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Das Grünlandjahr 2026

Hier ist Platz für alles was mit Futterbau und Grünland zu tun hat.
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon langholzbauer » Do Jun 25, 2026 21:53

304 hat geschrieben:
langholzbauer hat geschrieben:Wir sind dieses Jahr phenologisch ca. 14 Tage später dran.

Welche Region?
....
Ertraglich brauchen wir nicht reden, da fehlen Welten.


Westhang des mittleren thüringer Waldes auf 300- 400m Höhenmetern.
Wir hatten bis 17. 5. nahezu" täglich" Nachtfröste.
Die großzügigen Niederschläge danach sind lw. pures Gold wert, weil die Pflanzen bis dahin nach unten gewachsen sind und neben dem gesuchten Wasser Nährstoffe finden, die in durchschnittlichen Jahren zu tief verschlämmt wurden.
Da wir sowieso " Spätdruschgebiet" sind , gleicht die Natur hier gerade Extreme sehr gut aus.
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon strokes » Fr Jun 26, 2026 5:16

Was kostet 1.Schnitt Pferdeheu heuer? Hab beim.pressen gleich ne Anfrage bekommen. Dachte an ca 20€/dt, Ertrag ist ja miserabel
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon Manfred » Fr Jun 26, 2026 5:50

Hier in Nordostbayern werden dieses Jahr 120er bis 130er Schnittzeitpunkt-Rundballen neue Ernte ab Hof für 30 Euro und letztjährige Ballen für 20 Euro angeboten. Erntemenge eher leicht überdurchschnittlich.
"Qualitätsheu" vom Heuhändler aus Ackergras der 130er Ballen für 45 Euro ab Hof oder 65 Euro LKW-weise frei Hof.
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon Muku-Halter 2.0 » Fr Jun 26, 2026 6:20

304 hat geschrieben:Hier ist der 2. Schnitt (Silage) schon seit ~2 Wochen weg. 2. Schnitt Grumet wurde diese Woche abgeräumt und die erste Wintergerste hats auch schon erwischt. 3. Schnitt ist großteils noch grün, der hat letzte Woche etwas Regen erwischt, wenn auch bei weitem nicht so viel wie bei euch.

Ertraglich brauchen wir nicht reden, da fehlen Welten.

Die intensiv wirtschaftenden Betriebe fahren diese Woche noch ihren 3. Schnitt ein, und das ist auch richtig wie ich finde. Ich als extensiver müsste eigentlich meinen 2.Schnitt fahren, habe aber noch Heulageballen aus 2024, und deshalb jetzt den 2.Schnitt abgegeben.
Sturmwind42 hat geschrieben:
langholzbauer hat geschrieben:Wer vorletzte Woche den geringen Ertrag (zu) früh abgeräumt hat, kann wenigstens noch mit einem guten 2. Schnitt rechen, weil die Flächen schon richtig gut angeschoben haben und die fast 40 mm vor der Hitzewelle dort im Gegensatz zu frisch gemähten Flächen schon wieder zu Wachstum führen.
Das kann ich für meine Flächen keinesfalls unterschreiben, ja das hat wunderbar angeschoben , aber es wird aktuell von Tag zu Tag eher weniger .

Ich habe an Pfingsten meinen 1.Schnitt gemäht, der 2. ist jetzt gut da, aber Ertraglich kein Highlight. Wenn er jetzt allerdings nicht gemäht wird gebe ich Sturmwind recht, wird er jeden Tag weniger. Das ist auch der Grund warum die Milchviehbetriebe ihren 3.Schnitt eingefahren haben, der war vom Ertrag auch nicht wirklich doll.
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon JulianL » Fr Jun 26, 2026 7:07

strokes hat geschrieben:Was kostet 1.Schnitt Pferdeheu heuer? Hab beim.pressen gleich ne Anfrage bekommen. Dachte an ca 20€/dt, Ertrag ist ja miserabel

Durchschnittspreis BW sind im Quader aktuell 14-15€/dt und für das ging das erste bei mir auch weg.
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon Sturmwind42 » Fr Jun 26, 2026 8:05

Dort wo bei mir leichterer Boden in den Wiesen und Weiden, ist es schon braun/ verdörrt .

Heupreise variieren regional sehr stark je nach Angebot und Nachfrage , denke das wird immer so sein .
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon Fahrer412 » Di Jun 30, 2026 7:20

Am Sonntag noch den 2. Schnitt siliert, Ertrag circa 30 % weniger wie normal, die Wiesen zum Teil ausgebrannt. Gestern dann Gülle gefahren und es kam der ersehnte Regen. Heute noch fertig Gülle fahren, für morgen ist nochmal Regen gemeldet, dann sollte dem 3. Schnitt nichts im Wege stehen.
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon strokes » Di Jun 30, 2026 9:03

Die erste Fuhre für 60€ je 150erRB verkauft. Gewicht müsste ca 250-280kg sein.
Bei Kulap 555€ +Basisprämie und trockenheitsbedingt ca 6-7RB ist der DB im Vergleich zu Getreide nicht schlecht bei wenig Aufwand. Und ein zweiter Heu Schnitt wird ebenfalls schon nachgefragt
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon JonnyD2250 » Do Jul 02, 2026 14:52

Wenn man die Nährstoffe nicht mitrechnet, die man mit dem heu verkauft, dann ist der DB wirklich nicht schlecht.
Funktioniert bei auslaufendem betrieb. Nach 10 Jahren dann noch teuer verpachten an irgendeinen trottel, der es dann wieder aufdüngt.
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon Wälder6150.4 » Do Jul 02, 2026 15:42

JonnyD2250 hat geschrieben:Nach 10 Jahren dann noch teuer verpachten an irgendeinen trottel, der es dann wieder aufdüngt.


