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Es geht uns alle an...!!!

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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309 Beiträge • Seite 2 von 21 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 21
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Beitragvon timbermaster » Mo Apr 30, 2007 20:50

Torge hat geschrieben:Da hat H.B. absolut recht!! Im Grunde sind Gewerkschaften ja keine schlechte Idee aber warum müssen diese Pfeifen die meinen die sind sooo klug es immer übertreiben?? Ich sage mal eine Steigerung des Lohnes um die Inflation auszugleichen ist auf jeden Fall ok... aber das was die wollen ist nur noch dumm!!

Die Reportage fand ich sehr interessant und ich fand es erschreckend wie sehr die EU die dritte Welt ausbeutet!!

Carsten hat völlig recht das Geld das in die Kassen käme würde sofort für irgend einen anderen Schwachsinn ausgegeben werden... da sind unsere Politiker ziemlich gut drin :lol: irgendwas müssen die ja können...

Gruß Torge


fein formuliert Torge...

aber die EU, daß sind halt mal wir!!!

Und wie gehen wir das problem an...?
Hier posten und dann umsetzen, wer ist dabei?

Bin gespannt, ob wir nur alle fernsehgucken können...oder was tun.
Hermann Huber
...Energie aus der Natur
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Beitragvon Brombeerfoerster » Di Mai 01, 2007 13:38

H.B. hat geschrieben:
automatix hat geschrieben:aber wenn man sieht, wie sich die Vorstände bedienen, dann ist es doch nur legitim, daß die, die für die Gewinne arbeiten auch was davon haben wollen.


Wenn er das auch verdient, hab ich nichts dagegen. Wenn ers nicht verdient, hat ers auf korrupte Weise erhalten. Hierfür sollte es Gesetze geben, die auch Privatvermögen zur Haftung mit einbeziehen.
Man darf aber nicht glauben, es gehe der Bevölkerung besser, wenn das Kapital vertrieben wird.
Wenn ich keinen Gewinn mit meinem eingesetzten Kapital erwirtschaften darf, sehe ich auch keinen Grund, es gerade in Deutschland zu investieren. Gerade dort, wo die größten bürokratischen Hürden bestehen. Nein, dann wird dort investiert, wo man den erschlossenen Bauplatz geschenkt erhält und 10 Jahre Steuerfreiheit garantiert bekommt!!


Das würde ich so nicht stehen lassen ;
Wir haben hier in der Umgebung etliche Stahl- und Metallhändler (die Stahlwerke hat man ja sinnigerweise einschl. der dazugehörigen Kokereien nach China verbimmelt -verkauft-), denen geht es seit Jahren schon mehr als gut. Und das auch über die Jahre hinweg, als alle anderen Branchen ums Überleben kämpften !

Ich möchte behaupten das mit Sicherheit weit über 80% der Betriebe der Metall- und Stahlindustrie einschl. der Metallverarbeitenden, in den letzten Jahren ihre Gewinne im 2 stelligen Bereich gesteigert haben !

Also warum sollten die Arbeiter und Angestellten denn nicht mal was vom Kuchen abbekommen?!

Ein befreundeter Metallbauer (Betrieb mit 10 Mitarbeitern) zahlt pro Tonne Stahl die er einkauft 100 Euro Schrottzuschlag !

Die "Klüngelkerle" (Schrotthändler/-sammler) haben sich um 150-200% vermehrt und fahren sogar mit Pritschenwagen mit einer Tonne Nutzlast durch die Gegend. Und das fast werktäglich !

Ein Fan von Gewerkschaften bin ich auch nicht, aber bei Lohnforderungen sollte man meiner Meinung nach doch schon etwas branchenspezifischer unterscheiden.

Denn, wenn mit Stahl in Deutschland kein Geld zu machen wäre, würde man im Ruhrgebiet nicht laut über neue Zechen und eine neue Kokerei nachdenken...
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Beitragvon Geronimo » Di Mai 01, 2007 13:47

timbermaster hat geschrieben:
Björn hat geschrieben:timbermaster
möchtest du Verhältnisse wie in Neuseeland ? Null Subvention.
Es überlebt nur der , der vernünftig / glücklich / vorausschauend wirtschaftet ?
Damit könnte ein Staat doch schnell gesunden- aber zu welchem Preis ?
Björn :gewitter:


ob ein Staat mit null Subventionen gesundet sei dahingestellt. Aber unseren Wohlstand zu Lasten dritter ist alles andere als in Ordnung.
Hast den Film eben gesehen, was europäisches Milchpulver, Holländische, Kartoffeln und Tomaten aus unserer Überproduktion in Afrika anrichten...?!?

