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DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbindung

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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46 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbindung

Beitragvon fahrer380 » Sa Mär 14, 2026 1:53

Tag!

Da wir viel PV-Strom haben wollen wir an unsere Zement-Hochilo-Anlage eine Hammermühle installieren. Erster Gedanke war ein Komplettsystem neu vom Hersteller (Buschhoff war da der Favorit), Angebot von über 20k liegt hier. Da jetzt etliche Investitionen anstehen wird jetzt auf eine einfachere günstige Eigenbau-Lösung umgeschwenkt.
Den Thread hier mache ich um Infos zu bekommen und Fragen stellen zu können weil ich vieles selbst machen möchte, also auch die Steuerung mit Mikroelektronik und Schaltschrank-Bau (Bin ja kein Bauer sondern Industriemechaniker ;) )

-Erste Frage: ursprünglicher Gedanke war eine Durchlauf-Mühle hinzustellen die mit Frequenzumrichter-gesteuerter Schnecke beschickt wird. Jetzt wollte der Bauer aber doch ne Saugmühle wegen einfacherem Aufbau. Allerdings ist bei der selbstsaugenden Mühle die Tonnenleistung/Stunde laut technischer Angaben nur 1/2 bis 1/3 der Fremdbeschickten Mühle - wie sind da die Erfahrungen? Auch die Lärm-und Staubentwicklung spricht gegen die saugende Mühle.

-Gibt es Hersteller von denen man abrät? Neuero und Konkskilde wird eher bei uns nicht in Betracht gezogen weil die Zukunft dieser Marken sehr ungewiss zu sein scheint.

-Buschhoff hat uns eine Technik empfohlen die ohne Mischer auskommt. Da nur Gerste und Mais in die Ration kommen installieren die zwei Schnecken/Spiralen mit Frequenzumrichter für je eine Komponente, diese werden in der Menge kalibriert und führen dann gleichzeitig die Komponenten in die Schrotmühle. Eine gewisse Ungenauigkeit der Mischung ist so gegeben, dürfte aber verkraftbar sein. Hat mit dem System jemand Erfahrung?
Bei diesem System müsste dann auch von jedem Hochsilo (5 an der Zahl) jeweils eine Schnecke bzw Spirale zur Mühle geführt werden, kostet dann am Ende nicht weniger oder mehr als wenn man eine einzelne Trogschnecke installiert und die Komponenten einzeln schrotet und im Mischer abwiegt und mischt.

Was mir grad etwas Kopfzerbrechen macht: Die Trogschnecke unten an den Silos soll in Zukunft auch zum Befüllen der Silos bei der Ernte vom Kipper mit einem zusätzlichen Elevator dienen, da ist ja aber das Problem dass für die Schrotmühle die Schnecke mit einem Getriebemotor sehr langsam laufen muss - beim Silo füllen aber normal mit schnellem Motor. Meine Idee wäre den Motor abzuflanschen und mit einer Steckbaren Gelenkwelle wie bei der Zapfwelle zwischen Motor und Getriebemotor umstecken zu können.

Für die Elektroniker hier falls es welche gibt: Die automatische Steuerung werde ich mit nem ESP32 und nem Atmega aufbauen - so die grobe Idee erstmal. Der ESP bekommt ein Display und Tastenfeld damit man die Rationen einspeichern kann, dann soll per Stromsensor überprüft werden ob die PV-Anlage ins Netz einspeist weil nur dann der Eigenstrom verwendet werden kann. Ist der Füllstand im Schrotsilo nicht voll soll die Anlage automatisch starten.
Da ohne Mischer gearbeitet werden wird werde ich wohl die beiden Komponenten immer abwechseln in kleineren Portionen schroten lassen so dass sie sich dann ungefähr im Silo mischen.
Der zusätzliche Mikrocontroller übernimmt dann die automatische Lastregelung der Schrotmühle, also ansteuern des Frequenzumrichters der die Zuführschnecke steuert.
Außerdem hab ich mit dem ESP ne einfach Möglichkeit über das LAN-Netzwerk zu arbeiten und so eine Überwachung per Handy zu realisieren.
Wenn das mit meiner Eigenbau-Steuerung nicht klappt oder zu lange Dauert wird erstmal manuell gearbeitet wobei evtl die Komponenten vorher per Gebläse in ein Silo gefüllt und gemischt werden und von da die Schrotmühle dann die Mischung entnimmt. Ne komplette Steuerung vom Hersteller kostet halt auch wieder Vierstellig und haut ganz schön rein, was gebrauchtes ist immer ne unsichere Sache.

