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Gericht zeigt härte...

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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55 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon H.B. » Fr Dez 06, 2013 23:01

Rumpsteak hat geschrieben:[quote="JORA" Aber kann man denn immer den Jäger einen Tag vor dem mähen anrufen?


Ja das kann man[/quote]
Nein, weil die Entscheidung vom "ob man mäht" bis zum "bis man mäht" oft weniger als fünf Minuten auseinander liegt. Ich hab noch nie ein Kitz vermäht, meinem Fahrer ists einmal passiert. Der hat es aber selbst beiseite geräumt - somit war dem Tierschutz gedient

Allerdings ist das Risiko ein Kitz zu erwischen auch dann noch besonders hoch wenn man die Wiese direkt vor dem mähen absucht. Kitze machen sich klein, die sieht man nicht..und Hunde riechen die Ricke, und die rennt überall hin..nur nicht zum Kitz.

genau das ist das Problem

...man kann es drehen und wenden wie man will, in diesem Fall IST der Landwirt "Schuld"

Von Schuld würde ich nicht sprechen. Sind halt zwei Kitze vermäht - so what - die Population wird deswegen nicht aussterben.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon JORA » Sa Dez 07, 2013 7:55

Fazit:

Sollte mir mal wieder jemand sagen: " bei dir ist ein Kitz in der Wiese oder ein Reh im Mais" fordere ich diese Person auf zu kommen und ich lasse mir den genauen Aufendhaltspunkt zeigen. Dann habe ich einen Zeugen, dass ich entweder das Tier rausgeholt hab, oder da kein Tier war.
Verweigert der dies, werde ich ihm sagen, dass es mir so unmöglich ist das Tier zu finden, ich beim mähen aber aufpassen werde.

Was ich künftig mit einem angemähten Tier mache, werde ich bei der nächsten Jagdgenossenschaft Versammlung klären lassen. Ich werde dafür sorgen, dass da jemand von der oberen Jagdbehörde anwesend ist. Wenn dieser eine brauchbare Lösung hat, wird das dann der Protokollführer in seinem Buch festhalten.

Man bedenke auch, dass ein Jäger wenn´s schön Wetter wird und 20 Landwirte in seinem Revier mähen wollen, nicht überall sein kann.
Aber diese Urteil sollte man schon ernst nehmen. Eine Zusammenarbeit mit dem Jäger ist jedenfalls besser, als eine abwertende Handbewegung vom Schlepper aus. Wie im geschilderten Fall.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Rumpsteak » Sa Dez 07, 2013 14:12

Unsere Landwirte sagen bescheid wenn sie vor haben zu mähen, wenn es dann Wetter bedingt doch früher los geht ist das so..als Pächter kann man sich aber drauf einstellen und wenn möglich und nötig handeln. Das die Population von 2 Kitzen nicht weg stirbt steht außer Frage, da hiesiger Landwirt aber BEWUSST 2 Kitze umgemäht hat ist dieser auch "Schuld" an dem Unglück. Lässt man sowas ungestraft tuts der nächste..

Ich hab selber Wiesen zu mähen, ich weiß wie kompliziert die Sache mit den Kitzen ist. Töte ich Wirbeltiere aber ohne "vernünftigen" Grund kann ich meinen Jagdschein abgeben und zahle auch noch eine Geldstrafe. Auch Landwirte sind keine heiligen..auch wenn das für den einen oder anderen nur schwer zu akzeptieren ist... :wink:
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Rumpsteak » Sa Dez 07, 2013 14:58

IHC_833 hat geschrieben:Das ist doch alles reine Bauernschikane !


Kenne etliche Jäger die Bauern sind, die schikanieren sich wohl selber ? Wenn Du Dich vom Weihnachtsmarkt fern hälst klappts vielleicht auch mit einer ernsthaften Diskussion. Wenn als Jäger "ausversehen" 3 Kühe erschießt musst Du Dich mindestens (!) genau so rechtfertigen..also schieb Deinen Hass auf die Jäger die zu einem erheblichen Teil aus Deinen Berufskollegen bestehen beiseite.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Cairon » Sa Dez 07, 2013 15:10