Wenn nicht genauso wie in weiten Teilen der freien Wirtschaft, Eigenverantwortung und freies Unternehmertum auch in der Landwirtschaft einkehrt, stirbt die traditionelle Landwirtschaft, trotz Subventionspolitik. Ein Schild in die Wiese schlagen und 40 ct. für den Liter Milch einfordern, hilft da wenig bis gar nicht. Da muß ein bisserl mehr kommen von jedem einzelnen...




Die Reportage habe ich auch gesehen:

Was das Thema Milchpulver angeht, hat sich die Sache m. E. erledigt. Die Tonne Magermilchpulver kostet am Weltmarkt zur Zeit 4000 US$.

Im Gegensatz zum Milchmarkt der mehr mit Planwirtschaft als mit freiem Markt zu tun hat, ist der Gemüsemarkt sehr liberal. Darum sehe ich auch keinen Sinn darin, überschüssige Tomaten, Zwiebeln und Kartoffeln nach Afrika zu exportieren. Wofür gibts Biogasanlagen? Wenn der Preis zu stark abfällt, wird im nächsten Jahr automatisch weniger angebaut.

Außerdem sollte man viel mehr darauf achten, unter welchen Umwelt- und Sozialstandards Importprodukte hergestellt werden. Falls die europäischen Standards nicht eingehalten werden spricht doch nichts gegen einen saftigen Einfuhrzoll.
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Beitragvon H.B. » Di Mai 01, 2007 14:35

Brombeerfoerster hat geschrieben:
Denn, wenn mit Stahl in Deutschland kein Geld zu machen wäre, würde...


genau das ist es, mit dieser Teuerung haben wir jedes Jahr neu zu kämpfen. Was sollen den unsere Maschinen in Zukunft kosten? Mit diesen Lohnsteigerungen können wir in Zukunft nicht mithalten.
Wenns so weitergeht müssen wir nicht mehr lange warten, bis die "eins zu eins - Fendtkopie" aus China angeboten wird. Was dann mit den Arbeitsplätzen in Deutschland passiert? -> weggestreikt, für immer!!!
-> der verbleibende Rest, der noch Arbeit hat, kann dann die, die ihren Arbeitsplatz weggepfiffen hat erhalten, und am Besten noch Mitleid zeigen, oder?
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Beitragvon H.B. » Di Mai 01, 2007 14:42

Kone77 hat geschrieben:Außerdem sollte man viel mehr darauf achten, unter welchen Umwelt- und Sozialstandards Importprodukte hergestellt werden. Falls die europäischen Standards nicht eingehalten werden spricht doch nichts gegen einen saftigen Einfuhrzoll.


Richtig Kone,

und damit wären dann alle Probleme des heimischen Markts gelöst, keine Äpfel aus Südtirol, die mit PSM behandelt wurden, die bei der Anwendung in Deutschland einen Skandal auslösen würden, kein argentinisches Rindfleisch, etc., ......
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Beitragvon Brombeerfoerster » Di Mai 01, 2007 15:21

H.B. hat geschrieben:
Brombeerfoerster hat geschrieben:
Denn, wenn mit Stahl in Deutschland kein Geld zu machen wäre, würde...


genau das ist es, mit dieser Teuerung haben wir jedes Jahr neu zu kämpfen. Was sollen den unsere Maschinen in Zukunft kosten? Mit diesen Lohnsteigerungen können wir in Zukunft nicht mithalten.
Wenns so weitergeht müssen wir nicht mehr lange warten, bis die "eins zu eins - Fendtkopie" aus China angeboten wird. Was dann mit den Arbeitsplätzen in Deutschland passiert? -> weggestreikt, für immer!!!
-> der verbleibende Rest, der noch Arbeit hat, kann dann die, die ihren Arbeitsplatz weggepfiffen hat erhalten, und am Besten noch Mitleid zeigen, oder?


Genau H. ! Die Fendtkopie aus China steht noch aus, aber sonst ist schon vieles erhältlich !
Das Fatale ist aber doch, dass die Maschinen egal ob es Lohnerhöhungen gibt oder nicht, trotzdem jedes Jahr teurer werden. Die Anzugaffen möchten ja schließlich jedes Jahr mehr Gewinn...
Und sein wir doch alle mal ehrlich : wer kann denn von sich behaupten, dass er oder sie, immer inländische Produkte kauft ?
Die Stahlwerker bei Hoesch in Dortmund (damals in den 80ern) fuhren auch Toyota. Und wie viele fahren heute diese koreanischen Pseudogeländewagen von KIA, diese Kopien der Phallusersätze von MB, BMW, AUDI, VW etc.

Mit dem Wegstreiken von Arbeitsplätzen in Deutschland, dass geht auch nicht mehr so einfach wie früher, da wir ja zZ. einen zarten "Aufschwung" haben und Lieferanten möglichst zeitnah liefern müssen !

