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Borkenkäfersituation

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Höffti » Mi Okt 14, 2026 13:27

langholzbauer hat geschrieben:Keine Nebensortimente und dann von 100€ mal 10 Erntefestmeter Zuwachs schwafeln...
Da hat sich der Superinvestor aber ein schönes Ei gelegt. :lol: :lol: :lol:
Betriebswirtschaft 6 setzen!
Achso BWL hat ja nach seiner Schreibart in einem anderen Faden nichts in der Land und Forstwirtschaft zu suchen.


Es ist immer wieder ein wenig belustigend, wenn die entwas weniger Erfolgreichen den Erfolgreicheren erklären, dass sie nicht rechnen können. :lol:


Darf ich fragen, welche Summe du in den letzten 10 Jahren in den KAUF von Wald- oder Ackerflächen investieren konnest? :lol:
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon langholzbauer » Mi Okt 14, 2026 13:56

Du darfst alles fragen. :lol:
Zahlen werde ich hier nicht nennen.
Aber nach 30 Jahren aktiver Land- und Forstwirtschaft im Vollerwerb ist es ohne äußerlichen Geldzufluss deutlich mehr, als das doppelte Eigentum geworden.
Dazu brauchte ich weder mich selbst, noch fremde Leute über reale Zahlen zu belügen.

Nenn doch mal die Menge Holz, welche du (noch) nicht aus dem Käferhieb verkauft hast und rechne meinetwegen nur die Ausgaben für die Aufarbeitung dagegen!
Dann kommen wir auch der Wahrheit näher, dass selbst bei den aktuell guten Preisen noch lange keine 100€ für jeden geernteten Festmeter zusammen kommen.

Oder spiel das einfach weiter an deinem Forstwirtschaftssimulator durch und erheitere uns mit den Zukaufsmeldungen. :wink:
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Höffti » Mi Okt 14, 2026 17:53

Ja, da gebe ich Dir Recht, langholzbauer. Das Nebensortiment unter 15cm Zopf habe ich nicht berücksichtigt. Das bringt mit 30€ pro m³ Hackschnitzel deutlich weniger ein und drückt den Durchschnittspreis von 120€ noch etwas. Aber mit 100€ müsste man trotzdem raus kommen, denn die paar Stangen Gibel machen nicht die große Menge aus.

Und warum soll ich immer irgendwelche Aufarbeitungskosten gegen rechnen. Ich schrieb nur von der Abrechnung. Die Kosten fürs Aufarbeiten sind ja bei jedem anders. Du zum Beispiel setzt voll auf Lohnunternehmen und zahlst viel dafür. Wir machen alles in der freien Zeit mit abbezahlten und vorhandenen Maschinen. Das ist alles sehr individuell.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Ernst Eiswürfel » Mi Okt 14, 2026 18:22

Höffti hat geschrieben:
Ernst Eiswürfel hat geschrieben:Wie läuft das bei dir, dein Käferholz wird abgefahren und im Werk sortieren sie Käferholz und grünes Holz auseinander?



Das Klassifizieren passiert sicherlich im Sägewerk. Was die dort genau wie machen, weiß ich nicht.


Jetzt dachte ich ich frage den Richtigen, da du ja schon mehrmals Werksbesichtigungen empfohlen hast und zudem ja immer ein goldenes Händchen hast!
In meiner WBV läuft es so. Käferholz und grünes Holz separat poltern, am besten räumlich getrennt. Liegt Käferholz und grünes Holz auf einen Polter, dann hast du nur Käferholz. Im Werk werden sie sicherlich nicht den einzelnen Stamm aussortieren. Käfer- und grünes Holz werden getrennt angeliefert.
Mein Nachbar hat es gemerkt!
An welches Sägewerk wurde denn geliefert? Ich würde mir auch gerne die Mehrarbeit der getrennten Sortierung ersparen.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon langholzbauer » Mi Okt 14, 2026 18:42

Und schon wieder eiert deine KI rum.
Wenn du angeblich 120€ im Schnitt nach deiner Preisliste gelöst hast, war da praktisch kein 1b Holz dabei.
Und natürlich willst uns gern weiß machen, das die dicken Bäume alle am Stock gesund waren?

