Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 22:43

Beamtenstatus

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
47 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Oberpfälzer » Sa Feb 20, 2010 11:32

Die haben auch eine extra Besoldungsgruppe. R1-R10 (Amtsrichter bis Präsident des Bundesverfassungsgerichts).
Oberpfalz - Gott erhalt`s!
Kein Bayernland ohne Bauernstand!
"Nur einer ist ewig, der Bauer", O. Spengler
Oberpfälzer
 
Beiträge: 2062
Registriert: Do Aug 06, 2009 9:32
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Paragraf » Sa Feb 20, 2010 12:21

Oberpfälzer hat geschrieben:Zum Thema Unbeliebtheit von Beamten:

In meiner Lehrzeit (Zimmerer) haben wir mal Carports an einem Amt für Landwirtschaft aufgestellt (mitten im bitterkalten Winter). Eine nette weibliche Bürokraft hat uns immer einen Kaffee rausgebracht. Irgendwann kam sie nicht mehr. Einem Kollegen von mir, mit dem sie verwandt ist, hat sie dann erzählt, sie hätte Stress mit ihren Kolleginnen und Kollegen gekriegt, weil der Kaffee aus der gemeinsamen Kaffekasse bezahlt werden muss... dabei geht da keiner mit unter 2000 Euro netto raus. Die Amtsräte ham locker 5000 Euro im Monat, aber den Malochern draussen in der Kälte keinen warmen Kaffee gönnen (von deren Steuergeldern, man auch noch bezahlt wird) und sich dann auch noch aufregen, dass man mit dem Auto 2 Tage mal nicht bis vor die Haustür fahren kann, weil da gearbeitet wird. Habe ich vorher und nachher nirgendwo mehr so erlebt, nicht mal bei denen, die selber ums Überleben kämpfen.
Oberpfälzer hat geschrieben:Eigentlich sollte der Unfallverursacher Geld kriegen, weil die Staatsbedienstete an diesem Tag keinen wirtschaftlichen Schaden wie an den anderen Tagen im Jahr anrichten konnte...

Oberpfälzer hat geschrieben:..(..).. Ich hab den Beamtentest auch mal mitgemacht, bin aber nicht genommen worden, obwohl mein Testergebnis nicht schlecht war. Das Problem bei mir war, dass meine Note aus dem Fachabitur nur 3,0 war und die wird in das Gesamtergebnis miteingerechnet. Also war ich im Endeffekt von vornherein chancenlos und hätte mir den Vormittag sparen können...


du wolltest eigentlich auch schon beamter werden :wink:? neid? :lol:

kann sich der zimmerer und sohn aus einer landwirtschaft seinen kaffee nicht selbst kaufen :D ?
haben dir dann die "nichtbeamten" aus dieser behörde deinen täglichen kaffe gesponsert?
Zuletzt geändert von Paragraf am Sa Feb 20, 2010 14:11, insgesamt 4-mal geändert.
Paragraf
 
Beiträge: 81
Registriert: Fr Feb 19, 2010 18:50
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Rasenfreak » Sa Feb 20, 2010 13:33

hans g hat geschrieben:
basko hat geschrieben: WER RECHNET HIER FALSCH?
ODER WIE ZIEHT MAN DEM NORMALBÜRGER DAS GELD AUS DER TASCHE!! (siehe auch finanzamt)

wenns dir nicht passt,musste vors verwaltungsgericht---alles andere ist spekulation.


Sehr richtig....! Passende Antwort.
Schweine bringen Scheine----Jammert nicht.....baut Biogasanlagen
Rasenfreak
 
Beiträge: 1076
Registriert: Fr Feb 22, 2008 22:31
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon amwald 51 » Sa Feb 20, 2010 17:07

servus mitanand
spielmann hat geschrieben:
KarlGustav hat geschrieben:Richter sind keine Beamten.

Hast Recht, hab nachgelesen bis 1960 waren die Beamte :!:
Beamte sind weisungsgebunden, Richter nicht.

