Danke für den Hinweis. Ja, das ist auf dem Foto nur an-gepunktet. Die Schweißnaht ist aber bereits nachgeholt. Viele Fotos auf der Internetseite zeigen meine Projekte notwendigerweise in der Entwicklung, also im provisorischem Zustand. So ein 40kg-Motor wird erst ausbalanciert (bis die Welle perfekt läuft) und dann an-gepunktet. Erst nach einigen Testläufen wird die Konsole wieder ausgebaut und erst dann richtig verschweißt. Ich habe diesbezüglich ein weiteres Foto auf der Internetseite hinzugefügt.
3-Dimensionale-Langlöcher direkt aus dem Drucker zur Produktionssteigerung? Das klingt lustig. Ich produziere aber Einzelstücke. Jeder E-Motor bekommt seine für ihn typische Verankerung. Diese muss kompatibel sein zu den Möglichkeiten, welche der Rahmen der Treckers bietet – auch weil ich in den Rahmen keine zusätzlichen Löcher bohre. So hat jeder Umbau sein Alleinstellungsmerkmal. Schopenhauer würde (sinngemäß) sagen: „Die Ästhetik besteht in der Funktionalität.“ Und mit Walter Benjamin sollte festgehalten werden, dass jedes „Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ seine einmalige Aura verliert. Und wenn ich schon mal dabei bin (bitte nicht persönlich nehmen): Ich sehe Oldtimer tatsächlich als Kontrast zu den schielenden, aggressiven Visagen der modernen Trecker-Monster. Die modernen Autos, Motorräder etc. gucken genau so verblödet aus ihren Plastikhauben, wie die Jedi-Ritter von Hollywood, oder fällt das nur mir so auf? Das Abgasrohr (Schalldämpfer) ist nun der Soundgenerator (Sport-aus-puff), dessen höchste Potenz die Fehlzündungen bieten. Heute geht es nicht mehr um Ästhetik sondern um Design bzw. Verbrauchertäuschung, Simulation und Kraftprotzerei aus dem ‚Sportsitz‘ heraus. Wenn man sich das Straßenbild so betrachtet, könnte es fast so scheinen, als hätten die Menschen Angst vor der Ruhe. Und was passiert dann, wenn der Ölhahn zugedreht wird?
Hallo, heute hat mich spontan ein Bekannter besucht und Videoaufnahmen zu meinen Projekten gemacht. Damit hatte ich die Chance, auch mal zu Wort kommen zu können. Hier sind demnach einige wichtige Informationen für diejenigen, die sich für einen Selbstumbau interessieren. Viele Grüße aus Holtum vom Elektro-Hanomag, McCormick, Gutbrod...
Hallo und vielen Dank für Ihr Interesse. Eine Anleitung kann ich leider nicht bieten, weil die Komponenten und die einzelnen Arbeitsschritte zu unterschiedlich sind. So ein Projekt ist nicht standardisierbar - es ist zu komplex, um da einen roten Faden rein zu bekommen. Ich kann konkrete Fragen beantworten über meine Email-Adresse aplaasy@yahoo.de. Das ist hier ja kein Elektronik-Forum. Man sollte auf jeden Fall einen Elektriker, Mechaniker, Schlosser etc. an der Hand haben, der sich mit der Materie wirklich auskennt. Oben hatte ich ja bereits geschrieben, dass ich einen Curtis-Controller 48V – 500A verwende (1205M-5603 0-5K). Kostenfaktor ca 160 Euro bei Ebay – das sind evt. China-Nachbauten allerdings in sehr guter Qualität – wie ich finde (Fusspedal ist nicht dabei). Es gibt auch ein passendes Hand-Progammier-Gerät womit sich der Motorstrom, Anlaufverhalten, Max.Umdrehung (Geschwindigkeit) etc. sehr schön einstellen lässt. Für Bürsten-Motoren braucht man keine komplizierte Steuerung. Wenn die Parameter stimmen (nur dann!), haben die Curtis-Controller kaum Verlustleistung (wenn die Mosfets durch schalten). Man muss unbedingt das Typenschild eines E-Motors verstehen und zwar im Kontext zu dessen vorheriger Anwendung (zB als Hydraulikpumpe im Stapler). Viele Grüße: Elektro-Trecker für Erwachsene
Guten Tag. Ein Bekannter hat ein kurzes Video von meinem R12 bei Instagram veröffentlicht. Das war ungeplant, und am Anfang hört man leider einen Holzspalter im Hintergrund. Viele Bildschirm-Akrobaten praktizieren eine Streitlust, ohne die Hintergründe meines Projektes oder die Geschichte von Hanomag zu kennen. Keiner von denen hätte der R12 wieder zum Laufen bekommen. Daher erlaube ich mir hier eine Auswahl von POSITIVEN Kommentaren zu zitieren. https://www.instagram.com/reel/DTvTHoADBtq/