Nochmal an alle:
Mir wären dem Höffti seine Geschichten eigentlich schnuppe.
Aber sie sind weit ab der Realität.
Und deshalb versuche ich das für Mitleser klarzustellen.
Es gibt Sortimentstafeln für Nadelholzbestände in jedem BHD.
Aber diese realen Zahlen hat die KI von @ Hoffti wohl noch nicht gefunden bzw. scheint er selbst noch nie etwas damit zu tun gehabt zu haben.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon langholzbauer » Mi Okt 14, 2026 18:58

Ernst Eiswürfel hat geschrieben:...Liegt Käferholz und grünes Holz auf einen Polter, dann hast du nur Käferholz. Im Werk werden sie sicherlich nicht den einzelnen Stamm aussortieren. Käfer- und grünes Holz werden getrennt angeliefert.
Mein Nachbar hat es gemerkt!
An welches Sägewerk wurde denn geliefert? Ich würde mir auch gerne die Mehrarbeit der getrennten Sortierung ersparen.


Da irrst du etwas.
Das offensichtlich schon blaue Käferholz wird separat gepoltert, damit zum Zeitpunkt der Übergabe an der Forststraße die Mengen klar getrennt werden und der nachträgliche Wertverlust durch zu späte Abfuhr nicht zu Lasten des WB geht.
Im Werk werden die Sortimente im Sekundentakt nach Qualität und Durchmesser getrennt.
Denen ist es egal, ob da auf der Fuhre mehrere Polter oder von unterschiedlichen WB geladen sind, solange alles sauber zuzuordnen ist und in das Einkaufssortiment passt.
Die RVR macht das ganze System noch deutlich intransparenter, als die alte HKS.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Höffti » Mi Okt 14, 2026 19:05

Also hier macht keiner getrennte Polter von den frischen und den befallenen Stammabschnitten. Das wird wohl im Werk bei der Vermessung gemacht.

Zum Thema gesunde Stämme bin ich tatsächlich sehr zufrieden. Ein Stamm wurde wohl sls D-Holz eingestuft.
Siehe oben bei meiner Auflistung.
Dort kann man übrigens auch nachlesen, dass 1b mit dabei war.

Aber immer wieder amüsant, was man alles interpretiert, weil nicht sein darf, was nicht sein darf. :D
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Ernst Eiswürfel » Mi Okt 14, 2026 19:33

@Langholzbauer

Wo genau irre ich mich? Dass mehrere Waldbauern auf einer Fuhre sein können ist klar. Du meinst die sortieren Käfer und grünes Holz erst dann im Werk auf der Verarbeitungsstraße auseinander?
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon langholzbauer » Mi Okt 14, 2026 20:13

Bei der Werkseingangsvermessung mit Klassifizierung wird immer ein Kappschnitt gemacht.
Dafür wollen die ja das Übermaß haben. :wink:
Die können kein gemischtes Polter komplett in Cx runter Stufen.
Was die Zwischenhändler dann durchrechnen ist ein völlig anderes Thema.
Deshalb sollte mann immer selbst eine Holzliste mit den Qualitäten bei der Aufarbeitung schreiben , um sich nicht abzocken zu lassen.

Ich hatte es früher schon geschrieben, dass erfahrene Einkäufer bei etablierten Stamm-Unternehmern auch manches Holz ungesehen zum Waldmaß kaufen, weil sie wissen, dass es richtig ausgehalten und sortiert ist.