... sind aber gelegentlich gegen vorauseilenden gehorsam nicht gefeit - je nachdem wer vor ihnen steht
grüße vom alpenrand
amwald 51
amwald 51
 
Beiträge: 3843
Registriert: So Jun 14, 2009 23:06
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Oberpfälzer » Mo Feb 22, 2010 12:29

@ Euro äh Paragraf

Ich wollte nicht immer schon Beamter werden, aber diese Alternative sollte man prüfen. Ich weiß ja nicht wies in Luxemburg mitm Staatsdienst ausschaut, aber bei uns ist das ein super Job.
Oberpfalz - Gott erhalt`s!
Kein Bayernland ohne Bauernstand!
"Nur einer ist ewig, der Bauer", O. Spengler
Oberpfälzer
 
Beiträge: 2062
Registriert: Do Aug 06, 2009 9:32
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Paragraf » Mo Feb 22, 2010 16:18

Paragraf hat geschrieben:
Oberpfälzer hat geschrieben:Zum Thema Unbeliebtheit von Beamten:

In meiner Lehrzeit (Zimmerer) haben wir mal Carports an einem Amt für Landwirtschaft aufgestellt (mitten im bitterkalten Winter). Eine nette weibliche Bürokraft hat uns immer einen Kaffee rausgebracht. Irgendwann kam sie nicht mehr. Einem Kollegen von mir, mit dem sie verwandt ist, hat sie dann erzählt, sie hätte Stress mit ihren Kolleginnen und Kollegen gekriegt, weil der Kaffee aus der gemeinsamen Kaffekasse bezahlt werden muss... dabei geht da keiner mit unter 2000 Euro netto raus. Die Amtsräte ham locker 5000 Euro im Monat, aber den Malochern draussen in der Kälte keinen warmen Kaffee gönnen (von deren Steuergeldern, man auch noch bezahlt wird) und sich dann auch noch aufregen, dass man mit dem Auto 2 Tage mal nicht bis vor die Haustür fahren kann, weil da gearbeitet wird. Habe ich vorher und nachher nirgendwo mehr so erlebt, nicht mal bei denen, die selber ums Überleben kämpfen.
Oberpfälzer hat geschrieben:Eigentlich sollte der Unfallverursacher Geld kriegen, weil die Staatsbedienstete an diesem Tag keinen wirtschaftlichen Schaden wie an den anderen Tagen im Jahr anrichten konnte...

Oberpfälzer hat geschrieben:..(..).. Ich hab den Beamtentest auch mal mitgemacht, bin aber nicht genommen worden, obwohl mein Testergebnis nicht schlecht war. Das Problem bei mir war, dass meine Note aus dem Fachabitur nur 3,0 war und die wird in das Gesamtergebnis miteingerechnet. Also war ich im Endeffekt von vornherein chancenlos und hätte mir den Vormittag sparen können...

Oberpfälzer hat geschrieben:@ Euro äh Paragraf

Ich wollte nicht immer schon Beamter werden, aber diese Alternative sollte man prüfen. Ich weiß ja nicht wies in Luxemburg mitm Staatsdienst ausschaut, aber bei uns ist das ein super Job.


servus oberpfälzer!

also mit dem euro hab ich nichts zu tun, schick mir eine pn mit deiner handynummer, dann ruf ich dich kurz an wenn du meinen dialekt hören möchtest;

schon interessant, warum sich manche so über beamte "äussern".

jedem steht es doch eigentlich frei beamter zu werden,

du hast dieses ziel nach eigenen angaben leider verfehlt, :!:

..und nun kommen von dir jetzt diese äusserungen...,
den rest kann sich jeder selbst denken,
servus!
Paragraf
 
Beiträge: 81
Registriert: Fr Feb 19, 2010 18:50
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Ford8210 » Di Feb 23, 2010 13:00

Berufsrichter sind Beamte. Sie besitzen lediglich einen besonderen Status.
Auch der Richter ist weisungsgebunden. Er muß die Vorgaben seiner vorgesetzten Dienststelle nämlich ebenfalls umsetzen. Außerdem hat der Richter ebenfalls kein Streikrecht.
Der besondere Status ergibt sich daraus, daß der Richter im Rahmen der Verhandlungen lediglich dem Gesetz und seinem Gewissen unterworfen ist. Es kann ihm also keiner von höherer Stelle in die Urteilsfindung hineinreden, was auch gut ist. Aber es gibt auch noch eine Verwaltungsseite beim Richteramt. Und da muß er sich an die Weisungen des Justizministers, seines obersten Dienstvorgesetzten, halten.

