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Gemüseanbau vs Viehzucht

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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61 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon egnaz » Mi Okt 07, 2020 14:48

Wenn die Hälfte der Nutzffläche für die Tierhaltung genutzt wird, dann ist davon allein schon die Hälfte Grünland, welches nicht als Ackerland genutzt werden darf. Das kann nur über Tierhaltung genutzt und erhalten werden. Und ich habe noch keinen Veganer Heu essen gesehen.
Gruß Eckhard
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Kyoho » Mi Okt 07, 2020 14:50

Auf Grünlandstandorten funktioniert nunmal kein Gemüseanbau. Selbst Ackerbau ist da oft nicht möglich.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon langholzbauer » Mi Okt 07, 2020 19:35

Das nennt ich mal Scheuklappen!
Es gibt alpine Bergbauern, die den größten Teil ihres Gemüses selber anbauen.
Grundsätzlich ist der Anbau von irgendwelchen Gemüse nahezu überall möglich, wo auch Gras richtig wächst.
Ob das aber dann wirtschaftlich sinnvoll ist und die Ernte auch vermarktet werden kann, steht auf anderen Seiten.
Das wurde weiter vorn schon angeschnitten.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon DWEWT » Mi Okt 07, 2020 20:02

Dieter88 hat geschrieben:Habe letzten bei Statista gelesen, dass die Fleischindustrie im Jahr 2018 40 Mrd. und Gemüse/Obst/Kartoffel rund 27 Mrd. Umsatz gemacht hat.
Und das obwohl Deutschland Fleisch exportiert und Gemüse im großen Stil importiert werden muss.
Die Gewinnmarge bei Gemüse ist also deutlich höher.
Wieso betreiben dann noch so viele Landwirte Viehzucht?


Bei den ganz stark saisonellen Erzeugnissen, sagt "Selbstversorgung" gar nichts. Frag mal die ältere Generation, die noch zu DDR-Zeiten Lebensmittel eingekauft hat, wie breit das Angebot im Winter war. Kohl gab es in allen Varianten, Kartoffeln, Möhren, Rote Bete, Porree, Steckrüben und Zwiebeln auch. Salat, Tomaten, Champignons, Paprika und andere ähnliche Erzeugnisse waren extrem rar. Für eine ausgeglichene Ernährung waren die auch nicht notwendig. Wenn wir uns also wieder auf die notwendigen Lebensmittel beschränken würden und uns wieder Kenntnisse im Bereich der richtigen langfristigen Lagerung aneignen würden, könnten wir der Selbstversorgung mit Gemüse ein erhebliches Stück näher kommen. Augenblicklich klagen die deutschen Gemüsebauern über das jetzt zu Ende gehende Jahr. Ungünstiges Wetter und fehlende Arbeitskräfte, haben zu erheblichen Einnahmeausfällen geführt. Gemüse ist das für Profis! Ich habe das 7 Jahre gemacht; nie wieder! Für die Selbstversorgung, weil da der Zeitaufwand keine Rolle spielt, ist das noch interessant. Vor allem schmeckt das selbsterzeugte Gemüse ja auch "viel besser".
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Stoapfälzer » Mi Okt 07, 2020 20:10

Englberger hat geschrieben:Hallo,
man kann auch nur die 3 nächstgelegenen Bio/konviläden beliefern und das ganze von Hand bzw mit "willing workers on organic farms" betreiben.
Da bleibt manchmal genausoviel über.


Übersetzt heißt das Ausbeutung der Familienmitglieder incl Kinderarbeit und ist verboten. :roll:
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon T5060 » Mi Okt 07, 2020 20:13

Hat Dieter88 vielleicht Inkonitenzprobleme oder Erektionsstörungen ..... bei STATISTA und Destatis steht .... :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Paule1 » Mi Okt 07, 2020 20:39

Ich kenne Gemüsebauern die haben es sowas von satt ihr Arbeitsleben auf dem Acker zu verbringen und andere meine dort wäre Geld zu verdienen und es gefällt ihnen.

Wer es als Hobby und aus Spaß macht OK

Wer damit seine Familie ernähren muß, braucht dann i.d.R auch Fremd Arbeitskräfte. :idea:

Viele meine was der andere macht ist schöne-besser. :klug:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon DWEWT » Do Okt 08, 2020 6:46

Stoapfälzer hat geschrieben:
Übersetzt heißt das Ausbeutung der Familienmitglieder incl Kinderarbeit und ist verboten. :roll:


Ist das nicht, mit Ausnahme der Kinderarbeit natürlich, das "Erfolgskonzept" der bäuerlichen Familienbetriebe? :wink:
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon LUV4.0 » Do Okt 08, 2020 7:32

langholzbauer hat geschrieben:Das nennt ich mal Scheuklappen!
Es gibt alpine Bergbauern, die den größten Teil ihres Gemüses selber anbauen.
Grundsätzlich ist der Anbau von irgendwelchen Gemüse nahezu überall möglich, wo auch Gras richtig wächst.
Ob das aber dann wirtschaftlich sinnvoll ist und die Ernte auch vermarktet werden kann, steht auf anderen Seiten.
Das wurde weiter vorn schon angeschnitten.



Was bedeutet ,,ihres Gemüses" ? 50qm Garten für ein paar Kartoffeln hat ja jeder irgendwo über. Aber ob die für ein Einkommen reichen? Wir haben Grünland Flächen, da würde die Ernte zweimal im Jahr absaufen.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Qtreiber » Do Okt 08, 2020 7:40

DWEWT hat geschrieben:
Stoapfälzer hat geschrieben:
Übersetzt heißt das Ausbeutung der Familienmitglieder incl Kinderarbeit und ist verboten. :roll:


Ist das nicht, mit Ausnahme der Kinderarbeit natürlich, das "Erfolgskonzept" der bäuerlichen Familienbetriebe? :wink:

Manchmal bist du ganz schön böse. :lol:
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Englberger » Do Okt 08, 2020 8:06

Qtreiber hat geschrieben:DWEWT hat geschrieben:
Stoapfälzer hat geschrieben:

Übersetzt heißt das Ausbeutung der Familienmitglieder incl Kinderarbeit und ist verboten.


Ist das nicht, mit Ausnahme der Kinderarbeit natürlich, das "Erfolgskonzept" der bäuerlichen Familienbetriebe?


Hallo,
Ist heute durch die viele Technik nicht mehr so üblich die Kids einzusetzen.
Meine Grosse kam erst mit über 20, sie will jetzt auch Traktorfahren lernen. Und hat dann festgestellt dass Eliteuni in Paris in mancherlei Hinsicht einfacher ist als in hängigem Gelände mit alter Karre und Anhängekreisler zu arbeiten. Ende vom Lied ,das Gespann rollte rückwärts und knickte ein und Zapfwelle war kaputt.
Da war die junge Dame geknickt.
Gruss Christian
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon bauer hans » Do Okt 08, 2020 9:03

Dieter88 hat geschrieben:Habe letzten bei Statista gelesen, dass die Fleischindustrie im Jahr 2018 40 Mrd. und Gemüse/Obst/Kartoffel rund 27 Mrd. Umsatz gemacht hat.
Die Gewinnmarge bei Gemüse ist also deutlich höher.

deine provokative schlussfolgerung ist falsch,weil umsatz nicht gewinn ist.
gemüse wird von spezialisten erzeugt,entweder im ganz grossen für den leh oder im kleinen für hofladen und wochenmarkt.
aber ohne osteuropäische helfer geht gar nix.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Dieter88 » Do Okt 08, 2020 9:31

bauer hans hat geschrieben:
Dieter88 hat geschrieben:Habe letzten bei Statista gelesen, dass die Fleischindustrie im Jahr 2018 40 Mrd. und Gemüse/Obst/Kartoffel rund 27 Mrd. Umsatz gemacht hat.
Die Gewinnmarge bei Gemüse ist also deutlich höher.

deine provokative schlussfolgerung ist falsch,weil umsatz nicht gewinn ist.
gemüse wird von spezialisten erzeugt,entweder im ganz grossen für den leh oder im kleinen für hofladen und wochenmarkt.
aber ohne osteuropäische helfer geht gar nix.


Hier steht was von einer Gewinnspanne von 45% bei einer Fläche von 1 ha. Ist das viel? https://www.oekolandbau.de/landwirtscha ... emuesebau/
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon langholzbauer » Do Okt 08, 2020 9:40

LUV4.0 hat geschrieben:
langholzbauer hat geschrieben:
Was bedeutet ,,ihres Gemüses" ? 50qm Garten für ein paar Kartoffeln hat ja jeder irgendwo über. Aber ob die für ein Einkommen reichen? Wir haben Grünland Flächen, da würde die Ernte zweimal im Jahr absaufen.


Damit meine ich Neben Kartoffeln Salate , Kraut diverse Wurzelgemüse usw. .
Auch und teilweise sehr gut lassen sich gepflanzte Gemüsearten auf Überschwemmungsflächen zwischen den regelmäßigen Hochwassern anbauen...
Wie wirtschaftlich das derzeit ist brauchen wir hier nicht diskutieren.
Aber grundsätzlich möglich ist viel mehr als hier von vielen behauptet wird.
Leider sind gerade bei Gemüse und Knollenfrüchten schon sehr viele regional angepasste Sorten verloren gegangen.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon DWEWT » Do Okt 08, 2020 10:08

Dieter88 hat geschrieben:
Hier steht was von einer Gewinnspanne von 45% bei einer Fläche von 1 ha. Ist das viel? https://www.oekolandbau.de/landwirtscha ... emuesebau/

"Biointensiv" ist die nette Umschreibung für ein Nährstoffniveau von weit mehr als 300kg N/ha! Sonst lassen sich natürlich die beschriebenen Erntemengen auch nicht erzeugen. Wie man, ohne Bedampfen des Bodens in der Unterglaskultur, im Freiland nicht angeknabberte Radieschen erzeugen will, bleibt mir schleierhaft. Gerade belebte Böden und das ist ja das Ziel der ökologischen Bewirtschaftung, labt sich die Bodenfauna gern mal am aufstehenden Gemüse. Kompost und Stallmist tragen nicht direkt zum Aufbau von Dauerhumus bei! Das muss über überjährige Pflanzen gehen, die in diesem System jedoch komplett fehlen. Und dann noch die Mär vom Nährstoffkreislauf. :lol: Diesen Beitrag hat sicher jemand aus dem Beraterstab der Öko-Verbände geschrieben. Einfach nur zum Schreien!
Übrigens sind die Öko-Gemüsebaubetriebe von den Biodiversitätsbemühungen der Verbände bislang ausgenommen. Warum wohl? Na, weil die ja von Natur aus schon so sehr öko sind! :mrgreen:
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