Wir beobachten ein Einwandern der Herbstzeitlose aus Randbereichen. Böschungen, Waldrändern, rauen Stellen. Wir stechen seit ca. 7 Jahren intensiv auf ca. 38ha Dauergrünland. Nasse Jahre sind meines Empfindens besser gegen die Bekämpfung Herbstzeitlosen. Begleitet von variablen Schnittterminen und Gülle im Sommer/Herbst. Selten im Frühjahr. Grundnährstoffe nach Bodenproben unter Berücksichtigung der FFH-Leitlinien. Es wird auch mal schlagweise gemulcht. Wir beobachten langsam weniger Druck. Offizialberatung bei uns ist schlichtweg nicht interessiert.
Kann mir jemand sagen ob das bayerische Walzverbot (1. April) auch das Wiesen abschleppen beinhaltet. Meine Logik sagt eigentlich ja aber geschrieben wird immer nur vom Walzen.
Alle reden übers Wetter, aber keiner unternimmt was dagegen.
Ja gut es geht nur um Grünland. Ich denk mir halt auch was macht jetzt eine Schleppe an einen Eigelege (was ich hier noch nie in einer Wiese gesehen habe) weniger kaputt als eine böse Walze? Wobei Grünland walzen hier auch unbekannt ist.
Alle reden übers Wetter, aber keiner unternimmt was dagegen.
Vielleicht lieber nicht so oft nachfragen und einfach nicht walzen wenn Walzverbot im Gesetz steht. Es kann ja durchaus der Sinn sein eine genau eingegrenzte Tätigkeit zu verbieten, damit alles andere erlaubt bleibt. Damit hat der Gesetzgeber seine Pflicht dem Volksbegehren gegenüber erfüllt und gut ist. mfg
Und der Herr sprach: "Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen. Und er lächelte und er war froh. UND es kam schlimmer.
Ein Bekannter Pferdehalter hat seine 20 (?) begrasten Miniweiden abgeschleppt und hat die Arbeit über Nacht pausiert . Am nächsten Morgen war der Reif auf den unabgeschleppten Flächen gesessen , auf den bearbeiteten war nichts zu sehen . Warum fragte er mich und ich hatte keine schlüssige Antwort, was mich triggert . Wie ist das zu erklären ?
Wenn die geschleppten Flächen platt liegen, kann sich auch kein ( schützendes)Reif an den Halmen bilden. Dafür geht der Frost direkt in die freigelegten Bestockungsknoten der Grasnarbe. Und deshalb haben wir mal gelernt, dass man bei Frostgefahr nicht schleppen soll. Natürlich überlebt bzw. erholt sich auch das geschleppte Grünland wieder. Aber es ist unnötiger Stress. Wenn jetzt keine organische Düngung zu verteilen oder Trittschäden zu planieren sind, sehe ich noch keinen Grund für frühes Schleppen. Die nächsten Tage wird auch die Frostgefahr zurück gehen. Je näher am Schnittzeitpunkt geschleppt wird, desto weniger neue Haufen kann der Mauli ins Futter schieben.
Irgendwo hattest du mal geschrieben das du ein Freund des frühen Abschleppens bist , wahrscheinlich hier .
Dein Post beinhaltet leider keine (wohl physikalische ) Erklärung warum das so ist . Der Frost sagt ja nicht " oh gestern bearbeitet , da geh ich nicht dran , lieber zur Nachbarfläche" . Zum Maulwurf : Scheinbar ist es so , das der beweidete Flächen meidet und oder dort verschwindet .
Der Frost hat keinen Bogen um die frisch bearbeiteten Flächen gemacht. Da waren nur die Halme umgelegt. Deshalb konnte frühs keine Luftfeuchtigkeit daran anfrieren. Der stehende Teppich dämmt im kleinen Rahmen die Temperaturschwankungen für den Boden darunter.
Und ja. Ich bin und bleibe ein Freund des frühen Schleppens, wenn das Wetter passt. Aber bevor nicht die Maulwurfhaufen abgetrocknet sind , kann ich die Füße still halten. Da fahre ich lieber übers Jahr mal schnell einige Weiden nach dem Abtrieb durch. Dass die Verdichtung durch Weidetiere den Maulwurf bzw. dessen Folgen etwas einschränkt sollte jedem bewusst sein . Aber selbst auf Dauerweiden versucht er immer wieder von außen einzuwandern, solange der Boden nicht völlig degeneriert ist.
Dass die Verdichtung durch Weidetiere den Maulwurf bzw. dessen Folgen etwas einschränkt sollte jedem bewusst sein . Aber selbst auf Dauerweiden versucht er immer wieder von außen einzuwandern, solange der Boden nicht völlig degeneriert ist.[/quote]
Meinen Maulwürfen scheint das nicht bewusst zu sein. Die arbeiten unter den Dauerweiden intensiver als unter den Mähflächen.
Bei mir ist es total Unterschiedlich wo Maulwürfe sind. Hab eine Fläche mit reiner Schnittnutzung und eine die fast nur als Weide genutzt wird direkt nebeneinander. Da fühlen sich die Maulwürfe nur auf der Weide wohl. Ein paar Kilometer weiter ist wird eine reine Mähfläche bei der extrem viele Maulwürfe sind, da bringt auch Schleppen nichts da auch kurz vorm mähen zig neue Haufen entstehen. Der Lohner ist immer richtig begeistert da zu mähen.
Wir starten morgen dann im Grünland durch mit Schleppen. Ich hab mich gegen eine Nachsaat entschieden und hebe das Saatgut bis nach dem ersten Schnitt auf. In der Hoffnung es fällt da Regen. Derzeit ist es hier knochentrocken, nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt und kein Regen in Sichtweite.
Ich habe gerade mit dem Mulcher noch einige Zufutterplätze vom Herbst, Heckenränder, Brombeernester und Altgrasecken geputzt. Jetzt, nach der Pause kommt die Schleppe dran und dann geht's richtig los mit der neuen GL- Saison. Die Weiderinder zupfen schon fleißig.