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Doku " Gefahr aus dem Stall "

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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112 Beiträge • Seite 2 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 8
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon Jochens Bruder » Di Okt 18, 2011 13:10

Labernich hat geschrieben:Wenn ein Nutztier krank wird, wird es vom Tierarzt behandelt aber der böse böse profitgeile Landwirt.......

(gähn)

... läßt dann gleich noch die anderen 10.000 Stallgefährten mit Antibiotika behandeln. Ich finde diesen Unterschied jedenfalls nicht zum gähnen.
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon SHierling » Di Okt 18, 2011 13:32

Bild
Quelle: http://www.huehner-info.de/infos/stall_balkon.htm

Auch dazu:
feder-gehen-verloren-t26251.html

Ich dachte bis eben gerade auch noch, daß das eine nette Idee sei, mußte meine Ansichten aber leider updaten:
http://www.rp-online.de/panorama/deutsc ... 70014.html

http://www.shanghai-stories.net/2010012 ... alkon.html
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon heinzi the chicken » Di Okt 18, 2011 14:48

SHierling hat geschrieben:*gähn*

Und Du glaubst, im Freiland sind die "Gefahren" geringer?
Oder wie sind nun Deine Alternativen?


Ich sehe das nicht so.....

"Die Ergebnisse zeigen, dass ökologische Legehennenhaltung
durchaus das Ausmaß antibiotikaresistenter Bakterien reduziert, da sowohl die Resistenzraten der
ausgewählten Bakterienarten gegenüber bestimmten Antibiotika als auch die mittleren MHK-Werte
für bestimmte Wirkstoffe bei ökologischer Haltung niedriger waren als bei konventioneller. Somit
leistet ökologische Tierhaltung einen Beitrag zur Sicherung der weiteren Wirksamkeit von
Antiinfektiva."

http://edoc.ub.uni-muenchen.de/6986/1/S ... -Maria.pdf
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon heinzi the chicken » Di Okt 18, 2011 14:58

JDBochum hat geschrieben:Moin

Es fehlen wie immer bei solchen Dokus die passenden Fakten. :twisted:
Der Landwirt sagt " da wurde eine leicht Infektion mit Staphylokokken erkannt und nach Befund dann


...das stört mich auch, es würde keinen grossen Mehraufwand bedeuten, den Erreger genau zu bestimmen.....wahrscheinlich war das mal wieder nur Schow.....
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon SHierling » Di Okt 18, 2011 14:59

Heinzi, Du hättest die Arbeit insgesamt lesen sollen, und Dir mal die Tabellen darin angucken, da sieht das dann ja schon anders aus.

Darüberhinaus wurde weder die Laufzeit der Betriebe mitbewertet, und noch nicht mal die Ausfälle mit in die Bewertung einbezogen: wenn ich die ohne Behandlung einfach verreckten Tiere aus dem Stall räume und nur die Überlebenden teste, hab ich auch "bessere Werte" ...
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon heinzi the chicken » Di Okt 18, 2011 15:07

Hans Söllner hat geschrieben:Und das Biogeflügel hat besonders Pech, es darf ja nicht behandelt werden. Wäre ja kein Bio sonst :roll: Dafür stirbt es dann eben krankheitsbedingt.


das stimmt so nicht.....antibiotika werden auf verabreicht, wie es aber genau bei Geflüge ist, weiss ich aber nicht....

Hans Söllner hat geschrieben:Denn Euterentzündungen sind nicht ansteckend sondern ein Melkfehler.
Das heißt für mich: Alle Rinderhaltenden Betriebe sind schonmal aus der Debatte ausgeschlossen.


....so einfach würde ich es mir machen: Ich habe nichts damit zu tun, ich mache weiter wie vorher!

"Weitere Untersuchungen von Holmes zeigen, dass in geografischer Nähe zu den Patienten auch infizierte Rinder gefunden wurden, die mit dem gleichen oder genetisch sehr ähnlichen Erreger infiziert waren. Dies deutet darauf hin, dass die Erreger von den Kühen auf die Menschen übertreten können."