Fläche wird immer weniger, da findet sich garantiert jemand. Leider.
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon strokes » Do Jul 02, 2026 15:58

JonnyD2250 hat geschrieben:Wenn man die Nährstoffe nicht mitrechnet, die man mit dem heu verkauft, dann ist der DB wirklich nicht schlecht.
Funktioniert bei auslaufendem betrieb. Nach 10 Jahren dann noch teuer verpachten an irgendeinen trottel, der es dann wieder aufdüngt.


Das Kulap läuft auf der Pachtwiese schon seit ca 8 Jahren. Was besseres als so ein Programm kann man mit einer nicht benötigten Wiese nicht machen ... Hat nichts mit auslaufenden Betrieb zu tun. Die Wiese war beim Verpächter die sog. "Hofwiese", also da wurde ordentlich begüllt damals...
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon langholzbauer » Do Jul 02, 2026 16:05

In bergigen Grünlandregionen wird es immer schwieriger, einen Pächter zu finden, der was zahlt, und trotzdem die ausgehagerten Flächen mit überschüssiger Gülle wieder auf Vordermann bringen will.
Wenn dann noch LSG oder gar FFH dazu kommt... :roll:
Warten wir mal ab, wie die Agrarpolitik ab 28 aussehen soll! :klug:
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon JonnyD2250 » Do Jul 02, 2026 19:07

Ich habe 1 Schlag das ist fast genau ha. Da ist seit 20 Jahren kulap (bzw. Halm-hessen) drauf,weil die Fläche am Ende der Welt ist. Da wachsen mittlerweile noch 3 rundballen heu 1,80m pro jahr,wenn es gut läuft. Futterwert 0. Dafür gibt's dann 140€ + 140€ naturschutzfachliche sonderleistung für 2 jährigen schonstreifen.
Es wäre mittlerweile günstiger,die aus dem HALM raus zu nehmen und 1x im jahr zu mulchen. Muss die wiese halt machen, sonst verliere ich den Rest vom pachtlamd von dem verpachten. Ansonsten könnte da hin fahren wer will.


Wenn ich das Vergleiche mit intensivem ackergras: Nach wintergerste gesät Landsberger gemenge,stehen gelassen bis jetzt 64 rundballen silo. Da kostet der hektar genauso Versicherung, Krankenkasse.....
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon langholzbauer » Do Jul 02, 2026 20:26

Es gibt genug Leute, die auf das Blümchen zählen schimpfem.
Aber mit ÖR 5 kann man solche Flächen in Überschussjahren als Mindestbewirtschaftung mulchen und dadurch auch langsam wieder verbessern, damit man in knappen Jahren trotzdem auch dort futterwürdiges Heu ernten kann.
Ich habe auch noch etwas VNP, welches nach Vertrag jährlich zu mähen und beräumen ist.
Dort dulden die Kontrolleure auch stillschweigend, dass ich manche schlechte Ecken nur überjährig mulche, damit sie nicht verbuschen.

Am Ende schafft genau sowas die kleinräumige Artenvielfalt , welche von der grünen Gesellschaft und der EU immer lauter gefordert wird. :klug:
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Re: Das Grünlandjahr 2026

Beitragvon Manfred » Do Jul 02, 2026 20:28

JonnyD2250 hat geschrieben:Ich habe 1 Schlag das ist fast genau ha. Da ist seit 20 Jahren kulap (bzw. Halm-hessen) drauf,weil die Fläche am Ende der Welt ist. Da wachsen mittlerweile noch 3 rundballen heu 1,80m pro jahr,wenn es gut läuft. Futterwert 0.


Auf solchen Flächen ist da Bodenleben ja fast hinüber und der Wurzelraum meist nur noch gering. Einmal im Jahr muss man abfahren, um die Programme zu erfüllen.
Bodenleben kriegt man rein, indem man die Pflanzen länger vegetativ hält, damit sie ihre Exsudate in den Boden füttern. Wir sind daher dazu übergegangen, nur den ersten Schnitt abzufahren, und den 2. Schnitt dann im Herbst so rechtzeitig zu mulchen, dass die Flächen mit etwas frischen grünem Aufwuchs in den Wintern gehen.
Oft sie die ja sonst im Herbst bei einschnittiger Nutzung komplett gelb verpilzt.
Seither wird es langsam besser, was Bodenleben, Wurzelraum, Wasserspeicherung und Ertrag angeht.
Am liebsten wurde ich bei schwierigen Fällen den ersten Schnitt mulchen und den zweiten abfahren, aber durch die geringe Aktivität des Bodenlebens auf total ausgehungerten Flächen und oft längeren Trockenphasen im Sommer würde der Mulch bis zum Herbstschnitt wohl oft nicht abgebaut und die teure Silage dann auch kaum brauchbar.
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