@frankenvieh
Ein Beamter mit Besoldungsgruppe A12/13 (hierzu ist ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium erforderlich) hätte, als Angestellter in der freien Wirtschaft, ein Bruttogehalt von 6.000,-- bis zu 7.000,--€. Und jetzt rechne noch mal nach.

Übrigens: Wieso das Beamtentum abschaffen?
Ein Beamter darf nicht streiken. Ein Beamter kostet kein Extrageld wenn er nachts oder am Wochenende Dienst versieht. Angefallene Überstunden können, müssen aber nicht ausgezahlt werden. Beim Beamten spart der Arbeitgeber sämtliche Lohnnebenkosten, also keine Arbeitgeberanteile bei Arbeitslosenversischerung, Rentenversicherung und Krankenversicherung. Ja, Krankenversicherung. Der Dienstherr bezahlt mit der Beihilfe nämlich lediglich 50 % der tatsächlich angefallenen Krankenkosten. Das Risiko der restlichen 50 % muß der Beamte selbst tragen. Und dazu muß er von seinem Netto eine Krankenversicherung bezahlen.
Jetzt gehen wir eine Schrit weiter und sagen: Aber die Pensionszahlungen. Klar, die müssen bis ans Lebensende stattfinden. Liegt auch daran, daß der Beamte eben bis an sein Lebensende seinem Dienstherrn verpflichtet ist. Benimmt er sich nämlich so daneben, daß der Dienstherr Schaden im Ansehen nimmt, kann der Beamte als Pensionär unter bestimmten Voraussetzungen nämlich auch noch entlassen werden und verliert damit seine Beamtenrechte. Außerdem hat der Dienstherr über 40 Jahre lang die in die entsprechenden Kassen nicht eingezahlten Beiträge gespart. Genauso wie den Arbeitgeberanteil, den der Dienstherr halt nicht auszahlen muß, weil keine Sozialversicherungspflicht besteht. Wird gerne unter den Teppich gekehrt oder vergessen. Wenn ich dann das zusammenrechene und mir überlege, daß der Dienstherr so oder so zahlen muß (ist nämlich egal, ob er Pension bezahlt oder Rente; für beides muß der Steuerzahler herhalten), ist der Beamte unter dem Strich der billigere Arbeitnehmer. Dann kommt auch noch hinzu, daß die Pensionen zu 100 % versteuert werden müssen und nicht wie bei den Rentnern die Rente nur zu einem geringen Teil.
Ich bin nur verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du denkst.
Ford8210
 
Beiträge: 1001
Registriert: Sa Jun 06, 2009 15:24
Wohnort: Odenwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon amwald 51 » Di Feb 23, 2010 18:24

servus mitanand
@ford8210
Berufsrichter sind Beamte. Sie besitzen lediglich einen besonderen Status.
Auch der Richter ist weisungsgebunden. Er muß die Vorgaben seiner vorgesetzten Dienststelle nämlich ebenfalls umsetzen. Außerdem hat der Richter ebenfalls kein Streikrecht.
Der besondere Status ergibt sich daraus, daß der Richter im Rahmen der Verhandlungen lediglich dem Gesetz und seinem Gewissen unterworfen ist. Es kann ihm also keiner von höherer Stelle in die Urteilsfindung hineinreden, was auch gut ist. Aber es gibt auch noch eine Verwaltungsseite beim Richteramt. Und da muß er sich an die Weisungen des Justizministers, seines obersten Dienstvorgesetzten, halten.
.... Beim Beamten spart der Arbeitgeber sämtliche Lohnnebenkosten, also keine Arbeitgeberanteile bei Arbeitslosenversischerung, Rentenversicherung und Krankenversicherung.

... die arbeitslosenversicherung ist der dienstträger selbst, dito zu 100% betreffs rentenversicherung
und der beihilfeanteil in der krankenversicherung ist gleich dem arbeitgeberanteil des nichtbeamten,
wobei der nichtbeamte keine vollkasko besitzt - der dienstherr des beamten zahlt 50% der
angefallenenen
kosten, gleiche ungleichbehandlung besteht in der pflegeversicherung

... Dann kommt auch noch hinzu, daß die Pensionen zu 100 % versteuert werden müssen und nicht wie
bei den Rentnern die Rente nur zu einem geringen Teil.[/quote]

