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Fördergelder für Selbstversorgung?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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56 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon neuhippie » Di Mär 29, 2011 22:17

Hallo allerseits,

Erstmal - ich hoffe dass ich jetzt hier im richtigen Unterforum schreibe...?

Also, Ich bin noch kein Landwirt, aber wohl demnächst. Ich und ein paar weitere Leute planen Selbstversorgung zu betreiben, vielleicht mit kleinem Überschuss zum Verkaufen. Unsere Überlegungen fangen mehr oder weniger grad erst an, ernsthaft zu werden, unser Enthusiasmus ist nicht durch irgendwelche Ahnung von der Materie getrübt... :lol:

Natürlich hätte ich Fragen ohne Ende, aber speziell eine wäre jetzt direkt für den Anfang unserer Planungen interessant, vielleicht könnte mir jemand einen Tip geben - Gibt es Fördergelder, die man für derartige Landwirtschaft im kleinen Rahmen beantragen könnte? Vielleicht auch spezielle Förderung für 'ökologische Landwirtschaft' in demselben kleinen Rahmen?
(ich bin schon auf ELER und EGFL gestossen, habe aber noch nicht rausfinden können ob sowas für ein Kleinprojekt wie das unsere in Frage käme...)
Auch überlegt haben wir den Anbau 'alter' Obstsorten, eventuell gibt's ja für sowas auch Förderungen?

Das Ganze wird vermutlich in einem der östlichen Bundesländer stattfinden, der besseren Landpreise wegen. Wir haben allerdings noch kein Grundstück, daher kann ich nicht genau sagen in welchem Bundesland...

Vielleicht gibt es ja auch hier im Forum noch andere Selbstversorger, die uns ein paar Tips geben könnten? (Also, an sich sind natürlich alle Tips für so einen Start willkommen, aber ich denke mal dass zB nur ein Selbstversorger weiss, wieviele quadratmeter Fläche man für eine vollständige Selbstversorgung pro Person rechnen sollte, oder?)

Gruss aus (noch) Bonn,
Joerg
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon joschka » Mi Mär 30, 2011 8:29

Zuschüsse gibts je nach Bundesland für nahezu sämtliche Investitionen in der Landwirtschaft wenn ich richtig informiert bin. Leider auch noch für konventionelle Landwirtschaft. Zuschüsse gibts viele. Angefangen von bedrohten Rinderassen bis hin zu fast sämtlichem Anbau.
Zuschüsse gibts in vielen Formen für erneuerbare Energien nicht nur bezogen auf Landwirtschaft.
Je nach Bundesland angefangen über eine Holzheizung, Erdwärme, über Solar fürs Warmwasser oder Wärmeschutz oders selbsterzeugter Strom für den Eigenbedarf. Einfach mal bei zuständiger Stelle nachfragen.
Besonders die Grünen sind hier den restlichen Parteien um Lichtjahre voraus was diese ökoligischen Förderungen betrifft. Da die Grünen zusehends zulegen hoffe ich das sich diese Fördersätze in Richtung Ökologie ändern werden.
joschka
 
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon SHierling » Mi Mär 30, 2011 9:00

Ohne Konzept / Businessplan fördert Dich mal gar keiner. Und die meisten Fördermittel sind auf existenzfähige Betriebe ggf auch unter fachkundiger Leitung beschränkt, also nicht auf Laien und Selbstversorger (Privatentnahmen sind halt etwas anderes als Verkauf).

Die Fördermittel für Erhaltungszucht ("alte Rassen") sind eher eine Anerkennung als eine Förderung und betreffen im wesentlichen die Zucht der Tiere, nicht die Vermehrung und Vermarktung. Nur mal als Beispiel: für reinrassige Herdbuch-Skudden zB zahlt das Land Brandenburg 25€ im Jahr, das reicht nicht mal für das Pressen des Heus, was die Skudde frißt, und für die Haltung eines HB-Sattelschwein-Ebers gibts 50.-€, davon kannst Du dem auch keine Hütte bauen, - Joschka hat da offenbar keinerlei Vorstellungen von der Realität (wie die meisten Grünen).

Wenn ihr das vernünftig anfangen wollt, dann solltet ihr als allererstes mal eine Liste der Dinge aufstellen, die ihr braucht, bzw mit denen ihr euch selbst versorgen wollt, und zwar anhand dessen, was ihr jetzt verbraucht. Also einen Ernährungsplan aufs Jahr, besser auf zwei, drei Jahre gesehen (Fruchtfolge!). Das stellt ihr zusammen, dann streicht ihr die Dinge weg, die hierzulande nicht wachsen, und ggf markiert ihr die Sachen, die hier nur teurer wachsen als im Laden, die ihr aber trotzdem haben wollt.

Mit der Liste könnt ihr dann wiederkommen, und man kann euch helfen, den Bedarf an Fläche/Maschinen/Gebäude /Arbeitszeit bei entsprechendem Boden sagen.

Und wenn das steht, könnt ihr daran denken, wo noch Zeit/Arbeit/Geld über ist, um Dinge ggf zu vermarkten oder eine Vermarktung miteinzubeziehen
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon xyxy » Mi Mär 30, 2011 9:47

Für den Anfang würd auch sowas genügen, zum üben allemal: http://www.meyer-shop.com/item/1040510/ ... 500-l.html
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon SHierling » Mi Mär 30, 2011 10:01

Sowas gibts auch komplett mit Erde und Saat + Anleitung:
http://gutesaat.kielimwandel.de/wordpress/?page_id=21

Nicht falsch verstehen: ich bin durchaus dafür, daß Leute sich zunehmend selbst versorgen, anders lernen sie ja doch nie, die "gängigen Vorurteile" über Landwirtschaft mal abzubauen. Und hier im Osten steht genug leer - es denkt nur keiner darüber nach, WARUM ;-)
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon Obelix » Mi Mär 30, 2011 13:05

neuhippie hat geschrieben: ... Ich und ein paar weitere Leute planen Selbstversorgung zu betreiben, vielleicht mit kleinem Überschuss zum Verkaufen. ...

Warum machst Du nicht erst mal 2-3 Jahre einen Schrebergarten, um einschätzen zu können, was an Arbeit und an Rückschlägen euch erwartet?

neuhippie hat geschrieben: ... Gibt es Fördergelder, ... ? Vielleicht auch spezielle Förderung für 'ökologische Landwirtschaft' in demselben kleinen Rahmen? ...

Wenn man Selbstversorger werden möchte, ist dass eine grundlegende, langfristige und weitreichende Entscheidgung für die Zukunft, die sehr sehr viel körperliche, anstrengende, bückende Arbeit bedeutet. Da sollte man in den Planungen Fördermittel außenvor lassen, da die nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellen.

neuhippie hat geschrieben: ... den Anbau 'alter' Obstsorten ...

Was willst Du die ca. 10 Jahre machen, bis Dein heute neu gesetzter Obstbaum überhaupt anfängt, nennenswerten Ertrag zu bringen?

neuhippie hat geschrieben: ... Das Ganze wird vermutlich in einem der östlichen Bundesländer stattfinden, der besseren Landpreise wegen. ...

Du bekommst, was Du bezahlst. Je billiger, desto sandiger und desto weniger Ertrag. Wieviel Bodenpunkte soll die Wunschfläche denn haben?

neuhippie hat geschrieben: ... Vielleicht gibt es ja auch hier im Forum noch andere Selbstversorger, die uns ein paar Tips geben könnten? (Also, an sich sind natürlich alle Tips für so einen Start willkommen, aber ich denke mal dass zB nur ein Selbstversorger weiss, wieviele quadratmeter Fläche man für eine vollständige Selbstversorgung pro Person rechnen sollte, oder?) ...

Ich frage mich bei solchen Beiträgen immer, warum Ihr bisher noch nichts in kleinem Rahmen angebaut oder gezüchtet habt. Ich meine so im Garten, Dachgarten, Balkon, Schrebergarten oder einer kleinen Fläche auf dem Lande in der Nähe von Bonn?

Warum nicht erstmal als Hobby mit 10 % beginnen und erste Erfahrungen sammeln. Warum direkt mit 100 % ohne Ahnung gegen die Wand.

Grüße
Obelix
 
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon Obelix » Mi Mär 30, 2011 13:29

SHierling hat geschrieben: ... als allererstes mal eine Liste der Dinge aufstellen, ... mit denen ihr euch selbst versorgen wollt, und zwar anhand dessen, was ihr jetzt verbraucht. ... dann streicht ihr die Dinge weg, die hierzulande nicht wachsen, und ggf markiert ihr die Sachen, die hier nur teurer wachsen als im Laden, die ihr aber trotzdem haben wollt. Mit der Liste könnt ihr dann wiederkommen ...


Guter Tipp, Brigitta.

Meiner Ansicht nach macht es überhaupt keinen Sinn, sich komplett mit allem selbstversorgen zu wollen.
Man muß auswählen, was man selbst macht, wovon man etwas mehr, dass man dann tauschen kann und was man nicht selbst macht.

Beispiel von mir:
a.) Hühner / Eier - habe ich Übermengen, die ich verkaufen kann.
b.) Äpfel / Pflaumen - ausreichend für die Familie, auch für Saft. (Anlaufzeit 5 Jahre)
c.) Honig - habe ich Übermengen, die ich verkaufen kann. (Kann ich beginnendem Selbstversorger nicht empfehlen, da immer wieder herbe, demotivierende Rückschläge bei Anfängern. Ferner recht teuere Grundausrüstung notwendig.)
d.) Brennholz - habe ich Übermengen, die ich verkaufen kann. (Wald ist z.T. noch von mein Urgroßvater angepflanzt worden und ich bin selbst auch schon alt.)
e.) Gemüse/Salat/Kartoffel - baue ich nicht an, da zu billig im Handel
f.) Schweine-/Rindfleisch - mache ich nicht.
g.) Birnen / Kirschen - nur alle 2-3 Jahre Ertrag.
usw.

Die Liste ist mindestens 10 - 20 mal solang, wie hier begonnen.

Ich denke, die finanziell notwendigen Investitionen für eine Selbstversorgung werden vollkommen unterschätzt. Die meisten, die ich kenne haben die Selbstversorung neben einem gutbezahlten Job als teueres Hobby über Jahrzehnte hinweg langsam nach und nach aufgebaut.

Grüße
Obelix
 
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon Hoschscheck » Mi Mär 30, 2011 13:49

http://selbstversorgerforum.de/viewtopic.php?f=3&t=6583
Da ja hier gerne mal von lebenslangen und bedrohlichen Schulden die Rede ist, durch die man seines Lebens nicht mehr froh wird :wink: , will ich hier einmal darstellen, mit welchen Beträgen jetzt tatsächlich gerechnet werden können.

oder (Seite 3)
vielleicht interessiert es ja jemanden, mein weg sieht wie folgt aus



Mancheiner lebt gar nicht mehr in D, viele schon auf dem Mond, einige sogar schon dahinter.


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BildBild Gianni Infantino ist neuer Fifa-Präsident! Blatter musste gehen, aber ging seine Gangart?
Probezeit bestanden! gez. Kanzlei Mossack Fonseca, Panama.
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon frank1973 » Mi Mär 30, 2011 13:59

Obelix hat geschrieben:Meiner Ansicht nach macht es überhaupt keinen Sinn, sich komplett mit allem selbstversorgen zu wollen.
Man muß auswählen, was man selbst macht, wovon man etwas mehr, dass man dann tauschen kann und was man nicht selbst macht.

Beispiel von mir:
a.) Hühner / Eier - habe ich Übermengen, die ich verkaufen kann.
b.) Äpfel / Pflaumen - ausreichend für die Familie, auch für Saft. (Anlaufzeit 5 Jahre)
c.) Honig - habe ich Übermengen, die ich verkaufen kann. (Kann ich beginnendem Selbstversorger nicht empfehlen, da immer wieder herbe, demotivierende Rückschläge bei Anfängern. Ferner recht teuere Grundausrüstung notwendig.)
d.) Brennholz - habe ich Übermengen, die ich verkaufen kann. (Wald ist z.T. noch von mein Urgroßvater angepflanzt worden und ich bin selbst auch schon alt.)
e.) Gemüse/Salat/Kartoffel - baue ich nicht an, da zu billig im Handel
f.) Schweine-/Rindfleisch - mache ich nicht.
g.) Birnen / Kirschen - nur alle 2-3 Jahre Ertrag.
usw.
Meiner Ansicht ist sich selbst zu versorgen gar keine so schlechte Idee,wenn man sich keine Illusionen macht was für einen Aufwand da auf einen zu kommt.Wenn man bei jeder Arbeit die man zu Hause macht einen Stundenlohn annimmt braucht man die meisten Dinge gar nicht anzufangen.Wenn ich ein Zimmer Tapeziere brauche ich mit Sicherheit länger als ein Profimaler aber das Geld habe ich trotzdem nicht für den Maler ausgegeben.Und ob man die Zeit mit sonstigen Hobby´s verbringt oder auf dem Feld und sich freut daß das was man angepflanzt hat schön wächst und gedeiht ist wie ich finde doch ein Riesenunterschied.Ich finde es jedenfalls Grundsätzlich nicht schlecht was die da vorhaben.
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon SHierling » Mi Mär 30, 2011 14:48

Ich denke, die finanziell notwendigen Investitionen für eine Selbstversorgung werden vollkommen unterschätzt. Die meisten, die ich kenne haben die Selbstversorung neben einem gutbezahlten Job als teueres Hobby über Jahrzehnte hinweg langsam nach und nach aufgebaut.

Meiner Erfahrung nach gibt es inzwischen zwei Sorten "Selbstversorger" - immer im Rahmen dessen, was man tatsächlich machen kann.
EInmal die, die das schon "von klein auf kennen" und/oder über Bekanntschaft / Verwandtschaft auf dem Land mit den Gegebenheiten auf dem Land vertraut sind, oder über ihren Beruf eh mit der Materie vertraut sind. Da gibts zwar auch immer wieder Lücken und Probleme, aber das läuft so mehr oder weniger vor sich hin. Da hat aber auch niemand den Anspruch, unbedingt möglichst autark leben zu wollen, das "ergibt sich einfach so", der Garten ist halt da, die Hühner auch, oder die Kaninchen, oder beides, hier in der Gegend sind auch noch viele, die ein, zwei Schweine oder ein, zwei Kälber großmachen für sich selber. Verkauft wird nichts, weil in den Gegenden, wo sowas läuft, sowieso jeder Hühner hat, oder es geht mal was für ein Taschengeld an Nachbarn weg. SOlche Leute sind aber eher selten in Foren zu finden, es sei denn für irgendwelche Spezialfragen, mal überfallen den einen Kokzidien, oder der andere hat Ärger mit schorfigen Kartoffeln, oder es gibt mal ne neue Sorte - alles andere läuft.

Und dann gibt es die, die selber überhaupt keine Ahnung, keine Vorstellung und keine Beziehung zum Land haben, aber über Schule, Werbung, Medien, Parteien und Verbände soweit "erzogen" worden sind, daß ihnen die Vorstellung von Land vertraut ist, und weil die so rosig aussieht, zu so einer Art "Lebenstraum" wird. Das ist nicht von grund auf schlecht, aber das sind dann eben auch die, die mit den Bambi-Vorstellungen von Omas Hühnern daherkommen, die "sich ihr Futter im Garten suchen", oder bei denen das Gemüse von selber wächst, keinen Dünger und keinen Pflanzenschutz braucht, wenn sie nur genug "alte Sorten" benutzen. Und bei solchen Leuten kommts dann einfach auf die Einstellung an: wer tatsächlich was lernen will, der kann sich sowas auch geplant und gezielt aufbauen.
Aber dazu ist eben die allererste Voraussetzung auch die, das man weiß, was man überhaupt braucht, und zwar tatsächlich, nach Anzahl und Gewicht. Ist wirklich jedesmal völlig verblüffend, wie viel Leute "ihre Lebensmittel selber herstellen wollen", aber gar nicht wissen, was sie essen. Das geht los mit "wieviel Kartoffeln im Jahr" sollen es denn sein? Und hört nicht damit auf, das ein Schwein nicht nur Koteletts hat, sondern auch Pfötchen, und Flomen, und Speck, und einen Kopf hats auch. Kopfsülze mag aber keiner - die bekommt dann der Hund, der in der ganzen Rechnung vorher gar keine Rolle gespielt hat ^^.

Grundsätzlich ist das wirklich eine gute Idee, für jeden, auch wenn es nur ein nettes Hobby auf dem Resthof bleibt. Aber so die Sorte Leute, die glauben, sie könnten auf 20 ha Landwirt spielen und davon leben, haben sich meistens einfach nicht überlegt, warum genau solche Betriebe und Flächen zum Verkauf stehen.
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon neuhippie » Mi Mär 30, 2011 15:15

Wow, so viele interessante Tips und Anregungen, dafür schonmal vielen Dank, werde ich gleich nochmal in Ruhe durcharbeiten...

Wollte nur noch kurz hinterherschieben dass ich schon ein bisschen Schrebergartenerfahrung habe, mit Radieschen, Rettich, Salat und diversen Kräutern - weit weit weg von Landwirtschaft, aber sozusagen der allererste Einstieg ist schon da.

Ihr habt natürlich absolut Recht, dass das mit den Fördergeldern eigentlich eine eher unwichtige Frage ist.

Aber bei den ganzen 'wichtigen' Fragen haben wir immerhin schonmal eine Idee, wie man da rangeht, bei der Frage nach möglicher Förderung hingegen steht man wie ein Ochs vor'm Berg. Bei einer Kartoffel weiss ich, sie braucht Boden, Wasser, Licht, ich muss sie zu bestimmten Zeiten aussäen und kann sie später ernten. Bei Fördergeldern haben wir nicht den Schatten einer Ahnung, und haben halt gedacht, es wäre ja möglich, dass es sowas gibt, und wenn wir sowas nutzen könnten, warum sollten wir's dann nicht tun.

Hm, dass es nicht sinnvoll ist, sich komplett mit allem selbst zu versorgen scheint mir auch so, zB Getreideanbau wird sich vom Aufwand her kaum lohnen (schon gar nicht ganz am Anfang), wenn man bedenkt wie billig Mehl im Laden ist.

@ SHierling: danke auch für den Beitrag, kritische Selbstbetrachtung wird auf jeden Fall noch nötig sein bei uns. 20 ha geht allerdings _sehr_ weit über das hinaus, was wir im Moment an Flächenbedarf schätzen, wir gehen so ganz grob von 1000qm pro Person aus im Moment.
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon SHierling » Mi Mär 30, 2011 15:34

20 ha geht allerdings _sehr_ weit über das hinaus, was wir im Moment an Flächenbedarf schätzen, wir gehen so ganz grob von 1000qm pro Person aus im Moment.

Das ist dann ein netter (fleischloser) Hausgarten ;-)
Hat eher nix mit Landwirtschaft zu tun.

Wie gesagt: solange ihr gar nicht wißt, was ihr pro Jahr verbraucht und anbauen wollt, ist eine Schätzung der Fläche völlig sinnlos.
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon TLH » Mi Mär 30, 2011 16:39

ein netter (fleischloser) Hausgarten
ganz ohne Regenwürmer? :wink:
Ist ne Frage der Definition: Selbstversorger würde ich mich nur nennen wollen wenn ich NICHT auf Fördergelder angewiesen bin bei so einem Projekt
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon SHierling » Mi Mär 30, 2011 17:03

Regenwürmer gelten nicht als fleischliefernde Tiere, glaub ich.

Und ja, wie weit die Selbstversorgung gehen soll muß man halt vorher abklären.
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Re: Fördergelder für Selbstversorgung?

Beitragvon stamo » Mi Mär 30, 2011 17:14

neuhippie hat geschrieben:Aber bei den ganzen 'wichtigen' Fragen haben wir immerhin schonmal eine Idee, wie man da rangeht, bei der Frage nach möglicher Förderung hingegen steht man wie ein Ochs vor'm Berg. Bei einer Kartoffel weiss ich, sie braucht Boden, Wasser, Licht, ich muss sie zu bestimmten Zeiten aussäen und kann sie später ernten. Bei Fördergeldern haben wir nicht den Schatten einer Ahnung, und haben halt gedacht, es wäre ja möglich, dass es sowas gibt, und wenn wir sowas nutzen könnten, warum sollten wir's dann nicht tun.
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