Sollte sich der Bauer wirklich so verhalten haben, wie in dem Bericht beschrieben, dann hat er es sich selber zuzuschreiben. Laut Bericht geht es um eine Fläche von einem Hektar, da wäre es kein Problem gewesen, wenn man schon gewarnt war.
Ein getroffenes Tier mit dem Hammer zu erlösen mag nach persönlicher Neigung richtig sein, aber erwischen lassen darf man sich nicht. Ich habe mal mit dem Auto eine Ricke angefahren. Daraufhin habe ich sofort die Polizei angerufen. Das Tier lag im Seitenraum und schrie. Nach einer Stunde kam dann der Jäger und hat das Tier erlöst. Ich fragte ihn, warum es denn so lange gedauert hätte, er meinte: "Warum, die Polizei hat doch erst vor 10 Minuten angerufen?" Ich war auch drauf und dran die Ricke zu erlösen, aber der Jäger hat mir noch einmal bestätigt, dass ich dann eine Anzeige bekommen hätte. Das Tier liegen lassen, den Jäger rufen und der erlöst es. Das ist der vorschriftsmäßige Weg, alles andere ist laufen auf dünnem Eis.

Unsere Jäger hier sind alle aus dem Dorf. Ich arbeite sehr gut mit ihnen zusammen. Es ist ein geben und nehmen und wir helfen uns gegenseitig. Wir bekommen zwar nicht die höchste Jagdpacht, aber lieber verzichte ist auf ein paar Euro und habe hier Jäger auf die ich mich verlassen kann.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Rumpsteak » Sa Dez 07, 2013 15:32

IHC_833 hat geschrieben: aber die Jäger sind selbst schuld, wenn einige aus dieser gruppe es für gut befinden, wenn Bauern an den Pranger gestellt werden.


Trink mal nen Schluck Pril..das beruhigt und macht blasen beim pupen. Es ist völlig egal ob man einen Jäger oder einen Landwirt an den Pranger stellt, wenn einer dieser beiden etwas getan hat was dem GESAMTEN Image schadet, muss man sich von solchen schwarzen Schafen klar distanzieren statt ihnen bei zu stehen.

Das mit der Polizei ist immer so eine Sache, ich komme öfter mal zu Wildunfällen wo die Polizei anwesend ist, wenn die das Tier erlösen, muss hinterher noch lästiger Papierkram erledigt werden..traurig aber wahr.. :roll:.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon H.B. » Sa Dez 07, 2013 15:37

Cairon hat geschrieben:Unsere Jäger hier sind alle aus dem Dorf. Ich arbeite sehr gut mit ihnen zusammen. Es ist ein geben und nehmen und wir helfen uns gegenseitig. Wir bekommen zwar nicht die höchste Jagdpacht, aber lieber verzichte ist auf ein paar Euro und habe hier Jäger auf die ich mich verlassen kann.

So läuft das bei uns auch - seit vielen Jahrzehnten.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Cairon » Sa Dez 07, 2013 16:16

@Rumpsteak

Bei mir war keine Polizei anwesend. Ich habe den Notruf angerufen und sie haben 45 Minuten gebraucht um den Jäger anzurufen, der nach eigener Angabe den ganzen Abend zu hause war und knappe 5 Minuten zur Unfallstelle gebraucht hat. Den Papierkrieg haben der Jäger und ich vor Ort gemacht. Die Polizei wusste, dass das Reh noch lebt. Ich hatte beim Notruf gefragt ob ich es erlösen soll bzw. darf und eine Absage bekommen. Ich kreide der Polizei an, dass sie so lange gebraucht hat um ein Telefonat zu führen und das Reh unnötig leiden lassen hat.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon JORA » Sa Dez 07, 2013 16:30

Cairon hat geschrieben:Sollte sich der Bauer wirklich so verhalten haben, wie in dem Bericht beschrieben, dann hat er es sich selber zuzuschreiben. Laut Bericht geht es um eine Fläche von einem Hektar, da wäre es kein Problem gewesen, wenn man schon gewarnt war.
Ein getroffenes Tier mit dem Hammer zu erlösen mag nach persönlicher Neigung richtig sein, aber erwischen lassen darf man sich nicht. Ich habe mal mit dem Auto eine Ricke angefahren. Daraufhin habe ich sofort die Polizei angerufen. Das Tier lag im Seitenraum und schrie. Nach einer Stunde kam dann der Jäger und hat das Tier erlöst. Ich fragte ihn, warum es denn so lange gedauert hätte, er meinte: "Warum, die Polizei hat doch erst vor 10 Minuten angerufen?" Ich war auch drauf und dran die Ricke zu erlösen, aber der Jäger hat mir noch einmal bestätigt, dass ich dann eine Anzeige bekommen hätte. Das Tier liegen lassen, den Jäger rufen und der erlöst es. Das ist der vorschriftsmäßige Weg, alles andere ist laufen auf dünnem Eis.


