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Es därfad amol rechn

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon Raider » Mo Jun 15, 2015 7:50

Kreuzschiene hat geschrieben:Seit vier Uhr früh regnet es schon wieder. Es regnet praktisch jeden Tag. Möchte damit niemanden aergern, nur meine vielen fungimassmahmen rechtfertigen...



4 Fungi-Maßnahmen mit jeweils 80% sind aus meiner Sicht auf einem Hochertragsstandort wie es Deiner wohl sind soooo übertrieben nicht. Wenn da z.B. noch eine Bravo-Maßnahme oder so dabei war, dann passt es doch.

In normalen Jahren brauche ich bei uns (7 -8,5 t/ha) auch 3 Maßnahmen. Nehme meist früh 1 l Bravo mit, dann ein Carboxamid und in der Blüte Osiris.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon Crazy Horse » Mo Jun 15, 2015 15:43

Kometus ist zwar eine der anfälligsten Sorten überhaupt (Gelbrost, Braunrost, Septoria), aber selbst bei der könnte man als Rapsweizen mit 2 Behandlungen auskommen, z.B.

1.) 1,25l Credo + 1,25l Opus Top in EC 37/39
2.) 1,25l Skyway Xpro in EC 59/61

Ne gezielte Ährenbehandlung brauchst Du bei der Sorte praktisch nicht machen. Kometus gilt ja als ährengesund. Lediglich nach Körnermais kann man ne gezielte Ährenbehandlung in Erwägung ziehen. Ne T1-Behandlung in EC 30/31 lohnt sich eigentlich nur im Stoppelweizen bei Halmbruchinfektionen und sehr hohem Septoriadruck.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jun 15, 2015 17:28

Carboxamid in die Ähre wenn überhaupt nur in kleinen Mengen in Mischung mit hohen Dosen Azolen.
Da gehört es eigentlich nicht hin und ist verschossenes Pulver. Die Vitalisierungseffekte kommen bei der Behandlung in den 30'er/40'er-Stadien deutlich besser zum Tragen. Zudem ist es dort aus Resistenzgründen (vor allem wegen Septoria) als nicht unproblematisch zu sehen.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon rottweilerfan » Mo Jun 15, 2015 19:52

rottweilerfan hat geschrieben:
Raider hat geschrieben:ich bekomme echt so langsam die Krise:

Wetterstadion 7 km westlich von uns: 18 l/m²
Wetterstadion 12 km östlich von uns: 27 l/m²
Bei uns: 0,5 l/m²

....


Hallo,bei uns am vergangenen Montag 12l und gestern Abend 20 l,mir graust`s schon für die nächsten zwei Tage sind bis zu 80 l vorher gesagt.
Alles satt grün,habe nur bedenken das die" Eis Smartis" mal mehr werden und alles platt machen :gewitter: :evil:
Wenn deine Angaben stimmen bist Du nicht so weit weg von mir(30 km nordöstlich von Freiburg)..
mfg


Naja, 80 mm waren es nicht aber 18 mm auf die sanfte Tour passen gut :D
Deutschland,ein Paradies für Schmarotzer und Taugenichtse...
" Der Rottweiler ",in seiner Familie gutmütig,treu und ergeben...
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon julius » Mo Jun 15, 2015 20:14

Bei uns warens wie erwartet etwas mehr als 18mm. Die Badewanne hier ist am überlaufen und wir schwenken die weisse Fahne.
Dem nachgesäten Mais steht das Wasser wieder bis zum Hals. Bilder von heute abend von der Feldrundfahrt.
Dateianhänge
wetterstation.jpg
wetterstation.jpg (60.73 KiB) 1016-mal betrachtet
02.jpg
Mais
001.jpg
Mais
05.jpg
Mais
04.jpg
Grünland
03.jpg
Mais
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon CarpeDiem » Mo Jun 15, 2015 20:42

@julius,
das ist aber auch extrem. Genau umgekehrt wie bei uns, kein Tropfen, trotz grosser Ankündigungen wieder einmal, aber bei dir ist es genau so grauselig!! Da fehlt dann nur noch, dass eine Affenhitze kommt und die Bodenoberfläche zu Beton wird. Könnte mir schon vorstellen, dass bei euch die Faulgaser langsam Muffensausen bekommen.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon julius » Mo Jun 15, 2015 20:57