"Du meinst die sortieren Käfer und grünes Holz erst dann im Werk auf der Verarbeitungsstraße auseinander?"
Die sortieren jedes Brett oder Kantholz erst hinter der Säge.
Beim Werkseingang geht es nur um die Sortierung nach Stärke und offensichtlichen Fehlern für die Abrechnung zum Lieferanten.
Da flitzt des blaue Abschnitt genauso schnell durch, wie der grüne.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon MikeW » Mi Okt 14, 2026 20:48

Der @Höffti hat noch nicht viel mit Einschlag, Aushaltung und Holzvermarktung zu tun gehabt. Oder zumindest noch nicht sehr viele Jahre.
Und @Höffti ... diese Protzerei mit Zukauf von Flächen ist ... naja, lassen wir das. Jeder wie er's braucht.

Wir vermarkten auch schon immer nach unseren Wald Holzlisten. Das hat bisher immer reibungslos gepaßt. Holz wird auf Polter übergeben und geht an den Einkäufer über. Abfuhr erfolgt generell erst nach Zahlungseingang. Werksaufmaß wird generell nicht akzeptiert, da das für uns nicht kontrollierbar ist.
So läuft das bei uns schon seit wir wieder zum "güldenen Westen" gehören.

Ja, ich find auch, daß die alte HKS praktikabler und übersichtlicher war als die jetzige RVR.
Wir poltern aber auch generell alle Qualitäten, Stärkeklassen, Längensortimente und Holzarten getrennt .... ist übersichtlicher bei der Holzübergabe.
Wie der Abfahrer das dann lädt ist nicht mehr mein Ding. Wenn ich selbst in ein nahes Sägewerk liefer hab ich den Überblick was geladen ist.
Selbst Denken ist wichtig, ... wichtiger denn je.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Höffti » Do Okt 15, 2026 10:08

MikeW hat geschrieben:Der @Höffti hat noch nicht viel mit Einschlag, Aushaltung und Holzvermarktung zu tun gehabt. Oder zumindest noch nicht sehr viele Jahre.


Ja, da hast Du vollkommen recht. Viel Holz hab ich noch nicht einschlagen müssen und verkaufen.

Früher haben die Altvorderen alles als Langholz verkauft. Da war in der Mitte ringeln mit Kluppe den Durchmesser messen sowie die Länge ermitteln mein Job. Jeder Baum wurde mit einer Nummer versehen mit so einem Schlagstempel, den man per Handgriff immer um 1 hochzählen konnte. Dazu wurde schwarzes Schuhfett(?) auf die Zahlen gebürstet. War schön damals.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Falke » Do Okt 15, 2026 11:08

Für mich ist jemand, der von sich meist als "wir" schreibt, ohne zu erklären wo genau er sich in dem "wir" sieht, kein Diskussionspartner.
Er könnte genau so gut nur ein entfernter pubertierender Vetter des Betriebsführers sein ... :|

-----------------

Hier die Abrechnung zu den ersten Teillieferungen meines heurigen "Käferholzes" ab Stock:

Abrechnung_Bloch_KH1_2026.jpg


Als "Echtes" Käferholz (ohne Rinde, verblaut) sind wohl nur etwa 23 % gewertet worden.
Interessant ist der Abzug von -15 €/FM für im Blochholz enthaltenes Faserholz! Hatte ich noch nie! :shock: :?
Das geht ja wohl auf die Kappe des Rückers. Aber wegen knapp 15 € will ich nicht streiten ...

Abrechnung_FH1_2026.jpg


Wenn ich das Mittel aus Kubatur und Preisen bilde komme ich auf etwa 38 €/FM netto und 43 €/FM brutto. :cry:

Gruß
Adi
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Höffti » Do Okt 15, 2026 11:11

Nur zum Verständnis: Ist da die Aufarbeitung schon abgezogen für den Harvester und den Rückezug?
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Falke » Do Okt 15, 2026 11:17

Ja.

A.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon langholzbauer » Do Okt 15, 2026 11:51

Der Abzug für das IH ist eine Frechheit.
Zumal du ab Stock verkauft hast und dafür keine Verantwortung übernehmen brauchst.
Normal wird das bei den Großsägern mit 1€ /Fm vergütet, wenn da einzelne Abschnitte mit verdeckten Mängeln wie z.B. eingewachsen Nägeln o.ä. dabei waren.
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