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Bio-Landbau aktuell

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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71 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon automatix » Do Dez 26, 2013 19:21

Tja, so ist halt die schöne heile Biowelt - ohne Viecher geht's nicht, aber die Ökoheilsbringer wollen ja weder Fleisch noch Milch....

Ich denke, am besten fährt man als Bio, wenn man seine Flächen Quadratmeterweise an irgendwelche Veganen Spinner zum Abgrasen vermietet....
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon automatix » Do Dez 26, 2013 19:22

Nordhesse hat geschrieben:Ich finde es grundsätzlich verkehrt, wenn Agrarpolitik immer von Transferleistungen her betrachtet wird. Wenn ich mir mal meine Direktzahlungen ansehe, ist ja nicht wenig, aber das selbe Geld könnte ich verdienen, wenn die Behörden mich machen lassen würden.
Und was steht in Hessen im Koalitionsvertrag: Ausbau der Förderung der Bio- Landwirtschaft. Ich verstehs einfach nicht. Warum begibt man sich ständig weiter in die Abhängigkeit von staatlicher Gängelung und Alimentierung?
Wahrscheinlich, weil wir ohne das Geld auch nicht weniger Auflagen hätten


das interessiert mich jetzt, angenommen, du hast 100 ha, welche Auflagen kosten dich 30 000 Euro pro Jahr, bzw. was würdest du anders machen auf angenommen 100 ha, um die 30 000 zu verdienen?
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon ratzmoeller » Do Dez 26, 2013 19:50

Mit den Segnungen der(staatlichen) Kontrollbürokratie ist der konventionelle Landwirt schon am Rande des Nervenzusammenbruchs.Kann man es dann ehemaligen Bio-Landwirten verdenken,daß sie angesichts des Zertifizierungs- und Kontrollwahnsinns in diesem Bereich wieder die Seite wechseln oder gleich die Brocken hinwerfen!?Die im Bereich Bio-Zertifizierung und -Kontrolle tätigen privatwirtschaftlichen Unternehmen halte ich für die größten Schmarotzer am Bio-Landbau und bedenklich nahe zur Bevorteilung,bzw. der Korruption durch ihnen genehme politische (grüne) Kräfte.Man schaue sich nur mal die Internetauftritte dieser "Dienstleister" an und sofern vorhanden die "Preislisten".
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Nordhesse » Do Dez 26, 2013 20:04

Automatix: Die Umstellung auf Gruppenhaltung und die Gruppenhaltung im speziellen kosten mich schon mal ca. 10000 € / Jahr. Was mich ein Kastrationsverbot kostet ist noch nicht abzuschätzen.
Also ich habe die Flächenprämie nicht in Bezug auf CC gesetzt, sondern auf die allgemein strengere Gesetzeslage.
Was uns die neue Dünge VO- kosten wird ??? Bei strenger Einhaltung reichen keine 10000 € / Jahr usw. usw.
VVVO kostet die 3500 Schweinehalter in Hessen auch 64000 € also mich eher mehr als den Schnitt.
Spritzenführerschein, Tiertransportverordnungsschulung,
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Ferengi » Do Dez 26, 2013 20:30

Sicher ist einiges der Verordnung Unfug, aber es ist eben vieles auch sehr sinnvoll!
Vieles was in der DüV drin steht sollte eigentlich selbstverständlich sein.


Und was steht in Hessen im Koalitionsvertrag: Ausbau der Förderung der Bio- Landwirtschaft. Ich verstehs einfach nicht.


Oh, da werden aber einigen bei deinem tollen Bauernverband kochen vor Wut. :mrgreen: :mrgreen:
Also ich meine zumindest der Sohn. :lol: :lol:

Aber ist doch schön das die heulige Bauernpartei jetzt auch mit den Grünen zusammen geht. :lol: :lol:
Auch wenns auf Bundesebene NOCH nicht geklappt hat.
Aber bis zur nächsten Bundestagwahl ist ja noch lange hin. :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Welfenprinz » Do Dez 26, 2013 21:37

So ungefähr wie der Nordhesse das ausdrückt meine ich das auch.
Woher bei -uns- Landwirten die Freude an dieser staatlichen abhängigkeit und Gängelung besteht, versteht ich nciht. Wer einmal den vErarschungsfaktor "wir senken dies Jahr die Getreidepreise nciht........... wir führen eine MVA ein" mitgemacht hat, kann sich doch nciht allen Ernstes eine Biogasanlage auf den Hof stellen und sich dann wundern , dass da jedes Jahr andere , neue , sich widersprechende Regelungen , Vorschriften und ERschwernisse kommen. Das ist sozusagen systemimmanent....... verlässt Du dich auf den Staat, bist Du verlassen.