Das Getreide sieht nichtmal schlecht aus abgesehen von vereinzelt Lager durch die Wassermassen. Allerdings verfaulen vereinzelt die Wurzeln unter Wasser. Die Gerste wird sich aber noch mit gutem Ertrag ins Ziel retten können. Also vermutlich mit deutlich besserem Ertrag als bei euch.
julius
 
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon Mad » Mo Jun 15, 2015 20:59

Julius, kommt das bei dir öfter vor? Wenn ja, solltest du schleunigst darüber nachdenken, den Mais auf Dämme zu packen.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Jun 15, 2015 21:05

Oft wurden aber auch Flächen zu Äckern umgewandelt, die seit je her Wiesen waren. Und das aus gutem Grund. Die Bilder oben könnten aus unserer Gegend stammen, da hat auch einer eine Überschwemmungswiese umgefplügt, und seitdem wird jedes Jahr dort Mais oder Weizen angebaut, wovon die Hälfte ersäuft...
Aber es stimmt schon: die derzeitigen Niederschläge in Südbayern sind alles andere als normal. Ich selbst hätte gar keine so ebenen Flächen, wo sich das Wasser derart stauen könnte. Und ich hab meine Böden in Ordnung... Die schlucken dann schon um einiges mehr...
Kreuzschiene
 
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon julius » Mo Jun 15, 2015 21:12

Mad hat geschrieben:Julius, kommt das bei dir öfter vor? Wenn ja, solltest du schleunigst darüber nachdenken, den Mais auf Dämme zu packen.


Kommt bisher selten vor. Vor genau 2 Jahren hatten wir zwar auch an 2 Tagen 100 Liter Regen aber danach hats 6 Wochen überhaupt nicht mehr geregnet.
Ich wüßte garnich wer so ein Maissägerät hat. Man müßte mal beim MR nachfragen, wenn das durch den Klimawandel wirklich häufiger vorkommen sollte.

Ich selbst hätte gar keine so ebenen Flächen, wo sich das Wasser derart stauen könnte.


Das auf den Bildern sind alles ebene Flächen, bei denen mit leichter Hanglage ist das Wasser ( teilweise mit Boden ) abgelaufen.
An den ebenen Flächen sind die Straßen aussenrum meistens leicht höher gelegen so das es sich im Acker oder in der Wiese stauen muß.
Ich wollte mal einen Acker neben der Strasse mit Erde auffüllen. Das wurde mir von der Gemeinde untersagt weil das Wasser somit teilweise auf die Straße laufen könnte. Und das wäre verboten.

Die Regenwürmer sind großteils den Fluten zum Opfer gefallen. Es trieben teilweise große Menge Leichen an der Oberfläche herum.
julius
 
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon Mad » Mo Jun 15, 2015 21:42

julius hat geschrieben:Ich wüßte garnich wer so ein Maissägerät hat. Man müßte mal beim MR nachfragen, wenn das durch den Klimawandel wirklich häufiger vorkommen sollte.


Hab das mal vor 2 Jahren als kleine Demo anlegen lassen. Der hatte einen Grubber von Frost, der für die Häufelung der Dämme zuständig war und hintendran war eine 0815-Maisdrille.

Das könnte man auch mit alter Kartoffeltechnik und eigener Maisdrille im absetzigen Verfahren bewerkstelligen. Wichtig ist dann nur, dass die Dämme, sofern sie beim anhäufeln nicht festgedrückt werden, vor dem Maisdrillen genug Zeit zum setzen haben, damit die Maisdrille sie nicht wieder platt drückt.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jun 15, 2015 22:36

Dieses Jahr ist doch der Wahnsinn!!! Der Süden säuft ab und wir in der Mitte vertrocknen auf derart harte Weise wie man das hier normal nicht kennt. Kaum Niederschlag seit Januar
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon julius » Mo Jun 15, 2015 23:12

Dann könnte das mit dem Mais säen auf dem Damm schon rel. einfach funktionieren.

