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Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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63 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon wastl90 » Fr Okt 14, 2016 18:50

Gestern habe ich ein wenig im Bundesanzeiger gestört. Grund war eine Übersicht über die wirtschaftliche Lage eines Lohnunternehmers zu bekommen, da dieser mit mir eine längerfristige Bindung eingehen wollte und ich bei sochen Summen dann doch gerne einmal in die Bücher einen Einblick nehme.
Was ich gesehen habe war für mich sehr erschreckend. Ein Unternehmeb mit 20 Festangestellten ca. 30 Traktoren und zusätzlich einigen selbstfahrenden Erntemaschinen macht über die letzten Jahre gesehen nur durchschnittlich nicht mal 50.000€ Gewinn? Ich war wirklich erschrocken und habe mir deshalb ein paar vergleichbare LU herausgesucht und analysiert. Auch dort schaut es nicht all zu rosig aus und die Zahlen bewegen sich auf ähnlichen oder gar deutich schlechteren Niveau. Auch bei den wirklich großen sind die Zahlen sehr bescheiden.

Geht es unseren Lohnunternehmern wirklich so schlecht?
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Hans Söllner » Fr Okt 14, 2016 18:56

Häufst du denn dein Geld an um davon dann fleißig Steuern zu zahlen? Das Geld wird immer investiert, investiert, investiert....damit das Finanzamt möglichst wenig davon bekommt.
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon wastl90 » Fr Okt 14, 2016 19:08

Dagegen sprechen zwei Argumente.
1. Sollte doch durch eine Neuinvestition wieder neuer Gewinn generiert werden.
2. Wäre dann doch auch die Eigenkapitallage des Unternehmens besser.

Ps.
Wenn du sinnlose Investitionen als Mittel zur Steuersenkung siehst, dann solltest du evtl. Dringend Nachhilfe in Betriebswirtschaft buchen.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Hans Söllner » Fr Okt 14, 2016 19:40

Wo war die Rede von sinnlosen Investitionen? Weist du für was er sein Geld ausgegeben hat ? Bei 20 Traktoren + Erntemaschinen werden alleine da sicherlich jährlich 2 neue Traktoren bestellt.

Hoffentlich dreht der Lohner den Spieß nicht um und informiert sich über seine Kundschaft zwecks Liquidität.... :wink:
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon wastl90 » Fr Okt 14, 2016 19:46

Hans Söllner hat geschrieben:Wo war die Rede von sinnlosen Investitionen? Weist du für was er sein Geld ausgegeben hat ? Bei 20 Traktoren + Erntemaschinen werden alleine da sicherlich jährlich 2 neue Traktoren bestellt.

Hoffentlich dreht der Lohner den Spieß nicht um und informiert sich über seine Kundschaft zwecks Liquidität.... :wink:

In diesem Fall wäre der Lohnunternehmer der Kunde.
Das ist klar dass bei der Menge an Maschinen regelmäßig Ersatzbeschaffung mit einkalkuliert werden muss. Aber das sollte doch in erster Linie über die Abschreibung zu finanzieren sein. Oder wie soll der LU dann mal Geld verdienen?
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon wastl90 » Fr Okt 14, 2016 19:47

Über meine wirtschaftliche Lage musst du dir sicherlich keine Gedanken machen. Genauso wenig wie über meine Liquidität.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Ferengi » Fr Okt 14, 2016 19:56

Der Konkurrenzdruck ist groß,
die Maschinenpreise inzwischen extrem hoch,
und der Verwaltungsaufwand wird auch immer größer.