Und die Gesellschaft , die solange ich denken kann, sich darüber beklagt, dass die Landwirtschaft ja soooooooooooviiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeel an Subventionen kostet, sollte sich eben nciht darüber mokieren, dass im Zuge der Liberalisierung/Umstellung seit Anfang der 90er Jahre eine zunehmende freier wirtschaftende Landwirtschaft eben Wiesenhof oder Arla zur Folge hat. Das ist nix anderes als VW oder Siemens. Gute Arbeit, ERfolg am Markt, Export.

Und warum dann eben eine Bewirtschaftungsart (hier geht es jetzt um Bio, ich meine das aber eben wirklich generell) dann doch wieder gegen den erklärten Trend extra gestütz und künstlich am Leben erhalten werden soll, erschliesst sich mir erst recht nciht.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Nordhesse » Do Dez 26, 2013 21:56

Ferengi: Nicht alles was in der neuen Dünge VO stehen wird macht auch Sinn, bzw. ist wissenschaftlich begründbar.
Die geringsten Ausbringverluste haben wir bei Frostausbringung. Da dürfen wir aber nicht immer, du schon gar nichtvor dem 01.02 und
demnächst wohl 15.02. Dann macht es zwar ökonomisch wenig Sinn mit P2O5 zu überdüngen, da aber so gut wie keine Verlagerung stattfindet ist dies auch nicht schädlich.

Und so weiter und so weiter. Ich denke ein Großteil der VO wurde geschrieben um dem vermeindlichen Feind "Intensivlandwirtschaft" zu schaden. Bezweckt wird folgendes: Beschleunigter Strukturwandel, höhere Kosten für alle, "Medienskandale" nachdem Vorsorgegrenzwerte nicht eingehalten wurden ....
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Todde » Do Dez 26, 2013 22:16

Ferengi hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:Für ALLE.
Subventionsfreie Landwirtschaft.



Wenn schon, denn schon!
Dann gleich ALLE Subventionen.
Auch für Industrie, Banken, Energiekonzerne, etc.

Bekommen doch alle 3 Subventionen.
Industrie für den Export sogar absolut vertraulich beim Auswärtigem Amt.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Ferengi » Do Dez 26, 2013 23:06

Nordhesse hat geschrieben:Ferengi: Nicht alles was in der neuen Dünge VO stehen wird macht auch Sinn, bzw. ist wissenschaftlich begründbar.



Das behaupte ich auch nicht!

In Regionen wo Gülle Mangelware ist werden die Bauern von sich aus versuchen die Ausbringverluste möglichst gering zu halten.
Schließlich müssen die restlichen Nährstoffe teuer zugekauft werden.

Es gibt aber auch Regionen wo die Bauern einfach froh sind wenn sie die Gülle los sind.
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Cairon » Do Dez 26, 2013 23:17

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 87912.html

http://www.welt.de/wissenschaft/tierwel ... danke.html

http://www.fr-online.de/lebensmittel/oe ... 34964.html

http://www.vetion.de/focus/pages/FNews2 ... 37&farbe=a

http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 47722.html

http://www.dw.de/viele-bio-bauern-geben-auf/a-17050259

Ich denke das Problem liegt einfach darin, dass sich die Bodenreserven über die Jahre verbrauchen und sich ein entsprechender Unkrautdruck aufbaut. Gerade das Video hinter dem letzten Link zeigt es recht deutlich. Bei den entsprechenden Ertragsausfällen würden müssten die Preise so hoch liegen, dass niemand mehr bereit wäre die Produkte zu kaufen. Außerdem kann es bei Tierhaltung zu sehr großer Unzufriedenheit führen, wenn man bei einem Krankheitseinbruch weiß wie man helfen könnte, aber wenn man es tut sein Bio-Siegel verliert.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Fassi » Do Dez 26, 2013 23:49

Das mit den Kontrollstellen fangen doch die Konvis auch an, so langsam nach zu machen. Stichwort QS :wink: . Und logisch, an der Landwirtschaft wurde schon immer mehr verdient wie mit Landwirtschaft.