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... nschen.htm
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon heinzi the chicken » Di Okt 18, 2011 15:15

SHierling hat geschrieben:Heinzi, Du hättest die Arbeit insgesamt lesen sollen, und Dir mal die Tabellen darin angucken, da sieht das dann ja schon anders aus.

Darüberhinaus wurde weder die Laufzeit der Betriebe mitbewertet, und noch nicht mal die Ausfälle mit in die Bewertung einbezogen: wenn ich die ohne Behandlung einfach verreckten Tiere aus dem Stall räume und nur die Überlebenden teste, hab ich auch "bessere Werte" ...


Ganz klar, das stimmt....aber das liegt auch an der Artgerechten Haltung!...und das thema negierst du ja zu verhandeln.....
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon fridolin » Di Okt 18, 2011 15:51

Zum Boutolismus folgender E- Mailverkehr ( anonoymsiert)
Anfrage per E- Mail :

Sehr geehrte Herr Prof. Dr. Bxxxxx,

in der Sendung Frontal wurde gestern eine Grafik gezeigt, die die Ausbreitung des chronischen Botulismus in Deutschland darstellen soll.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir zu dieser Datensammlung zusätzliche Auskünfte geben könnten.

Wo werden diese Daten erfasst, d.h. wo können sich bspw. Landwirte informieren, ob Ihr Hof in der Nähe eines "chronisichen Bortulismusherdes" ist.
Sind bezüglich der in Ihrer Grafik dargestellten Diagnosen die örtlichen Veterinärbehörden über das Auftreten des chronischen Botulismus in Kenntnis gesetzt worden?

Die Anwort von Prof. Dr. Bxxxxx:
Am 05.10.2011 11:40, schrieb .........:
Sehr geehrter Herr Gxxxxx,
besten Dank für Ihre Anfrage. Die dargestellten Fälle habe ich auf Grund unserer diagnostischen Arbeit der letzten 15 Jahre zusammengestellt. Dabei sind nur diejenigen betriebe erfasst worden, die der klassischen Botulismusdiagnose entsprechen. Es gibt 1. weit mehr Betriebe, die mit anderen Nachweisverfahren als betroffen bezeichnet werden müssen, 2. Proben nicht an uns, sondern an andere Untersuchungsstellen geschickt haben, 3. Angst davor haben mit dieser Erkrankung in Zusammenhang gebracht zu werden.
Es ist auch nicht möglich quasi eine Karte der betroffenen und nicht betroffenen Gegenden aufzuzeichnen. Es gibt Betriebe, die nicht betroffen sind, obwohl sie in enger Nachbarschaft zu betroffenen liegen. Die meisten örtlichen Veterinärbehörden sollten wissen, wenn ein Betrieb betroffen ist. Manchmal wird aber vorgeschoben, dass es diese Krankheit nicht gäbe, man also nichts tun müsse.
In Zukunft wird die Verbreitung der Krankheitserreger durch den Import von Geflügelmist aus Holland als Dünger oder zur Umwandlung in Biogasanlagen zu Dünger höchstwahrscheinlich stark zunehmen.
Wenn ich Ihre Anschrift lese, ist darauf hinzuweisen, dass damit auch die Gefahr besteht, den Krankheitserreger in Honig oder Pollen vermehrt zu finden.

Mit bestem Gruß
Prof. Dr. B xxxxx
Adolf Grimme: " Ein Sozialist kann Christ sein, ein Christ muss Sozialist sein "
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon xyxy » Di Okt 18, 2011 15:56

[quote=Herr Gxxxxx]Zum Boutolismus folgender E- Mailverkehr ( anonoymsiert)
Anfrage per E- Mail :

Sehr geehrte Herr Prof. Dr. Bxxxxx,

in der Sendung Frontal wurde gestern eine Grafik gezeigt, die die Ausbreitung des chronischen Botulismus in Deutschland darstellen soll.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir zu dieser Datensammlung zusätzliche Auskünfte geben könnten.

