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Gericht zeigt härte...

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon H.B. » Sa Dez 07, 2013 22:55

Ferengi hat geschrieben:Schlimmer, ich hab da Grüne versteckt.


Hatte ichs mir doch gedacht, und dann holst du dir den Trittihn rauf, so wie grad dein Bedarf ist. Nimm ja nen Gummi, nicht daß der noch..... :=


....du weißt schon :twisted:
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Cairon » So Dez 08, 2013 0:40

kaltblutreiter hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Ich habe den Notruf angerufen und sie haben 45 Minuten gebraucht um den Jäger anzurufen, der nach eigener Angabe den ganzen Abend zu hause war und knappe 5 Minuten zur Unfallstelle gebraucht hat.


Wie ist das eigentlich - ist bei der Polizei bekannt, wer der jeweilige Jagdpächter ist? Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, daß dem nicht so ist und die "Notruf-Beamten" erstmal ne ganze Weile rumtelefonieren mußten, um das rauszufinden. Auch man selber als Otto-Normal kann ja unmöglich wissen, wer da nun jetzt für das Gebiet, durch das man gerade fährt (außerhalb von Zuhause), zuständig ist. Und wenn dann ein Wildunfall passiert: Kann bzw. darf man das ohne Polizei überhaupt regeln? Und wenn ja: wie kriegt man nun den zuständigen Jagdpächter raus?


Bei uns hat die Polizei Listen welche Jäger in welchen Bereichen zuständig sind. Unser Nachbar ist da auch gelistet. Der Jäger, der bei mir war, hat den Unfall aufgenommen. Er hatte die Unterlagen dabei und ich habe von ihm einen Unfallbericht bekommen mit dem die Versicherung zufrieden war. Der Jäger hat mir auch erzählt, dass die Polizei eigentlich immer ihn anruft, wenn da etwas los ist. Er wunderte sich selber auch, warum es so lange gedauert hat. Und Wildunfälle sind ja keine Seltenheit, da weiß die Polizei schon wer wo hin gehört, zumindest bei uns.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon karambu » So Dez 08, 2013 16:42

ja, die Polizei hat Listen:
über Abschleppunternehmen, über Autobahnmeistereien, Taxiunternehmen, über Firmenverantwortliche, über Krankenhäuser, über Hilfsdienste wie ADAC, Schlüsseldienste, Glasnotdienste, Frischwasser, Abwasser, THW, Wachgesellschaften, Müll, Sicherheitsdienste, Alarmgesellschaften, Jugendnotdienste, Notfallseelsorge, Frauenhäuser, Fähre, Landwirte, Deichsicherung, Hausnotrufe, Männerwohnheime, Hilfsdienste für Blinde, Krankentransporte, usw...

zu den Tieren fallen mir da ein:

Imker, Brieftauben, Greifvögel, Wespen, Schlangen und Reptilien, Tiertransporte, Tierheime, Tierkadaver, Tierklinik, Tierkörperbeseitigung, Tiernotruf, ...

Ach ja - und natürlich gibt es auch noch einen veralteten Ordner mit den Jägern des Reviers... :lol:

@ Kaltblutreiter:

es gibt reichlich Listen, nur kein Personal, welches die Liste pflegen könnte...

Und zum Thema selbst: Der Bauer hat - wie schon jemand treffend bemerkt hat - die hohe Strafe nicht dafür bekommen, dass er die Rehe erwischt hat, sondern für seine eigene Blödheit!
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Cairon » So Dez 08, 2013 16:58

@Karambu

Wenn mir der Zuständige Jäger sagt, dass er in der letzten Woche schon zwei Rehe und ein Wildschwein eingesammelt hat und ihn die Polizei in diesen Fällen auch erreicht hat, dann müsste sie nach menschlichem Ermessen über seine Nummer verfügen, in welche Form auch immer. Außerdem ist der Jäger seid über 30 Jahren in dem Revier, also müssten auch recht alte Listen noch funktionieren.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon karambu » So Dez 08, 2013 17:36

klar hätte die Polizei in diesem Fall wohl die Nummer ermitteln können, aber ich vermute mal, dass die Polizei in diesem Fall wohl nicht aus reiner Bosheit den Pächter nicht angerufen hat, sondern das es wohl einen Grund dafür gab... Evt. fehlte ja schon der Hinweis an die Polizei, dass das Reh noch lebte...

