 20:22

Danke für eure Antworten.
Die Stadt hätte evlt. auch Land zum Tausch anzubieten. Die Verhandlungen haben gerade erst begonnen; ich hoffe, daß das Ganze
ohne Konflikte abläuft, auch wenn ich nicht verkaufen oder tauschen will.

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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon T5060 » Mo Jan 29, 2018 21:02

Denk vor allen Dingen dadrüber nach, wo du von der Stadt noch Baugenehmigungen brauchst :mrgreen:
Später haben die alles vergessen ....
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Re: Bauerwartungsland Enteigung für 10-15 Euro/m²

Beitragvon marius » Do Feb 01, 2018 16:45

Ich bin ja hier, mehr oder weniger, mit der Prominenz vernetzt. :mrgreen:
Kürzlich auf einer Faschingsveranstaltung hab ich den Bürgermeister der Nachbargemeinde getroffen.
Der hat mir erzählt das sie in ihrer Gemeinde gerade wieder Bauland erschlossen haben.
Da hab ich natürlich gleich nach dem Preis gefragt.
Also für erschlossenes baurfeifes Bauland wird dort aktuell 140 Euro kassiert und für Bauerwartungsland wird derzeit 50 - 60 Euro von der Gemeinde bezahlt.
Die Erschliessungskosten belaufen sich derzeit auf gut 50 Euro /m².
Und das ist eine Gemeinde mit gut 1000 Einwohner und die nächste Stadt mit 12 000 Einwohner liegt 3 km entfernt.
Das sind also keine Stadtpreise.

Wenn wir jetzt diese 50-60 Euro hernehmen was die Gemeinde bezahlt und landw. Grundstückspreise mit derzeit 6 Euro nehmen kommen wir wieder auf mein genanntes Tauschverhältnis von 1 : 9. :mrgreen:
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