... mit renteneintrit seit 2005 beträgt der zu versteurnde anteil der rente ('ertragsanteil') min. 50% und
steigt seitdem jährlich um 2%, sodass 2030 der rentner 100% seiner rente versteuert
grüße vom alpenrand
amwald 51
amwald 51
 
Beiträge: 3843
Registriert: So Jun 14, 2009 23:06
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Oberpfälzer » Mi Feb 24, 2010 12:42

Ford8210 hat geschrieben:@frankenvieh
Ein Beamter mit Besoldungsgruppe A12/13 (hierzu ist ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium erforderlich) hätte, als Angestellter in der freien Wirtschaft, ein Bruttogehalt von 6.000,-- bis zu 7.000,--€. Und jetzt rechne noch mal nach.


In welcher Welt lebst Du? Mit Fachhochschulstudium (kein Sozialpädagogik, sondern E-Technik oder Masch.-Bau) verdienst Du heutzutage vielleicht 40000 Brutto als Einsteiger und höchstens (!) 70000 Spitze als "alter Hase", aber dann musst Du schon Gruppenleiter bei BMW oder so sein, wo Du dann 8-10 Ingenieure unter Dir hast und den entsprechenden Stress. Zudem ist das sogenannte "Fachhochschulstudium" der Beamten bezahlt und das nicht schlecht, das heißt, dass Du nicht die normalen finanziellen Probleme eines Studenten hast und zudem schaffens auch noch fast 100 Prozent. Bei uns im Studium (Bau-Ing.)ist gut ein Drittel(!) fliegen gegangen in den 4 Jahren. Wenn Du die Leistungspunkte nicht regelmäßig vorweisen kannst, ist das Prüfungsamt schnell mit der Exmatrikulation bei der Hand.
Oberpfalz - Gott erhalt`s!
Kein Bayernland ohne Bauernstand!
"Nur einer ist ewig, der Bauer", O. Spengler
Oberpfälzer
 
Beiträge: 2062
Registriert: Do Aug 06, 2009 9:32
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Fluri » Mi Feb 24, 2010 16:22

Oberpfälzer hat geschrieben:Zudem ist das sogenannte "Fachhochschulstudium" der Beamten bezahlt und das nicht schlecht, das heißt, dass Du nicht die normalen finanziellen Probleme eines Studenten hast und zudem schaffens auch noch fast 100 Prozent .


Das gilt nur für die Beamten des Verwaltungsdienstes und die haben auch keine A12 sondern in der Regel A9.
Beamte des gehobenen technischen Dienstes haben ganz "normal" an einer FH studiert. Das können im übrigen auch Bauingenieure sein. ;-)
Diese beginnen dann i.d.R mit A10.

A12 ist wenn alles gut läuft das "Endgelhalt" nach ca. 20 Jahren. Die A13 ist die Ausnahme.
Wenn man also die A12/A13 im gehobenen Dienst mit den Gehältern in der freien Wirtschaft vergleicht, dann aber auch bitte mit dortigen, langjährigen Mitarbeitern in führenden Positionen.
Siehe -> http://www.ingenieur.stepstone.de/conte ... ruktur.cfm
Fluri
 
Beiträge: 56
Registriert: Fr Jun 26, 2009 11:57
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Ford8210 » Do Feb 25, 2010 15:45

@ amwald 51
Daß die Renten jetzt auch nach und nach zu 100% versteurt werden müssen liegt am falschen Neid (oder soll ich sagen der Dummheit) einiger Rentner, die sich ungleichbehandelt gefühlt haben und vor das Verfassungsgericht gezogen sind, um die Gelichbehandlung zwischen Rentner und Pensionär zu erreichen. Die folge davon war, daß tatsächlich eine Ungleichbehandlung festgestellt wurde. Und zwar die, daß der Rentner eben nur einen geringen Teil der Rente versteuern muß und der Pensinär eben 100 %. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, daß ein Pensonär vor Gericht zieht und jetzt fordert, daß nicht erst Zug um Zugeine höhere Versteuerung erfolgt, sondern sofort die 100 % versteuert werden müssen. Geschah aber nicht.

Zur Krankenversicherung: Wo, bitte schön, ist hier Vollkasko bei übernahme von 50 % der angefallenen Kosten? Hier liegt höchstens Teilkasko vor. Die restlichen 50 % müssen nämlich vom Beamten/Pensinär selbst getragen werden.