Wir haben hier verschiedene Bodenarten. In die eine Richtung haben wir nur 20 cm Humus ( s.L. ) und darunter Kies und ähnliches Geröll. Dort sieht der Mais, Getreide und das Grünland hervorragend aus und der Mais hat die Reihen dort schon geschlossen weil das ganze überschüssige Wasser, wohl leider mit dem Dünger, sofort nach unten durchgereicht wird. Regnets dort im Frühsommer, Sommer bei Hitze mal 2 Wochen nicht hast da im Getreide schon Mindererträge. Hat halt alles 2 Seiten.
Die andere Gegend mit besseren Böden steht unter Wasser. Ich glaub da ist der Grundwasserspiegel schon so hoch das es garnicht mehr versickern kann.
Einer hat neulich einige tiefe Löcher in seinen Maisacker gebohrt bevor er nachgesät hat. Dachte zuerst der sucht sich ein zweites Standbein und macht Öl-probebohrungen. Das sollte wohl dem Wasser versickern dienen. Aber da ist der Wasserpegel jetzt noch höher als bei der letzten Flut. Vielleicht kommt das Wasser durch die Löcher nun besser von unten hoch. Kapillarwirkung. :lol:
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon Mad » Mo Jun 15, 2015 23:23

NobbyNobbs hat geschrieben:Dieses Jahr ist doch der Wahnsinn!!! Der Süden säuft ab und wir in der Mitte vertrocknen auf derart harte Weise wie man das hier normal nicht kennt. Kaum Niederschlag seit Januar


Dieses Jahr erinnert mich an 2011. Da sind mir die Weizenbestände auf den knappen Ecken ebenso verreckt und später wieder grün geworden, nachdem Regen eingesetzt hat.

Der Unterschied zu diesem Jahr war allerdings: auf den meisten knappen Ecken hatte ich Gerste stehen, die allerdings auch nur 50dt brachte. Ich wage zu mutmaßen, dass der Weizen dort dieses Jahr drunter liegen wird.

Ich hab mir heute überlegt, dass ich mit der Aussaatstärke auf diesen Flächen definitiv runter gehen muss. Dort sieht man jetzt jeden Mäusebau aus dem Herbst, wo weniger Pflanzen stehen und die vom Trockenstress noch nichts wissen wollen. Was bringt es mir also, wenn das Getreide komplett verreckt? Nichts. Dann lieber in den sauren Apfel beißen und in guten Jahren weniger ernten, statt in schlechten Jahren mit einem Hauch von nichts den Acker zu verlassen.

Der Weizen auf den guten Standorten ist das komplette Gegenteil. Satt grün, Ähren ohne Ende und beinah nichts reduziert. Ich weiß immer noch nicht, wie der das bisher so geschafft hat und frage mich, wann auch dort die Ähren von oben her weiß werden. So viel Wasser kann da gar nicht mehr sein, dass der die Spindelstufen alle noch voll bekommt. Ich rechne beim Tobak nach Raps jetzt noch mit maximal 80dt.

Beim Raps gehts mittlerweile leider auch schon rückwärts. Man sieht nun deutlich gelb werdende Schoten, die immer mehr werden. Also kann ich mich da von den 50dt auch verabschieden, obwohl ich da bis zuletzt noch Hoffnung hatte. Aber auch der Raps kann nicht ewig Wasser speichern und irgendwann ist es auch untendrin mal trocken.

Der Mais scheint nun etwas an Fahrt aufgenommen zu haben, was an den wärmeren Nächten liegen wird. Dem spielen auch die deutlich wärmeren Tage in die Karten, die wiederum beim Getreide kneifen.

Es ist einfach traurig.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon julius » Mo Jun 15, 2015 23:44

Das blöde in den Trockengebieten ist ja das es nur regional trocken ist und wie es aussieht auf dem Weltmarkt eine Rekordernte bei Weizen geben könnte. Bedeutet das diejenigen in den trockenen Gebieten doppelt bestraft werden. Es fehlt der Ertrag UND ein guter Preis der die schlechte Ernte halbwegs ausgleichen könnte.
Das nennt sich dann Unternehmerrisiko. :cry:
Dem nicht genug wird man wegen den dringend nötigen Ausgleichszahlungen an den Pranger gestellt, da einige Politiker ( die mit Steuergelder bezahlt werden, incl bezahltem Dienstfahrzeug, Fahrer und üppigen Pensionen ) es für nötig halten, die Bevölkerung über jeden einzelnen Empfänger namentlich aufzuklären. Ne Viertelstunde später beraten sie dann warscheinlich im Kabinett über ein Gesetz, wie man Mobbing vorbeugen kann. Armes Deutschland.
julius
 
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