Sei froh dass du es nicht versucht hast. Ein Reh im Schockzustand schaut dir dabei länger zu als dir lieb ist.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Fassi » Sa Dez 07, 2013 17:47

Nein, Cairon, Rumpsteak meint nicht den Wildunfallpapierkrieg, sondern den Nachwies der Scheriffs über die fehlende Kugel in der Pistole. Also warten sie zur Not auch selber bis der Jäger da ist, ist bei uns auch schon 2 mal vorgekommen. Drauf angesprochen zucken sie nur mit den Achseln, wobei vielen von denen auch das Wissen fehlt, wie man ein Tier erlöst, auch mit Schußwaffe. Das Problem dabei ist halt wieder mal der Zwiespalt zwischen zwei Gesetzen und das da keiner mal den Arsch in der Hose hat, dieses zu lösen. Nach TierschutzG muss man es, so entsprechende Sachkunde vorhanden, erlösen. Nach StGB fällt das Erlösen streng ausgelegt unter Wilderei. Man steckt also in der Zwickmühle (wenn Zeugen dabei sind).

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Cairon » Sa Dez 07, 2013 17:58

Ich hätte das Reh nicht erschlagen, ich hätte mir meine Handschuhe angezogen und es mit einem gezielten Schnitt erledigt. Das Reh war nach dem Unfall Querschnittsgelähmt und war nur noch in der Lage zu Atmen und zu schreien. Ich weiß wie man so etwas macht, aber angesichts der Vorschriften war es ja keine Option.

Was den Papierkrieg für eine fehlende Kugel angeht, so kenne ich das recht gut. Als ich Soldat war, war ich oft als stellv. Wachhabender eingesetzt. Einer meiner Wachsoldaten hat es damals fertig gebracht, dass sich beim Spielen mit seiner Maschinenpistole ein Schuss löste und das Telefon im Wachhäuschen zerstörte. Die Munition für die Wache war gekennzeichnet und einzeln registriert und da die Spuren am Telefon eindeutig waren, muss die Geschichte durch die offiziellen Kanäle. War nicht lustig die ganze Angelegenheit.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Fassi » Sa Dez 07, 2013 18:06

Ich hätte das Reh nicht erschlagen, ich hätte mir meine Handschuhe angezogen und es mit einem gezielten Schnitt erledigt.


Oha, für die Nummer ist ein Jäger schon mal von der Polizei angezeigt worden, wegne Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Leider hab ich nicht mitbekommen, wie die Sache ausgegangen ist. Ist allerdings für Aussenstehende auch kein wirklich schöner Anblick und dauert auch verdammt lange.

Gruß
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Ferengi » Sa Dez 07, 2013 20:50

IHC_833 hat geschrieben:
Das ist doch alles reine Bauernschikane !


Ja Jupp, natürlich, alle sindse hinter dir her.
Geh schnell nochmal nachgucken ob nicht schon Ökofaschisten im Keller, oder unterm Bett, bei dir sind. :roll: :roll:
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon kaltblutreiter » Sa Dez 07, 2013 21:52

Cairon hat geschrieben:Ich habe den Notruf angerufen und sie haben 45 Minuten gebraucht um den Jäger anzurufen, der nach eigener Angabe den ganzen Abend zu hause war und knappe 5 Minuten zur Unfallstelle gebraucht hat.


Wie ist das eigentlich - ist bei der Polizei bekannt, wer der jeweilige Jagdpächter ist? Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, daß dem nicht so ist und die "Notruf-Beamten" erstmal ne ganze Weile rumtelefonieren mußten, um das rauszufinden. Auch man selber als Otto-Normal kann ja unmöglich wissen, wer da nun jetzt für das Gebiet, durch das man gerade fährt (außerhalb von Zuhause), zuständig ist. Und wenn dann ein Wildunfall passiert: Kann bzw. darf man das ohne Polizei überhaupt regeln? Und wenn ja: wie kriegt man nun den zuständigen Jagdpächter raus?
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Ferengi » Sa Dez 07, 2013 22:52

Schlimmer, ich hab da Grüne versteckt.
Mußt jetzt gleich dem Blockwart melden.
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