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Gemüseanbau vs Viehzucht

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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61 Beiträge • Seite 3 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Manfred » Do Okt 08, 2020 10:09

langholzbauer hat geschrieben:Wie wirtschaftlich das derzeit ist...


Ausschließlich drum geht es in diesem Thema.

Wenn der Threadersteller bereit ist, für 30 Euro täglich ohne Sozialversicherung bar auf die Hand 12 Stunden am Tag 7 Tage die Woche hart zu arbeiten, noch ein paar hundert Freunde mit gleicher Einstellung mitbringt und den Herrn Minister Heil so gut kennt, dass das ganze keine juristischen Konsequenzen hat, könnte man sicher auch in D noch einen Gemüsebau-Großbetrieb aus dem Boden stampfen, der den Spaniern Konkurrenz machen kann.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Otto Mohl » Do Okt 08, 2020 16:53

Dieter88 hat geschrieben:Die Gewinnmarge bei Gemüse ist also deutlich höher.
Wieso betreiben dann noch so viele Landwirte Viehzucht?


Viehzucht erfordert wenig Spezialwissen. Kühe hat der Opa schon gehabt und es gibt ganz viele gescheiterte, die jetzt als Berater tätig sind und Ideen und Tipps gibts von denen und den Herstellern ganz viele. Die Milch holt die nächste Molkerei ab, die Schlachttiere irgendein Viehhändler. Ist bei Schweinen ganz genau so.

Gemüse, Beeren und andere Sonderkulturen erfordern Spezialwissen, Spezialmaschinen und Spezialkontakte oder menschliche Stärken in der Direktvermarktung. Mit solch dummen Sprüchen wie "bekommt Dieter keinen hoch?", wie man sie hier von Tierhaltern liest, kannst du in der Direktvermarktung keinen Euro verdienen.

Getreide kippt man dem nächsten Landhandel hin oder lässt es für ein Jahr im Schuppen liegen und kippt es dann dem nächsten Landhandel hin. Gemüse muss vertraglich abgesichert, just in time und mit vielen Arbeitskräften an die Fabriken geliefert werden. Das ist wesentlich schwieriger.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon DWEWT » Do Okt 08, 2020 19:19

Otto Mohl hat geschrieben:
Viehzucht erfordert wenig Spezialwissen. Kühe hat der Opa schon gehabt und es gibt ganz viele gescheiterte, die jetzt als Berater tätig sind und Ideen und Tipps gibts von denen und den Herstellern ganz viele. Die Milch holt die nächste Molkerei ab, die Schlachttiere irgendein Viehhändler. Ist bei Schweinen ganz genau so.

Gemüse, Beeren und andere Sonderkulturen erfordern Spezialwissen, Spezialmaschinen und Spezialkontakte oder menschliche Stärken in der Direktvermarktung.

Getreide kippt man dem nächsten Landhandel hin oder lässt es für ein Jahr im Schuppen liegen und kippt es dann dem nächsten Landhandel hin. Gemüse muss vertraglich abgesichert, just in time und mit vielen Arbeitskräften an die Fabriken geliefert werden. Das ist wesentlich schwieriger.


Das ist jetzt aber auch sehr pauschal!
Einfach Vieh zu halten bedeutet nicht, dass man damit auch erfolgreich ist. Ohne Erfolg, ist auch die Viehhaltung sehr schnell am Ende.
Ich kenne einen erfolgreichen Bio-Gemüseanbauer, der ist nicht einmal gelernter Landwirt. Spezialwissen gibt es auch in Schnellkursen. Wenn diese Betriebe dann von Spezialberatern betreut werden, kann das gut klappen.
Wenn das Getreide erst mal ein Jahr im Schuppen verbracht hat, wird der Landhandel die Anlieferung dankend ablehnen. Es gibt eindeutige Qualitätsnormen für Verkaufsgetreide. Die beziehen sich nicht nur auf die Produktqualität, sondern auch auf den Hygienestandard.
Vielleicht machst du dich erst mal kundig in Bezug auf Produktionssysteme, die dir fremd sind!
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon meyenburg1975 » Do Okt 08, 2020 20:38

Otto Mohl hat geschrieben:Viehzucht erfordert wenig Spezialwissen.

