Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Mi Feb 11, 2026 23:03

Entwicklung einer vielleicht neuen (?) Pflanzmethode

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Antwort erstellen
57 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
  • Mit Zitat antworten

Entwicklung einer vielleicht neuen (?) Pflanzmethode

Beitragvon te-con » Fr Jun 12, 2009 12:03

Hallo zusammen,
gleich im Voraus: ich bin (noch) kein Landwirt, sondern habe mich bisher eher mit Fahrzeug- und Maschinenbau befasst. Man möge mir also ggf. etwas unprofessionelle Formulierungen nachsehen. Bei Antworten bitte ich um Erklärungen, die ich als Laie verstehe. Danke!!
Also: ich befasse mich seit einiger Zeit mit dem Thema erneuerbare Energien aus Biomasse und bin beim Anbau von Weiden gelandet. Habe auch schon ein kleines Quartier (ca. 1 ha) angelegt. Allerdings ist der Anbau sehr zeit- und arbeitsintensiv, fast egal, nach welche der konventionellen Methoden man anbaut. Das macht die Sache auch recht teuer. Weil ja auch irgendwann ein finanzieller Ertag kommen soll, darf die Pflanzung nicht zu teuer sein. Dementsprechend habe ich mir selbst folgende Maßstäbe gesetzt: möglichst wenig von allem – d.h. voll maschinelle Pflanzung, einfache und wenig spezialisierte Technik (z.B. Kleintraktor, wenig PS), Bodenvorbereitung und Pflanzung ein einem Arbeitsgang, keine Unkrautbekämpfung, Bodenstruktur nicht großflächig zerstören, wenig bis gar keine Düngung und – ganz wichtig!! – Wasser im Boden halten bzw. auf natürlichem Wege zuführen z.B. durch die Nutzung der Nachtfeuchte (Tau). Es gäbe sicher noch mehr Dinge, die man nennen könnte, würde aber zu weit führen.
Nach langem Überlegen, wie ich das Vorgenannte umsetzen kann, bin ich folgender Idee verfallen:
Einen Pflanzgraben fräsen, etwa 50 cm breit und 20 cm tief, kurze Steckhölzer (15-20 cm) einlegen, etwas Erde wieder drauf (ähnlich der Zuckerrohrpflanzung) und eine passende Begleitvegetation mit einsäen. Diese soll ein Austrocknen des Bodens verhindern, nicht höher als 30 cm werden und anderes Zeug für eine gewisse Zeit unterdrücken. Die Triebe der Stecklinge können dann durch diesen Teppich durchwachsen und der Boden bleibt feucht. Ich dachte da schon an Klee. Da ich mich aber zu wenig auskenne, weiß ich nicht, ob es für meine Zwecke besseres Grünzeug gibt.
Wie ich auf solche Ideen komme? Nun, ich versuche aus meinen Beobachtungen etwas abzuleiten – ob ich damit richtig liege, weiß ich nicht. Letztes Jahr haben wir auf etwa 0,7 ha Grünland (schöne fette, saftige Wiese) Weidenstecklinge unterschiedlicher Länge gepflanzt. Die Stecklinge, die die wenigste Sonne abbekommen hatten, wuchsen am besten an. An Stellen, wo nur niedriges „Steppengras“ stand und die Sonne voll draufknallte, ist alles eingegangen. An anderen Stellen wächst schilfähnliches Zeug bis auf 1,8 m – dort sind die Weiden teilweise bis auf die gleiche Höhe mitgewachsen. Das ist natürlich auch nicht optimal, aber immerhin – sie sind zwar dünn, aber leben noch. Dann ist mir auch aufgefallen, dass an den Stellen mit einem schönen dichten Kleeteppich schon in den frühen Abendstunden der Tau ausfällt und ich nach 20 m nasse Füße hatte. Wasser ist fast das Wichtigste bei Weiden.
Vielleicht hat sich hier ja jemand schon ähnliche Gedanken gemacht, oder hat Ideen zu der Problematik.
Natürlich bin ich auch offen für Ideen in ganz anderer Richtung.
Bin für jeden Hinweis sehr dankbar und freue mich über eine angeregte Diskussion.
Ach ja, bin hier im schönen, trockenen und sandigen Brandenburg, etwas südlich von Berlin.
Danke schon mal im Voraus an alle, die ihr Hirnschmalz für mich (oder vielleicht auch für andere) zum Kochen bringen.
Grüße te-con
te-con
 
Beiträge: 58
Registriert: Do Jun 11, 2009 17:46
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon 6320Premium » Fr Jun 12, 2009 15:49

Was möchtest du wissen? Ob Klee dafür geeignet ist?
Mfg
6320Premium
Benutzeravatar
6320Premium
 