Was die Misere im Bioanbau angeht, dass ist doch quasi Hausgemacht. Bzw zuviel rosa Brille. Unterhaltet Euch doch mal mit Biobauern. Wenn ich mir da die Sache in der Schafbranche angucke, da besteht sogut wie kein Markt für Bio. Die Lämmer werden zum größten Teil konventionell abgesetzt, und wenn über Handel dann auch nicht soviel teurer wie konventionell. Und bei einigen Vermarktern müssen die Schäfer die Tiere noch selber zum Schlachthof fahren, dh die Kosten steigen um einen weiteren Punkt. Kleinere Bionebenerwerbsbetriebe dagegen mit Direktvermarktung haben wirklich Wertschöpfung und verdienen durchaus besser wie die Konvikollegen. So sie denn ausreichend Kundschaft in ihrer Nische finden.

Und das ist der Knackpunkt. Bei Bio ist klein Platz für die mittleren Betriebe, erst Recht nicht, wenn die keine Direktvermarktung machen wollen. Entweder ich vermarkte Direkt oder ich gehe auf groß, richtig groß (was ja dann doch irgendwie wieder mt dem Biovolksgedanken beißt). Und darin liegt der Haken, die meisten Umsteller sind halt einfach nicht tauglich für Bio. Deswegen kann man da noch soviel fördern wie man will, an der Situation wird sich wenig ändern. Man hat entweder eine Nische für seine Produkte oder man spielt, wie im Konvibereich, das Spiel der Großabnehmer mit. Dazwischen gibt es im Biobereich nun mal nichts, und ohne Viehhaltung gehts in dem Sektor schon gar nicht.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Ferengi » Fr Dez 27, 2013 0:05

Fassi hat geschrieben: ...die meisten Umsteller sind halt einfach nicht tauglich für Bio.
Gruß



So isset.
Wer meint er müsse nur seinen Düngerstreuer und sein Spritzfass einmotten, der wird zwangsläufig scheitern!

Achja, es gehen auch genug Konvis pleite.

Man hat entweder eine Nische für seine Produkte oder man spielt, wie im Konvibereich, das Spiel der Großabnehmer mit. Dazwischen gibt es im Biobereich nun mal nichts....


Das ist doch bei den Konvis ganz genau so.
Wer meint denn immer auf Gedeih und Verderb wachsen zu müssen!?
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Fassi » Fr Dez 27, 2013 0:30

Ja, aber im Konvisetor hab ich nicht zwingend eine Kontrollestelle dazwischen, die noch die Hand aufhält. Und ich hab mehr Spielraum bei Entscheidungen um den Betrieb. Daher kann ich da niedrigere Preis ein Stück weit besser verkraften wie als mittlerer Bio. Und somit hab ich als Durchschnittsbetrieb im Konvibereich einfach die besseren Chancen, wirtschaftlich über die Runden zu kommen.

Brauch ich nur meinen Betrieb für zu nehmen. Meine Futterkosten würden sich verdoppeln, die Kontrolle schlägt mit min. 4 zusätzlich zu vermarktenden Lämmern (bei Verbandszugehörigkeit wärens nochmal etwa 4 Lämmer), beim Stroh wäre es fraglich, ob mein übliches Tauschgeschäft genehmigt wird, eine Fläche wäre als Bio nicht mehr bewirtschaftbar (zumindest aus betriebswirtschaftlicher Sicht) und einsparen würde ich nichts, denn ich medizinische Behandlungen erfolgen jetzt schon nur bei Bedarf. Von der Vermarktung hätte ich auch nichts, da von den 6 Berufschäfern im Landkreis schon 5 Bio sind (3 davon fast vor der Haustüre) sowie noch eine handvolle Nebenerwerbler. Also keine Nische vorhanden, Vorteil von Bio gleich null, dafür explodieren die Kosten (die ich bislang als Konvi sehr gut drücken kann, ohne das die Tiere drunter leiden müssen). Ergo einer der Betriebe, die nach einer gewissen Zeit dann wieder zurückwechseln würden. Daran kann keine Förderung der Welt was ändern.

Gruß
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon Ferengi » Fr Dez 27, 2013 1:41

Die 500 Euro Kontrollgebühren, von denen ein Teil auch wieder gefördert wird,
brechen einem Betrieb sicher nicht das Genick. :wink:

...eine Fläche wäre als Bio nicht mehr bewirtschaftbar...