:lol:
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon T5060 » Do Okt 08, 2020 20:44

meyenburg1975 hat geschrieben:
Otto Mohl hat geschrieben:Viehzucht erfordert wenig Spezialwissen.

:lol:


Otto, der Rittergutsbesitzer setzen sich mal mit dem Diether88 zusammen und trinken eine große Kanne Entspannungstee :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon LUV4.0 » Fr Okt 09, 2020 7:29

Der Diether bevorzugt vermutlich BIO Vegan :mrgreen:.


Für Viecher braucht man kein Spezialwissen. Interessante These...der Otto hat wahrscheinlich keine?
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon bauer hans » Fr Okt 09, 2020 7:42

Dieter88 hat geschrieben:
Hier steht was von einer Gewinnspanne von 45% bei einer Fläche von 1 ha. Ist das viel? https://www.oekolandbau.de/landwirtscha ... emuesebau/

da gehts um kleinstbetriebe,die vor lauter arbeit nicht in den schlaf kommen und ihre produkte mit dem lastenfahrrad liefern und gern im tv gezeigt werden.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Paule1 » Fr Okt 09, 2020 7:48

Habe heut den rest meine Grassilageballe von der Wiese zu holen, die muß ich dann in Zukunft selbst essen, oder ich Pflanze Gemüse und Walnussbäume auf der Nordhang Hangwiese :mrgreen:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Englberger » Fr Okt 09, 2020 9:33

Manfred hat geschrieben:
langholzbauer hat geschrieben:Wie wirtschaftlich das derzeit ist...


Ausschließlich drum geht es in diesem Thema.

Wenn der Threadersteller bereit ist, für 30 Euro täglich ohne Sozialversicherung bar auf die Hand 12 Stunden am Tag 7 Tage die Woche hart zu arbeiten, noch ein paar hundert Freunde mit gleicher Einstellung mitbringt und den Herrn Minister Heil so gut kennt, dass das ganze keine juristischen Konsequenzen hat, könnte man sicher auch in D noch einen Gemüsebau-Großbetrieb aus dem Boden stampfen, der den Spaniern Konkurrenz machen kann.


Hallo,
Also in meiner niederbayrischen Heimat hat der Gemüseanbau unheimlich zugenommen. Früher nur Rübe/Kartoffel/Weizen, heute alles was man mit und ohne Folie machen kann.
Die mechanisierung hat da irrsinnige Fortschritte gemacht.Was da an einem Tag unter Folie gepackt, mit Tropfschlauch daneben,ist beeindruckend.
Welchen Prozentsatz ihrer Produktion die unter Vertrag haben weiss ich nicht.Hab nur immer mitgekriegt dass da brutal Stress ist wenns um den optimalen Erntezeitpunkt geht.
Bei den kleinen Gurken kann 1 Tag ein Vermögen /ha bedeuten wenn sie zu gross werden und dann Spreewaldware sind.
An die streitereien mit dem Hagelschadenschätzer kann ich mich auch erinnern.Da gingen die Ansichten extrem auseinander ob die Gurken arg geschädigt wurden.
Ein Truckerfahrer erklärte mir mal den Unterschied zwischen Kohlrabi und Kohlrabi vom Vortag. Bei seiner LKW Ladung waren das 40000 Mark.
Er kam zu spät zum Grossmarkt und wurde nicht mehr reingelassen .Ein tag später sagen die Käufer der Kohl ist alt. Bei frischem Kohlrabi brechen die Stengel ab ; bei Kohl vom Vortag kann man sie rumwickeln. Deshalb halber Preis= grosser Verlust.Nochmal paar Tage später=Entsorgungskosten.
Gruss Christian
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon bauer hans » Fr Okt 09, 2020 10:38

Manfred hat geschrieben:
Wenn der Threadersteller bereit ist, für 30 Euro täglich ohne Sozialversicherung bar auf die Hand 12 Stunden am Tag 7 Tage die Woche hart zu arbeiten, noch ein paar hundert Freunde mit gleicher Einstellung mitbringt und den Herrn Minister Heil so gut kennt, dass das ganze keine juristischen Konsequenzen hat, könnte man sicher auch in D noch einen Gemüsebau-Großbetrieb aus dem Boden stampfen, der den Spaniern Konkurrenz machen kann.

Behr mit seinen 4000ha ist mir bekannt,aber für 30€ pro tag,findet der keine helfer.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Family Guy » Fr Okt 09, 2020 11:15

Englberger hat geschrieben:
Hallo,
Also in meiner niederbayrischen Heimat hat der Gemüseanbau unheimlich zugenommen. Früher nur Rübe/Kartoffel/Weizen, heute alles was man mit und ohne Folie machen kann.
Die mechanisierung hat da irrsinnige Fortschritte gemacht.Was da an einem Tag unter Folie gepackt, mit Tropfschlauch daneben,ist beeindruckend.
Welchen Prozentsatz ihrer Produktion die unter Vertrag haben weiss ich nicht.Hab nur immer mitgekriegt dass da brutal Stress ist wenns um den optimalen Erntezeitpunkt geht.
Bei den kleinen Gurken kann 1 Tag ein Vermögen /ha bedeuten wenn sie zu gross werden und dann Spreewaldware sind.
An die streitereien mit dem Hagelschadenschätzer kann ich mich auch erinnern.Da gingen die Ansichten extrem auseinander ob die Gurken arg geschädigt wurden.
Ein Truckerfahrer erklärte mir mal den Unterschied zwischen Kohlrabi und Kohlrabi vom Vortag. Bei seiner LKW Ladung waren das 40000 Mark.
Er kam zu spät zum Grossmarkt und wurde nicht mehr reingelassen .Ein tag später sagen die Käufer der Kohl ist alt. Bei frischem Kohlrabi brechen die Stengel ab ; bei Kohl vom Vortag kann man sie rumwickeln. Deshalb halber Preis= grosser Verlust.Nochmal paar Tage später=Entsorgungskosten.
Gruss Christian


und all die anderen sachlichen Beiträge.

Aber das ist nicht die Intention von @Dieter88. Er will hier einfach nur trollen und den Tierproduzenten letztlich vorhalten, dass ihr, in seinen Augen unmoralisches, Handeln durch Gemüseproduktion substituiert werden kann und deswegen die alte Frage, wovon die Bauern denn leben sollen, für ihn schon nach seinem ersten Satz in diesem Forum mehr als beantwortet war.

Heute Abend hole ich mir Chips und ein Bier und werde in diesem Faden sicherlich von Dieter88 ganz großes Kino lesen. :prost:
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon anhilde » Fr Okt 09, 2020 13:46

@DWEWT, woher sollen im biointensiven Anbau 300kg/N pro ha kommen? Welches bezahlbare Düngemittel soll die Menge liefern?
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Groaßraider » Fr Okt 09, 2020 14:58

@ Englberger:
Was hat dich eigentlich aus Niederbayern vertrieben?
Gruß R. M.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Paule1 » Fr Okt 09, 2020 15:17

Gemüsebau ist Stress pur ,da können die Kuhbauer direkt ein ruhige Kugel schieben :idea:

Aber wem es zu Gut geht der sucht sich eben was "schlechteres" :klug:

Abgesehen davon das unser Bevölkerung ja die "Ausbeutung" der Erntehelfer gar nicht gut findet :idea:
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Family Guy » Sa Okt 10, 2020 20:50

Schade, von @Dieter88 kommt wohl nichts mehr, so wirklich interressiert war der wohl nicht.
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