Für elektrisch betätigte Schieber habe ich 24Volt Getriebemotoren vorgesehen, die gibt es für wenig Geld. Vom Hersteller fertige Schieber kosten ja ein Vermögen...
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon langer711 » Sa Mär 14, 2026 9:30

Grundsätzlich richtige Gedanken dabei.
Aber verabschiede Dich von ESP32,ESP8266, Arduino usw…

Wenn die ausfallen, geht nix mehr.

Nimm lieber SPS Bausteine, kann ruhig gebraucht sein. Die kriegst jederzeit wieder nachgekauft
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon Marian » Sa Mär 14, 2026 9:40

Zementsilo läuft mit mehr Trichter Bildung leer als extra steile GFK Silos.
Du hast bei deinem portionsweise einblasen dann Zwangsweise eine Entmischung der nicht gemischten zwei Komponenten. Ich würde für Hof Mischung nichts ohne Mischer planen. Vielleicht bietet sich noch eine Komponente an. Oder aber wie bei mir früher mit Neuero Anlage dann direkt Fertigmischung mit Mineralfutter, Kalk und Futteröl. Beim Mischer ist bei dem Projekt am falschesten Ende gespart.

Nachtrag: Mühlen und Mischer verkaufen die polnischen Händler mittlerweile in allen erdenklichen Größen.
Saugmühle ist immer schlechter als Schwerkraft bei gleicher Stromaufnahme. Getreide schrotest du mit Hammermühle bis zu eine dt/Std/kWh.
Mais knapp über die Hälfte
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon langer711 » Sa Mär 14, 2026 10:05

Saugmühle / Gebläsemühle
Einfacher ist Beschickung und Abtransport, klar.
Technik 100 Jahre alt und bewährt.

Aber die gebläselose Mühle arbeitet deutlich effizienter.
Nachteil: es muss mit Schnecken beschickt, und abgeführt werden.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon AEgro » Sa Mär 14, 2026 11:18

Wenn man mit PV und Eigenstrom schroten will, brauchts aber auch entspr. Vorratsmenge für fertiges Schrot.
- Die Tiere wollen ja nicht nur bei Sonnenschein fressen.-
Wenn größerer Vorrat für mehrere Tage gemacht wird, ist die Schrotqualität sehr wichtig.
Die einfachen Hammermühlen erwärmen das Schrot rel. stark und das setzt sich dann bei langer Lagerung im Vorratssilo fest.
Ausserdem gibts bei warmen Schrot auch schnell mikrobakterellen Abbau.
Also an der Mühle sparen ist auf alle Fälle der falsche Weg.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon langer711 » Sa Mär 14, 2026 14:01

Wenn das Ganze ohnehin vollautomatisch laufen soll, dann reicht auch ein 100 kg Mischer (theoretisch)
Der macht dann halt 30 mal das Gleiche.
Dazu kommt ein gebrauchter Mischer auf Wiegefüsse, Rest macht die Software.
Vorteil:
Je kleiner der Mischer, desto weniger müssen die Wiegezellen aushalten.
Je weniger die Loadcells aushalten müssen, desto billiger sind sie.

Wenn sich ein Bastler / Programmierer drum kümmert, ist das definitiv machbar.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon 714er » Sa Mär 14, 2026 14:22

Bei der Frequenzgesteuerten Geschichte ist das Problem dass du bicht merkst wenn eine Komponennte nicht nachläuft.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon Nick » Sa Mär 14, 2026 14:29

Wie wird denn die Schrotmischung gefüttert? Wenn im Mischwagen wäre es vielleicht einfacher jeweils ein Silo mit einer Komponente vollzuschroten und wenn dann die andere zur Neige geht umzustellen.
mfg
Und der Herr sprach: "Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen. Und er lächelte und er war froh. UND es kam schlimmer.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon fahrer380 » Sa Mär 14, 2026 14:44

714er hat geschrieben:Bei der Frequenzgesteuerten Geschichte ist das Problem dass du bicht merkst wenn eine Komponennte nicht nachläuft.


oh doch, das merke ich, da kommen Sensoren bzw Schalter hin die den Gutfluß überwachen.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon langer711 » Sa Mär 14, 2026 14:50

Um welche Mengen pro Tag geht’s denn überhaupt?
Automatisch anlaufen lassen, wenn das Silo leer ist, wird auch problematisch.
Insbesondere, wenn Überschuss-Strom genutzt werden soll.
Weil:
Wenn das Silo leer ist, und gefüttert werden soll, MUSS die Mühle sofort laufen.