Wieso nicht?

Meine Futterkosten würden sich verdoppeln...


Naja...
Früher hab ich das Winterfutter komplett zugekauft.
Inzwischen erzeuge ich mein Futter zu 99,9% selbst.
Nur Lecksteine kaufe ich noch zu.
Deswegen mußte ich einige Maschinen neu anschaffen.
Das hat mich schon einiges an Geld gekostet.
Gar keine Frage.

Dafür hab ich jetzt allerdings auch einige Vorteile.
Zum Beispiel verseuche ich mir jetzt nicht mehr meine Weiden mit im Heu enthaltenem Ampfer.
Außerdem ist die Futterqualität deutlich besser.
Ein weiterer Vorteil ist das ich die Futterzusammensetzung besser steuern kann.

...beim Stroh wäre es fraglich, ob mein übliches Tauschgeschäft genehmigt wird,...


Ich benutze ganz normales Konvi-Stroh als Einstreu.
Da Bio-Stroh oft nicht verfügbar ist, ist das auch kein Problem.
Man darf es halt nur nicht gezielt verfüttern.
Ist bei mir aber auch gar nicht erforderlich.
Siehe Futtererzeugung.;)

Von der Vermarktung hätte ich auch nichts, da von den 6 Berufschäfern im Landkreis schon 5 Bio sind (3 davon fast vor der Haustüre) sowie noch eine handvolle Nebenerwerbler.


Sowas muss man eben bei der Umstellung beachten.
Aber ist ist bei den Konvis ja auch nicht anders.
Wenn von 25 Bauern im Ort 24 Erdbeeren anbauen, würde es ja auch keinen sinn machen wenn der 25ste auch noch Erdbeeren anbauen würde. ;)

Achja, bezüglich der Medikamentenbehandlung....
Sollte ein Tier mit nicht Bio freigegebenen Medikamenten behandelt werden, so verliert das Tier, und nicht der ganze Betrieb, den Bio-Status!
Es kann dann ganz normal als Konvi-Tier verkauft werden.
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Re: Bio-Landbau aktuell

Beitragvon sml » Fr Dez 27, 2013 3:51

BIO muß weg!

Was mich nervt ist die ewige Schwarz Weiß diskussion.
Wenn Bio erfolgreich sein sollte müßte es sich lohnen und da sind wir schon beim eigentlichen Problem bzw dem Verursacher nähmlich der Verbraucher.
Wenn verbraucher gefragt werden, antworten die meisten damit das biolebensmittel auf den Tisch gehören. Ca.70% würden sogar ETWAS mehr Geld dafür ausgeben aber biologisch ernähren tun sich weit weniger als 10%.
Es gibt einen Grundsatz und der gilt immer: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
So wie es aussieht will der Verbraucher zwar "gesunde" Lebensmittel aber nicht unbedingt mehr dafür ausgeben. Tja aber so gehts halt nicht.

Wenn man sich die Selbstversorgungsgrade in der EU so ansieht (zb. beim Getreide ca. 115%) da frag ich mich doch wer freiwillig auf sein Brötchen verzichtet (davon ausgehend: 100% bioproduktion -->50% weniger Ertrag) + die weiteren einschränkungen die sich aus der geringeren getreideproduktion ergeben.

Drei Gruppen bestimmen den Weg!
Politiker die Ihr Image aufbessern wollen.
Die Händler die damit ebenfalls Ihr Image aufbessern und die Geldbörse füllen wollen.
Und der Verbraucher der es als EINZIGER in der Hand hat wo die Reise hingeht.

Von mir aus können die Direktzahlungen/Ausgleichszahlungen komplett wegfallen!

Damit würde zum größten Teil auch die Bioproduktion verschwinden!

Das wird aber NIE passieren!

Denn wie könnte der Agrarsektor den sonst gelenkt werden wenn die Anreize fehlen.

Auch muß klar sein, das die wenigsten ohne Direktzahlungen schwarze Zahlen schreiben würden.

Für das fehlende Geld müsste der Verbraucher aufkommen (sozusagen eine Doppelbelastung da die eingesparten Ausgleichszahlungen wahrscheinlich in anderen Löchern versenkt werden).

Ich habe nichts gegen BIO, es ist ein Nischenprodukt und das wird es auch immer bleiben.
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