Wo werden diese Daten erfasst, d.h. wo können sich bspw. Landwirte informieren, ob Ihr Hof in der Nähe eines "chronisichen Bortulismusherdes" ist.
Sind bezüglich der in Ihrer Grafik dargestellten Diagnosen die örtlichen Veterinärbehörden über das Auftreten des chronischen Botulismus in Kenntnis gesetzt worden?


Mit bestem Gruß
Prof. Dr. B xxxxx
[/quote]

Professor Dr. Helge Böhnel, oder?
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon Hans Söllner » Di Okt 18, 2011 16:02

Jochens Bruder hat geschrieben:Im Film war die Rede davon dass in großen Schweinemastanlagen die Tiere in ihrem Leben bis zu 5 mal Antibiotika bekommen.
BIS ZU 5 MAL, heißt: muss nicht, kann aber

Ich finde das ist für 6 Monate eine ganze Menge, zumal vermutlich noch andere Medikamente hinzukommen und über die Gülle in die Nahrungskette gelangen.

Vermutlich.....
Es gab Zeiten, da wurde in Deutschland nicht so verantwortungsbewusst mit Medikamenten umgegegangen (und auch mit Gülle!) in der Tierhaltung. Und wir leben alle noch :shock:
Die übertriebene Hygiene in deutschen Haushalten macht die Leute eher krank als was anderes. Zumal der Weg der Gülle im Kreislauf ziemlich weit ist. Kürzer wäre er, wenn wir selber Gras fressen würden, auf dem Tage zuvor gedüngt wurde.
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon SHierling » Di Okt 18, 2011 16:12

Ist doch sowieso wieder so ein Thema für Halbblinde. Jeder weiß, was er ganz sicher nicht will. Aber keiner schreibt, was man mit kranken Tieren tun soll, wenn man sie nicht mehr behandeln kann. Über die Zehntausende gekeulter und vernichteter Puten, die völlig überflüssig "vernichtet" werden müssen, weil es zwar ein wirksames Medikament gibt, man das aber nicht anwenden darf, redet auch keiner - und erst recht nicht darüber, welche Jobs Keime und Bakterien in der Natur haben, die allermeisten Artikel dieser Art tun doch so, als sei die Natur Keimfrei. Bambi-Syndrom.
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon xyxy » Di Okt 18, 2011 16:17

Naja, diese Tage wurde eine Studie vorgestellt, nach der, statistisch gesehen, täglich etwa 10-15 Milionen mit menschlichen Fäkalien behaftete Handys (jedes 6. mit z.T. gefährlichen Keimen ) in Deutschland in Betrieb sind, schöne neue Touchscreen-Welt :lol:
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon heinzi the chicken » Di Okt 18, 2011 16:38

schimmel hat geschrieben:
Brigitta, du kennst die Lösung, nun nimm Vernunft an: Bio - Vegan! ....und die Welt wird gerettet....glaub ihnen doch endlich..... :klug:


..ihr müsst gleich wieder übertreiben, bio allein ist auch nicht das Richtige! Ich denke auch die intensive Hänchen und Schweinemast hat ihre absolute Berechtigung, aber man sollte an gewissen Schrauben drehen, schliesslich bin ich der Einsicht, dass wir hier in D nicht die Welt ernähren brauchen....
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon heinzi the chicken » Di Okt 18, 2011 16:47

[bitte keine Realnames] hat geschrieben:Zum Boutolismus folgender E- Mailverkehr ( anonoymsiert)
Anfrage per E- Mail :