Besser wäre
Wenn Platz im Silo, KANN gemahlen werden.
Wenn jetzt noch Überschuss-Strom ist, wird gemahlen, bis voll

Edit / PS
Man könnte über der Mühle einen Kasten bauen aus OSB Platten z.B.

Dann könnten kräftige Schnecken den Kasten füllen.
Diese Schnecken können gleichzeitig zum Auslagern aus dem Silo genommen werden, ohne Umstecken von Antrieben für angepasste Drehzahlen/Fördernengen.
Unterm Kasten dann entweder direkt in die selbstansaugende Mühle, oder per Frequenzumrichter+Dosierschnecke in die gebläselose Mühle.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon wilhelm66 » Sa Mär 14, 2026 21:08

Ich kann dir nur zu einer gebläselosen Mühle raten.
Der Staub der Gebläsemühle war bei uns mit ein Grund für den Umbau unserer Anlage.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon fahrer380 » So Mär 15, 2026 20:20

langer711 hat geschrieben:Um welche Mengen pro Tag geht’s denn überhaupt?
Automatisch anlaufen lassen, wenn das Silo leer ist, wird auch problematisch.
Insbesondere, wenn Überschuss-Strom genutzt werden soll.


Am Tag so 1/2 bis 3/4 Tonne etwa.

Das mit der Automatik klappt schon. Das Schrotsilo ist ein kleines Zementsilo, reicht also über zwei Wochen wenn ganz voll. Die Automatik startet dann halt zwangsweise auch ohne PV-Strom wenn eine Mindestmenge erreicht ist.


DAs mit dem Entmischen der Komponenten geht mir grad im Kopf rum. Chef hat sich jetzt drauf festgelegt manuell mit dem Körnergebläse die Gerste und den Körnermais im Silo vorzumischen (also immer wechselweise Portionsweise)
Müsste man mal vorher ausprobieren ob sich das beim entnehmen dann stark entmischt da die Körnergröße doch sehr unterschiedlich ist - bin da skeptisch. Da denke ich wäre meine bevorzugte Methode dass die Schrotmühle das automatisch macht besser, geschrotete Komponenten dürften sich kaum entmischen.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon 714er » Mo Mär 16, 2026 6:22

Was habt ihr da eigentlich für eine Pv Anlage?
Eine 11 kw gebläselose Mühle wird dafür so 15 bis 20 min am Tag brauchen, das wären rund 1,5 € an Strom, da wird es noch Zeiten geben wo der PV Strom das im Winter nicht schafft.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon 240236 » Mo Mär 16, 2026 6:32

Ich schließe mich der Meinung von Marian an. Ohne Mischer ist es einfach nichts Halbes und nicht Ganzes.

Körnermais läuft bei meiner Mühle fast genau so schnell wie Weizen durch.
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Re: DIY-Großprojekt: Automatische Schrot-Anlage mit PV-Anbin

Beitragvon fahrer380 » Mo Mär 16, 2026 18:21

714er hat geschrieben:Was habt ihr da eigentlich für eine Pv Anlage?
Eine 11 kw gebläselose Mühle wird dafür so 15 bis 20 min am Tag brauchen, das wären rund 1,5 € an Strom, da wird es noch Zeiten geben wo der PV Strom das im Winter nicht schafft.


Verstehe jetzt nicht ganz auf was du hinaus möchtest? Ich komme jetzt auf ca 26 cent bei 20 Minuten voller Auslastung?! Ohne die Zahlen zu kennen behaupte ich der Lohner mit LKW ist immer teurer, selbst wenn wir Strom "teuer" zukaufen müssen. Es geht ja drum den Eigenstrom zu verbrauchen, für den bekommt man ja fast nix bei Einspeisung.
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