Beiträge: 574
Registriert: Sa Jul 15, 2006 19:50
Wohnort: NDS
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon te-con » Fr Jun 12, 2009 16:05

Ja, genau das! Oder ob es anderes Grünzeug gibt, dass sich besser eignet - also nach dem Säen schnell aufgeht, relativ weiche Blätter und Stängel hat, um die Weidentriebe nicht zu beschädigen, nicht zu viel Wasser verbraucht und sich für unsere Böden eignet. Halt, was zu meinem Vorhaben passt. Danke!
te-con
 
Beiträge: 58
Registriert: Do Jun 11, 2009 17:46
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon schualer » Fr Jun 12, 2009 21:38

Würd ich nicht tun nimm lieber Miskanthus !
Benutzeravatar
schualer
 
Beiträge: 391
Registriert: So Jan 28, 2007 10:24
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon te-con » Fr Jun 12, 2009 22:07

Versteh ich nicht! Was soll ich mit Miskanthus? Als Begleitpflanze oder statt Weiden?
te-con
 
Beiträge: 58
Registriert: Do Jun 11, 2009 17:46
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon take_it_1999 » Fr Jun 12, 2009 22:41

Ob Klee geeignet ist, weis ich nicht,

meine Erfahrungen mit Pappel und Grau-Erle. Ich habe gefräßt (Gras komplett unter gefräßt). Dann Pappeln gesteckt und die Erlen gepflanzt. Danach hab ich den Unterwuchs wachsen lassen, in den ersten Jahren hab ich alles dazwischen gemäht (mit der Motorsense). Die Bäume wuchsen, was aber ganz interessant ist, ich habe jedes Jahr welche gepflanzt und ein Jahr hatte ich keine Zeit gleich zu mähen. Also wuchs das Gras und Co. wie es wollte. Aber sehr interessant, das dadurch die Bäume augescheinlich besser wuchsen. Seit dem mäh ich überhaupt nicht mehr sondern sorge nur dafür, dass die kleinen Pappelstecklinge immer viel Licht haben.
take_it_1999
 
Beiträge: 967
Registriert: Fr Dez 29, 2006 17:10
Wohnort: Sachsen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Bodenseefarmer » Sa Jun 13, 2009 8:31

An Stellen, wo nur niedriges „Steppengras“ stand und die Sonne voll draufknallte, ist alles eingegangen.


Vielleicht wächst dort nur niedriges "Steppengras", da es eine von natur aus trockene STelle im Acker ist, und deshalb sind die Weiden eingegangen. Wasser über Tau zu sammeln und dann anderen Pflanzen zur Verfügung zu stellen halte ich für etwas unrealistisch.
Normalerweise regelt die Wasserverfügbarkeit die Vegetation und nicht anderst herum.
Aber wenn du eine Untersaat machen möchtest, würde ich auf jeden Fall Leguminosen empfehelen, hast die Stickstoffdüngung gleich inklusive.
Traktorfahren mit Bodenseeblick ist ein Genuss
Bodenseefarmer
 
Beiträge: 1769
Registriert: So Okt 28, 2007 19:53
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon te-con » Sa Jun 13, 2009 12:53

@ take_it_1999 So wie Du gepflanzt hast, ist für mich die konventionelle Methode - funktioniert fast immer. Auf unserer Wiese hat eine Forst-Hochschule eine Versuchsfläche angelegt, div. Weiden- und Pappelsorten. Es wurden Pflnzlöcher gebohrt, ca 60 cm, Steckrute rein, wächst wie Sau. Ist aber eben sehr aufwändig. Dauert ewig und mach einen großflächigen Anbau sehr teuer. Das genau wollte ich vermeiden und kurze Steckhölzer quasi "säen", sodass ich etwa 1 ha in 2 Stunden schaffe. Und irgendwelche Nacharbeiten würde ich auch gern vermeiden (mähen).
Daher lieber so etwas wie eine Untersaat mit einbringen, die hohes Kraut um den Steckling im ersten Jahr unterdrückt und den Boden gleich wieder bedeckt, um vor Sonne und Austrocknung zu schützen.

@Bodenseefarmer Tau sammeln ist vielleicht auch etwas zuviel gesagt, aber zumindest die obere Bodenschicht nicht austrocknen lassen. Wie soll ich mir sonst erklären, dass ich im Klee nasse Füße kriege und wo nur drei Strünke wachsen es staubt? Und: versucht man nicht durch Untersaaten die Bodenerosion zu verhindern und das Wasser zu halten? Sicher, wo kein Wasser ist, wächst auch nix. Aber wo der Mensch (falsch und zu heftig) eingreift können auch mit Wasser Wüsten entstehen. Beispiel: Als ich pflanzte, hat unsere benachbarte Kolchose kurz zuvor einen Schlag auf der anderen Straßenseite bearbeitet und liegen lassen. Sonne drauf, Wind kam und ich mußte aufhören zu arbeiten, weil ich deren kompletten Acker in den Augen hatte.
te-con
 
