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Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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152 Beiträge • Seite 1 von 11 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 11
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Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon joke31 » Fr Nov 01, 2019 9:23

Wir müssen nach neuen vorlagen einige Baumaßnahmen durchführen
2500m2 Silofläche Asphaltieren zweimal Gras einmal Mais
da der Sickersaft der Silos aufgefangen werden soll/muß
und unsere Gülle Kapazität dafür nicht reicht, müssen wir noch eine Lagune von 1000m3 bauen
normal fehlt nur rund 450m3 Gülle lagerraum.
hinzukommt noch die ausgleichflächen
da war ne Streuobst wiese geplant von 4000m2
das alles ist nun ja auch nicht um sonst
Siloplatten rund 100000€
Lagune 30600€
die behörden verlangt für die Planung und Umsetzung auch noch
mal einiges
nun bin ich doch tatsächlich am überlegen ob ich nicht komplett auf wickelballen gehe
Ob das nicht günstiger ist
Erster Schnitt wären 40ha
Zweiter 30-35ha
Dritter 20-25ha
Vierter um die 10-15ha
Mais soll nach wie vor als fahrsilo gemacht werden
da ich mit den Wickelballen nicht so die erfahrung habe was die auf langersicht kosten würde ich mich um
paar Ratschläge freuen.
Ich muß noch 30jahre unseren Betrieb weiterführen
hab zwar nachfolger der gerade Landwirt lernt, ob er es später weitermachen will steht noch in den Sternen

Kollege von mir meint, ein Jahr mal ausprobieren wie das mit den rundballen so läuft
dann kann man immer noch sehen ob es ein liegt oder nicht
Bin Ostfriese und das ist gut so
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: kosten auf langersicht!

Beitragvon Cowboy74 » Fr Nov 01, 2019 9:41

Wenn der Betrieb noch 30 Jahre weiter laufen soll, auf jeden Fall Siloplatte. Du bist mit Wickelballen deutlich teurer und brauchst mehr Zeit. Ich brauche pro Wickelballen ca 0.5 Liter Diesel, ggf auch etwas mehr. 4 Euro Folie bei Abnahme mit Mengenrabatt und 0,6 Euro Netz. Mehr Aufwand beim nach Hause holen. Viel Folienmüll und Mehraufwand beim verfüttern. Eine neue gute Presswickelkombi liegt bei 90.000 aufwärts. Passender Ballenwagen ist auch schön. Und auf nassen Flächen macht man beim verladen auch gerne Flurschäden. Ich mache ca 550 bis 700 Wickelballen im Jahr. Kann das also etwas bewerten.
Deutz statt Fendt - das ist der Trend. ;-)
Pressen kauft man am besten aus Irland.
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: kosten auf langersicht!

Beitragvon Einhorn64 » Fr Nov 01, 2019 9:45

Dein Kollege hat Recht, lass zumindest ein Teil der Grassilage in Wickelballen machen, dann kannst du Kosten/Nutzen abschätzen.
Bei dem teuren Fahrsilobau kommt ja auch noch die Ausbringung des Sicker/Regenwassers hinzu- in 5 Jahren kannst du es für ca 4€/m³ in die Erde drücken lassen(ohne weiten Transport),
dann die wankelmütigen Behörden die auf einmal der Meinung sind das die teuer gebauten Anlagen doch nicht mehr den Anforderungen entsprechen usw...
Schau nach nem guten Lohner, am besten mit einer 25Messer Wickelkombi(bzw Rundballenpresse mit folgendem Wickler), pass auf das genug Folie gewickelt wird, dann sollte das Klappen.
Wenn das absolut nicht gefällt oder in deinen Betrieb passt, dann kannst ja die Siloanlage bauen, aber andersrum geht es nicht so einfach...
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon Kirchberg » Fr Nov 01, 2019 10:45

Hallo,

hab ich vor kurzem gesehen, es gibt auch Schlauchballenwickler.
Find ich gar nicht so schlecht.

Beispiel:
http://ernst-hacklaender.de/werksvertre ... tml#artike

Ähnlich wie früher die Schlauchsilos. Man braucht halt Platz.
Aber "normaler" Transport der Ballen und weniger Folie.
Hab nur noch keinen Lohner in meiner Nähe gefunden, der sowas hat.