Zur Beihilfe noch was: Es soll tatsächlich Beamte geben, die nie oder kaum krank werden. Somit hat deren Dienstherr in diesen Fällen keine bis wenig Ausgaben. Würde er jetzt eine Versicherung abschließen müssen, wie es jeder Arbeitgeber der freien Wirtschaft bei seinen Arbeitern und Angestellten machen muß, müßte er jeden Monat einen Betrag X an die Krankenversicherungsanstalt "abdrücken". Damit wäre das Geld unwiederbringlich verloren.

@oberpfälzer
Ich denke, mit der Ausbildung irrst du ein wenig. Auch derjenige, der auf einer Verwaltungshochschule ein Studium absolviert fliegt raus, wenn er die entsprechenden Leistungsnachweise nicht erbringt. Gut, es gibt sogenannte Aufstiegsbeamte, die wieder auf ihre alte Dienststelle können, wenn sie beim Studium versagen. Aber es gibt halt auch Anfänger und die fliegen bei mangelnder Leistung raus.

Noch was zum Nachdenken, in welcher Welt ich lebe: Wenn ein diplomierter Mensch eine Abteilung von 40-50 Personen unter sich hat und sich bei diesen Untergebenen ebenfalls wieder diplomierte befinden und er als Leiter dieser Abteilung auf 35-40 Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann (und zwar beim selben Arbeitgeber), wie sehen dann die Einkommensverhältnisse aus? Zahlen bitte!
Mit A12/13 bist du bei einer staatlichen Dienststelle nämlich in dieser Position.
Ich bin nur verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du denkst.
Ford8210
 
Beiträge: 1001
Registriert: Sa Jun 06, 2009 15:24
Wohnort: Odenwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon amwald 51 » Do Feb 25, 2010 23:16

servus mitanand
@ford 8210
... was der ursächliche anlass des bfh-urteils war, ist mir jetzt nicht mehr geläufig >>> ich lass es deshalb mal so stehen
...die konsequenz des bfh-urteils war, dass die bisher aus voll versteuertem arbeitsentgeld geleisteten rentenbeiträge des nichtbeamten nach und nach von der besteuerung freigestellt werden und dafür im gegenzug die bezogene rente nach und nach in höherem anteil versteuert wird >> = nachgelagerte besteuerung.
hier wurde der rentner dem beamten gleichgestellt, der während seiner erwerbszeit ja keine beiträge für seine pension leistet - bzw. nach lesart der beamten seinen beitrag über das verringerte einkommen leistet, dafür aber auch den geringeren steuersatz für sich beansprucht. dein krawallbeamter wäre mit seiner idee der sofort 100% besteuerung natürlich glatt auf die schnauze geflogen, weil dies die bisher vom arbeitanhemer geleisteten rentenbeiträge sozusagen doppelt besteuern würde >>> ist im deutschen steuerrecht nicht zulässig!!!! der bisher gering besteuerte rentenanteil war sozusagen die nachversteuerung des 'geldwerten vorteils' der arbeitgeberbeiträge während des erwerbslebens.
... der beamte versichert seinen eigenanteil des krankheitsrisikos für kleines geld in der privaten kkv zu 100%, er kann auch die verminderten leistungen der gkv 'beanspruchen', indem er einer gkv beitritt >> was in der regel die ausnahme ist. im ersteren fall hat er vollkasko!!!
... genauso wie es doch tatsächlich krankheit widerstehende beamte gibt, gibt es auch solche bei sozialversicherungspflichtig beschäftigten welche, die auch nicht jede krankheit aufgreifen. der krankenkassen beitrag stellt einen kalkulationswert dar, wieviel geld wird für die gesundheitserhaltung/-wiederherstellung der gesamtheit der versicherten benötigt wird. so sollte es sein, bzw. so war es zumindest in besseren zeiten. der gleichen ausgabensituation unterliegt der beihilfeanteil des dienstherren des beamten >>> für den staat besteht hier kein einsparvorteil wegen (arbeitswütiger)beamter
... und der beamte hat nahezu vollkasko in der pflegeversicherung !!!!
grüße vom alpenrand
amwald 51
amwald 51
 
Beiträge: 3843
Registriert: So Jun 14, 2009 23:06
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon Ford8210 » Fr Feb 26, 2010 13:22