Außerdem ist die Polizei ja nun mal nicht "das Mädchen für alles" - auch wenn bei vielen jetzt wieder der dämliche "Freund und Helfer"-Spruch kommen wird - übrigens ein Spruch aus der NS-Zeit von Heinrich Himmler!

Wer ein Reh überfährt, muß sich zunächst mal selber kümmern!!! Wildtiere fallen NICHT in die Zuständigkeit der Polizei sondern sind Sache des zuständigen Jägers!

Genauso ist es z. B. ein Service der Polizei, für die Unfallbeteiligten die Abschlepper zu rufen.

Wenn du dir mal oben Ansiehst, welche Listen mir auf die Schnelle eingefallen sind, kannst du dir ja ausrechnen, wer alles was von der Polizei will und was die Polizei alles so "nebenbei" macht.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Cairon » So Dez 08, 2013 17:54

@karambu

Wenn Du mal richtig gelesen hättest, dann habe ich bei der Polizei sogar gefragt ob ich das arme Tier erlösen darf. Damit musste das Tier zwangsweise noch leben. Ich weiß wie man einen Notruf absetzt und ich denke die haben der Sache einfach nicht so viel Priorität eingeräumt und es etwas schleifen lassen. Ich durfte in den letzten Jahren einige Erfahrungen mit der Polizei machen und musste dabei leider feststellen, das bei vielen Polizisten (nicht bei allen) die Arbeitsmotivation nicht sehr ausgeprägt ist.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon Fassi » So Dez 08, 2013 18:30

Wildtiere fallen NICHT in die Zuständigkeit der Polizei sondern sind Sache des zuständigen Jägers!


Auch falsch, Wildtiere sind herrenlos. Wildunfälle sind sehr wohl Sache der Polizei, Stichwort Verkehrssicherung! Der jagdpächter wird nur informiert, wegen seinem aneignungsrecht. Aber auch dazu ist er nicht verpflichtet. Wir holen mittlerweile auch nicht mehr jedes verunfallte Stück weg, wenns an der richtigen Stelle liegt, solls die Straßenmeisterei holen. Für tote Tiere ist nämlich in dem Fall der Grundstückseigentümer verantwortlich :wink: .

Was die Listen angeht, die liegen in dem jeweiligen Polizeirevier, wo das Revier liegt. Wenn ich da jetzt bei uns den Kreis nehme, dann sind nachts nicht mehr alle Reviere besetzt. Soll heißen, die Leitstelle ist besetzt und in 2 Revieren wird Innendienst geschoben. Wenn nun gerade in der Polizeistation, wo das betroffene Revier liegt, keiner Innen- Nachtdienst macht, dann brauchts halt seine Zeit, bis man die Liste hat und anrufen kann. Bei uns rufen sie idR an, wenn sie den Unfall bereits aufgenommen haben. Und bei den Reviergrenzen sind sie auch nicht so ganz sattelfest (das haben wir aber untereinander geklärt, meistens ist ja eh nur noch was fürn Luderplatz).

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon kaltblutreiter » So Dez 08, 2013 18:55

Danke für Eure Beiträge zu meiner Frage. Also ist es dann so, daß ich als Nichtkenner des jeweiligen Jagdpächters bei einem Wildunfall auf jeden Fall die Polizei anrufen muß - und deren Sache ist es dann, alles Nötige in die Wege zu leiten, hab ich das richtig verstanden?