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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon T5060 » Fr Nov 01, 2019 11:41

Naja ich würde erst mal einen 1.000 cbm Behälter und keine Lagune bauen, die Silage die nächsten 10 Jahre wickeln. Halt alles scheibchenweise wie Geld da ist und wie es zur Steuer passt.
Ebenso und das müssen Bauern wieder lernen, Kooperationen prüfen. Die Zeiten hochherrschaftlichen Wirtschaftens sind vorbei. Du bist nicht der einzige in deiner Ecke der das Problem hat.
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon Cowboy74 » Fr Nov 01, 2019 11:56

Schlauchwickler kannst du in Niedersachsen vergessen. Gilt wie Fahrsili. Also passende Platte. Bleibt en nur Wickelballen die ohne Platte zulässig sind.
Deutz statt Fendt - das ist der Trend. ;-)
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon Hans Söllner » Fr Nov 01, 2019 11:57

In der top agrar war dieses Jahr erst wieder eine Berechnung drin, die Ballensilage hat schon bis zu einer größeren Kuhzahl Kostenvorteile, speziell wenn man sich eben auch einen Neubau dadurch sparen kann. Dazu kommt ja dann noch deine Ausgleichsfläche usw.
Die Presswickelkombi anzuschaffen kostet einen Batzen Geld im Falle der Eigenmechanisierung. Der eigene Ladewagen allerdings auch. Vorteil ist eben dass man die Arbeit im Einmannverfahren schaffen kann. Bei unbeständiger Wetterlage mäht man eben mal nur die Hälfte. Minderwertigeres Futter kann man getrennt verfüttern. Das Theater mit dem Siloabdecken entfällt, das sind schon eine Menge Vorteile. Dafür kommt hald das ganze Ballenhandling dazu. Ein Silonetz als Untergrund ist schon ratsam gegen die Mäuse. Plastikmüll wird leider mehr verursacht. Wegen der Maissilage kommt man um den leidigen Sickersaftbehälter nicht drum rum. Das Sickerwasser bzw. Regenwasser kann man zum Spalten spühlen oder Güllekanal spühlen nutzen, dann muss man nichts aus dem Teich ansaugen :wink:
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

https://www.youtube.com/@KanalPaterPio
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon böser wolf » Fr Nov 01, 2019 11:59

Gibt es bei euch in der Umgebung nicht einen Lohner der Schlauchsilagepresse hat ?
Nach den letzten geistigen Ergüssen der GroKo, Tierwohl , agrarumweltpaket klimapaket würde ich diese Investition so lange es geht auf Eis legen wie es geht.
Genau so würde ich mir zur Zeit keine neue pflanzenschutzspritze kaufen .
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon joke31 » Fr Nov 01, 2019 11:59

T5060 hat geschrieben:Naja ich würde erst mal einen 1.000 cbm Behälter und keine Lagune bauen, die Silage die nächsten 10 Jahre wickeln. Halt alles scheibchenweise wie Geld da ist und wie es zur Steuer passt.
Ebenso und das müssen Bauern wieder lernen, Kooperationen prüfen. Die Zeiten hochherrschaftlichen Wirtschaftens sind vorbei. Du bist nicht der einzige in deiner Ecke der das Problem hat.

Hatten wir auch erst vor von Wolf ein behälter hinzusetzen
aus jucks haben wir mal ein Angebot über eine Lagune geben zulassen
da stauten wir nicht schlecht, das die lagune 20000€ billiger ist als der Betonpott
daher haben wir uns für die lagune entschieden

zum Thema schlauchsilage, ich habe bei uns noch kein gefunden der das bei uns anbietet
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon Cheffe » Fr Nov 01, 2019 12:01

Hatte ich mir auch angeguckt, find ich prinzipiell gut das System, jedoch scheiterte es bei uns daran, dass trotzdem eine komplette Silo Platte dafür gebaut werden müsste, inklusive Auffangen des Wassers. Bei Wickelballen ist das nicht so.

Wie ist bei euch die rechtliche Lage? Bei uns nach gilt nach neuer AwSV und TR die Fachunternehmerpflicht, das heißt selbst kann man gar nichts mehr machen, jedes Bauteil braucht ne Typgenehmigung und unter die Anlage muss eine komplett verschweißte, Dichte Folie. Mir erscheinen daher die 100000 für 2500m2 noch sehr gering geschätzt.
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon Stoapfälzer » Fr Nov 01, 2019 12:16

Ich bin der Meinung in 10 Jahren bauen wir alle wieder Harvestore Hochsilos bzw Tiefsilos weil etweder von den Behörden nichts anderes mehr genehmigt wird oder die Kosten des Sickerwassers alles in die Höhe treiben.