Ich will hier keine Diskussion um den Sinn oder Unsinn der Rentenversteuerung vom Zaun brechen. Es geht hier einzig und allein darum, daß der Beamte eben nicht bessergestellt ist. Und die "Vollkasko" muß der Beamte immer noch selbst finanzieren. Denn von seinem Dienstherrn bekommt er nur "Teilkasko". Die Vollkaskofinanzierung kann übrigens jeder Arbeitnehmer ebenfalls mit Zusatzversicherungen durchführen. Und wieso kleines Geld? Ein Beamter muß für alle seine nichtarbeitenden Familienmitglieder separat eine Krankenversicherung abschließen. Diese sind nämlich nicht automatisch mitversichert. Somit verteuert sich der Kassenbeitrag mit jedem neuen Famileinmitglied, was bei einem gesetzlich Versicherten nicht der Fall ist (egal ob er keine oder 10 Kinder hat; es soll auch Familien mit noch mehr Kindern geben)
Übrigens aus all den Antworten, und auch wie sonst immer über Beamte hergezogen wird, bekomme ich immer mehr das Gefühl, daß hier der eine oder andere es in Jugendzeiten vorgezogen hat lieber in der freien Wirtschaft zu arbeiten, weil er da mehr Kohle bekommen hat, und sich jetzt über seine damalige Entscheidung selbst ärgert. Aber anstatt offen zu sich zu sein und seine damalige Entscheidung zu akzeptieren, wird jetzt munter und fröhlich ein vermeintlicher Sündenbock für die eigene Berufsfehlentscheidung gesucht und auf diesem herumgehackt. Ist ja auch einfach. Es kann sich ja keiner wehren. Außerdem ist dies auch momentan der Zeitgeist, der von den verantwortlichen Politikern mit heraufbeschwört wurde.

Was zum Nachdenken:
Ein Dienstherr stellt Beamte ein. Wenn die im "Unterhalt" teurer wären wie die Beamten, dann würde doch bei der momentanen Haushaltslage von Bund, Länder und Komunen aus haushaltswirtschaftlicher Sicht keiner mehr Beamte einstellen, sondern nur noch Angestellte und Arbeiter. Aber es werden immer noch beamte eingestellt. Also werden diese wohl zumindest nicht teurer sein, oder siehst du das anders?
Schick ist, daß man dem mündigen Wähler immer suggerieren kann, die Beamten "fressen" den ganzen Haushalt auf, insbesondere die Pensionen. Damit kann man auch von der eigenen Fähigkeit, Steuergelder auch nicht sinnvollen Ausgaben zukommen zu lassen, ablenken.
Fakt ist aber, daß mit der Aushändigung der Urkunde zur Übernahme in das Beamtenverhältnis dem Dienstherrn bekannt ist, daß der Beamte auch irgendwann in Pension geht und er dafür aufkommen muß. Der Dienstherr hat somit 40 Jahre Zeit, entsprechende Rücklagen für die Pension zu bilden (wofür es auch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes gibt, an das sich die "Dienstherren" aber nicht halten). Dies wird nicht gemacht, sondern die Pensionen aus dem laufenden Haushalt bezahlt, was dann wiederum eine Belastung für eben diesen Haushalt darstellt, welche aber nie stattfinden würde, wenn der Dienstherr sich nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes richten würde. Aber dann könnte bei der Bevölkerung kein "Feindbild" aufgebaut werden, um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.
Auch geht der Dienstherr mit der Aushändigung dieser Urkunde eine Verpflichtung ein, die sich aus dem Beamtenrecht ergibt. Ach ja, bevor es jetzt wieder Gemecker gibt: Niemand der Arbeitgeber der öffentlichen Hand ist dazu verpflichtet Beamte einzustellen. Dies wird aus eigener Veranlassung gemacht. Gleichzeitig geht der durch Urkunde in das Beamtenverhältnis Übernommene ebenfalls Verpflichtungen ein, und zwar ständig für den Dienstherrn zur Verfügung zu stehen (egal wieviel Uhr und welcher Tag) und die wichtigste: Er verzichtet auf das höchste Recht und beste Mittel im Arbeitskampf, das ein Arbeitnehmer hat: Das Streikrecht! Beamte dürfen nämlich nicht streiken. Wenn doch, kann auch ein auf Lebenszeit ernennter Beamter gekündigt werden. Und dies alles jetzt jemandem zum Vorwurf zu machen, nur weil er eine Berufsmöglichkeit genutzt hat, die jeder nutzen kann, ist doch ziemlich an den Haaren herbeigezogen und bar jeglichen Kommentars.