Sehr geehrte Herr Prof. Dr. Bxxxxx,

in der Sendung Frontal wurde gestern eine Grafik gezeigt, die die Ausbreitung des chronischen Botulismus in Deutschland darstellen soll.
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Wo werden diese Daten erfasst, d.h. wo können sich bspw. Landwirte informieren, ob Ihr Hof in der Nähe eines "chronisichen Bortulismusherdes" ist.
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Die Anwort von Prof. Dr. Bxxxxx:
Am 05.10.2011 11:40, schrieb .........:
Sehr geehrter Herr Gxxxxx,
besten Dank für Ihre Anfrage. Die dargestellten Fälle habe ich auf Grund unserer diagnostischen Arbeit der letzten 15 Jahre zusammengestellt. Dabei sind nur diejenigen betriebe erfasst worden, die der klassischen Botulismusdiagnose entsprechen. Es gibt 1. weit mehr Betriebe, die mit anderen Nachweisverfahren als betroffen bezeichnet werden müssen, 2. Proben nicht an uns, sondern an andere Untersuchungsstellen geschickt haben, 3. Angst davor haben mit dieser Erkrankung in Zusammenhang gebracht zu werden.
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In Zukunft wird die Verbreitung der Krankheitserreger durch den Import von Geflügelmist aus Holland als Dünger oder zur Umwandlung in Biogasanlagen zu Dünger höchstwahrscheinlich stark zunehmen.
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Mit bestem Gruß
Prof. Dr. B xxxxx


..hat der auch was zu den vermuteten Gründen gesagt?
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
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Re: Doku " Gefahr aus dem Stall "

Beitragvon Jochens Bruder » Di Okt 18, 2011 16:55

Hans Söllner hat geschrieben:Die übertriebene Hygiene in deutschen Haushalten macht die Leute eher krank als was anderes. Zumal der Weg der Gülle im Kreislauf ziemlich weit ist. Kürzer wäre er, wenn wir selber Gras fressen würden, auf dem Tage zuvor gedüngt wurde.

Das sehe ich ja auch so. Aber vermutlich ist es mit Nutztieren wie bei Babies und Kleinkindern: Wenn man die übertrieben steril aufzieht können sie sich nicht auf natürliche Weise abhärten. Z.B. kann ein Huhn theoretisch bis zu 10 Jahre alt werden, die Schlachtung erfolgt aber schon nach 5-6 Wochen. Wie sollen sich in einer so kurzen Zeit Antikörper usw. bilden?

Ich denke in dieser Diskussion liegt ein Mißverständnis vor. Wenn die Verbraucher extrem billiges Fleisch verlangen kann dieses (unter derzeitigen Rahmenbedingungen) nur in extremer Massenhaltung produziert werden. Und dies geht nicht ohne massiven Einsatz von Medikamenten und anderer unschön anzusehender Begleiterscheinungen. Das ist sozusagen die Rückseite der eingesparten EURO-Münze, der unsichtbare Aufpreis für Geiz ist geil.

Mit jedem von den Medien verbreiteten Skandal, ob nun in Wirklichkeit berechtigt oder nur Hysterie, wächst die Zahl der Verbraucher die weniger Fleisch aus Massenhaltung essen wollen. Wer es sich leisten kann kauft vermehrt Bioware (ob die nun besser ist sei mal dahingestellt), weniger begüterte Leute reduzieren ihren Fleischkonsum und manche werden gar Vegetarier. Auch wenn der Prozentsatz zunächst gering erscheinen mag, auf jeden Fall ist das nicht gut für fast alle fleischproduzierenden Betriebe, egal ob Nebenerwerbshof oder Onkel Wiesenhof.

Das Problem liegt nämlich darin, das man derart "abgesprungene" Käufer seiner Produkte nur sehr schwer wieder zurückgewinnen kann. Wenn ein Kunde sagen wir mal für 500 EURO im Jahr weniger für Fleischprodukte ausgibt und noch 40 Jahre lebt sind das 20.000 EURO entgangener, langfristiger Branchenumsatz. Nur von einer einzigen Person. Macht das eine junge Mutter und ihre 3 Kinder gewöhnen sich an die fleischarme Ernährung... Um das zu begreifen muß man nicht Mathematik oder BWL studiert haben.

Deshalb sollte es im ureigensten Interesse aller fleischerzeugender Betriebe liegen das solche Presseberichte erst gar nicht aufkommen. Journalisten-, Verbraucher- und Politikerbashing ist m.M. nach keine wirklich geeignete Strategie.
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