Um aufs Thread-Thema zurückzukommen: So, wie sich mir die Sache darstellt, ist der Landwirt wohl einer aus der Sturkopf- und Rumgrantel-Fraktion. Da kann ich mir gut vorstellen, daß er es trotz konkreter Hinweise nicht für nötig erachtet hat, sich um die Sache mit den Kitzen zu kümmern. So nach dem Motto: "Die neunmalklugen Spaziergänger haben mir als alteingessenem Bauer gar nix zu sagen." Und in solch einem Fall finde ich eine hohe Strafe angemessen.
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon karambu » So Dez 08, 2013 19:05

@ Cairon

wie gesagt - wir werden wohl nicht klären können, woran es gelegen hat, dass es so lange gedauert hat. Ich habe vor Jahren die gleiche Erfahrung gemacht wie du - Reh angefahren und die Polizei gerufen! Fast eine Stunde mitten in der Nacht gewartet. Das Reh war noch eine Weile im Gebüsch zu hören, aber ohne Lampe nicht zu finden... War echt Scheiße! :(

Und was die Arbeitsmotivation gerade bei der Polizei angeht ist das ja immer so eine Sache - der eine Meint, die Polizei macht zu wenig, der andere beschwert sich, wenn er geblitzt wird und zur Kasse gebeten wird. Ganz zu schweigen, wenn mal ein Bauer angehalten wird, der seine Rundballen nicht gesichert hat, oder die Kennzeichen am Trecker nicht lesbar sind...

@ Fassi

Gar nicht falsch! Das Reh lag ja schon halbtot im Straßengraben. Somit hat sich das wohl mit der Verkehrssicherheit erledigt. Aufgenommen wird der Unfall nur für die Versicherung, damit der Autofahrer seine Registriernummer abgeben kann.

Die nächtliche Schließung der Polizeireviere scheint ja ein generelles Problem zu sein. Wie gesagt, wenn kein Personal da ist, kann auch keiner die Listen einsehen. Auch ist es wohl eher die Ausnahme, dass der aktuelle Jagtpächter sich beim zuständigen Rever meldet. Viele denken einfach nicht daran.

Und unter Wildtiere fallen ja nicht nur rehe und Wildschweine, sondern auch die Taube mit dem gebrochenen Flügel, die bei Bürger X auf dem Balkon sitzt und der Igel, der in den Kellerschacht gefallen ist!

... das sind weder Aufgaben für die Polizei oder Feuerwehr, trotzdem werden sie nebenbei mitgemacht...
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Re: Gericht zeigt härte...

Beitragvon ICH BIN'S » So Dez 08, 2013 19:45

Hallo,


Einen ähnlichen Fall hatten wir letztes Jahr im Nachbarort auch, auch da sind der Landwirt und seinen Sohn in einen sehr ähnlichen Fall zu ähnliche Strafen verurteilt worden wie im Fall vom Treadeinsteller. Meiner Meinung nach zurecht.

Zum Thema Landwirt/Jäger/Mähen: Bei uns im Dorf sind beide Reviere an der gleichen Bietergemeinschaft verpachtet. Sind 3 ortsansässige Personen (Einen Frührentner, einen Förster und der Ortsvorsteher sowie einen Beamten ausm Nachbarort). Alle 4 sind mir persönlich bekannt und ich bin mit denen befreundet.
Der Förster hat selber einen Mutterkuhbetrieb und wir mähen zusammen Heu und Silo (teilweise Maschinengemeinschaft, teilweise kostenlose Nachbarschaftshilfe).Die Terminabsprache findet dann sowieso mit den Jägern statt und das klappt von daher hervorragend.
Unsere Jagdpächter ist es zig mal lieber, dass die einmal zu oft ausrücken müssen wegen Wildvergrämung, als einmal zu wenig.
Nebenbei führt das gute Miteinander zu erheblich weniger Probleme (ich habe da gar keine Probleme) bei der Wildschadenregulierung. Nebenbei gibt es bei uns kaum Wildschäden, weil die Pächter täglich im Revier sind und der Schaden meistens schon behoben ist, bis ich es mitbekomme, wenn es denn überhaupt Schäden gibt (ich hatte seit 2008 nie mehr als 100€ Wildschaden bei fast 100 Ha LNF).

Zu den Wildunfälle: So weit ich weiß, ruft die Polizei meistens den zuständigen Förster an, der dann die Pächter bzw. Jagdaufseher Bescheid gibt.
Nebenbei gibt es hier im Kreis mehrere Polizisten die selbst Jäger sind, und die sich dann dementsprechend auskennen wer wo Jagdpächter ist.


MfG
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