Zum Schluß:
Stell dir mal vor, wir schaffen die Beamten ab. Damit hat jeder Streikrecht. Und jetzt will die eine oder andere Berufsgruppe mehr Geld oder Urlaub oder weniger Stunden oder, wie schon mal von der IG Metall angedacht, "35 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich". Und diese Berufsgruppen treten in den Streik. Was passiert wohl? Denk mal an den Streik bei der Telecom. Zum Glück hatten die noch ein paar Beamte, sonst hätte nämlich niemand mehr telefoniert. Aber das ist ein anderes Thema..... Also es streiken, sagen wir mal die Polizei und die Berufsfeuerwehr (Ja, auch das sind Beamte!). Wer kommt dann, wenn du überfallen wurdest, oder zusammengeschlagen, oder dein Nachbar um 3 Uhr morgens noch eine wüste Party feierst ohen Rücksicht auf dich zu nehmen, oder wenn dein Haus brennt, oder du sonstige Hilfe von diesen Berufsgruppen erwartest?
Um Antwort hierzu wird gebeten.
Ich bin nur verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du denkst.
Ford8210
 
Beiträge: 1001
Registriert: Sa Jun 06, 2009 15:24
Wohnort: Odenwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon amwald 51 » Fr Feb 26, 2010 16:23

servus mitanand
@ford8210
... in der sache rentenbesteuerung sei hier objektiv zweierlei richtig gestellt:
geklagt hatte kein (vor dummheit strotzender) rentner, sondern ein pensionär :google:
asche auf mein haupt: die volle besteuerung der renten wird erst 2040 erreicht, ab 2020/21 beträgt die
jährliche steigerung des besteuerungsanteils statt 2 nur noch 1%
der ständige hinweis auf das streikrecht ist ein stumpfes argument
a: auch beamte 'profiteiren' von der einkommensentwicklung, die im rahmen von tarifverhandlungen incl.
dem grundgesetzlich abgesicherten streikrecht z.b. auch im öffentlichen dienst erfolgt und die größten
forderungen drückten u.a. ein gewisser herr kluncker sowie eine frau wulff-mathies in den siebziger
bzw. 80 er jahren durch >>> die tarife ber beamten folgten den sogenannten pilotabschlüssen.
was die 5 stunden-woche betrifft, hatten die gewerkschaften ursprünglich das ziel ausgegeben, ein in
DE absehbar schwindendes arbeitsaufkommen auf mehrere 'schultern' zu verteilen. bei den
beschäftigten stand postwendend die geringere arbeitszeit unter beibehaltung des vollen lohnes im
vordergrund >> weil es diesen auch dahingehend eingetrichtert wurde.
b: z.B. ist im gesundheitswesen, stichwort krankenhaus nachweislich noch niemand gestorben, weil die
den relevanten gewerkschaften angehörigen gestreikt hätten
wer persönlich nicht gewerkschaftlich organisiert ist hat auch kein für sich folgenloses streikrecht
beamte werden eingestellt weil welche ausscheiden, z.b. in pension gehen und sich die entsprechenden behörden, bzw. auch insbesondere die politische legislative/exekutive bisher schlicht nicht mit dem thema, wo ist es staatsrechtlich erforderlich, daß die ausführenden personen beamtenstatus haben auseinandergesetzt haben > ausnahmen post incl. früherer telefonsparte und bahn
grüße vom alpenrand
amwald 51
amwald 51
 
Beiträge: 3843
Registriert: So Jun 14, 2009 23:06
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Beamtenstatus

Beitragvon spielmann » Fr Feb 26, 2010 18:25

amwald 51 hat geschrieben:servus mitanand


.... was die 5 stunden-woche betrifft, hatten die gewerkschaften ursprünglich das ziel ausgegeben.....

amwald 51


Hast du aber etwas hoch gegriffen :lol:
MfG. Emilson
spielmann
 
Beiträge: 354
Registriert: So Nov 01, 2009 14:49
Wohnort: Saartal
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
47 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Hürli2, Manfred, NHF80, Sturmwind42

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki