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Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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63 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Welfenprinz » Fr Okt 14, 2016 21:37

Ja,die Betriebskonstruktion spielt auch ne Rolle.
-;))
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon wastl90 » Fr Okt 14, 2016 22:07

marius hat geschrieben:
wastl90 hat geschrieben:
Das ist klar dass bei der Menge an Maschinen regelmäßig Ersatzbeschaffung mit einkalkuliert werden muss. Aber das sollte doch in erster Linie über die Abschreibung zu finanzieren sein. Oder wie soll der LU dann mal Geld verdienen?


So ein altes Gelump kann sich doch heute keiner mehr leisten. Die Maschinen müssen in der Ernte laufen egal ob beim Landwirt oder Lohner.
Und alte Maschinen sind anfällig und kosten deshalb auch richtig Geld. Ein Landwirt im Ort hatte neulich mit seinem 15 Jahre alten Agrotron mit ich glaub 80 PS einen Getriebeschaden. Da war ein 5-stellliger Betrag fällig und dann hat er immer noch eine alte Krücke.

Das ist klar und das behaupte ich ja auch gar nicht. Aber das ist ja kein Grund für niedrige Gewinne. Die Maschinen sollen ja Gewinn abwerfen und so mind. Die Kosten (AFA) einfahren
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon wastl90 » Fr Okt 14, 2016 22:09

Welfenprinz hat geschrieben:Hans,ich weiss nicht wie das bei euch aussieht,aber bei den grösseren LU,die ich kenne,bedeutet “neue Maschine“ nicht Zwangsläufig gleich “Investition“.
Von den 20 Schleppern sind zwischen einem und vier gemietet,je nachdem wie die saisonale Auslastung dort ist.

50000 find ich für so einen Betrieb auch erschreckend wenig.
Nur Landwirtschaft oder auch in Baustellen und Landschaftspflege unterwegs?

Hauptsächlich in der Landwirtschaft. Aber selbst bei den ganz Großen sieht es nicht so rosig aus
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon wastl90 » Fr Okt 14, 2016 22:18

Welfenprinz hat geschrieben:Ja,die Betriebskonstruktion spielt auch ne Rolle.
-;))

Hab ich mir auch gedacht ja. Aber auch das Finanzamt sagt mal Stop wenn du dir ein unverhältnismäßiges Auto auf den Hof stellst, dann wird eben ein Privatanteil angerechnet.
Das Gehalt kann ich leider nicht beurteilen, aber auch hier sind irgendwo Grenzen Gesetzt bzw. Es ist ja nicht unbedingt sinnvoll da ja auch dieses Geld versteuert werden muss und so ja nur eine andere Art der Versteuerung ist.
Natürlich kann die Miete für Gebäude hoch angesetzt werden aber das hält sich auch in Grenzen. Für mich müsste der Gewinn jetzt irgendwo beim vierfachen sein damit ich sage das ist irgendwo angebracht bzw. Mit solch einen Ergebnis hätte ich jetzt auf alle Fälle gerechnet.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon T5060 » Fr Okt 14, 2016 22:22

Die Branche ist extrem testoterongesteuert - dicker, breiter, grüner.
Nach Kosten hat keiner mehr gefragt, die Bauern haben und sollten es zahlen.
Auch bei den LU ist die Party nun vorbei.
Jetzt ist kostenmanagement und marktbereinigung angesagt, wie bei den herstellern auch.

Die LU sind ohne hin nur eine Zwischenlösung für
- aufgebende Betriebe die nimmer investieren wollen
- für wachsende Betriebe denen Personal und Geld für die Eigenmechanisierung fehlt

Die Fläche sinkt und die maschinenleistungen steigen.
Wenn die CashCow Klärschlamm wegfällt, gehen richtig die Lichter aus
und der Wachstumsmarkt Biogas ist schon seit 4 Jahren tod.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Müller-U » Sa Okt 15, 2016 0:26

Die Nachfrage bei den Landwirten ist allerdings auch immer nach den neuesten und größten Maschinen bei den Lohnern, ältere oder kleine Maschinen beim Unternehmer gelten als rückständig. In wirtschaftlich schlechten Zeiten müssen die LUs auch gerne als Liquiditätspuffer herhalten, nach dem Motto: Du musst sofort kommen, zuverlässig gute Arbeit verrichten, deine Rechnung bezahle ich allerdings erst, wenn ich wieder flüssig bin, das kann aber einige Monate dauern, wenn überhaupt. Ich möchte nicht wissen, wie hoch die Außenstände der meisten LUs sind. Gerade in diesem Jahr habe ich jedenfalls meine Erfahrungen in dieser Richtung gemacht-
Zuletzt geändert von Falke am Sa Okt 15, 2016 9:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat des direkt vorangegangenen Beitrags gelöscht ...
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Milchtrinker » Sa Okt 15, 2016 8:50

Die Nachfrage bei den Landwirten ist allerdings auch immer nach den neuesten und größten Maschinen bei den Lohnern, ältere oder kleine Maschinen beim Unternehmer gelten als rückständig.



... mich würde jetzt mal interessieren, wo - in welcher Region - das so ist !!!

Das würde ja bedeuten, dass der LU mit der neuesten Maschine die letzte Arbeit abliefern kann und alle sind Happy, währen der LU mit der älteren Maschine, sauber arbeitet aber nicht zum Zug kommt, weil er alte Maschinen hat !!! ... WO ist das so ???
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Lüpi » Sa Okt 15, 2016 9:08

Das ist wahrscheinlich nirgendwo so, aber die Erfahrung dass bei den Lohnunternehmen die neusten Fendts und John Deere auf dem Hof stehen habe ich auch gemacht. In den Maiskolonnen sieht mans doch. Und dann kommt halt noch die Kundschaft, die hier schon angesprochen wurde..am besten kommt der Lohner sofort..aber bezahlen..ist jetzt gerade halt schlecht. Ich hab eine Zeitlang im Lohn gedroschen und presse heute noch..ich weiß von was ich rede.


Hier bei uns könnte ich sofern nötig 4 Lu's in der Nähe anrufen..und alle würden sie kommen. Der Preisdruck in der Branche ist enorm geworden..hier gab's mal einen kleineren, der hat Aufträge ausgeführt und Angebote gemacht nur um bei den anderen mithalten zu können..der hat teilweise nicht einen Cent verdient..irgendwann hing er dann mit dem Kopf zuerst an der Wohnzimmerdecke....


Gruß Lüpi
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Paule1 » Sa Okt 15, 2016 11:23

Wenns es den Lohnunternehmern schlecht geht ist da doch ein Zeichen von Überkapazitäten, oder sehe ich da was völlig falsch :roll:

Somit ist Eigenmechanisierung ein Blödsinn :idea:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Stefan26AN » Sa Okt 15, 2016 11:52

Warum bei den Lohnunternehmen oft die neuesten Fendt auf den Hof stehen ist doch ganz einfach...

Die neuen Fendt werden so lange gefahren wie die Werksgarantie gilt, denn in der Zeit kostet es den Lohnunternehmer nix wenn Getriebe usw. getauscht werden.
Nachdem die Werksgarantie um ist werden die Schlepper zu einem noch relativ hohen Marktpreis (weil ja Fendt draufsteht) abgestoßen.

Ich kenne einige Lohnunternehmer die das so betreiben und im Schnitt gut fahren...
Für Sie ist das günstiger als eine Maschine länger zu fahren
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Ferengi » Sa Okt 15, 2016 12:40

Paule1 hat geschrieben:Wenns es den Lohnunternehmern schlecht geht ist da doch ein Zeichen von Überkapazitäten, oder sehe ich da was völlig falsch :roll:

Somit ist Eigenmechanisierung ein Blödsinn :idea:



Ein Problem sind mitunter auch die ganzen "Hobbylohner"...
Also die, die nur geils auf Treckerfahren sind, und dafür oft noch Geld mitbringen.
Beispiele dafür gibts hier im Forum ja auch zu genüge.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Estomil » Sa Okt 15, 2016 12:51

Es geht sicher einigen lohnern nicht besonders gut.
Die maschienen sind abartig teuer und die Konkurenz sehr hoch.

Im Getreide sind die dreschtage hier oftmals nurnoch zehn Tage lang. Das geht gsrnicht. Viele drescher kommen Grad mal auf 150-200 ha im getreide.
Raps ist hier selten.
Gute Auslastungen erreichen eigentlich nur die, die körnermais direkt als ccm mahlen können.
Unser lohner hat mit einem seiner drescher die ersten vier Jahre insgesamt 5000ha getreide raps und keinerlei gemacht. Das ging aber auch nur indem konsequent mit überladewagen abgefahren wurde und die maschiene teils Hunderte Kilometer den erntefenstern nachgefshrrn ist.

Neue drescher werden aktuell hier praktisch keine mehr verkauft. Die nächsten zehn Jahre muss erstmal konsolidiert werden.

Bei den treckern gehen besonders die grossen eh zum leasing. Wie man so hört kann man 180ps Schlepper schon für 14€ die Stunde leasen. Das ist natürlich interessant. Nach 500-1000h gibt's dann nen neuen.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Okt 15, 2016 14:24

T5060 hat geschrieben:- für wachsende Betriebe denen Personal und Geld für die Eigenmechanisierung fehlt

Der Lohner nimmt mir für die Erntekette Gras (mähen, schwaden, Häckselkette), für Mais Saatbettbereitung, legen und häckseln, sowie kleineren Angelegenheiten wie Drillkombination Grünlanderneuerung, Mist fahren und die bisschen Bagger anderthalb Cent vom Milchgeld. Dafür können die wenigsten Grünlandbetriebe ihren Krams selbst zusammenschustern. Vor allem wenn die Schlagkraft stimmen soll.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Paule1 » Sa Okt 15, 2016 14:49

Nur Kühe ohne Schlepper fahren ist aber auch kein Leben :mrgreen:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon bauer hans » Sa Okt 15, 2016 14:51

KarlGustav hat geschrieben:
marius hat geschrieben: Ein Landwirt im Ort hatte neulich mit seinem 15 Jahre alten Agrotron mit ich glaub 80 PS einen Getriebeschaden. Da war ein 5-stellliger Betrag fällig und dann hat er immer noch eine alte Krücke.


Das ist bitter.


da hatte einer nicht in den schlepper hinein gehört und umgehandelt oder er hatte keine knete.
mein johnny war 16 und hatte immer mehr kleinigkeiten,da hab ich den verkauft.
wir schaffen uns :mrgreen:
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