Gibt übrigens die ersten Behörden die verlangen das auch auf dem Lagerplatz der Siloballen alles Wasser aufgefangen werden muss.

Evtl sollte man auch über 3 meter Höhe Fahrsilos die überdacht sind nachdenken.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon böser wolf » Fr Nov 01, 2019 12:46

Cheffe hat geschrieben:Hatte ich mir auch angeguckt, find ich prinzipiell gut das System, jedoch scheiterte es bei uns daran, dass trotzdem eine komplette Silo Platte dafür gebaut werden müsste, inklusive Auffangen des Wassers. Bei Wickelballen ist das nicht so.

.


Bei uns hat sich vor 3 jahren ein lohner in dieser Richtung technisiert , weil es den wenigen tierhaltenenbetrieben es so geht wie joke , und er selber eine bga betreibt .
Inzwischen ist es wohl so wie es meine Vorschreiber sagen , das in Niedersachsen auch da die Vorschriften angepasst werden .
Bei uns ist der Landkreis die Aufsichtsbehörde und die ist bei ihren Kontrollen sehr gemäßigt :mrgreen: .
Aber manchmal kommen von gewissen Leuten dann auch mal Anzeigen und spätestens dann wird es streng behördlich .
Ich glaube fast das es bei den rundballen auch nich.t mehr lange dauert bis die selben Richtlinien gelten wie für ein fahrsilo .
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon joke31 » Fr Nov 01, 2019 12:59

Cheffe hat geschrieben:Hatte ich mir auch angeguckt, find ich prinzipiell gut das System, jedoch scheiterte es bei uns daran, dass trotzdem eine komplette Silo Platte dafür gebaut werden müsste, inklusive Auffangen des Wassers. Bei Wickelballen ist das nicht so.

Wie ist bei euch die rechtliche Lage? Bei uns nach gilt nach neuer AwSV und TR die Fachunternehmerpflicht, das heißt selbst kann man gar nichts mehr machen, jedes Bauteil braucht ne Typgenehmigung und unter die Anlage muss eine komplett verschweißte, Dichte Folie. Mir erscheinen daher die 100000 für 2500m2 noch sehr gering geschätzt.

Die Lagune wird komplett fertiggestellt nur den Bagger müssen wir besorgen
gebaggert wird 150-160cm tief mit dem aushub wird dann ein Deich geformt von 150cm Höhe
so das wir auf ca. 3m Tiefe kommen.
Zur Siloplatte die Betonplatten sind schon da nur wir haben es 2012 versäumt die nachträglich genehmigen zulassen, die Platten sind über 25jahre alt
und dieses wollen wir nun als "neue Baustelle" beantragen bzw. die sache läuft nun bis 2021 haben wir Zeit
Bei uns sind schon viele umgestiegen auf wickelballen weil die Platten von den Schnüfflern stillgelegt wurden
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Re: Fahrsilo oder Wickelballen: Kosten auf lange Sicht!

Beitragvon joke31 » Fr Nov 01, 2019 13:04

böser wolf hat geschrieben:
Cheffe hat geschrieben:Hatte ich mir auch angeguckt, find ich prinzipiell gut das System, jedoch scheiterte es bei uns daran, dass trotzdem eine komplette Silo Platte dafür gebaut werden müsste, inklusive Auffangen des Wassers. Bei Wickelballen ist das nicht so.

.


Bei uns hat sich vor 3 jahren ein lohner in dieser Richtung technisiert , weil es den wenigen tierhaltenenbetrieben es so geht wie joke , und er selber eine bga betreibt .
Inzwischen ist es wohl so wie es meine Vorschreiber sagen , das in Niedersachsen auch da die Vorschriften angepasst werden .
Bei uns ist der Landkreis die Aufsichtsbehörde und die ist bei ihren Kontrollen sehr gemäßigt :mrgreen: .
Aber manchmal kommen von gewissen Leuten dann auch mal Anzeigen und spätestens dann wird es streng behördlich .
Ich glaube fast das es bei den rundballen auch nich.t mehr lange dauert bis die selben Richtlinien gelten wie für ein fahrsilo .
der Staat findet schon ein weg wo die schön abkassieren können
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