Güllefahren und dreschen erledigen z.B. immer mehr Lohner nur noch, um Kunden nicht zu verlieren.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon marius » Fr Okt 14, 2016 20:28

wastl90 hat geschrieben:Gestern habe ich ein wenig im Bundesanzeiger gestört. Grund war eine Übersicht über die wirtschaftliche Lage eines Lohnunternehmers zu bekommen, da dieser mit mir eine längerfristige Bindung eingehen wollte und ich bei sochen Summen dann doch gerne einmal in die Bücher einen Einblick nehme.
Was ich gesehen habe war für mich sehr erschreckend. Ein Unternehmeb mit 20 Festangestellten ca. 30 Traktoren und zusätzlich einigen selbstfahrenden Erntemaschinen macht über die letzten Jahre gesehen nur durchschnittlich nicht mal 50.000€ Gewinn? Ich war wirklich erschrocken und habe mir deshalb ein paar vergleichbare LU herausgesucht und analysiert. Auch dort schaut es nicht all zu rosig aus und die Zahlen bewegen sich auf ähnlichen oder gar deutich schlechteren Niveau. Auch bei den wirklich großen sind die Zahlen sehr bescheiden.

Geht es unseren Lohnunternehmern wirklich so schlecht?


Nicht allen. Hier gibts einen der hat die ein oder andere Villa für seine Kinder gebaut, er hat aber noch eine Werkstatt für Landmaschinen + Handel neben der Lohnarbeit.
Ein anderer Lohnunternehmer hat in dieser Saison nacheinander 2 im Mais angebrachte VA durch den Häcksler gejagt und neben dem Schaden sind natürlich die Erntemaschinen still gestanden. Der soll kurz vor der Pleite stehen
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon marius » Fr Okt 14, 2016 20:36

wastl90 hat geschrieben:
Das ist klar dass bei der Menge an Maschinen regelmäßig Ersatzbeschaffung mit einkalkuliert werden muss. Aber das sollte doch in erster Linie über die Abschreibung zu finanzieren sein. Oder wie soll der LU dann mal Geld verdienen?


So ein altes Gelump kann sich doch heute keiner mehr leisten. Die Maschinen müssen in der Ernte laufen egal ob beim Landwirt oder Lohner.
Und alte Maschinen sind anfällig und kosten deshalb auch richtig Geld. Ein Landwirt im Ort hatte neulich mit seinem 15 Jahre alten Agrotron mit ich glaub 80 PS einen Getriebeschaden. Da war ein 5-stellliger Betrag fällig und dann hat er immer noch eine alte Krücke.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon KarlGustav » Fr Okt 14, 2016 20:45

marius hat geschrieben: Ein Landwirt im Ort hatte neulich mit seinem 15 Jahre alten Agrotron mit ich glaub 80 PS einen Getriebeschaden. Da war ein 5-stellliger Betrag fällig und dann hat er immer noch eine alte Krücke.


Das ist bitter.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Milchtrinker » Fr Okt 14, 2016 21:20

marius hat geschrieben:
wastl90 hat geschrieben:
Das ist klar dass bei der Menge an Maschinen regelmäßig Ersatzbeschaffung mit einkalkuliert werden muss. Aber das sollte doch in erster Linie über die Abschreibung zu finanzieren sein. Oder wie soll der LU dann mal Geld verdienen?


So ein altes Gelump kann sich doch heute keiner mehr leisten. Die Maschinen müssen in der Ernte laufen egal ob beim Landwirt oder Lohner.
Und alte Maschinen sind anfällig und kosten deshalb auch richtig Geld. Ein Landwirt im Ort hatte neulich mit seinem 15 Jahre alten Agrotron mit ich glaub 80 PS einen Getriebeschaden. Da war ein 5-stellliger Betrag fällig und dann hat er immer noch eine alte Krücke.


... ob deine Maschine läuft, hat mMn. wenig mit alter oder neuer Krücke zu tun, vielmehr, wie der Fahrer damit umgeht und wie die Wartung und Pflege wahrgenommen wird !!!

So manch altes, gepfleges Schätzelein fährt - so denke ich - wirtschaftlicher als der neue Schlepper !!!

... so sehe ich auch nicht die Frage, ob der Lohner mit dem neuen Tannengrün der bessere oder der mit der alten Lackierung der bessere ist !!!

In deinem oben genannten Fall:

es stehen beide Hächsler nach dem Verspeisen von Matallteilen - egal, ob zwei Claas 860 BJ 2010 oder zwei neue Claas 980 BJ 2016 ... nur in einem Fall wird es happiger :-)
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Welfenprinz » Fr Okt 14, 2016 21:28

Hans,ich weiss nicht wie das bei euch aussieht,aber bei den grösseren LU,die ich kenne,bedeutet “neue Maschine“ nicht Zwangsläufig gleich “Investition“.
Von den 20 Schleppern sind zwischen einem und vier gemietet,je nachdem wie die saisonale Auslastung dort ist.

50000 find ich für so einen Betrieb auch erschreckend wenig.
Nur Landwirtschaft oder auch in Baustellen und Landschaftspflege unterwegs?
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Ferengi » Fr Okt 14, 2016 21:32

Milchtrinker hat geschrieben:
... ob deine Maschine läuft, hat mMn. wenig mit alter oder neuer Krücke zu tun, vielmehr, wie der Fahrer damit umgeht und wie die Wartung und Pflege wahrgenommen wird !!!

So manch altes, gepfleges Schätzelein fährt - so denke ich - wirtschaftlicher als der neue Schlepper !!!

... so sehe ich auch nicht die Frage, ob der Lohner mit dem neuen Tannengrün der bessere oder der mit der alten Lackierung der bessere ist !!!


Seh ich auch so.
Unser Lohner hat auch nochn 611er Fendt, und zwei 400er Lexion im Einsatz.
Ist eigentlich auch ne gute Werbung.
Da sieht der Kunde gleich das bei dem Lohner keine Gehirnamputierten auf den Maschinen sitzen.
denn sonst wären die Maschinen nicht so alt geworden. :wink:
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Südheidjer » Fr Okt 14, 2016 21:35

Als Unternehmer kann man sich auch arm rechnen. Betriebsgebäude gehören Familienangehörigen und die Miete liegt am oben Ende von dem, was das Finanzamt noch durchgehen läßt. Man selber könnt sich als Geschäftsführer ein üppiges Gehhalt und Alterversorgung und verfährt ähnlich mit der Nachzucht, die möglichst auch im Betrieb untergebracht wird, damit die wie gewohnt versorgt sind. Man nutzt die selben Handwerker im Betrieb und Zuhause und läßt optimiert abrechnen.
Als Firmenwagen gönnt man sich natürlich auch nur Fahrzeuge aus dem Premiumsegment, natürlich wieder für Frau und Nachzucht genauso.
Bei der jährlichen Betriebsversammlung wird den Mitarbeitern dann immer wieder dieselbe Leier erzählt, daß leider kaum was als Gewinn für die Firma übrig geblieben ist und es eine am Gewinn orientierte "leistungsgerechte Vergütung" nicht geben kann.

...ich kenne da so einen Betrieb, bei dem das eventuell alles so "gestaltet" sein könnte :evil:
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Re: Geht es unseren Lohnunternehmern wirlich so schlecht?

Beitragvon Hans Söllner » Fr Okt 14, 2016 21:36

Welfenprinz hat geschrieben:Hans,ich weiss nicht wie das bei euch aussieht,aber bei den grösseren LU,die ich kenne,bedeutet “neue Maschine“ nicht Zwangsläufig gleich “Investition“.
Von den 20 Schleppern sind zwischen einem und vier gemietet,je nachdem wie die saisonale Auslastung dort ist.


Lohnunternehmer in der Größe gibts hier garnicht. Mehr so die Größe 3-5 :wink: Aber freilich, vieles ist heute auch einfach gemietet. Über Jahre finanziert ist auch an der Tagesordnung. Maschinen älter als 10-Jahre sehe ich hier bei den Lohnern aber kaum. Aber alles das Feinste vom Feinen....
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
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