Beiträge: 58
Registriert: Do Jun 11, 2009 17:46
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon *Indira* » Sa Jun 13, 2009 13:01

hast du dich schonmal mit pappeln auseinandergesetzt, als alternative zur weide (baum)?

kann sein, dass ich hier gerade voll ins fettnäpfchen trete, hab mir den beitrag nicht komplett durchgelesen ;-)
*Indira*
 
Beiträge: 74
Registriert: Fr Mai 12, 2006 19:43
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon te-con » Sa Jun 13, 2009 13:05

Hab ich. Aber mehr über Weide gelernt. Pappel sind nicht so nach meinem Geschmack, und wenn man sich erst mal auf was eingeschossen hat....
te-con
 
Beiträge: 58
Registriert: Do Jun 11, 2009 17:46
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon *Indira* » Sa Jun 13, 2009 13:07

ok, war nur ne idee, weil ich letztens ein versuchsfeld gesehen habe und die da recht überzeugt von waren ;-)
*Indira*
 
Beiträge: 74
Registriert: Fr Mai 12, 2006 19:43
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon te-con » So Jun 14, 2009 10:46

Ja, ich lehne Pappeln auch nicht grundsätzlich ab, aber mit irgendwas muß man anfangen. Das Ganze hat sich eigentlich bei mir nur durch Zufall ergeben: vor einigen Jahren haben wir ein Betriebsgelände mit Wohn-und Bürohaus gekauft. Die Gärten waren verwildert. Da standen 4 Weiden, die ich weg haben wollte. Auf 1,2 m abgeschnitten, um sie später mit Radlader komplett rausziehen zu können. Bin dann doch nicht mehr dazu gekommen und so wuchsen die Dinger wieder wie die Hölle raus. Das hat mich auf die Idee gebracht - zumal das Heizöl so teuer wurde, dass ich für das Haus etwa 4500,- Mücken raustun musste. Das war mir dann auf die Dauer doch zu heftig. Wir haben dann 2,5 ha dazugekauft, aus unseren Weiden Stecklinge geschnitten und so unser Heizmaterial selber angebaut. Nun bin ich dabei, das Ganze etwas zu erweitern und damit vielleicht sogar etwas zu verdienen. Hab auf meinen alten Job sowieso keinen Bock mehr und werde lieber Energiewirt. Auf diesem Sektor gibt’s noch viel zu entwickeln – u.a. einfachere Pflanzmethoden – daher hier meine Anfage.
te-con
 
Beiträge: 58
Registriert: Do Jun 11, 2009 17:46
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon euro » So Jun 14, 2009 17:22

Deine Maschine existiert bereits.
Bilder davon gibts hier auch irgendwo im Forum.
http://www.hackschnetzel.lu/
euro
 
Beiträge: 7434
Registriert: Di Okt 24, 2006 9:15
Wohnort: europe
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon te-con » So Jun 14, 2009 21:02

Hab mal geklickt - welche Maschine meinst?
te-con
 
Beiträge: 58
Registriert: Do Jun 11, 2009 17:46
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon JD3130LS » So Jun 14, 2009 21:22

also ich würde sagen das für dich weissklee nich schlecht is , der hat aber , wie alle kleesorten seine vor und nachteile bei deinem vorhaben

erstmal is weissklee ziemlich gut selbstverträglich

er wird nich so besonders hoch ( bis 40 cm etwa)

und er sammelt wie alle kleearten bzw leguminosen stickstoff


nachteile sin aber leider

langsame jugendentwicklung , wenn in der erde noch unkrautsamen drin sin wo du den säst dann is das unkraut vieeel schneller in der entwicklung als der klee , wenn der klee etabliert is , dann hat der zwar n gewisses unterdrückungspotential , aber immer noch überhaupt keine chance gegen ampfer und disteln

klee mag als schon dichter bestand gut beschatten und die feuchtigkeit nach regen sehr gut halten können in bodennähe , aber wenns mal lange richtig heiss und trocken bleibt , dann macht er deinen weiden auch ordentlich konkurrenz im bezug aufs wasser , son dicker kleebestand kann unmengen wasser am tag verdunsten

naja , hoffe dir helfen meine bescheidenen ausführungen n bisschen was

die vor und nachteile haben sich in eigenen erfahrungen alle bestätigt!


mfg flo
Benutzeravatar
JD3130LS
 
Beiträge: 263
Registriert: Sa Okt 14, 2006 19:22
Wohnort: Hungen
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
57 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4

Zurück zu Ackerbau

Wer ist online?

Mitglieder: BE68, Bing [Bot], Google [Bot], Google Adsense [Bot], kuddel-84, Manfred, Sora

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki