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Gemüseanbau vs Viehzucht

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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61 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Dieter88 » Mi Okt 07, 2020 11:13

Habe letzten bei Statista gelesen, dass die Fleischindustrie im Jahr 2018 40 Mrd. und Gemüse/Obst/Kartoffel rund 27 Mrd. Umsatz gemacht hat.
Und das obwohl Deutschland Fleisch exportiert und Gemüse im großen Stil importiert werden muss.
Die Gewinnmarge bei Gemüse ist also deutlich höher.
Wieso betreiben dann noch so viele Landwirte Viehzucht?
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon LUV4.0 » Mi Okt 07, 2020 11:17

Weil man Gemüse eben nicht einfach so anbauen kann. Und vor allem nicht auf jeden Standort.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Family Guy » Mi Okt 07, 2020 11:37

Dieter88 hat geschrieben:Habe letzten bei Statista gelesen, dass die Fleischindustrie im Jahr 2018 40 Mrd. und Gemüse/Obst/Kartoffel rund 27 Mrd. Umsatz gemacht hat.
Und das obwohl Deutschland Fleisch exportiert und Gemüse im großen Stil importiert werden muss.
Die Gewinnmarge bei Gemüse ist also deutlich höher.
Wieso betreiben dann noch so viele Landwirte Viehzucht?


Ich verstehe deine Fragen nicht, weil ich nicht weiß, worauf du hinaus willst. Du solltest schon ein wenig konkreter werden.
Und, ich habe es auch nur gehört, es soll aber Gemüse und Obstsorten geben, die angeblich nicht in Deutschland wachsen, da müsstest du bei Statista noch ein wenig mehr lesen.
Ja, dass andere Länder in Deutschland Fleisch kaufen, ist schon eine riesige Schweinerei, im wahrtsen Sinne des Wortes. Wenn es über die Schweinerei hinausgeht und man die Bilanz, das ist so ein Vergleichsding, anschaut, dann ist Deutschland ein Importland.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Dieter88 » Mi Okt 07, 2020 11:46

Ich denke die Zahlen bei Statista beziehen sich nur auf das was aus Deutschland kommt. Also der Anbau von Kartoffeln, Pastinaken, Kohl, Sellerie, Salat, Champignons, Spinat, Radieschen. Möhren, Tomaten Gurken, Paprika, Erdbeeren, Äpfel, Kirchen, Heidelbeeren usw.
Wo würde das in Deutschland nicht wachsen, bzw. wie müsste man den Boden aufbereiten?
Ist der Mehraufwand einfach höher als in der Viehwirtschaft?
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon egnaz » Mi Okt 07, 2020 12:31

Stell doch mal den Link zu den zitierten Zahlen ein. So ganz kann ich deinen Interpretationen der Zahlen nicht folgen.
Obst und Gemüseanbau ist mittlerweile eine hoch spezialisierte Produktion. Um mit dem Lebensmittelhandel in Kontakt zu kommen, brauchen sie eine nicht kleine Größe. Die viele Arbeit muss dann auch von billigen ausländischen Arbeitskräften erledigt werden, damit überhaupt was verdient werden kann.
Das Gemüse hohe Bodenansprüche hat, wurde ja schon geschrieben, dazu kommt noch, das der Verbraucher das ganze Jahr ein gleichmäßiges Angebot erwartet, was sich hier mit säisonaler Produktion nicht bereitstellen lässt.
Gruß Eckhard
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon T5060 » Mi Okt 07, 2020 12:35

Die Frage stelle doch bitte dem Lebenseinzelhandel und sucht nicht bei den Landwirten. Wir sind das Ende der Lieferkette, bekommen also nur das was übrig bleibt.
Wer heute in den Anbau von Gemüse oder Kartoffel für den LEH einsteigt, muss erst mal 2 Mill. investieren
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Qtreiber » Mi Okt 07, 2020 12:44

Dieter88 hat geschrieben:Habe letzten bei Statista gelesen, dass die Fleischindustrie im Jahr 2018 40 Mrd. und Gemüse/Obst/Kartoffel rund 27 Mrd. Umsatz gemacht hat.
Und das obwohl Deutschland Fleisch exportiert und Gemüse im großen Stil importiert werden muss.
Die Gewinnmarge bei Gemüse ist also deutlich höher.
Wieso betreiben dann noch so viele Landwirte Viehzucht?

1. erschließt sich mir nicht, was der Umsatz einer Branche mit der Importquote zu tun haben soll.
Ich importiere neben den von mir hergestellten Waren zusätzlich aus dem Ausland und die Erlöse aus beidem zusammen macht meinen "Umsatz" aus, nach dem ich die abzuführende Umsatzsteuer errechne und
2. frage ich mich, wieso man aus den Umsätzen die Gewinnmarge erkennen sollte und dazu auch noch eine als "deutlich" höher klassifizieren kann.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Todde » Mi Okt 07, 2020 12:45

11 Milliarden, Obst und Gemüse, zählen selbst die hier verarbeiteten Obstextrakte aus China für den Apfelsaft mit rein.

https://de.statista.com/statistik/daten ... seit-1995/
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Englberger » Mi Okt 07, 2020 12:50

T5060 hat geschrieben:Wer heute in den Anbau von Gemüse oder Kartoffel für den LEH einsteigt, muss erst mal 2 Mill. investieren

Hallo,
man kann auch nur die 3 nächstgelegenen Bio/konviläden beliefern und das ganze von Hand bzw mit "willing workers on organic farms" betreiben.
Da bleibt manchmal genausoviel über.
Bei mir daheim in Niederbayern( Straubing) hiess es früher:
mit Kartoffel kannst in einem Jahr Millionär werden oder bettelarm.
Gruss Christian
P.S. Nach 4 Wochen auf dem Vollernter hatte ich Alpträume wegen den Erdäpfeln.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Dieter88 » Mi Okt 07, 2020 12:56

Qtreiber hat geschrieben:
Dieter88 hat geschrieben:Habe letzten bei Statista gelesen, dass die Fleischindustrie im Jahr 2018 40 Mrd. und Gemüse/Obst/Kartoffel rund 27 Mrd. Umsatz gemacht hat.
Und das obwohl Deutschland Fleisch exportiert und Gemüse im großen Stil importiert werden muss.
Die Gewinnmarge bei Gemüse ist also deutlich höher.
Wieso betreiben dann noch so viele Landwirte Viehzucht?

1. erschließt sich mir nicht, was der Umsatz einer Branche mit der Importquote zu tun haben soll.
Ich importiere neben den von mir hergestellten Waren zusätzlich aus dem Ausland und die Erlöse aus beidem zusammen macht meinen "Umsatz" aus, nach dem ich die abzuführende Umsatzsteuer errechne und
2. frage ich mich, wieso man aus den Umsätzen die Gewinnmarge erkennen sollte und dazu auch noch eine als "deutlich" höher klassifizieren kann.


Sorry für das Missverständnis. Der Umsatz hat natürlich nichts mit der Importquote zu tun. Habe es nur angeführt um zu verdeutlichen das Deutschland seinen eigenen Gemüsebedarf nicht decken kann und somit weitaus weniger Gemüse angebaut wird im Vergleich zur Tierzucht. Habe jetzt eine bessere Quelle gefunden: "Obst und Gemüse wird in Deutschland auf gerade mal einem Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche angebaut. Nimmt man die Kartoffeln dazu sind es 2,7 Prozent." [https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-verstehen/wie-arbeiten-foerster-und-pflanzenbauer/was-waechst-auf-deutschlands-feldern/]
Hingegen wird: "Auf 10 Millionen Hektar, das ist mehr als die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche Deutschlands, wird Futter für unsere Nutztiere erzeugt."
Deswegen meine Aussage das die Gewinnmarge im Gemüseanbau deutlich höher ist.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon wastl90 » Mi Okt 07, 2020 12:59

Dieter88 hat geschrieben:Habe letzten bei Statista gelesen, dass die Fleischindustrie im Jahr 2018 40 Mrd. und Gemüse/Obst/Kartoffel rund 27 Mrd. Umsatz gemacht hat.
Und das obwohl Deutschland Fleisch exportiert und Gemüse im großen Stil importiert werden muss.
Die Gewinnmarge bei Gemüse ist also deutlich höher.
Wieso betreiben dann noch so viele Landwirte Viehzucht?

Wie kannst du aus irgendwelchen Umsatzvolumen Gewinnmargen berechnen?

Bei Gemüse muss eben alles passen.

Nur ein paar Beispiele
-Boden
-Klima
-Wasser für Bewässerung (ohne braucht man erst gar nicht anfangen)
-Absatzmärkte
-viele fleißige Hände
-usw.

Das sind jetzt nur die gröbsten Kriterien, erfüllt man nur eines nicht, kann man es auch schon bleiben lassen.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon wastl90 » Mi Okt 07, 2020 13:02

Dieter88 hat geschrieben:
Sorry für das Missverständnis. Der Umsatz hat natürlich nichts mit der Importquote zu tun. Habe es nur angeführt um zu verdeutlichen das Deutschland seinen eigenen Gemüsebedarf nicht decken kann und somit weitaus weniger Gemüse angebaut wird im Vergleich zur Tierzucht. Habe jetzt eine bessere Quelle gefunden: "Obst und Gemüse wird in Deutschland auf gerade mal einem Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche angebaut. Nimmt man die Kartoffeln dazu sind es 2,7 Prozent." [https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-verstehen/wie-arbeiten-foerster-und-pflanzenbauer/was-waechst-auf-deutschlands-feldern/]
Hingegen wird: "Auf 10 Millionen Hektar, das ist mehr als die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche Deutschlands, wird Futter für unsere Nutztiere erzeugt."
Deswegen meine Aussage das die Gewinnmarge im Gemüseanbau deutlich höher ist.

Auch das ist noch keine Begründung oder Grundlage zu irgendwelchen Gewinnmargen.
Deutschland deckt seinen Gemüsebedarf bei weitem nicht selbst. Einiges kommt aus Holland, Spanien und Italien. Warum? Weil die es dort einfach billiger können! Natürlich sind die UMSÄTZE, die meinst du wahrscheinlich, pro Hektar Gemüse deutlich höher. Wir reden hier sicherlich vom 10 bis 20 fachen wie von normalen Ackerbau- bzw. Grünlandflächen. Dafür steckt eben deutlich mehr Arbeit/Hektar dahinter.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Qtreiber » Mi Okt 07, 2020 13:26

wastl90 hat geschrieben: Wir reden hier sicherlich vom 10 bis 20 fachen wie von normalen Ackerbau- bzw. Grünlandflächen. Dafür steckt eben deutlich mehr Arbeit/Hektar dahinter.

Eben. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Wäre interessant zu erfahren, ob der Dieter auch bereit wäre, sich auf einen "Gurkenflieger" zu legen. :?
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Todde » Mi Okt 07, 2020 13:33

Dieter88 hat geschrieben:Deswegen meine Aussage das die Gewinnmarge im Gemüseanbau deutlich höher ist.


Gemüsebauern verdienen recht gut.
Nur ist der Anbau sehr kostenintensiv und arbeitsaufwendig. Die Ansprüche an Boden, Klima etc sind wesentlich höher als beim Brotweizen.
Und die Fläche sagt noch nichts aus, denn Gemüse wird 2 bis 5 mal im Jahr von ein und der selben Fläche geerntet.

Zu dem wird es in Deutschland mit den Auflagen, Verordnungen und Verboten immer schwieriger marktfähiges Gemüse zu erzeugen, für Qualitätsweizen wird es auch enger und somit die Zunahme der Futtererzeugung eine Konsequenz.
Wie hoch ist der Anteil an Energieerzeugung "Deiner" Futterfläche? Und warum wurden Nebenprodukte als Futterfläche ausgwiesen? Ohne Rübenschnitzel kein heimischen Zucker, ohne Kartoffelpülpe keine Kartoffelstärke, bei Mehl malen fallen auch bis zu 5% Futter an, bei Tofu bis zu 60%. Letztendlich dürfte das nicht als "Futterfläche" ausgewiesen werden, denn das eine gibt es nicht ohne das andere.
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Re: Gemüseanbau vs Viehzucht

Beitragvon Englberger » Mi Okt 07, 2020 14:43

Hallo,
nur mal kurz zur Erinnerung;
1Hektar Spitzenboden nähe Straubing kostet ca 350000 Euro. Für alle Gemüsearten geeignet.
1Hektar Schaf/Ziegenweide Berggebiet kostet ca 3500 Euro. In ZentralF ca 350 Euro.
Die erzielbaren Ums¨tze korrespondieren.
Gruss Christian
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