-Heftig wie viele hier wegen eines Gebrauchsgegenstands rumjammern -Was alle haben weiß ich nicht finde sowas echt nicht schlecht vor allem wenn der motor platt ist und so schlimm ist es doch nicht man kann es bestimmt easy zurück bauen -Macht halt "Summ" statt "Wrumm" und hat ungefähr 3Milliarden Teile weniger, die Fritte gehen können. -Ich finde das eine gute Lösung für die 2 Takter. Lieber den Schlepper so wieder auf die Straße bringen als den als Teileträger zu verwerten. Mein R12 wartet noch auf sein 2. Leben… -also ich bin einer von denen, die gegen die Elektromobilität ist, aber das finde ich gerade mal richtig krass, vielleicht auch inspirierent - Ich persönlich bin absoluter petrolhead, aber ich verstehe das diese Umbauten gemacht werden, gute Ausführung zumindest was man sieht und hört - Also zwischen dem "tollen" (ahem) 2 Takter und jetzt würde ich sagen das ist ein upgrade -Geiles Teil, wieder einen vor dem Schrott bewahrt und für kurze Strecken und Hofarbeit genau das Richtige. -Super Idee ... der leichte R12 ist geradezu für sowas geeignet. Er bringt bestimmt mehr Power als der kleine 2-Takter -Hab auch einen R12, und nach ewigen Schrauben und funktioniert trotzdem nicht, hatt zwischendrin funktioniert aber hatte 0 Leistung. Ich hatte auch den Gedanken mit E-Motor. Ist zwar einserseits kein Oldtimer mehr...aber andererseits das beste was du machen kannst. Dann ist er wenigstens wieder auf der Straße und steht nicht nur defekt rum. -bei solchen Sachen zählt das Projekt. In der Scheune oder Garage mit den Mitteln die man hat. Nicht in Werk wo x und y Geräte ETZ zur Verfügung stehen. Deshalb finde ich solche Projekte so cool. Da hat sich einer Zuhause richtig Gedanken gemacht und es läuft geil -Sehr gut, wir brauchen mehr solche Umbauten da nun viele Bauernhöfe auch mit Solar ausgestattet sind ! -Ist eben nur nen ackermoped, deswegen tuts mir als hanomag-Spezi nicht weh -Ich find das geil! Für ab und an rumfahren und leichten Hänger ziehen. Genial! Dass der Hanomag in dem Alter nichts mehr arbeitet, sollte uns allen klar sein. Ich würd den nehmen, endlich mal wieder ohne Ohrenschützer Traktor fahren - Top, da kann man auch Sonntags was machen, ohne dass sich jemand belästigt fühlt -Total cool sowas selber Zuhause zu entwickeln und Bauen -Letztens noch in Werl gesehen
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Hallo & danke für das Interesse. Ich kann hier wie immer nur meine Sicht der Dinge schildern. Ich habe alle Elektrofahrzeuge (5 Hanomags, 1 McCormick, 2 Gutbrod, 3 Holder Einachser, Simson Duo, CityEl) auf 48V laufen. So kann ich mobile Akkus auch mal schnell zusammenstecken (parallelschalten), je nach Anforderung. Es müssen dann unbedingt alles 48V 16s LiFePos sein. Zudem sind unterhalb von 60V die Schutzbestimmungen einfacher. Die KW-Angaben auf dem Typenschild von Stapler-Hydraulik-Motoren beziehen sich auf die jeweiligen Anforderungen der Hydraulikpumpe in diesem speziellen Stapler. Die Pumpe läuft ja nur, wenn sie gebraucht wird (zB. 15%). So gibt es unterschiedliche „Nennbetriebsarten“ – S1, S2, S3 etc. Diese Elektromotoren können oft eine vielfach höhere Leistung abgeben. Beispiel: Wenn so ein Motor mit S1 = 60Minuten & 10KW angegeben ist, dann kann der eben 1Std 10kw abgeben. Er hat sich dann in dieser Zeit um die oder die Temperatur erwärmt (zB. 20°C) und dieser Effekt muss mit dem Einsatz zusammenpassen. So ein Motor kann dann aber auch (geschätzt) 20kw für 15Minuten abgeben – bei gleicher Temperaturerhöhung. Mit einem aktiven Lüfter (5Watt) lässt sich da aber einiges rausholen. Auf den Motoren steht dann oft Jungheinrich, Still etc.; das sind aber die Hersteller der Gabelstapler. Die Thrige-Motoren sind hervorragend, bzw. die Schabmüller-Motoren, Juli-Motoren... So ein älterer Reihen-Schluss-Elektromotor (60-70kg), auf dem 5kw – S1 60Minuten – 300 Ampere steht, würde einem modernen Elektromotor, der sich mit Angaben wie „25kw 200Nm“ brüstet, das Genick brechen – bzw. diesen in einen Generator umfunktionieren. Zählen tut bei einem Trecker, wie ich sie umbaue, der Anfahrdrehmoment (evt. vergleichbar mit dem Hubraum). Der kleine Hanomag R12 braucht bei seiner Lieblingsgeschwindigkeit (25km/h) gerade mal 4 kw (beim R24 sind es dann 6-7kw bei 25km/h), beim Beschleunigen oder in der Pampe oder am Berg oder mit der Fräse nimmt er sich dann soviel Strom wie er braucht. Auch die Umdrehungszahl bzw. der Nenndrehmoment sollte mit den Anforderungen abgestimmt sein. Das was ich hier schreibe sind meine Erfahrungen, die ein geschulter Elektriker für sich interpretieren muss.