Ein ganz großes Problem ist, dass es immer noch billiger (oftmals) ist, Waren aus dem Ausland hunderte und tausende Kilometer per LKW über die Autobahnen zu kutschieren und dies dann immer noch günstiger ist bzw. der "Reibach" für den Produzenten größer ist, als wenn es hier in Deutschland produziert würde!
Der EG sei Dank !

Ach ja...der Rest der dann irgendwann noch arbeitet, tut dies dann zu Löhnen aus den 70ern und du bekommst für das Kilo Milch immer noch 30 Cent bei um 300% gestiegenen Kosten !

Fakt ist doch, dass die Verhältnisse absolut nicht mehr stimmen.

Ein Beispiel:

Der von mir erhobene Stunden Verrechnungssatz bei Privatkunden beträgt aktuell 36,00 Euro, zzgl. MwSt.

Letztens war ich mit einem LKW bei IVECO in der Werkstatt Fehler in der Anhängersteckdose.
Arbeitszeit: 1 Std. + 1 Diode (40 Euro), waren mal eben 134 Euro...
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Beitragvon Zauberwürfel » Di Mai 01, 2007 15:31

Brombeerfoerster hat geschrieben:[..., diese Kopien der Phallusersätze von MB, BMW, AUDI, VW etc.


Kannst Dir wohl keinen leisten? :lol:
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Beitragvon Zauberwürfel » Di Mai 01, 2007 15:41

Sir, jawohl, Sir! :roll:

Ich habe Summa Summarum mit Sicherheit schon mehr hilfreiche Beiträge geschrieben als Du. :P

Brombeere hat mich mal übelst diffamiert. Da nehme ich mir gerne das Recht heraus, ihn ab und zu mal ein wenig zu ärgern. :twisted: So etwas vergesse ich nämlich nicht.
Zauberwürfel
 
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Beitragvon Brombeerfoerster » Di Mai 01, 2007 15:54

Würfelhusten hat geschrieben:
Brombeere hat mich mal übelst diffamiert. Da nehme ich mir gerne das Recht heraus, ihn ab und zu mal ein wenig zu ärgern. :twisted: So etwas vergesse ich nämlich nicht.


Mir kommen die Tränen !
Du bist doch auch so einer der austeilt aber nicht einstecken kann :wink:

Wenn ich so'n Mädchen wäre wie du, dann hättest du mit Sicherheit schon Post von meinem Anwalt :!:
Brombeerfoerster
 
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Beitragvon Brombeerfoerster » Di Mai 01, 2007 17:17

Ja Torge, da hast du Recht...

Ich hatte zur Erledigung der Aufträge die uns Kyrill beschert hatte (das war das einzig positive an diesem Sturm) einen befreundeten Zierpflanzengärtner dabei. Der hat 6 große Gewächshäuser von denen er noch 2-3 nutzt.
Früher hatte er Viola, Pelargonien, Primula etc. im großen Stil gezogen.
Aber heute? Heiz die mal...
Sein Blumenladen der dazugehört wirft auch nicht den Lebensunterhalt ab.

Er produzierte mal für einen Friedhofsgärtner Viola und hatte 5 Cent Gewinn daran. Das wurde dem Frdhfs.-Gärtner zu teuer (er selbst hatte seine Verkaufspreise hierfür aber schon angehoben), da ging er nochmal mit dem Preis runter, hatte dann 3 Cent an so einem dämlichen Stiefmütterchen, musste dann aber die gleiche Menge in 3 Lieferungen zustellen. Er hat es dann irgendwann gelassen.

Jetzt geh aber mal hin und bestell für irgend so einen Totengedenktag bei den Friedhofsgärtnern ein Gesteck ! Da legste dich aber hin !

Nun mein befreundeter BluZi-Gärtner war jedenfalls froh (genau wie ich), dass er zu einem guten Stundenlohn mit uns zusammen arbeiten konnte.

Aber im GaLa-Bau (meine Branche) ist doch auch der Lack ab. Geht doch nur noch nach dem Motto : Billig? Will ich!
Städtische Aufträge zu 99% weg. Und wenn dann malein Auftrag kommt, nur Mist und 3 Monate auf Geld warten. Die Stadt macht bei uns jetzt alles selbst. Die haben jede Menge eingestellt (Gärtner statt Sozialhilfeempfänger).
Das macht in der Arbeitslosenstatistik auf's ganze Land gesehen bestimmt wieder 100.000 Arbeitslose weniger. Die anderen die bei den Firmen entlassen wurden die diese Arbeiten vorher für die Kommunen erledigten, kassieren dann erstmal Alg I und arbeiten nebenher "schwarz".

Geht doch !
Brombeerfoerster
 
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